Zu Frage 13. Ich bin in Deutschland am Niederrhein aufgewachsen. Aber meine Großeltern haben sich erst Ende der 1970er einen eigenen Telefonanschluss zugelegt. Vorher wurde die Telefonzelle an der Straßenecke genutzt. Ich kann mir daher kaum vorstellen, dass gut 20 Jahre früher in kleineren Bergdörfern jede Familie einen eigenen Anschluss hatte. Und ein Brief ist deutlich diskreter, als ein öffentlicher Münzsprecher.
Cold Case aus 1955 - Vermisstenfall
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Mir scheint da ein grundsätzliches Missverständnis vorzuliegen: Für einen eingefleischten Mopedfahrer sind kurvenreiche Bergstrecken nicht abschreckend, sondern ein Genuss! Glocknerstraße müsste damals des reine Paradies gewesen sein. Es dürfen aber ruhig auch abgelegene Strecken sein, je weniger Hindernisse auf vier Rädern, desto lieber. Und selbst mit einem Sraßenmotorrad kommt man durchaus auch auf Schotter oder Feldwegen zurecht. Glatteis wär ein No-go, nasses Laub auf Asphalt überaus eklig, ansonsten muss man sich halt mit der Kleidung aufs Wetter einstellen.
Soweit ich das anhand der Fotos erkennen kann, hatte der Fritz eine Puch 250 TF:
Das war damals ein sehr anständiges Mittelklasse-Motorrad mit immerhin 12 PS bei 140 kg. Laut Prospekt im Link hat das in Deutschland zu der Zeit neu 1975.-- DM gekostet, also selbst im Herstellerland wohl weit über1o.ooo Schilling. Laut Beschreibung soll der Fritz ja auch recht stolz gewesen sein auf sein Gefährt - und das soll er freiwillig stehengelassen haben?
LG JensAm besde goar ned ersd ingnoriern!👍 1Kommentar
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Mir stellen sich folgende weiteren Fragen:
11. Der Text "Eine unvergessliche Übernachtung am Herrliberg Schweiz" gehört zu welchem der Bilder aus #67? Wer mag wem so etwas geschrieben oder quittiert haben?
zu diesem
Nutzerin Svenja hat sich dankenswerterweise die Sterbeeinträge aus dem 1. arr in Paris teilweise angesehen... wenig überraschend, kaum Hinweise auf Soldaten aus Österreich; eher aus Deutschland/Schweiz
Wenn ich mehr Zeit habe, werde ich mir die auch im Detail ansehenKommentar
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also ich bin mir ziemlich sicher, dass meine Großmutter bzw meine Urgoßeltern keinen Telefonanschluss im Jahr 1955 hatten - daher auch kein AnrufZu Frage 13. Ich bin in Deutschland am Niederrhein aufgewachsen. Aber meine Großeltern haben sich erst Ende der 1970er einen eigenen Telefonanschluss zugelegt. Vorher wurde die Telefonzelle an der Straßenecke genutzt. Ich kann mir daher kaum vorstellen, dass gut 20 Jahre früher in kleineren Bergdörfern jede Familie einen eigenen Anschluss hatte. Und ein Brief ist deutlich diskreter, als ein öffentlicher Münzsprecher.Kommentar
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Hallo Jens,
man merkt, dass dein Herz nicht nur für Ahnenforschung schlägt
. Aber: Anfang April war die Glocknerstraße aufgrund der Schneelage wohl nur ausnahmsweise passierbar. Selbst heute wird die Sperre erst Anfang Mai aufgehoben.
LG Zita
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Ich finde, dass die Schrift auf dem Foto jener der Verlobten sehr ähnlich sieht, z.B. das "H" mit dem Anfangsschlenkerer. War aber vielleicht damals Standardschulschrift. Da kein Name dabei steht, ist es ja vielleicht nur ein ordentlich beschriftetes Foto
. Vielleicht eine Übernachtung unter freiem Himmel?
LG Zita
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Eine erste grobe Wettereinschätzung für Österreich zu besagtem Zeitpunkt: "In den ersten Apriltagen änderte sich bei Hochdruckeinfluß über Mitteleuropa das kühle Frühlingswetter; es war teils heiter, teils bedeckt und morgens gab es leichten Frost. Der Zerfall des mitteleuropäischen Hochdruckgebietes brachte dann trotz Nordwestströmung relativ mildes Wetter." (Witterungsspiegel 1955 auf zobodat.at)
Anmerkung zur Fremdenlegion: Otto Miosga (fünf Jahre Fremdenlegion) merkte 2004 gegenüber dem Deutschlandfunk zum besagten Werben an: "Die Bundesrepublik war vor 1955 nicht souverän und gegenüber der französischen Besatzungsarmee hatten die deutschen Behörden keine Autorität." (https://www.deutschlandfunk.de/gesch...ianne-100.html) Und ja: Auch in Österreich waren bis Oktober 1955 noch die Besatzungsmächte. Das Gebiet um Kaprun war französisch. Am 15. Mai 1955 wurde schließlich der Staatsvertrag unterschrieben, der den Abzug der Truppen festlegen sollte. Vielleicht wollte man das auf französischer Seite (im April) noch einmal mit einer "Sonder-Offensive" nutzen? Insofern wäre ein Verschwinden im April '55 mglw. ein typischer Zeitpunkt für einen plötzlichen Beitritt ...Zuletzt geändert von Schlupp; 02.02.2026, 08:29.Woher stammen: 1) der Hirte Johann Peter Matthias TRIEGER (* um 1760, angeblich in Barby bei Magdeburg, V: Andreas Trieger), 2) der Hirte Michael BREITMEYER (* um 1727, V: David Breitmeyer, 1740er: wohnhaft in Schwanebeck bei Halberstadt)👍 1Kommentar
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Aber: Wir müssen natürlich auch einen Perspektivwechsel zulassen, nämlich dass das Bild von der "Fremdenlegion" für einige auch einfach faszinierend (irgendwie "romantisiert") war. Meine Großmutter erzählte mir oft, dass mein Großvater (* 1932) sie einst damit "erpresst" hätte, zur Fremdenlegion zu gehen, wenn sie ihn nicht nehmen würde. Meiner Mutter sagte er später, dass er (Betonbauer) alternativ zum Familienvater Schiffskoch geworden wäre. Irgendwas war wohl in ihm, was mit der (täuschenden) Idee von der Legion in Resonanz trat.Zuletzt geändert von Schlupp; 02.02.2026, 08:26.Woher stammen: 1) der Hirte Johann Peter Matthias TRIEGER (* um 1760, angeblich in Barby bei Magdeburg, V: Andreas Trieger), 2) der Hirte Michael BREITMEYER (* um 1727, V: David Breitmeyer, 1740er: wohnhaft in Schwanebeck bei Halberstadt)Kommentar
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Irgendwie habe ich schon vermutet, dass genau DAS Bild mit dem Text im Zusammenhang steht. Meine Gedanken sind die gleichen wie Zitas, "Übernachtung im Freien" (Zelt oder Plane, er ist beim Ankleiden ...).
Mit Helmut und ggf. weiteren Personen war Fritz 1953 in der Schweiz. Maria nahm nicht an der Tour teil. Wie oft mag er Touren durch die Schweiz gemacht haben? Es kommt doch eher als Startpunkt Kaprun in Frage, nicht Sicheldorf. Also wie oft fuhr er in die Schweiz in den letzten 5 Jahren? Der Herrliberg liegt an einer Uferstraße an der sich Ort an Ort reiht, Zürich ist nahe. Sicherlich gibt es da genug Möglichkeiten einer Unterkunft. Warum nächtigt man im Freien? Um Geld zu sparen? Weil Unverheiratete kein gemeinsames Zimmer bekommen? Weil man ungestört oder unentdeckt sein will? Und für irgend jemanden scheint gerade dies in Verbindung mit Fritz "unvergesslich" gewesen zu sein. Ich bezweifle, dass Fritz selbst so etwas auf dem Foto notiert hat (Hatte er überhaupt ein solches Schritftbild?). Das denkt man sich doch allenfalls nur still beim Betrachten.
Zuletzt geändert von Balthasar70; 02.02.2026, 10:30.Gruß Balthasar70👍 1Kommentar
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Falls im Eifer des Gefechts die Anrede mal wieder vergessen gegangen sein sollte, wird sie hiermit mit dem Ausdruck allergrößten Bedauerns in folgender Art und Weise nachgeholt:
Guten Morgen/Mittag/Tag/Abend. Grüß Gott! Servus.
Gude. Tach. Juten Tach. Hi. Hallo.
Und zum Schluss:
Freundliche Grüße.👍 1Kommentar
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ich denke man wird die oa Datenbank maximal anhand des Geburtsdatums analysieren können; hier auch ein interessanter Artikel https://www.srf.ch/kultur/gesellscha...enlegion-trieb👍 2Kommentar
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Was lässt sich denn zum Lebensweg der beiden Kumpels finden?Falls im Eifer des Gefechts die Anrede mal wieder vergessen gegangen sein sollte, wird sie hiermit mit dem Ausdruck allergrößten Bedauerns in folgender Art und Weise nachgeholt:
Guten Morgen/Mittag/Tag/Abend. Grüß Gott! Servus.
Gude. Tach. Juten Tach. Hi. Hallo.
Und zum Schluss:
Freundliche Grüße.Kommentar
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Guten Morgen,
ich habe schon mal darüber nachgedacht dass Menschen auch nicht gefunden werden WOLLEN !
Das Recht dazu hat jeder.Gruß GerdKommentar
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absolut korrekt und wie angeführt wird das gerade in der Legion zutreffen; man hat als Angehöriger aber auch das Recht zu suchen...
Es steht jeder mündigen, rechtsfähigen und erwachsenen Person zu, über seinen Aufenthalt und Verbleib zu entscheiden👍 3Kommentar


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