Ja, ich würde unbedingt per Post schreiben, vorzugsweise in französischer Sprache. - So hatte ich es jedenfalls vor ein paar Jahren gemacht, habe auch eine sehr freundliche Antwort bekommen, die mir aber nichts genützt hat (Verwandtschaft beglaubigt belegen, übersetzen lassen; wenn keine direkte Verwandtschaft, keine Auskunft).
Cold Case aus 1955 - Vermisstenfall
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Ihr Sohn meint es ist ihre Handschrift und sie hat es eingetragen; das Datum muss er noch nachsehen; er meinte aber es steht kurz vor oder nach seinem Verschwinden im April 1955
Handelt es sich dabei um einen wirklichen Eintrag unter einem bestimmten Datum, oder ist das ein Zettel, der irgendwo im Tagebuch liegt? - Die Handschrift von Maria ist es definitiv nicht; die von Fritz kennen wir nicht. Anzunehmen, dass der Willi Lorenz das selbst geschrieben hat. - Warum???
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Ist es denn gesichert, dass Maria 2020 starb, ohne etwas Definitives von Fritz zu wissen? Mit diesem Eintrag gibt es doch nun einen ganz erhebliches Indiz für die Legion, ist dem tatsächlich niemals nachgegangen worden oder ist in der Familie von Fritz und in der Familie von Maria dieses Wissen möglicherweise später über die Jahrzehnte wieder verschwunden?
Spannend!👍 1Kommentar
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Ja, mag sein. Der Willi Lorenz wird es nicht geschrieben haben, das ist mir aber erst gerade aufgefallen. Ein Legionär hätte sicherlich "Afrique du Nord" geschrieben.
Hm, wenn man einen Legionär in der Familie hatte, das kann man doch nicht vergessen, oder?Zuletzt geändert von scheuck; 05.02.2026, 21:37.Herzliche Grüße
ScheuckKommentar
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Der Sohn (übrigens das einzige Kind....) hat gemeint, die Geschwister von Maria haben alle von Fritz natürlich gewusst. Wohl auch sein Vater.... Seine Mutter hat ihm aber nie etwas von Fritz erzählt. Er hat auch den Eindruck er wäre die Liebe ihres Lebens gewesen...
Fraglich ob der Name nun Lorenz Willi oder Willi Lorenz ist.... beides möglich....Ancestry spuckt zB einen Willi Lorenz in Denia, Spanien (bei Alicante) auf, der bis 2015 dort gelebt haben soll....Kommentar
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Ich denke nicht, das man der Fremdenlegion eine E-Mail machen kann
Ich hatte damals im Internet, ggf. sogar hier, diese Adresse gefunden und das hat funktioniert. Ich hatte mehr Glück als Scheuck und musste keine Verwandtschaft beweisen, was vermutlich am hohen Alter der Person von Interesse lag und das ich viele Infos über die Person hatte. Den Zeitraum konnte ich auch auf ein paar Jahre eingrenzen.
Ich wusste, dass die Person nicht bei der Legion war, sondern dies als Ausrede nutzte. Daher war ich doch überrascht, dass es die Person zumindest versucht hat. Ich glaube, man konnte sich in Rekrutierungsbüros melden und wurde nicht mehr wild in Kneipen aufgesammelt wie in älteren Jahrhunderten mit der Münze im Glas.
Ich kann mich erinnern, das ich nicht einmal sehr lange auf eine Antwort warten musste. Ich kann die Briefe später ausgraben und mitteilen, wie lange ich warten musste.
Viel Erfolg.
edit: ob die Adress so noch gültig ist, habe ich jetzt nicht geprüft.Zuletzt geändert von Ilja_CH; 05.02.2026, 21:44.👍 1Kommentar
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Wie sieht denn so ein Pseudonym bei der Fremdenlegion aus? Kann es nicht auch "Willi Lorenz" sein?Beste Grüße, IrisKommentar
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Werner und seine Frau haben einen italienischen Autor kontaktiert, der über die Legion geschrieben hat ... Das war seine Antwort
Von: Luca Fregona <l.fregona@altoadige.it>
Gesendet: Donnerstag, 22. August 2024 12:41
Betreff: Legionario Fritz Koschar
Guten Morgen Daniela, ich habe mich hauptsächlich mit den Legionären beschäftigt, die in Indochina gekämpft haben. Der Name von Fritz Koschar ist nicht unter den Gefallenen und Vermissten des Algerienkrieges aufgeführt, möglicherweise hat er sich aber auch unter falschem Namen gemeldet. In jedem Fall können Sie die Akte direkt bei der französischen Fremdenlegion unter der unten angegebenen Adresse anfordern (auch via emial). Nur Familienangehörige können die Akte unter Beifügung einer Bescheinigung über den Grad der Verwandtschaft anfordern. Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen, mit freundlichen Grüßen, Luca Fregona
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Bureau des anciens de la Légion étrangère (BALE)
Commandement de la Légion étrangère
Quartier Viénot - BP 21355
13784 Aubagne Cedex
Mail:
comle.drhle-bale.fct@intradef.gouv.fr
Oggetto: DEMANDE DE CONSULTATION D'ARCHIVES
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https://www.memoiredeshommes.sga.defense.gouv.fr/fr/arkotheque/client/mdh/guerre_algerie_combats_maroc_tunisie/
--Soldati di sventura
Luca Fregona
caporedattoreuff. 0471 904214
cell. 340 1556515
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39100 Bolzano - Italiawww.altoadige.it www.giornaletrentino.it Kommentar
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Guten Abend zusammen,
eigentlich wollte ich erstmal nur wieder still mitlesen, aber irgendwie ließ es mir doch keine Ruhe. Ich hab mir heute nach Feierabend mal die Mühe gemacht, die Briefe nochmal zu lesen und die Informationen aus Dokumenten chronologisch zu sortieren – und in der Zwischenzeit überschlagen sich hier ja die Ereignisse mit der Spur nach Algerien!
Wenn ich alle Angaben in den Briefen richtig verstanden habe, müsste das der rekonstruierte Zeitstrahl sein:- 27. März: Letzter Besuch von Fritz bei seiner Verlobten Maria Amort. Er verspricht, am nächsten Samstag wiederzukommen. (oder lt. Tagebucheintrag vielleicht doch nicht?)
- Samstag, 02. April: Fritz verlässt Kaprun gegen Mittag (oder laut neusten Infos vielleicht sogar schon gegen 3 Uhr nachts?). Er wird an diesem Tag zum letzten Mal gesehen.
- Montag, 04. April: Fritz erscheint nicht zur Arbeit.
- Karfreitag, 08. April: Die Familie Koschar erhält von Anton Schaufler ein Telegramm aus Obervellach: „Fritz zu Hause, warte auf Antwort – Toni“.
- Ostersonntag, 10. April: Maria telegrafiert den Eltern. Sie ruft in den Folgetagen sechsmal bei den TKW an.
- „Nach Ostern“ (ca. 11./12. April): Toni schickt auch Maria ein Telegramm: Fritz sei am 2.4. abgereist, um zu ihr zu fahren.
- Donnerstag, 14. April: Erst jetzt reagieren die TKW auf Marias Druck und schalten die Polizei ein.
- Freitag, 15. April: Fund des Motorrads (laut Polizei Standzeit ca. 8–10 Tage).
- 28. Juni: Die Gendarmerie gibt die Sachen frei und vermerkt die „Heiratsunlust“.
- Laut Polizei stand die Maschine seit ca. 5.–7. April in Zell am See. Wenn Fritz am 2. April (evtl. nachts) losfuhr: Wo war das Motorrad in den drei Tagen dazwischen? Zell am See liegt quasi direkt neben Kaprun.
- In der Spind-Liste taucht die ‚Motorradüberhose‘ auf. Warum lässt man bei einer Fahrt über die Berge und angekündigtem Winterwetter seine Schutzkleidung im Spind?
- Wenn alle in Kaprun dachten, Fritz hätte Urlaub – warum schickt Toni dann bereits am Karfreitag ein Telegramm an die Eltern? Woher kam diese plötzliche Besorgnis, noch bevor Maria in der Firma offiziell Alarm geschlagen hatte? Und warum ausgerechnet aus Obervellach?
- Im Schreiben der Landesgendarmerie vom 28.06. wird plötzlich behauptet, die Kollegen Graf, Schaufler und Hutter hätten ausgesagt, Fritz wolle nicht heiraten.
- Woher kommt die Theorie der Heiratsunlust plötzlich, wenn doch zuvor selbst in Zeitungsberichten nicht davon die Rede war?
- Zitat aus der Zeitung vom 26.4.: "Er verließ an diesem Tage seine Unterkunft in den Werksbaracken in K a p r u n, um nach Böckstein (Salzburg) zu fahren und sich dort auf die Kärntner Seite durchschleusen zu lassen, weil er seine Braut in Lienz besuchen wollte." -> das deckt sich mit den Angaben im Brief von Maria A. an Fritz' Schwester
- Und wer ist der Arbeitskollege Graf, von dem nur im Zusammenhang mit der Heiratsunlust, im Schreiben der Polizei die Rede ist?
- Wir wissen jetzt, dass nur zwei Jahre zuvor (1953) ein Raubmord an einem Kollegen (Anton Hatzmann) bei den TKW stattfand. Ein gewisser Martin Raschun war damals offenbar dabei oder Zeuge. Genau dieser Raschun verschwindet Ende März 1955 kurzzeitig (seine Frau suchte ihn per Anzeige zwecks Scheidungstermin) und stirbt später (1973) bei einem Stollenunglück in Kaprun. Ob die Gendarmerie hier jemals Parallelen oder mögliche Zusammenhänge geprüft hat?
Aber die neue Spur zur Legion ist ja auch echt spannend! Ich frage mich, wie das mit den ganzen anderen Informationen zusammenpasst. Auch dass Maria scheinbar Informationen hatte, die sie nicht mit Fritz' Familie teilte.
Sachsen: MANN, HORN, CLAUS, SCHÖNE, HAFERKORN Pommern: PAPE, PRIEBE, KETELHUT, SCHMECHEL Schlesien: PUPPE, BRENDEL, SCHUBERT, SCHULZ Brandenburg: HÖSE, LEHMANN, KASCHE, SCHMIDT KIESELBACH, REIMANN, STERN[/LIST]👍 2Kommentar
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suschulz - die Info mit 2 Uhr früh betrifft das Wochende wo er bei Maria war.... offenbar dürfte er mitten in der Nacht zurück
In der Datenbank finde ich nur einen Wilhelm Lorenz, 1952 in Vietnam verstorben, aus Deutschland https://www.memoiredeshommes.defense..._66fa643d403bdKommentar
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"Willi" = Wilhelm, das macht Sinn ...
Passt aber nicht, denn 1952 ist der ja bereits in Vietnam gefallen. -
das gibt ja schon wieder ne Nachtschicht! Nicht als Meckerei auffassen bitte; eine Nachtschicht, die man gerne einlegt!
Zuletzt geändert von scheuck; 05.02.2026, 22:28.Herzliche Grüße
Scheuck👍 1Kommentar
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Niemand passend mit Nachnamen WilliAngehängte DateienKommentar
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Danke für die Aufklärung!suschulz - die Info mit 2 Uhr früh betrifft das Wochende wo er bei Maria war.... offenbar dürfte er mitten in der Nacht zurückSachsen: MANN, HORN, CLAUS, SCHÖNE, HAFERKORN Pommern: PAPE, PRIEBE, KETELHUT, SCHMECHEL Schlesien: PUPPE, BRENDEL, SCHUBERT, SCHULZ Brandenburg: HÖSE, LEHMANN, KASCHE, SCHMIDT KIESELBACH, REIMANN, STERN[/LIST]Kommentar

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