Zur Orientierung, insbesondere für Leser in D: das waren ca. 300 DM, 1955 ein gesamter Monatsverdienst und entspricht heutigem Wert (2026) von ca. 1.500 Euro.
Cold Case aus 1955 - Vermisstenfall
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Die Zeitungsfunde sind ja eine echte Sensation! Dass Fritz über 2.000 Schilling bei sich hatte, wirft ein ganz neues Licht auf die Sache.
Das macht das Verschwinden für mich noch mysteriöser: Wenn er mit so viel Bargeld und dem Pass unterwegs war, hätte er doch erst recht die Goldringe aus dem Spind mitgenommen, wenn er vorgehabt hätte, nie wiederzukommen. Dass das Gold und die Puch blieben, spricht für mich weiterhin deutlich gegen einen geplanten Abschied. Aber 2.000 Schilling in der Tasche machen einen leider auch zum potenziellen Ziel für ein Verbrechen.
Dazu ein Gedanke: Was, wenn das Motorrad am Bahnhof nur eine Ablenkung war? Falls er verunglückt ist oder überfallen wurde, könnte jemand das Motorrad dort abgestellt haben, um den Verdacht umzulenken oder aus Angst, mit der Maschine erwischt zu werden. Das würde erklären, warum das Motorrad am Bahnhof abseits seiner geplanten Route auftauchte.
Ich bin ja bzgl. Wasserleichen kein Experte (wie wir hoffentlich alle), habe aber mal Gemini (KI) zu der forensischen Seite von Wasserleichen befragt. In einem tiefen, kalten Gewässer wie dem Zeller See (bis 68 m tief) wäre ein spurloses Verschwinden bei 4–5 Grad Wassertemperatur demnach plausibel. In so kühlem Wasser bilden sich Fäulnisgase, die eine Leiche normalerweise nach oben treiben, kaum oder nur extrem verzögert. Zusammen mit dem massiven Kälteeinbruch und den 25 cm Neuschnee am 05.04. hätte die Natur jede Spur innerhalb weniger Tage versiegelt. Vielleicht lohnt es sich dennoch, hier mal nach ungelösten Leichenfunden in der Region zu recherchieren? Die Natur gibt manchmal erst Jahrzehnte später etwas preis – wie der Fund am Hochgruberkees 2023 zeigt, bei dem ein seit 1971 Vermisster identifiziert wurde. (https://www.meinbezirk.at/pinzgau/c-...fusch_a6257625)
Vielleicht muss man das Ganze auch im Kontext der damaligen Zeit sehen. Wenn die Suche so schnell im Sande verlief, stellt sich die Frage, ob es eine Art gesellschaftlichen Schutzmechanismus gab. 1955 waren psychische Krisen oder Suizid enorme Tabus. Oft wurde in dieser Generation über Dinge, die nicht ins Bild passten, eher geschwiegen, um die Außenwirkung der Familie zu wahren. Andererseits klingen die Zeitungsfunde ja jetzt doch eher danach, als sei wirkoich was unternommen worden.
@Xian: Hast du eigentlich mal über einen DNA-Test (Ancestry, MyHeritage etc.) nachgedacht? Es wäre natürlich ein absoluter Glückstreffer, aber falls Fritz irgendwo Nachkommen hinterlassen hätte, bestünde zumindest die Chance, dass man über die Matches darauf stößt.
Sachsen: MANN, HORN, CLAUS, SCHÖNE, HAFERKORN Pommern: PAPE, PRIEBE, KETELHUT, SCHMECHEL Schlesien: PUPPE, BRENDEL, SCHUBERT, SCHULZ Brandenburg: HÖSE, LEHMANN, KASCHE, SCHMIDT KIESELBACH, REIMANN, STERN[/LIST]Kommentar
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Ich glaube nicht, dass der Verschwundene (ver)beamtet war. Daher eher das Märzsalär.
Wobei sich die Frage stellt, ob das Salär nicht wöchentlich zur Auszahlung kam.Falls im Eifer des Gefechts die Anrede mal wieder vergessen gegangen sein sollte, wird sie hiermit mit dem Ausdruck allergrößten Bedauerns in folgender Art und Weise nachgeholt:
Guten Morgen/Mittag/Tag/Abend. Grüß Gott! Servus.
Gude. Tach. Juten Tach. Hi. Hallo.
Und zum Schluss:
Freundliche Grüße.Kommentar
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Falls im Eifer des Gefechts die Anrede mal wieder vergessen gegangen sein sollte, wird sie hiermit mit dem Ausdruck allergrößten Bedauerns in folgender Art und Weise nachgeholt:
Guten Morgen/Mittag/Tag/Abend. Grüß Gott! Servus.
Gude. Tach. Juten Tach. Hi. Hallo.
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Freundliche Grüße.Kommentar
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Ein Heimkind namens Anton Schaufler, 1932 oder 1933 geboren, das sich 1946 von Wien nach Salzburg durchschlug:
Falls im Eifer des Gefechts die Anrede mal wieder vergessen gegangen sein sollte, wird sie hiermit mit dem Ausdruck allergrößten Bedauerns in folgender Art und Weise nachgeholt:
Guten Morgen/Mittag/Tag/Abend. Grüß Gott! Servus.
Gude. Tach. Juten Tach. Hi. Hallo.
Und zum Schluss:
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Entschuldigt bitte, da habe ich im Kopf wohl was durcheinander gebracht. Es wurde ja auch darüber diskutiert, ob und wo Fritz in die bahn gestiegen sein könnte und in meinem Kopf fügte sich das zusammen mit dem Stadtparkplatz zu einem Parkplatz am Bahnhof um 🙈Sachsen: MANN, HORN, CLAUS, SCHÖNE, HAFERKORN Pommern: PAPE, PRIEBE, KETELHUT, SCHMECHEL Schlesien: PUPPE, BRENDEL, SCHUBERT, SCHULZ Brandenburg: HÖSE, LEHMANN, KASCHE, SCHMIDT KIESELBACH, REIMANN, STERN[/LIST]Kommentar
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Falls im Eifer des Gefechts die Anrede mal wieder vergessen gegangen sein sollte, wird sie hiermit mit dem Ausdruck allergrößten Bedauerns in folgender Art und Weise nachgeholt:
Guten Morgen/Mittag/Tag/Abend. Grüß Gott! Servus.
Gude. Tach. Juten Tach. Hi. Hallo.
Und zum Schluss:
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DAS alles sind auch meine Gedanken! Mir ist aber nicht klar, wer von dem Geld wusste bzw. das gesehen haben könnte. Fritz wird das Geld doch nicht jedem gezeigt haben?Die Zeitungsfunde sind ja eine echte Sensation! Dass Fritz über 2.000 Schilling bei sich hatte, wirft ein ganz neues Licht auf die Sache.
Das macht das Verschwinden für mich noch mysteriöser: Wenn er mit so viel Bargeld und dem Pass unterwegs war, hätte er doch erst recht die Goldringe aus dem Spind mitgenommen, wenn er vorgehabt hätte, nie wiederzukommen. Dass das Gold und die Puch blieben, spricht für mich weiterhin deutlich gegen einen geplanten Abschied. Aber 2.000 Schilling in der Tasche machen einen leider auch zum potenziellen Ziel für ein Verbrechen.
Dazu ein Gedanke: Was, wenn das Motorrad am Bahnhof nur eine Ablenkung war? Falls er verunglückt ist oder überfallen wurde, könnte jemand das Motorrad dort abgestellt haben, um den Verdacht umzulenken oder aus Angst, mit der Maschine erwischt zu werden. Das würde erklären, warum das Motorrad am Bahnhof abseits seiner geplanten Route auftauchte.
Ich bin ja bzgl. Wasserleichen kein Experte (wie wir hoffentlich alle), habe aber mal Gemini (KI) zu der forensischen Seite von Wasserleichen befragt. In einem tiefen, kalten Gewässer wie dem Zeller See (bis 68 m tief) wäre ein spurloses Verschwinden bei 4–5 Grad Wassertemperatur demnach plausibel. In so kühlem Wasser bilden sich Fäulnisgase, die eine Leiche normalerweise nach oben treiben, kaum oder nur extrem verzögert. Zusammen mit dem massiven Kälteeinbruch und den 25 cm Neuschnee am 05.04. hätte die Natur jede Spur innerhalb weniger Tage versiegelt. Vielleicht lohnt es sich dennoch, hier mal nach ungelösten Leichenfunden in der Region zu recherchieren? Die Natur gibt manchmal erst Jahrzehnte später etwas preis – wie der Fund am Hochgruberkees 2023 zeigt, bei dem ein seit 1971 Vermisster identifiziert wurde. (https://www.meinbezirk.at/pinzgau/c-...fusch_a6257625)
An sich kommt dafür doch nur jemand in Frage, der kurz vor oder bei Fritzens Abfahrt an der Baustelle bzw. in der Baracke dabei war, oder? - Er wird am hellichten Tag abgefahren sein; auch schlecht für ein Gewaltverbrechen; noch dazu an einem Ort wie dieser Baustelle, wo zig Menschen rumliefen.
Okay, man könnte ihn zunächst mal verfolgt und in einen Hinterhalt gelockt haben ...Zuletzt geändert von scheuck; 04.02.2026, 14:40.Herzliche Grüße
Scheuck👍 2Kommentar
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Da zu der Zeit Löhne üblicherweise in bar ausgezahlt wurden, hat jeder, der am Zahltag in derselben Schlange am Lohnbüro stand, gesehen, dass Fritz das Geld bekommen hat. Und wenn auch niemand es gesehen haben sollte, so hat doch jeder gewusst, es ist Zahltag. Und alle haben Bargeld in der Tasche.
Viele Grüße
consanguineus
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Ich bin kein Kriminalpolizist, aber ich werfe mal meinen Hut in den Ring: Den ganzen Thread mag ich nicht mehr durchlesen, aber mir ist in Erinnerung geblieben, dass mehrere seiner Kollegen nahezu gleichlautende Aussagen gemacht haben. Das klingt für mich wie abgesprochen. Könnten dieselben Kollegen nicht den Fritz aus Habgier um die Ecke gebracht haben? Einer hat das Moped dann nach Zell gefahren, damit es wie eine Abreise des Fritz aussieht. Ein anderer hat den Kollegen aus Zell abgeholt. Das Geld haben die Jungs sich geteilt. Fritzens Leiche ruht jetzt in irgendeinem Betonfundament des Tauernkraftwerks. Darum ist sie auch nicht wieder aufgetaucht.
Kann natürlich auch ganz anders gewesen sein...Daten sortiert, formatiert und gespeichert!👍 3Kommentar
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Ja, es kann anders gewesen sein, aber Dein Szenario macht leider durchaus Sinn!!! Es macht nicht nur "Sinn", sondern es ist an sich auch "selbst-erklärend". Beton hatten sie da im Überfluß und irgendein Fundament war sicherlich auch leicht zu finden.
Ich bin ja mal gespannt auf die Ermittlungsakten; ob die Herren Gendarmen auch auf unsere "Lösung" des Falls gekommen sind
?
Zuletzt geändert von scheuck; 04.02.2026, 16:52.Herzliche Grüße
Scheuck😀 1Kommentar

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