Cold Case aus 1955 - Vermisstenfall
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Hallo,
um einen Erbschein zu beantragen, ist ein Todeserklärungsverfahren nicht unbedingt notwendig. Ggf. gibt das Amtsgericht eine öffentliche Aufforderung raus, dass der Erbe unbekannten Aufenthalts sich wegen Erbe meldet. Meldet sich nach einer Frist niemand, wird für die restlichen Erben nur ein Teil-Erbschein ausgestellt. Es wird für den Erben mit unbekannten Aufenthalt ein Nachlasspfleger/ Vertreter eingesetzt, der seine Rechte vertritt. Sein Erbanteil wird ermittelt und für ihn hinterlegt. Es gibt teilweise riesige Erbengemeinschaften (wo sich Personen nicht einmal untereinander kennen und wo Erben und Erbeserben schon längst unbekannt verstorben sind), man würde in solch einem Fall niemals zu einem Erbschein und Erbaufteilung kommen.
Zuletzt geändert von Balthasar70; 03.02.2026, 17:52.Gruß Balthasar70Kommentar
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Diese Frage habe ich mir auch gestellt, der Datenschutz (in A wie in D) dürfte aber einer Beauskunftung entgegenstehen, jedenfalls wenn man kein Nachkomme oder Ehepartner ist, für die ursprünglich auch ein Rentenanspruch daraus hätte bestehen können. Dass er ein Kind mit Maria hatte (sie z.Zp. seines Verschwindens von ihm also schwanger war) haben wir wohl inzwischen so gut wie ausgeschlossen. Ob eine behördlicher Anfrage veranlasst wird, ist ungewiss, ob die Gendarmarie dem Vorgang noch eine Bedeutung beimisst.
Oder gab es irgendwelche gerichtlichen Verfahren über seinen "Nachlass" (seine Habseligkeiten/das Motorrad), welche mglw. inzwischen in Vergessenheit geraten sind?
Ebenso fiebernd.
/Matthias👍 1Kommentar
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Hallo,
da ist alles etwas merkwürig; die Gendamerie hat sich absolut nicht mit Ruhm bekleckert. - Jemand verschwindet am 02.04. spurlos, und am 24.04. macht man dann "schon" mal den Spind auf
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Man hat nichts Zielführendes gefunden, hätte aber durchaus sein können, oder?
Nebenbei bemerkt zum Thema Spind: vollkommen nebensächlich, aber wo hat der Fritz seine Unterwäsche liegen gehabt?
Nein, ein Tötungsdelikt kann man auch nicht ausschließen, aber auch dahingehend hat man sich wohl nicht sehr angestrengt. - Sollte Xian einen Blick in die Ermittlungsakten werfen können, wird man wahrscheinlich erstaunt sein über deren Inhalt
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Beste Grüße,
ScheuckHerzliche Grüße
ScheuckKommentar
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# 148
"Als meine Urgroßeltern 1977 bzw 1979 verstarben, hat meine Großmutter ja den Hof als Alleinerbin bekommen.... Mein Onkel meinte, es war bei Gericht auch noch eine Zeit ein Erbteil für ihn hinterlegt ... wie man das schlussendlich juristisch gelöst hat keine Ahnung...."
Wenn es eine Alleinerbin gab, und das wahrcheinlich testamentarisch festgelegt war, braucht man eigentlich keinen Erbschein mehr, oder?Herzliche Grüße
ScheuckKommentar
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In D ist das richtig, dann nimmt man einfach das Testament mit dem sog. Eröffnungsprotokoll (welches sicherstellt, dann es kein späteres Testament gibt bzw. dieses das letzte ist).
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Erbschein braucht man nur bei gesetzlicher Erbfolge, nicht bei Vorliegen eines Testaments. Das ist richtig.
Xian schrieb, dass für Fritz ein Erbteil hinterlegt wurde und die Großmutter war Alleinerbin des HOFES. Fritz erbte vielleicht andere Teile/ Immobilien?! Dies kann auf ein Testament hinweisen. Es ist aber nicht auszuschließen, dass nach gesetzl. Erbfolge vererbt wurde. Xian sollte da unbedingt Licht ins Dunkel bringen, siehe # 151.
Ergänz.: Das Hinterlegte (Geld?!) können natürlich auch geldliche Ausgleichsansprüche oder Pflichtteilsansprüche für den Hof sein. Wir wissen es nicht.
Zuletzt geändert von Balthasar70; 03.02.2026, 18:32.Gruß Balthasar70Kommentar
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anbei nochmals die Fotos mit Kollegen (hoffentlich mit etwas besserer Auflösung - mein Handy ist leider Mist)
Ich hätte ja vermutet das letzte Bild wäre Toni, aber könnte auch irgendein Hans seinAngehängte Dateien- NeuKollegen1.jpg (220,4 KB, 146x aufgerufen)
- Kollegen 2.jpg (207,3 KB, 143x aufgerufen)
- NeuKollegen3.jpg (221,6 KB, 142x aufgerufen)
- NeuKollegen4.jpg (239,7 KB, 143x aufgerufen)
- NeuKollegen5.jpg (194,3 KB, 140x aufgerufen)
- NeuKollegen6.jpg (185,0 KB, 140x aufgerufen)
- NeuFritzFreund.jpg (216,8 KB, 140x aufgerufen)
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Und nochmals MariaKommentar
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Herzliche Grüße
ScheuckKommentar
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Maria war am 23. Februar 1932 zur Welt gekommen. Ich habe schon überlegt, ob es ein (damals noch recht bekanntes, vielleicht leicht abgewandeltes) Zitat war. Allerdings dürfte die recht ähnliche Heine-Zuschreibung "Wenn die Liebe schweigt, dann spricht das Herz" fehlerhaft sein. Aber selbst wenn es ein Zitat gewesen wäre, hat sie es ja sicherlich gezielt gewählt. Hmm ...
Also Stand jetzt tendiere ich tatsächlich irgendwie zur Fremdenlegion.
Fritz (und er möge mir das Spekulieren verzeihen) war nicht homosexuell, aber ein Mann mit Spieltrieb, der sich gern mit Kumpels umgab und diese Art von Freiheit genoss. Irgendwie war es 1955 aber auch sehr sehr normal und allenthalben zu erwarten, sich ein Mädel zu suchen und dann natürlich auch eine Ehe (vor Gott) einzugehen. In den Jahren 1950-55 verbrachten Fritz und die burschikose Maria somit viel gemeinsame Zeit. Und Maria, für die ein "normaler Weg" okay gewesen wäre (= Wunsch), spürte immer wieder, dass dies nicht Fritzens Weg/Bestimmung war. Vielleicht fühlte es sich hin und wieder auch so an, als würde die Liebe schweigen (also TEMPORÄR lautlos sein). Sie hatte kein forderndes Wesen und gab ihm Zeit, in der Hoffnung, alles würde sich richten. Er aber fühlte sich - da er sie mochte und schätzte und auch nicht verletzen wollte - irgendwann hin- und hergerissen und gab das seinen besten Freunden gegenüber immer mal preis. [Dies äußert man m.E. in der Vernehmung nicht nur so nebenbei. Diese Aussagen hatten bei den Kumpels schon Eindruck hinterlassen.]
Schließlich spürte Fritz so etwas wie Erklärungsnot und ein "in die Enge gedrängt sein" - also kam der Urmensch-Impuls: Flucht oder Angriff. Die französischen "Besatzer" (falls sich das 1955 noch danach anfühlte) warben offensiv und Fritz sah die Möglichkeit (vom "Spieltrieb" romantisiert) aus dieser Situation zu entkommen - und das sogar mit einer sehr soliden finanziellen Entschädigung. [Hätte er "privat" irgendwo durch Untertauchen ein "neues Leben" beginnen wollen, hätte er sicherlich Wertsachen inkl. Motorrad mitgenommen. Alles andere hätte einer extremen (geheimen) Vorbereitung bedurft, um trotzdem weiterhin auf soliden Beinen zu stehen. / Kapitalverbrechen lehnt mein Bauchgefühl ab, bei Thema Suizid vertraue ich der Anmerkung hier, dass man eine Wasserleiche irgendwann gefunden hätte ...]
Ich denke dass alle geschockt und traurig waren, weil sie definitiv keine finalen Pläne kannten und Fritz sehr mochten. Aber ich vermute auch, dass sowohl Maria als auch die Kumpels das Verschwinden irgendwie einordnen konnten. Ich glaube sie waren über die Jahre einfach näher an Fritzens Wesen als z.B. seine Herkunftsfamilie und die Nachbarn daheim. Für die war es wahrscheinlich un-verständlich.
Maria musste dennoch erst einmal raus aus dem Vertrauten und ging nach Sizilien. Sie verliebte sich in das Land und wäre auch geblieben, hätte die Mutter zu Hause nicht auf eine Rückkehr gedrängt. Dann machte ihr der Greimel-Sepp Avancen und war bereit, mit ihr einen planbaren Weg zu gehen. Italien/Sizilien blieb ihre Liebe so wie Joseph - und vielleicht auch Fritz.
Woher stammen: 1) der Hirte Johann Peter Matthias TRIEGER (* um 1760, angeblich in Barby bei Magdeburg, V: Andreas Trieger), 2) der Hirte Michael BREITMEYER (* um 1727, V: David Breitmeyer, 1740er: wohnhaft in Schwanebeck bei Halberstadt)Kommentar
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Aber wenn ich mir nach meinen Ausschweifungen das Bild der "schweigenden Maria" noch mal so ansehe, sieht die Person der Maria Amort (https://www.tristach.at/wp-content/u...lkurier.45.pdf) irgendwie nicht ähnlich genug. Auch ähnelt das Gesamtschriftbild (inkl. einzelner Buchstaben wie "L", "B" etc.) dem Schriftbild von Fritzens Schwester Maria ... Aber das hättest Du, Xian, ja zuordnen können oder?Woher stammen: 1) der Hirte Johann Peter Matthias TRIEGER (* um 1760, angeblich in Barby bei Magdeburg, V: Andreas Trieger), 2) der Hirte Michael BREITMEYER (* um 1727, V: David Breitmeyer, 1740er: wohnhaft in Schwanebeck bei Halberstadt)Kommentar

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