Stitlichenbach?

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  • Erny-Schmidt
    Erfahrener Benutzer
    • 16.06.2018
    • 513

    #1

    [ungelöst] Stitlichenbach?

    Hallo,
    im beiliegeneden KB-Auszug steht am Ende der dritten Zeile "Ambtsverwalter zu St...bach" Wie heißt der Ort und wo könnte er liegen? Ich lese "Stitlichenbach" bzw. "Stittichenbach". Beides findet Openstreetmap nicht.Der gesuchte Ort könnte im weiteren Umkreis von Eisleben liegen oder in Böhmen, aber auch ganz woanders.

    Gruß E. Schmidt.
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    Gruß E. Schmidt.
    WANTED! GAUDIG,MIT(Z)SCHERLICH , MERCKER/Mansfelder Land, HAUBNER
  • Alter Mansfelder
    Super-Moderator

    • 21.12.2013
    • 4485

    #2
    Hallo

    Ich lese: Sittichenbach.

    Es grüßt der Alte Mansfelder
    Gesucht:
    - Tote Punkte im Mansfelder Land, Harz und Umland
    - Tote Punkte in Ostwestfalen
    - Tote Punkte am Deister und Umland
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    • cpoeppelmann
      Benutzer
      • 07.12.2025
      • 86

      #3
      Und Sittichenbach war ein - kleines - Amt (https://de.wikipedia.org/wiki/Amt_Sittichenbach), hatte demzufolge wohl auch einen Amtsverwalter.
      Gruß
      Christa

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      • Erny-Schmidt
        Erfahrener Benutzer
        • 16.06.2018
        • 513

        #4
        Hallo Alte Mansfelder,
        Zitat von Alter Mansfelder
        Ich lese: Sittichenbach.
        Danke, zusammen mit dem ehem Amt Sittichenbach dürfte das die Erklärung sein. Geschrieben hat der Pfaffe den Ort aber eindeutig mit "St" am Anfang. In der nachfolgenden Zeile steht das Wort "Stadtvoigt" - gleiche Schreibweise.

        Ein wenig frage ich mich, was der Vater von Beruf war: sein 1700 geborener Sohn war später "Kauf- und Handelsmann", sein Enkel Handarbeiter bzw. Gärtner. Liest sich nicht unbedingt wie reicher Kaufmann, eher wie kleiner Krämer. Der Vater, also jener Christoph H., dessen Sohn Anno 1700 getauft wurde, scheint jedoch etwas gehobenen Standes gewesen zu sein. Seine Frau war Tochter eines Diakons und Amtsleute bzw. Stadtvögte bekam wohl auch nicht jeder als Paten.

        Gruß E. Schmidt
        Gruß E. Schmidt.
        WANTED! GAUDIG,MIT(Z)SCHERLICH , MERCKER/Mansfelder Land, HAUBNER

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        • Alter Mansfelder
          Super-Moderator

          • 21.12.2013
          • 4485

          #5
          Hallo Erny

          Zitat von Erny-Schmidt
          Geschrieben hat der Pfaffe den Ort aber eindeutig mit "St" am Anfang. In der nachfolgenden Zeile steht das Wort "Stadtvoigt" - gleiche Schreibweise.
          Eindeutig nicht Denn die Linienführung ist einen Deut anders und unten fehlt auch der i-Punkt.

          Es grüßt der Alte Mansfelder
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          • Horst von Linie 1
            Erfahrener Benutzer
            • 12.09.2017
            • 25667

            #6
            Zitat von Erny-Schmidt
            Geschrieben hat der Pfaffe
            Vögel können schreiben? Ein Dompfaff?
            Oder kl..ige Finger auf der Tastatur des Smartphones?

            Falls im Eifer des Gefechts die Anrede mal wieder vergessen gegangen sein sollte, wird sie hiermit mit dem Ausdruck allergrößten Bedauerns in folgender Art und Weise nachgeholt:
            Guten Morgen/Mittag/Tag/Abend. Grüß Gott! Servus.
            Gude. Tach. Juten Tach. Hi. Hallo.

            Und zum Schluss:
            Freundliche Grüße.

            Kommentar

            • Erny-Schmidt
              Erfahrener Benutzer
              • 16.06.2018
              • 513

              #7
              Zitat von Horst von Linie 1
              Vögel können schreiben? Ein Dompfaff?
              Der hat seinen Namen doch wohl von den Pfaffen vom Dom mit dero purpurnen (roten?) Gewändern. Manche Kirchenbücher sehen wirklich so aus, als wäre ein Rabe über die Seiten gelaufen oder war's ein Dompfaff? Wenn "St" gar "Si" bedeuten kann, obwohl sich der i-Punkt rechts daneben befindet, muss ich in Sachen Kurrent-Schrift noch einiges lernen.
              Gruß E. Schmidt.
              WANTED! GAUDIG,MIT(Z)SCHERLICH , MERCKER/Mansfelder Land, HAUBNER

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              • Horst von Linie 1
                Erfahrener Benutzer
                • 12.09.2017
                • 25667

                #8
                Zitat von Erny-Schmidt
                Wenn "St" gar "Si" bedeuten kann, obwohl sich der i-Punkt rechts daneben befindet, muss ich in Sachen Kurrent-Schrift noch einiges lernen.
                Zwischen den beiden ersten T ist ein verkümmertes I.
                Quasi der vermeintliche Schwung am Ende des ersten T, der beim Stadtvoigt in die entgegengesetzte Richtung zeigt.
                Also kann das Winken wech.
                Falls im Eifer des Gefechts die Anrede mal wieder vergessen gegangen sein sollte, wird sie hiermit mit dem Ausdruck allergrößten Bedauerns in folgender Art und Weise nachgeholt:
                Guten Morgen/Mittag/Tag/Abend. Grüß Gott! Servus.
                Gude. Tach. Juten Tach. Hi. Hallo.

                Und zum Schluss:
                Freundliche Grüße.

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                • Alter Mansfelder
                  Super-Moderator

                  • 21.12.2013
                  • 4485

                  #9
                  Hallo Erny,

                  Zitat von Erny-Schmidt
                  Wenn "St" gar "Si" bedeuten kann, obwohl sich der i-Punkt rechts daneben befindet, muss ich in Sachen Kurrent-Schrift noch einiges lernen.
                  "St" bedeutet nicht "Si", sondern dort steht einfach kein "St", wie Horst schon geschrieben hat. - Wenn Du wüsstest, wo meine eigenen i-Punkte in der Eile des Gefechts immer landen ...

                  Es grüßt der Alte Mansfelder
                  Gesucht:
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                  Kommentar

                  • cpoeppelmann
                    Benutzer
                    • 07.12.2025
                    • 86

                    #10
                    Zitat von Erny-Schmidt
                    Hallo Alte Mansfelder,

                    sein 1700 geborener Sohn war später "Kauf- und Handelsmann", sein Enkel Handarbeiter bzw. Gärtner..

                    Gruß E. Schmidt
                    War der Enkel vielleicht ein jüngerer Sohn? Oder gar jüngerer Sohn eines jüngeren Sohnes? Oder hat der Opa als Handelsmann einen Bankrott hingelegt? Da kann es schonmal schnell sozial bergab gegangen sein.

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                    • Erny-Schmidt
                      Erfahrener Benutzer
                      • 16.06.2018
                      • 513

                      #11
                      Zitat von Alter Mansfelder
                      "St" bedeutet nicht "Si", sondern dort steht einfach kein "St", wie Horst schon geschrieben hat.
                      Es gibt je jede Menge Gekrakel, was ich bisher beim besten Willen nicht entziffern konnte, aber dieses "St" erscheint mir eindeutig. Das "i" habe ich nur aus dem Punkt und dem kleinen "Haken" unten, im "t", gedeutet. Wenn das im Ortsnamen kein "St" ist, ein fast gleich geschriebener Krakel in "Stadtvoigt" aber sehr wohl eines, frage ich mich, ob und wie man dieses Zeugs überhaupt lesen kann? Im Gegensatz zu so vielen anderen Krakeleien erschien mir das ausnahmsweise eindeutig. Deshalb halte ich es eher für einen Schreibfehler. Aber egal, der Ort ist geklärt. Da er bei Eisleben liegt, enthält er somit keinen Hinweis auf die Herkunft der Haubners. Die vermute ich nämlich in Nordböhmen. Im Mansfelder Land ist "HÜBNER" statt Haubner gebräuchlich, in Nordfranken und -böhmen dagegen HAUBNER. Könnte gut sein, dass sie im Dreißigjährigen Krieg ausgewandert sind.

                      Gruß E. Schmidt.
                      Gruß E. Schmidt.
                      WANTED! GAUDIG,MIT(Z)SCHERLICH , MERCKER/Mansfelder Land, HAUBNER

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                      • Erny-Schmidt
                        Erfahrener Benutzer
                        • 16.06.2018
                        • 513

                        #12
                        Zitat von cpoeppelmann
                        War der Enkel vielleicht ein jüngerer Sohn? Oder gar jüngerer Sohn eines jüngeren Sohnes? Oder hat der Opa als Handelsmann einen Bankrott hingelegt? Da kann es schonmal schnell sozial bergab gegangen sein.
                        Bankrott wäre möglich. Da Vater und Sohn die gleichen Vornamen haben, gehe ich davon aus, dass es der älteste Sohn war. Leider war die Trauung des Sohnes nicht in den Eislebener Kirchenbüchern zu finden. Dort ist ja oft vermerkt, ob ältester, jüngster, ... Sohn/Tochter.

                        Gruß E. Schmidt
                        Gruß E. Schmidt.
                        WANTED! GAUDIG,MIT(Z)SCHERLICH , MERCKER/Mansfelder Land, HAUBNER

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                        • Hey
                          Erfahrener Benutzer
                          • 28.07.2024
                          • 154

                          #13
                          Hallo Erny-Schmidt,

                          offenbar gab es im Amt Sittichenbach, die einige Amtleute gestellt haben, etwa:
                          Johann Friedrich Kost (nach Wikipedia): https://de.wikipedia.org/wiki/Kost_(Familienname)
                          Oder Z.B. Johann Caspar Kost (wie der Taufpate): https://gedbas.genealogy.net/person/show/1021294465

                          Das spricht ebenfalls für Sittichenbach.

                          Viele Grüße,

                          hey

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