Oh man schreie ich hier..
Sitze hier seit Tagen und sortiere meine Fitzel Festplatten (über 400 GB noch nicht auswertbare Funde).
Man ist auch manchmal daneben. Wie kann man nebenbei Fund, nur mal eben schnell irgendwie und wo speichern? -
Ich sehe es schon kommen. Nach der großen Sortierung habe ich nicht nur viereckige Augen, nein auch bestimmt dann wieder Tränen darin weil ich wichtige Funde gelöscht habe....😒
Nun schreibe ich mal in Anlehnung an Andrea Zeilen....
Ich sortiere dann mal wieder weiter... 🫨
Euch noch einen schönen Tag!
Einfach mal schreien ... oder so
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Das Kirchenbuch von Bergkirchen, Kreis Minden ist diesbezüglich ebenfalls ein Albtraum
Also alles leider keine Seltenheit.Einen Kommentar schreiben:
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Hallo consanguineus:
Leider war der Hamelner Kirchenbuchführer kein Einzelfall - auch das lutherische Kirchenbuch Frankenberg/Eder kann um diese Zeit genauso wortkarg bei Beerdigungen sein. Dies ist insbesondere der Fall bei den "stillen" Beerdigungen - da waren die Angehörigen nicht willens (oder kraftens), den Pfarrer zu bezahlen, und da sah er nicht ein, dass er für den Eintrag sich irgendeine Mühe machen müsste.
In meinem Fall gibt es auch andere Quellen, insbesondere die jährlichen Stadtrechnungen mit Geschoßregistern, in denen die geschoßzahlenden Meister jeweils bis zu einem Jahr verfolgt werden können, und dann im nächsten Jahr die Witwe oder die Erben den Geschoß zahlen. Ich würde vermuten, dass Hameln auch Stadtrechte hatte und also Stadtrechnungen - sind die noch erhalten und auswertbar?
VG
--Carl-HenryEinen Kommentar schreiben:
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Hallo zusammen!
1689 heiratet mein Vorfahre, der Tischler Meister Andreas Hollmann in Hameln Magdalena Loges. Andreas' Taufe habe ich noch nicht gefunden. Vermutlich um 1660. Mir scheint nach intensivem Studium der frühen Hamelner Kirchenbücher, dass der Kirchenbuchführer gar nicht wenige Einträge einfach vergessen hat.
Aber auch die vorhandenen Einträge sind nicht gerade reichlich mit Informationen ausgestattet. Die Nennung von Paten ist eine Rarität. Eine Altersangabe beim Tod sucht man vergeblich. Hier mal drei Sterbeeinträge:
1736: "D(en) 10 8br(is). Andreas Hollmann stille beÿgesetzet." (St. Bonifatius, Beerdigungen 1692-1738, S. 312)
1737: "D(en) 1 Julij ist M(ei)st(e)r. Hollmann aus der Kleinen Straße beÿgesetzt." (St. Bonifatius, Beerdigungen 1692-1738, S. 314)
1750: "D(en) 7 Jan(uarii): ist M(ei)st(e)r. Hollmann verstorben, und d(en) 9 t(en) Ejusdem beerdiget." (St. Bonifatius, Beerdigungen 1739-1762, S. 258)
Welcher ist nun mein Vorfahre? Es gab noch einen weiteren Tischler Meister Hollmann, welcher zur selben Zeit hat taufen lassen. Ich meine, der hieß Paul. Der 1736 verstorbene Hollmann heißt immerhin Andreas, wie mein Vorfahre. Aber er wird nicht als Meister bezeichnet, was man eigentlich erwarten dürfte, wenn er Meister gewesen wäre. Also war er wohl keiner. Die 1737 und 1750 verstorbenen Hollmanns sind zwar Meister, haben aber anscheinend keine Vornamen. Es wird sich wahrscheinlich um Andreas und Paul handeln. Andere laufen einem in der Generation nicht über den Weg. Immerhin wohnte der 1737 verstorbene Meister Hollmann in der Kleinen Straße, was mir zur Distinktion aber wenig hilfreich ist, da sonst nie auf diese Straße hingewiesen wird. Beim 1750 verstorbenen Hollmann hat man sich noch nicht einmal die Mühe gemacht, ihn näher zu beschreiben. Der andere Meister Hollmann, der aus der Kleinen Straße, war ja bereits tot.
Wofür wurde der Kirchenbuchführer eigentlich bezahlt???
Aber mein Vorfahre, Meister Andreas Hollmann, wann auch immer er das Zeitliche segnete, war ja auch verheiratet. Wann ist seine Frau gestorben? Es gibt zwei Einträge:
1740: "D(en) 6 Xbr(is). ist die alte Holmänsche beÿgesetzt." (St. Bonifatius, Beerdigungen 1739-1762, S. 228)
1744: "D(en). 15 April(is). ist die Wittwe Hollmanns stille beÿgesetzt." (St. Bonifatius, Beerdigungen 1739-1762, S. 241)
Was lernen wir daraus? Die 1744 verstorbene Frau war nicht mit dem 1750 verstorbenen Meister Hollmann verheiratet, denn dann wäre sie keine Witwe gewesen. War sie nun mit dem 1736 verstorbenen Andreas Hollmann verheiratet oder mit dem 1737 verstorbenen Meister Hollmann?
Man möchte, wenn man in der Zeit reisen könnte, den damaligen Kirchenbuchführer am Kragen packen und ihm ins Gesicht schreien, was für ein fauler Sack er ist.
Trotzdem einen schönen Sonntag wünscht
consanguineusZuletzt geändert von consanguineus; 22.03.2026, 12:43.Einen Kommentar schreiben:
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Hallo allerseits.
Ich schreie mal ganz laut, so dass es fast schon ein Echo ergibt.
Zwei Ahnen von "Kaspar" "weigern" sich ihre Geburtsdaten und ihre Geburtsorte bzw. Sterbedaten und ihre Sterbeort preis zu geben. Datenschutz ist keiner mehr drauf. Gut.
Ich habe schon - gefühlt - "alle" Dörfer in der Umgebung abgesucht.
Jetzt bleiben nur zwei Möglichkeiten übrig: Die Dame und der Herr sind wanderfreudiger gewesen, als ich denke.
Oder ich sehe vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr.
Jetzt bin ich "heiser". Hat jemand eine Lutschtablette gegen "Halsschmerzen" ?
Ich buddle dann mal weiter.
Grummelige Grüße
AndreaEinen Kommentar schreiben:
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Ich stehe gerade kurz vor einem hysterischen Kreischanfall .... mein PC hat vor ein paar Wochen den Geist aufgegeben, also hin zu einer Datenrettungsfirma, die haben alles was sie retten konnte auf eine externe Festplatte gepackt, die ich an meinen neuen PC anschliessen konnte. Da ich jetzt ein paar neue infos habe zu meiner Familie wollte ich die hinzufügen, nur um festzustellen das mein Ordner Familienforschung nicht auf der Festplatte ist.
Das bedeutet, es ist alles weg, alle Urkunden, Dokumente die ich von verschiedenen Seiten heruntergeladen hatte, das was ich über Mails bekommen hatte, photos, bilder usw ... alles weg


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@ Sigrid, meine Cousine und ich haben unabhängig von einander bemerkt das wir als kleine Kinder schon instinktiv unausgesprochen wussten das es Tabuthemen gibt. Wer sich davon nicht im Lauf seines Lebens befreien konnte wir auch nicht fragen, darüber nachdenken und gar nicht erst suchen. Erst die nächste Generation hat die Chance wirklich frei davon zu werden. Wir sind eben alle programmierbar. Es gibt auch heute noch Familien wo der Einzelne noch nicht einmal die Frage beantwortet bekommt wer sein Pate ist und vor allem nie von alleine darauf gekommen ist es zu erfragen.- Vogel Strauß erzieht eben auch sehr oft Vogel Strauß.
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Vielen Dank für die Aufmunterung.
Ich habe an anderer Stelle gerade schon geschrieben, dass ich eine ältere Verwandte habe die alte Dokumente hat. Sie vertröstete mich immer wieder, sie müsse sie erst suchen usw. Bei unserem letzten Gespräch sagte sie, sie habe vor Jahren alles in eine Kiste gepackt, die die nur wieder öffnen wird.
Vielleicht sind Erinnerungen manchmal einfach zu schmerzhaft um sie sich anzuschauen.
Ich werde nicht aufgeben, auch wenn ich gerade ziemlich frustriert bin.
Liebe Grüße Sigrid☕ 1Einen Kommentar schreiben:
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Ich fürchte, da ist viel Wunschdenken dabei und ich freuch mich ehrlich für dich, dass es bei euch so ist!
Worüber haben diese Menschen denn mit ihren Eltern oder Großeltern geredet? Über Fußball und das Wetter? Mit wem haben die Familienfeste gefeiert? Es geht ja noch nicht einmal primär um Familienforschung, sondern um das durch nichts zu ersetzende Netzwerk Familie, den Zusammenhalt und all das.
Viele Grüße
consanguineus
Auch ich kämpfe mit Desinteresse. Lediglich mein Vater und meine Tante waren aktiv und haben sich darum bemüht Infos zusammen zu tragen.
Ja, mal einen besonderen Fund mit etwas Interesse zur Kenntnis nehmen, aber mehr auch nicht.
Und was den familiären Zusammenhalt betrifft: nicht alle wohnen nah bei einander und die, die näher ( in Deutschland) leben, haben kaum Kontakt untereinander.
Kein Interesse oder zerstritten. Und was ich inzwischen immer wieder feststelle ist, dass es in so vielen Familien ähnlich oder noch schlimmer ist. Da wollte die
Oma noch nicht mal was vom Enkel wissen.
Ich fürchte das Thema Großfamilie und Familienzusammenhalt muss erst wieder gelernt werden. Und wenn es in Form von Mehrgenerationenhäusern ist, wo fremde
Menschen das leben.👍 1Einen Kommentar schreiben:
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Jederzeit, Sigrid! Auch ich stehe manchmal fassungslos da, wenn ich merke, jemand interessiert sich nullkommanull für seine Herkunft. Es gibt "ganz normale" Menschen, also nicht adoptiert oder unehelich, die kennen beispielsweise ihre Großeltern noch persönlich, aber wissen allen Ernstes nicht einmal den Mädchennamen der Großmutter. War halt "die Oma". Oder leben jahrelang Zaun an Zaun mit einem Menschen, kennen den auch persönlich, wissen aber nicht, dass das ihr Vetter 2. Grades ist, mithin der Enkel eines Geschwisters eines Großelternteils. Der Begriff der "Verwandtschaft" scheint sich auf Menschen außerhalb der unmittelbaren Kernfamilie nicht zu erstrecken. Worüber haben diese Menschen denn mit ihren Eltern oder Großeltern geredet? Über Fußball und das Wetter? Mit wem haben die Familienfeste gefeiert? Es geht ja noch nicht einmal primär um Familienforschung, sondern um das durch nichts zu ersetzende Netzwerk Familie, den Zusammenhalt und all das. Es ist jetzt nun weiß Gott nicht so, dass sich in meiner Sippe alle grün sind. Aber sie kennen sich und reden miteinander. Unsere Kinder haben Kontakt zu fast allen ihren Vettern und Cousinen, und nicht nur 1. Grades. Sie telefonieren miteinander, besuchen sich gegenseitig in ganz Deutschland, feiern gemeinsam, helfen einander. So soll es sein. Funktioniert aber nur, wenn man sich ein wenig für die familiären Zusammenhänge interessiert.
Viele Grüße
consanguineus
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@ Sigrid, nicht den Kopf hängen lassen! Man kann auch ohne Unterstützung der Familie sehr, sehr viel finden. Vielleicht ist dann auch bei deinen interessierten Enkeln, die Freude über dein Zusammengetragenes, noch viel größer!-
Schau ich z. B. arbeite an einem Grimms Märchen Baum, der trotz äußerst vielen Persilschein Infos (?), mit denen ich Jahrzehnte gelebt habe, entsteht. So lernt man manchmal auch seinen Nächsten erst richtig kennen... Allerdings wird bei mir die Frage immer größer, was sich dahinter verbirgt?-
Zuletzt geändert von Lerchlein; 19.02.2026, 12:09.Einen Kommentar schreiben:
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Ich weiß nicht ob ich schreien oder weinen soll
Mein Vater war das jüngste Kind seiner Eltern, ein wahrer Nachzügler, trennen ihn doch 20 Jahre von seinem älteren Bruder. Seine Mutter starb früh, er wuchs bei besagtem Bruder gemeinsam mit seinen Nichten auf.
Dies ist noch kein Grund zum schreien, aber die folgene Situation:
Ich habe wenig Kontakt zu den Verwandten väterlicher und mütterlicher Seite, nur zu ein paar Cousins und Cousinen.
Aber niemand, wirklich niemand ausser mir, interessiert sich für seine Vorfahren. Und was mich selber total traurig macht ist, dass sie mir auch keine Infos geben.
Sie haben gerade keine Zeit, sie haben keine Lust, sie haben kein Interesse.
Ich habe 9 Enkelkinder, diezum Teil sehr interessiert sind und wissen möchten, wer Urgroßmutter und Urgroßvater waren, ob sie Geschwister hatten und wie viele Kinder usw.
Und gerade ist mir einfach nur nach schreien oder alles hinwerfen, weil es so schwierig ist weiterzukommen.
Danke dass ich mich hier mal ausheulen durfte
Viele Grüße
Sigrid😞 3Einen Kommentar schreiben:
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Ich schreie dann heute auch mal...
Kirchbuch Boffzen 1708-1778
Hier recherchiere ich meine 7x Urgroßmutter. Obwohl das KB teilweise handschrifttlich katastrophal geführt ist,
gibt es immerhin ein Namensregister.
Somit habe ich über den Registereintrag der Begrabenen auch "Witwe Franz Kohlstedt 64 Jahre" Seite xxx finden können.
Blöd nur, dass genau bei Seite xxx ein handgeschriebener Hinweis: "Hier fehlen 4 Seiten!" zu finden ist

Bei der Registererstellung müssen die fehlenden Seiten noch vorhanden gewesen sein....somit kann ich für die Dame nur das Sterbejahr 1760 erfassen
Gruß
Roman😞 2Einen Kommentar schreiben:
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