Einfach mal schreien ... oder so

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  • Myrdhana
    antwortet
    Ich stehe gerade kurz vor einem hysterischen Kreischanfall .... mein PC hat vor ein paar Wochen den Geist aufgegeben, also hin zu einer Datenrettungsfirma, die haben alles was sie retten konnte auf eine externe Festplatte gepackt, die ich an meinen neuen PC anschliessen konnte. Da ich jetzt ein paar neue infos habe zu meiner Familie wollte ich die hinzufügen, nur um festzustellen das mein Ordner Familienforschung nicht auf der Festplatte ist.

    Das bedeutet, es ist alles weg, alle Urkunden, Dokumente die ich von verschiedenen Seiten heruntergeladen hatte, das was ich über Mails bekommen hatte, photos, bilder usw ... alles weg

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  • Lerchlein
    antwortet
    Zitat von consanguineus

    Manchmal trifft aber auch genau das Gegenteil zu...
    Ja da hast du vollkommen recht!

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  • consanguineus
    antwortet
    Zitat von Lerchlein
    Vogel Strauß erzieht eben auch sehr oft Vogel Strauß.
    Manchmal trifft aber auch genau das Gegenteil zu...

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  • Lerchlein
    antwortet
    @ Sigrid, meine Cousine und ich haben unabhängig von einander bemerkt das wir als kleine Kinder schon instinktiv unausgesprochen wussten das es Tabuthemen gibt. Wer sich davon nicht im Lauf seines Lebens befreien konnte wir auch nicht fragen, darüber nachdenken und gar nicht erst suchen. Erst die nächste Generation hat die Chance wirklich frei davon zu werden. Wir sind eben alle programmierbar. Es gibt auch heute noch Familien wo der Einzelne noch nicht einmal die Frage beantwortet bekommt wer sein Pate ist und vor allem nie von alleine darauf gekommen ist es zu erfragen.- Vogel Strauß erzieht eben auch sehr oft Vogel Strauß.

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  • St1956
    antwortet
    Vielen Dank für die Aufmunterung.

    Ich habe an anderer Stelle gerade schon geschrieben, dass ich eine ältere Verwandte habe die alte Dokumente hat. Sie vertröstete mich immer wieder, sie müsse sie erst suchen usw. Bei unserem letzten Gespräch sagte sie, sie habe vor Jahren alles in eine Kiste gepackt, die die nur wieder öffnen wird.

    Vielleicht sind Erinnerungen manchmal einfach zu schmerzhaft um sie sich anzuschauen.

    Ich werde nicht aufgeben, auch wenn ich gerade ziemlich frustriert bin.

    Liebe Grüße Sigrid

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  • Falke
    antwortet
    Zitat von consanguineus

    Worüber haben diese Menschen denn mit ihren Eltern oder Großeltern geredet? Über Fußball und das Wetter? Mit wem haben die Familienfeste gefeiert? Es geht ja noch nicht einmal primär um Familienforschung, sondern um das durch nichts zu ersetzende Netzwerk Familie, den Zusammenhalt und all das.
    Viele Grüße
    consanguineus
    Ich fürchte, da ist viel Wunschdenken dabei und ich freuch mich ehrlich für dich, dass es bei euch so ist!
    Auch ich kämpfe mit Desinteresse. Lediglich mein Vater und meine Tante waren aktiv und haben sich darum bemüht Infos zusammen zu tragen.
    Ja, mal einen besonderen Fund mit etwas Interesse zur Kenntnis nehmen, aber mehr auch nicht.
    Und was den familiären Zusammenhalt betrifft: nicht alle wohnen nah bei einander und die, die näher ( in Deutschland) leben, haben kaum Kontakt untereinander.
    Kein Interesse oder zerstritten. Und was ich inzwischen immer wieder feststelle ist, dass es in so vielen Familien ähnlich oder noch schlimmer ist. Da wollte die
    Oma noch nicht mal was vom Enkel wissen.

    Ich fürchte das Thema Großfamilie und Familienzusammenhalt muss erst wieder gelernt werden. Und wenn es in Form von Mehrgenerationenhäusern ist, wo fremde
    Menschen das leben.

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  • consanguineus
    antwortet
    Zitat von St1956
    Danke dass ich mich hier mal ausheulen durfte
    Jederzeit, Sigrid! Auch ich stehe manchmal fassungslos da, wenn ich merke, jemand interessiert sich nullkommanull für seine Herkunft. Es gibt "ganz normale" Menschen, also nicht adoptiert oder unehelich, die kennen beispielsweise ihre Großeltern noch persönlich, aber wissen allen Ernstes nicht einmal den Mädchennamen der Großmutter. War halt "die Oma". Oder leben jahrelang Zaun an Zaun mit einem Menschen, kennen den auch persönlich, wissen aber nicht, dass das ihr Vetter 2. Grades ist, mithin der Enkel eines Geschwisters eines Großelternteils. Der Begriff der "Verwandtschaft" scheint sich auf Menschen außerhalb der unmittelbaren Kernfamilie nicht zu erstrecken. Worüber haben diese Menschen denn mit ihren Eltern oder Großeltern geredet? Über Fußball und das Wetter? Mit wem haben die Familienfeste gefeiert? Es geht ja noch nicht einmal primär um Familienforschung, sondern um das durch nichts zu ersetzende Netzwerk Familie, den Zusammenhalt und all das. Es ist jetzt nun weiß Gott nicht so, dass sich in meiner Sippe alle grün sind. Aber sie kennen sich und reden miteinander. Unsere Kinder haben Kontakt zu fast allen ihren Vettern und Cousinen, und nicht nur 1. Grades. Sie telefonieren miteinander, besuchen sich gegenseitig in ganz Deutschland, feiern gemeinsam, helfen einander. So soll es sein. Funktioniert aber nur, wenn man sich ein wenig für die familiären Zusammenhänge interessiert.

    Viele Grüße
    consanguineus

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  • Lerchlein
    antwortet
    @ Sigrid, nicht den Kopf hängen lassen! Man kann auch ohne Unterstützung der Familie sehr, sehr viel finden. Vielleicht ist dann auch bei deinen interessierten Enkeln, die Freude über dein Zusammengetragenes, noch viel größer!-

    Schau ich z. B. arbeite an einem Grimms Märchen Baum, der trotz äußerst vielen Persilschein Infos (?), mit denen ich Jahrzehnte gelebt habe, entsteht. So lernt man manchmal auch seinen Nächsten erst richtig kennen... Allerdings wird bei mir die Frage immer größer, was sich dahinter verbirgt?-
    Zuletzt geändert von Lerchlein; 19.02.2026, 11:09.

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  • St1956
    antwortet
    Ich weiß nicht ob ich schreien oder weinen soll

    Mein Vater war das jüngste Kind seiner Eltern, ein wahrer Nachzügler, trennen ihn doch 20 Jahre von seinem älteren Bruder. Seine Mutter starb früh, er wuchs bei besagtem Bruder gemeinsam mit seinen Nichten auf.

    Dies ist noch kein Grund zum schreien, aber die folgene Situation:
    Ich habe wenig Kontakt zu den Verwandten väterlicher und mütterlicher Seite, nur zu ein paar Cousins und Cousinen.
    Aber niemand, wirklich niemand ausser mir, interessiert sich für seine Vorfahren. Und was mich selber total traurig macht ist, dass sie mir auch keine Infos geben.
    Sie haben gerade keine Zeit, sie haben keine Lust, sie haben kein Interesse.

    Ich habe 9 Enkelkinder, diezum Teil sehr interessiert sind und wissen möchten, wer Urgroßmutter und Urgroßvater waren, ob sie Geschwister hatten und wie viele Kinder usw.

    Und gerade ist mir einfach nur nach schreien oder alles hinwerfen, weil es so schwierig ist weiterzukommen.

    Danke dass ich mich hier mal ausheulen durfte

    Viele Grüße
    Sigrid

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  • LDH1
    antwortet
    Ich schreie dann heute auch mal...

    Kirchbuch Boffzen 1708-1778

    Hier recherchiere ich meine 7x Urgroßmutter. Obwohl das KB teilweise handschrifttlich katastrophal geführt ist,
    gibt es immerhin ein Namensregister.
    Somit habe ich über den Registereintrag der Begrabenen auch "Witwe Franz Kohlstedt 64 Jahre" Seite xxx finden können.

    Blöd nur, dass genau bei Seite xxx ein handgeschriebener Hinweis: "Hier fehlen 4 Seiten!" zu finden ist

    Bei der Registererstellung müssen die fehlenden Seiten noch vorhanden gewesen sein....somit kann ich für die Dame nur das Sterbejahr 1760 erfassen

    Gruß
    Roman

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  • Andrea1984
    antwortet
    Hallo allerseits.

    Ich schreie einmal ganz laut, weil die Angaben zu einer Dame nicht stimmen.

    Heirat: 1788. Gut.

    Altersangabe: 23. Gut.

    DIe Namen der Eltern sind eingetragen. Gut.

    Im möglichen Zeitraum 1764/1765 gibt es nur eine Dame, die passen könnte.

    Der Haken: Im Register stimmt der Name der Mutter nicht und die Dame sei illegtitim geboren.

    Laut Trauungseintrag ist die Dame jedoch ehelich geboren.

    Der Geburtsort steht nicht direkt dabei.

    Ich suche dann mal weiter.

    Ratlose Grüße

    Andrea

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  • Pumbaa
    antwortet
    Zitat von Lerchlein

    Hab doch ein kleinwenig Verständnis, bei der Menge bricht evtl. eine Kartenhaus zusammen...
    Da könntest du Recht haben.

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  • Lerchlein
    antwortet
    Zitat von Pumbaa
    .... Bei über zwanzigtausend Leuten im Stammbaum wird vermutlich nichts nachgeprüft....
    Hab doch ein kleinwenig Verständnis, bei der Menge bricht evtl. ein Kartenhaus zusammen...
    Zuletzt geändert von Lerchlein; 02.02.2026, 05:16.

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  • Pumbaa
    antwortet
    Ich schrei auch mal über einen Stammbaum in dem meine direkte Vorfahrin eingetragen ist mit einem falschen Ehemann und falschen Kindern.
    Anschreiben bringt keine Reaktion. Bei über zwanzigtausend Leuten im Stammbaum wird vermutlich nichts nachgeprüft.
    Schreien kann ich auch über DNA Matches bei denen im Stammbaum zwei Leute eingetragen sind aber angeblich wird Hilfe geleistet.

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  • Anna Sara Weingart
    antwortet
    Zitat von OlliL
    ... Man ist das ärgerlich ....
    Hallo, mein Beileid!

    Um dem etwas Positives abzugewinnen:
    lass sie doch ab jetzt einfach ganz weg, denn bei chronologischen Kirchenbüchern braucht es doch eigentliche keine Seitennennung in der Quellenangabe.
    Man weiß doch, dass das Jahr 1776 nach dem Jahr 1775 kommt, usw.

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