Hab die Unterlagen noch nicht bekommen, aber gefunden ist halb bekommen:
Habe vor 3 Wochen eine Anfrage ans zuständige Staatsarchiv geschickt, da ich nach der Entnazifizierungsakte eines etwas weiter entfernt Verwandten suche.
Jetzt ist die Rückmeldung da!
Eine Entnazifizierungsakte haben sie im Archiv nicht gefunden.
Dafür eine Prozessakte wegen Diebstahl, eine wegen Meineid und eine Gefangenenpersonalakte.
Hab von nichts davon gewusst. Bin gespannt darauf was ich lesen werde, wenn die insgesamt ca. 220 Seiten bei mir ankommen.
Gruß Emrys
Was habt Ihr heute bekommen?
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Scans vom Bundesarchiv Deutschland erhalten, fast 70 PDF-Seiten zu zwei Personen. Sogar Fotos der beiden Personen sind dabei, sehr viele Infos. Und erstaunt hat mich - vor allem bei den vielen Seiten - das ich das gratis erhalten habe!! Sie verzichten auf eine Rechnung. Wenn das mal kein grosszügiger, kundenfreundlicher Service ist!!👍 4Einen Kommentar schreiben:
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Danke! Ja das ist besonders erfreulich, weil ich schon dachte, dass ich in diesem Bereich aufgeben sollte. Unverhofft kam dann gsd doch
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Muss auch mal sein, so einen Erfolg zu verbuchen! Freut mich für dich!
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In Bezug auf die Ahnenforschung schwebe ich aktuell wirklich im 7. Himmel. Ich habe bei MyHeritage eine Frau aus der Ukraine gefunden, deren Vorfahren aus dem winzigen Dorf stammen, aus denen auch meine stammen. Offenbar hat sie Zugang zu den Büchern, die man nicht bei familysearch findet, und sucht mir aktuell einen Eintrag nach dem anderen raus und lädt ihn hoch. Gestern schrieb sie, sie hätte Fotos - ich bin nicht sicher, ob sie Bilder von den Verwandten meint oder nur den Kirchenbucheinträgen - und erweitert meine ukrainische Verwandschaft enorm. Auch ich konnte bei familysearch dadurch selbst einiges finden und ergänzen.
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Nasse Füße! Muss mir die Tränen schon mit einem Badetuch trocknen...
Sooo viele Neidhardt und Stiegler, aber leider keine wirkliche Verbindung, waren bestimmt alle, so wie meine Lerch, Erz - katholisch? -Zuletzt geändert von Lerchlein; 28.03.2025, 19:29.Einen Kommentar schreiben:
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Cool! Habe heute eine vollständige Kopie eines Eintrags im Familienbuch erhalten, bei dem die Schutzfristen noch nicht abgelaufen sind, aber beide Eheleute bereits seit über 30 Jahren verstorben sind. Und zu meiner völligen Überraschung kam der Brief mit der angeforderten vollständigen Kopie der Sammelakte!
Und das ohne Diskussionen und dann auch noch innerhalb von 1,5 Wochen und das zu deutlich geringeren Kosten im Vergleich zum Landesarchiv. (Berlin, ick liebe Dir!)
Leider beinhaltete die Sammelakte nicht wie erhofft eine Ablichtung oder Abschrift der Geburtsurkunde des Ehemannes (kriegsbedingter Verlust) und die dringend benötigten Angaben zu den Eltern waren auch nur sehr rudimentär.
Zuletzt geändert von Maat; 27.03.2025, 19:19.👍 1Einen Kommentar schreiben:
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Danke dir Alter Mansfelder!
Durch deinen Hinweis bei meinem Neidhart Fund brauche ich nun dringend für die nächsten Tage 2 zusätzliche Hände ....mir platzt der Kopf! Naja die Uhr wird ja am Wochenende umgestellt und das gibt ja wenigstens eine Stunde mehr Zeit, oder
....
Zuletzt geändert von Lerchlein; 27.03.2025, 04:43.👍 1Einen Kommentar schreiben:
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Doch noch einen richtigen Volltreffer, bei Archion!
Mir fliegen hier fast die Augen weg.
Musste ein Kirchenbuch in Nürnberg schieben, da die Verlinkung bei sehr vielen Seiten unterbrochen war. Heute war genau diese Buch wieder komplett einlesbar. Und so wie es denn immer ist, sind genau diese Seiten ein wahres Nest! -
Bin begeistert! Hoffentlich fliegt der Server nicht weg, wenn ich erst einmal anfange runterzuladen
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Ein mehrfacher Vorfahre lebte ausweislich der Lehnsakte von 1603 bis 1693. Er war Ackermann. In demselben Ort lebte ein gleichnamiger Halbspänner, der aber nicht mein Vorfahre ist. Die Kirchenbücher beginnen erst kurz vor bzw. nach 1700, so dass ich keine Lebensdaten das Halbspänners kenne, den ich selbstverständlich aber mit erfasst habe, da er ja im weiteren Sinne ebenfalls zu Familie gehört. Aufgrund der errechneten Geburtsdaten seiner Kinder habe ich den Halbspänner etwa eine knappe Generation nach meinem Vorfahren, dem Ackermann einsortiert. Geschätztes Geburtsdatum 1625/30.
Hallo Consanguineus,
Nur mal aus Interesse: welcher Ort?
Ich kenne Vergleichbares aus Pabstorf, wo ja die Kirchenbücher deutlich früher starten, weiß aber gerade nicht aus dem Kopf, ob das da eine Kombination Ackermann - Spitzspänner oder Ackermann - Halbspänner war. Auf jeden Fall war der gute Mensch bei mir (und das im konkreten Fall recht gut abgesichert) mit seinem einen Hof Brandenburgischer und mit seinem anderen Hof Wolfenbüttelscher Untertan - und er hatte noch einen Bruder, der aus dem Besitz der gemeinsamen Mutter einen weiteren Hof gleicher Größenordung in Rohrsheim übernommen hatte (in der Akte ging es um die Frage, wer wem wie viel aus welchem Erbe zu zahlen hatte).
Sehr spannend, was damals so passiert ist - und ein weiterer Beleg dafür, dass Geld auch schon damals Geld angezogen hat, so lange es nicht ZU viele Leute gab, die sich um das jeweilige Erbe streiten konnten...
Viele Grüße!
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Ich habe heute eine Erleuchtung bekommen!
Ein mehrfacher Vorfahre lebte ausweislich der Lehnsakte von 1603 bis 1693. Er war Ackermann. In demselben Ort lebte ein gleichnamiger Halbspänner, der aber nicht mein Vorfahre ist. Die Kirchenbücher beginnen erst kurz vor bzw. nach 1700, so dass ich keine Lebensdaten das Halbspänners kenne, den ich selbstverständlich aber mit erfasst habe, da er ja im weiteren Sinne ebenfalls zu Familie gehört. Aufgrund der errechneten Geburtsdaten seiner Kinder habe ich den Halbspänner etwa eine knappe Generation nach meinem Vorfahren, dem Ackermann einsortiert. Geschätztes Geburtsdatum 1625/30.
Nun zeigten sich nach und nach kleine Unstimmigkeiten. So wurde der Halbspänner in einer Lehnsakte 1695 als "letztverstorbener Lehnsträger" bezeichnet. Merkwürdig, dachte ich, der gleichnamige Ackermann war doch nachweislich der Lehnsträger. Und nach seinem Tode 1693 wurde es dessen 1627 geborener ältester Sohn. Wie passt der Halbspänner noch dazwischen, der zwar Mitglied des Lehnsverbandes war, aber niemals senior familiae. Dann fehlt der Ackermann nach Übergabe des Hofes an seinen Sohn in der Kopfsteuerbeschreibung von 1678, obgleich er noch lebte und somit als Altenteiler entweder unter den Brinksitzern zu suchen gewesen wäre. oder aber im Haushalt des Sohnes. Er war aber verschwunden. Sein Namensvetter, der Halbspänner wird, wie zu erwarten, erwähnt. Es gab dann noch ein paar andere kleine Merkwürdigkeiten und Ungereimtheiten. So werden etwa 1687 die zum Lehen gehörenden Höfe ihrem Umfang nach beschrieben, und da hat der Halbspännerhof auf einmal drei Hufen Lehnsland, obwohl nur zwei zu ihm gehören, wohingegen der Ackerhof, zu dessen Besitz unter anderem auch eine Hufe Lehnsland gehörte, gar nicht erwähnt wird.
Ich habe die "Puzzleteile" hin und her geschoben. Schließlich bin ich zu der Erkenntnis gelangt, dass der Ackermann und der Halbspänner ein und dieselbe Person gewesen sein müssen. Der Ackermann hatte von Geburt an gar keinen Hof, erheiratete einen Ackerhof, einen zweiten vermutlich auch, und bewirtschaftete diese beiden Höfe gemeinsam. In dritter Ehe hatte er dann noch einige Söhne, die aber jünger waren als seine Enkel (die ältesten Söhne seines Sohnes aus erster Ehe). Schließlich übergab er seine beiden Ackerhöfe seinem ältesten Sohn und bewirtschaftete noch den Halbspännerhof, von dem ich nicht weiß, wann und auf welche Weise genau er an diesen gelangt war. Ich vermute, der Vorbesitzer, ebenfalls Mitglied des Lehnsverbandes, hatte keinen Nachfolger, und da teilte sich der Senior den freiwerden Lehnshof selbst zu. Dazu packte er sich Zeit seines Lebens noch die eine Hufe Lehnsland von dem einen seiner ehemaligen Ackerhöfe zu seinem Halbspännerhof. Später fiel diese Hufe wieder an den Ackerhof. Ach ja, nach dem Tod seiner dritten Frau heiratete er mit 78 Jahren ein viertes Mal. Aber das ist eine andere Geschichte.
All das konnte ich nur herausfinden, indem ich eine umfangreiche Lehnsakte durchgearbeitet habe (womit ich noch lange nicht fertig bin). Lohnt sich wirklich sehr. Erstaunlich ist, wie sehr man sich an eine vermeintliche Wahrheit gewöhnen kann. Dass der Ackermann und der gleichnamige Halbspänner zwei Personen sein müssen, war für mich gesetzt, seit ich das als Heranwachsender in einer oder zwei Chroniken gelesen habe (deren Verfasser die Lehnsakte kannten!). Ich wäre gar nicht auf die Idee gekommen, dass es anders sein könnte. Ist es nun aber.
Viele Grüße
consanguineusZuletzt geändert von consanguineus; 20.03.2025, 09:28.👍 2Einen Kommentar schreiben:
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