Cold Case aus 1955 - Vermisstenfall

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  • scheuck
    Erfahrener Benutzer
    • 23.10.2011
    • 5435

    #181
    Widersprechen kann ich Dir nicht, Schlupp, aber ich habe in Sachen Fremdenlegion immer noch Bauchschmerzen ...

    Nein, Fritz war sicherlich kein Hallodri, aber Fremdenlegion als "Spieltwiese", das geht mir zu weit. - Er muss doch gewusst haben, was er seinen Eltern und natürlich auch Maria antut, wenn er sich am Morgen nach dem Besäufnis im Wirtshaus von den Werbern abholen lässt und auf zunächst mal 5 Jahre kommentarlos veschwindet. - Macht "mann" so was ???

    Ja, ich verstehe auch, dass Fritz sich Gedanken über seine berufliche Zukunft gemacht haben wird, denn mit der Baustelle hatte es noch 1955 ein Ende. Offenbar hatte er aber bislang auch auf dem elterlichen Hof gearbeitet, wo man ihn sicherlich auch wieder aufgenommen hätte.

    Das am Bahnhof Zell stehen gelassene Motorrad gefällt mir im Zusammenhang mit der Legion auch nicht wirklich. Hatte er keine Zeit mehr, das anderweitig unterzubringen, bevor es gegebenenfalls geklaut wurde?

    Der nächste Punkt: 1960 lief der potentielle 5-Jahres-Vertrag bei der Legion aus. Hat er sich dann aus Scham weitere Jahre verpflichtet? Dass die Legion alles andere als eine "Spielwiese" war, hatte er sicherlich inzwischen begriffen. - Wenn er nicht gefallen ist, war die Zeit in der Legion ohnehin irgendwann vorbei. Warum hat er nie ein Lebenszeichen von sich gegeben???

    Ich hoffe, Xian kann Gendamerie&Co ein "wirklich heißes Feuerchen" unter dem Hintern machen und sie dazu bringen, bei der Legion eine amtliche Anfrage zu stellen.
    Herzliche Grüße
    Scheuck

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    • Schlupp
      Erfahrener Benutzer
      • 27.03.2009
      • 466

      #182
      Auch ich verstehe Deine Argumente, liebe Mitknoblerin. Meiner These zufolge wäre er dann wohl tatsächlich "gefallen". Das mit dem Motorrad würde ich aber irgendwie noch verstehen (wenn die Legion gleichzeitig auch einem Verschwinden aus dem alten Leben gleichkommen soll). Ja, auch ich bin gespannt, ob Marias Familie und die Gendarmerie uns demnächst noch ein paar Wendungen präsentieren werden ...
      Woher stammen: 1) der Hirte Johann Peter Matthias TRIEGER (* um 1760, angeblich in Barby bei Magdeburg, V: Andreas Trieger), 2) der Hirte Michael BREITMEYER (* um 1727, V: David Breitmeyer, 1740er: wohnhaft in Schwanebeck bei Halberstadt)

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      • consanguineus
        Erfahrener Benutzer
        • 15.05.2018
        • 7839

        #183
        Zitat von Xian2905
        Und nochmals Maria
        Und ich habe mich immer gefragt, wer Manfred Deix Modell gestanden hat...
        Daten sortiert, formatiert und gespeichert!

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        • Xian2905
          Erfahrener Benutzer
          • 02.02.2024
          • 530

          #184
          Zitat von Schlupp
          Aber wenn ich mir nach meinen Ausschweifungen das Bild der "schweigenden Maria" noch mal so ansehe, sieht die Person der Maria Amort (https://www.tristach.at/wp-content/u...lkurier.45.pdf) irgendwie nicht ähnlich genug. Auch ähnelt das Gesamtschriftbild (inkl. einzelner Buchstaben wie "L", "B" etc.) dem Schriftbild von Fritzens Schwester Maria ... Aber das hättest Du, Xian, ja zuordnen können oder?
          also ich sehe da schon sehr viel Ähnlichkeit

          Kommentar

          • scheuck
            Erfahrener Benutzer
            • 23.10.2011
            • 5435

            #185
            Zitat von Schlupp
            Meiner These zufolge wäre er dann wohl tatsächlich "gefallen". .
            Entschuldigung, da habe ich eine "Weisheit" verschwiegen bzw. habe bei all den Gedankenspielen nicht mehr daran gedacht, dass ich DAS schon vor ein paar Tagen gelesen hatte:

            Ja, die französische Fremdenlegion teilt Angehörigen mit, wenn ein Legionär gefallen ist, da sie als regulärer Teil der französischen Armee (Armée de terre) standardisierten militärischen Protokollen folgt. Da Legionäre oft unter falschem Namen (Identitätserklärung) dienen, kann die Benachrichtigung kompliziert sein, erfolgt jedoch über offizielle Kanäle, sobald die Identität geklärt ist
            • Prozedere: Im Todesfall werden die französischen Behörden und die zuständigen Stellen der Legion aktiv, um die Angehörigen zu informieren.
            • Herausforderung: Falls der Legionär eine falsche Identität genutzt hat, kann die Kontaktaufnahme verzögert werden oder schwierig sein, bis die wahre Identität festgestellt wird.
            • Information: Die offizielle Mitteilung erfolgt in der Regel durch militärische Vertreter oder über offizielle diplomatische Wege.
            Es ist wichtig zu wissen, dass die Legion eine geschlossene Einheit ist, die Informationen über Verluste jedoch offiziell an die Familien übermittelt.

            Wenn Fritz also vor dem Tod seiner Eltern gefallen wäre, hätten sie das gewusst und hätten kein Erbe hinterlegen müssen. - Das würde bedeuten, dass er vor 1979 nicht gefallen sein kann.

            Ausgehend vom ersten Vertrag 1955, hätte er sich noch weitere 15 Jahre verpflichten können, also bis 1970.

            Wenn mitgeteilt wird, dass ein Legionär gefallen ist, sollte man davon ausgehen, dass die Angehörigen auch informiert werden, wenn ein Legionär verstorben ist.

            Irgendwie beisst sich die Katze da immer wieder in den Schwanz .....

            Herzliche Grüße
            Scheuck

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            • jebaer
              Erfahrener Benutzer
              • 22.01.2022
              • 4850

              #186
              Zitat von consanguineus

              Und ich habe mich immer gefragt, wer Manfred Deix Modell gestanden hat...
              Böse, böse ...
              Ich glaub aber, der hat sich gern auch selbst den Spiegel vorgehalten:
              Erfahren Sie mehr über Manfred Deix, einen der bedeutendsten österreichischen Karikaturisten, und seine Werke im Karikaturmuseum Krems.



              LG Jens
              Am besde goar ned ersd ingnoriern!

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              • Schlupp
                Erfahrener Benutzer
                • 27.03.2009
                • 466

                #187
                Okay, das macht die Fremdenlegion vielleicht doch eher unwahrscheinlich ... Aber ein "ich verschwinde einfach mal und fange irgendwo neu an" ist bei mir auch völlig raus. Dann bliebe nur Unfall, Suizid oder Fremdverschulden (wahrscheinlich in oder um Zell). Aber auch hier kann man sich ja fragen, ob er nicht irgendwo hätte gefunden werden müssen. Bei Identitätsänderung wäre die Frage nicht so präsent, bei Tod "auf einer Mission" irgendwo am Rande der Welt auch nicht.
                Zuletzt geändert von Schlupp; 04.02.2026, 08:56.
                Woher stammen: 1) der Hirte Johann Peter Matthias TRIEGER (* um 1760, angeblich in Barby bei Magdeburg, V: Andreas Trieger), 2) der Hirte Michael BREITMEYER (* um 1727, V: David Breitmeyer, 1740er: wohnhaft in Schwanebeck bei Halberstadt)

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                • scheuck
                  Erfahrener Benutzer
                  • 23.10.2011
                  • 5435

                  #188
                  Ja, für ein neues Leben irgendwo braucht man Geld; das will/muss auch alles etwas vorbereitet sein. Ich hätte zumindest die Ringe mitgenommen; das Motorrad hätte ich auch nicht stehen lassen.

                  Meine Hoffnung liegt eigentlich im Todeserklärungsverfahren. Das ist ein ganz offizielles Verfahren und braucht Beweise/Recherchen. Sollte sich jemand "anstellen", wenn Xian nach Informationen sucht/fragt, mag das kompliziert werden. Wenn sich da ein Amtsgericht einschaltet, wird das anders aussehen, hoffe ich zumindest.

                  Zum Thema Wasserleichen habe ich noch gefunden:

                  Wasserleichen tauchen meist auf, wenn durch Fäulnisprozesse im Körper Gase entstehen, die Auftrieb erzeugen. Dieser Prozess dauert in wärmerem Wasser meist nur wenige Tage, während kühles Wasser (unter 5∘C) den Auftrieb verzögert oder durch fehlende Gasbildung verhindert. Nach Entweichen der Gase sinken die Leichen oft erneut ab, besonders in tiefen Gewässern.

                  Wichtige Faktoren beim Auftauchen von Wasserleichen:
                  • Fäulnisgase: Bakterien zersetzen organisches Material und erzeugen Gase, die den Körper aufblähen und an die Wasseroberfläche treiben.
                  • Wassertemperatur: Kaltes Wasser (unter 5∘C) verlangsamt die Verwesung drastisch, weshalb Leichen wochenlang oder gar nicht aufsteigen.
                  • Wassertiefe: Ab einer Tiefe von ca. 15 bis 20 Metern ist die Wahrscheinlichkeit des Auftauchens geringer, da der Wasserdruck die Gasbildung ausgleicht.
                  • Fettwachsbildung (Adipocire): Nach mehreren Wochen kann sich ein schützender, luftundurchlässiger Film um den Körper bilden, der ein Aufsteigen verhindert.

                  Das "Karussell" dreht sich weiter .....


                  ​​
                  Angehängte Dateien
                  Herzliche Grüße
                  Scheuck

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                  • lokarda
                    Erfahrener Benutzer
                    • 16.11.2018
                    • 360

                    #189
                    Hier ein Artikel aus den "Salzburger Nachrichten" vom 25. April 1955,

                    "TKW-Monteur spurlos verschwunden":


                    Meine Hessischen Lieblingslinien: Schildwächter, Albrecht, Kessler, Krug

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                    • Horst von Linie 1
                      Erfahrener Benutzer
                      • 12.09.2017
                      • 25060

                      #190
                      Zitat von lokarda
                      Hier ein Artikel aus den "Salzburger Nachrichten" vom 25. April 1955,
                      Und es geht wieder. War tagelang aus Deutschland nicht erreichbar.
                      Falls im Eifer des Gefechts die Anrede mal wieder vergessen gegangen sein sollte, wird sie hiermit mit dem Ausdruck allergrößten Bedauerns in folgender Art und Weise nachgeholt:
                      Guten Morgen/Mittag/Tag/Abend. Grüß Gott! Servus.
                      Gude. Tach. Juten Tach. Hi. Hallo.

                      Und zum Schluss:
                      Freundliche Grüße.

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                      • Horst von Linie 1
                        Erfahrener Benutzer
                        • 12.09.2017
                        • 25060

                        #191
                        W. Koscher für F. Koschar. Journaille halt.
                        Falls im Eifer des Gefechts die Anrede mal wieder vergessen gegangen sein sollte, wird sie hiermit mit dem Ausdruck allergrößten Bedauerns in folgender Art und Weise nachgeholt:
                        Guten Morgen/Mittag/Tag/Abend. Grüß Gott! Servus.
                        Gude. Tach. Juten Tach. Hi. Hallo.

                        Und zum Schluss:
                        Freundliche Grüße.

                        Kommentar

                        • Horst von Linie 1
                          Erfahrener Benutzer
                          • 12.09.2017
                          • 25060

                          #192
                          Und hier sogar als Walter Koscher:
                          Falls im Eifer des Gefechts die Anrede mal wieder vergessen gegangen sein sollte, wird sie hiermit mit dem Ausdruck allergrößten Bedauerns in folgender Art und Weise nachgeholt:
                          Guten Morgen/Mittag/Tag/Abend. Grüß Gott! Servus.
                          Gude. Tach. Juten Tach. Hi. Hallo.

                          Und zum Schluss:
                          Freundliche Grüße.

                          Kommentar

                          • scheuck
                            Erfahrener Benutzer
                            • 23.10.2011
                            • 5435

                            #193
                            Zitat von lokarda
                            Hier ein Artikel aus den "Salzburger Nachrichten" vom 25. April 1955,

                            "TKW-Monteur spurlos verschwunden":


                            https://anno.onb.ac.at/cgi-content/a...search&seite=5
                            Welch ein genialer Fund !!!
                            Über 2.000 Schilling soll er bei sich gehabt haben? - Wer hat das denn wohl gewusst bzw. ausgesagt? Für mich unvorstellbar, dass der Fritz jemandem gesagt hat, "ich fahre jetzt zu Maria und habe 2.000 Schilling im Geldbeutel" .

                            Herzliche Grüße
                            Scheuck

                            Kommentar

                            • Xian2905
                              Erfahrener Benutzer
                              • 02.02.2024
                              • 530

                              #194
                              Wow coole Sache

                              Kommentar

                              • scheuck
                                Erfahrener Benutzer
                                • 23.10.2011
                                • 5435

                                #195
                                Zitat von Xian2905
                                Wow coole Sache
                                JA, und die verwirrenden Infos, über die wir nachdenken müssen, werden immer mehr .....
                                Herzliche Grüße
                                Scheuck

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