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  • consanguineus
    antwortet
    Hallo zusammen!

    Vor kurzem ergänzte ich bei MyHeritage eine Vorfahrenlinie um einige Personen. Gestern vertiefte ich mich, einem unguten Gefühl folgend, ein weiteres Mal in die Kirchenbücher, weil mir das Heiratsalter des Mannes mit 22 Jahren extrem jung vorkam. Und tatsächlich zeigte es sich, daß ein anderer Mann gleichen Namens, jedoch einige Jahre älter, der richtige war. Anstatt nun aber den falschen Mann und seine Eltern zu löschen, begnügte ich mich damit, die Verbindung zwischen ihm und der Ehefrau zu trennen. Die Kleinstfamilie des falschen Mannes und seiner Eltern schwebte also ohne Anbindung herum. Warum ich das tat? Ich hatte viel Zeit für die Suche aufgewandt und dachte mir, vielleicht kann ich diese Personen, da hier ja eh jeder mit jedem verwandt ist, später noch an anderer Stelle in meinen Baum einbinden. Was für ein dummer Fehler!!!

    Ich verheiratete die Frau mit dem richtigen Mann, fand sogar noch dessen Vater im Nachbarort, sowie auch Geschwister etc. und freute mich wie Hölle, mit errechneten Geburtsdaten im 16. Jahrhundert angelangt zu sein. Es war eine lange Nacht für den Ahnenforscher, mit reicher Beute. Am Ende der Schicht wollte ich mein Tagwerk noch mit dem Family Tree Builder synchronisieren. Formsache, dachte ich. Aber plötzlich waren alle neu hinzugefügten Personen weg und die Frau wieder mit dem falschen Mann verheiratet! Ich trennte die Verbindung erneut und fügte aus dem Gedächtnis,die richtigen Personen hinzu, allerdings ohne Lebensdaten, Quellenangaben und den Wortlaut der Kirchenbucheinträge, da die Uhr bereits eine sehr bedenkliche Zeit anzeigte. Nach der Synchronisierung derselbe Mist. Alle richtigen Personen verschwunden. Die Frau wieder mit den falschen Personen verbandelt. Da löschte ich, was ich besser gleich hätte tun sollen, die falschen Verwandten komplett und fügte in Kurzform die richtigen hinzu. Erst jetzt war nach der Synchronisierung alles so, wie es sein sollte.

    Aber es ärgert mich schon sehr, daß ich nun alle Einträge erneut heraussuchen muß. Das werde ich zeitnah tun müssen, um mein Gedächtnis noch nutzen zu können. Eigentlich wollte ich irgendwann mal schlafen...

    Viele Grüße
    consanguineus

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  • Andrea1984
    antwortet
    Warum sind die gesuchten Taufregister nicht online ? Kannst du sie vielleicht in einem Archiv finden ? Datenschutz müsste keiner drauf sein, aber eventuell ist das Suchen im Archiv kostenpflichtig ? Oder hilft dir eher ein Pfarramt weiter ?

    Bezüglich suchen ohne Register, leide ich mit dir. Ich suche in Ebensee/Traunkirchen - beides Oberösterreich - und ab ca. 1771 ist es, je weiter ich zurückgehe, Fehlanzeige. Es gibt keine Register, "nur" Taufbücher, Trauungsbücher und Sterbebücher.

    Eh gut lesbar, aber eben ohne Register.

    Herzliche Grüße

    Andrea

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  • offer
    antwortet
    Zitat von Malte55
    Dies ist ein Angebot, dem Sie nicht widerstehen können! Augenzwinker
    Diese Übersetzung wird dem doppeldeutigen Sinn des Spruchs nicht gerecht und ist zudem im Zusammenhang mit den schrecklichen Ereignissen in der Ukraine völlig unangebracht.

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  • Malte55
    antwortet
    Dies ist ein Angebot, dem Sie nicht widerstehen können! Augenzwinker

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  • Svet_Lin
    antwortet
    Hallo zusammen,

    vielen Dank für eure Anmerkungen. Die Sache hat mir keine Ruhe gelassen und so habe ich mich noch weiter durch die Putziger Kirchenbücher geackert. Das war manchmal ziemlich schwierig, da einige - gelinde gesagt - nicht mehr im besten Zustand sind und es oftmals mehr ein raten als lesen war.

    Ich habe zwei Hochzeiten gefunden, bei denen eine Marianna Kaschubba einen Hildebrandt geheiratet hat.

    Zum einen hat eine Marianna Kaschubba am 08.11.1829 einen Joseph Hildebrandt geheiratet. Dem Eintrag nach muss diese ca. 1804 geboren sein.

    Zum anderen hat eine Marianna Kaschubba am 15.11.1824 einen Andreas Hildebrandt geheiratet. Diesem Eintrag zufolge muss die Braut ca. 1799 geboren sein. Diese Heirat gehört zu "meinen" Hildebrandts, die beiden sind meine 4xUrgroßeltern, deren Tochter Catharina meine 3xUrgroßmutter.

    Es muss sich also tatsächlich um zwei verschiedene Mariannas handeln. So weit, so gut. Aber nun weiß ich immer noch nicht, welche die Tochter von Daniel Kaschubba und welche die Tochter von Johann Kaschubba ist.

    Dazu muss ich wohl die Taufregister von 1804 und 1799 einsehen, die aber wohl leider nicht online vorhanden sind.

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  • Andrea1984
    antwortet
    Da gebe ich Fajo recht, was eine Zweitehe oder eine Drittehe angeht. Auch diese Option würde ich in Betracht ziehen.

    Oder es handelt sich einfach nur um Namenskollegen, die nicht näher miteinander verwandt gewesen sind, je nach Dorf/Stadt/Zeit.

    Herzliche Grüße

    Andrea

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  • Lerchlein
    antwortet
    @Svet_Lin ich hatte einmal einen ähnlichen Fall.
    Schau doch einmal ob die Tochter des Daniel Kaschubba evtl. inzwischen verstorben ist und ob Daniel Kaschubbae evtl. inzwischen erneut geheiratet hat. Vielleicht eine Marianna, allerdings die Tochter von Johann Kaschubba. Das die beiden Kaschubba verwand sein müssten / könnten ist zu vermuten, wie Andrea schon schrieb.

    Wenn die Ehefrau bei der Geburt eines Kindes verstorben sein sollte, hat man machmal auch nur ein Paar (wirklich groß geschieben) Monate später wieder geheiratet und das oft im Umfeld.

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  • Svet_Lin
    antwortet
    Zitat von Andrea1984
    Hallo.

    Ich vermute, dass es sich um Brüder oder Cousins handelt. Käme das hin ? Wäre das möglich ?

    Und beide Herren haben ihren Töchtern denselben Vornamen gegeben ?

    Hallo Andrea,

    ja, davon gehe ich zunächst auch mal aus, dass zwischen Daniel und Johann irgendeine verwandtschaftliche Beziehung bestanden hat. Momentan durchsuche ich die Putziger Kirchenbücher nach weiteren Hinweisen.

    Zur Namens"vielfalt" in meinem westpreußischen Zweig habe ich in #646 schon mal geschrien

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  • Andrea1984
    antwortet
    Hallo.

    Ich vermute, dass es sich um Brüder oder Cousins handelt. Käme das hin ? Wäre das möglich ?

    Und beide Herren haben ihren Töchtern denselben Vornamen gegeben ?

    Oder handelt es sich um einen Schreibfehler ?

    Herzliche Grüße

    Andrea

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  • Svet_Lin
    antwortet
    Hallo zusammen,

    heute muss ich auch mal (wieder) schreien ...

    Ich habe mich heute früh gefreut, als ich beim Durchwühlen der Kirchenbücher von Putzig einen Treffer gelandet habe. 1848 ist der Einwohner Daniel Kaschubba verstorben und hat neben weiteren Kindern eine Tochter Marianna, verehelichte Hildebrandt, hinterlassen. Bingo! Damit war ich in diesem Familienzweig wieder eine Generation weiter.

    Doch leider habe ich noch ein bisschen weitergeblättert... Und siehe da: 1847 ist der Johann Kaschubba verstorben und er hinterlässt - welch Wunder - eine Tochter Marianna, verehelichte Hildebrandt. Grrrr! Jetzt darf ich mir die Karten legen, wer nun wer ist.


    P.S.: Überflüssig zu erwähnen, dass beide in Polchau wohnhaft waren!
    Zuletzt geändert von Svet_Lin; 15.03.2022, 09:47.

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  • Gudrid
    antwortet
    Zitat von Andrea1984
    Und warum gibt es soviele Daxner, Derfler, Hütter, Loidl, Reisenbichler, Riedler, Strauss, Wiesauer ? Auch heute noch.
    Gute Gene

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  • Andrea1984
    antwortet
    Bezogen auf eine Nebenlinie, die ich gerade bearbeite: Warum sind meine Vorfahren "nur" in einem Ort geblieben, aber dann mindestens 3x übersiedelt, so dass jedes Kind an einer anderen Adresse registriert worden ist ?

    Und warum gibt es soviele Daxner, Derfler, Hütter, Loidl, Reisenbichler, Riedler, Strauss, Wiesauer ? Auch heute noch.

    Von den anderen Linien z.B. Neuhuber ganz zu schweigen, von denen ich jetzt vier offene Linien und keine Verbindungen habe, wenn dann vor 1625, da fangen die Kirchenbücher an.

    Und warum hat/te Ebensee dieser Tage eine Inzidenz von über 8.000 bei 7.000 Einwohnern ? Tja, das kommt davon, wenn man unbedingt als Fetzen verkleidet Fasching feiert. Und nachher noch einen Fetzen (hier: Rausch) hat.

    Fetzenschädel - buchstäblich.

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  • iClaudia
    antwortet
    Zitat von consanguineus
    Sehr gut, Sbriglione! Hau den ganzen Frust raus! Auch ich bekomme gelegentlich Gewaltphantasien bei der Lektüre ländlicher Kirchenbücher. Frage mich, wofür hat der faule Sack eigentlich Geld bekommen? So, wie Du es für Eilenstedt beschreibst, ist es anderswo in unserem Suchgebiet ja auch.

    Trotzdem einen schönen Sonntag wünscht
    consanguineus
    Dito. Da hatte jemand so eine schöne Tabelle ins Kirchenbuch gezeichnet, wie man sie aus so vielen anderen Kirchenbüchern auch kennt. Die ersten Zeilen schön ausgefüllt, mit den Angaben zu den Brautleuten und ihren Eltern. Dann kommt der für mich relevante Eintrag und der ist einfach quer über die Spalten geschrieben. Quasi alle Angaben fehlen. In der nächsten Zeile wird die Tabelle wieder fein säuberlich ausgefüllt.

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  • Sbriglione
    antwortet
    Um meinen Schrei noch etwas zu ergänzen:
    die Recherche in Schlanstedt hat natürlich überhaupt nichts gebracht...

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  • offer
    antwortet
    Scheiß Krieg......

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