Familie von Sieden aus Moorburg

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  • Christian Koch
    Benutzer
    • 24.01.2023
    • 32

    #16
    Hallo Sammy,

    gute Idee mit dem Gevatter.

    Danke und Tschüss

    Christian

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    • sammy
      Erfahrener Benutzer
      • 01.02.2010
      • 187

      #17
      Hallo Christian,

      Sophia Augusta ist am 26.6.1722 geboren. Sie war also erst 15 Jahre, als sie geheiratet hat.
      Ihr Vater Hans Joachim von Sieden wurde am 6.9.1688 in Grebbin geboren. Der Vater war Wilhelm von Sieden - auch Müllermeister - der dort am 8.3.1733 gestorben ist.
      Was wir vergessen haben ist die damalige Leibeigenschaft. Ein Kind, besonders unehelich, war sofort Leibeigener. Ich denke mal, dass ein junger Mann- möglicherweise auf der Walz - bestimmt kein Geld hatte, um eine Frau mit Kind abzukaufen.
      Wahrscheinlich wird man nicht näher an die Daten kommen.
      Trotzdem wünsche ich weiterhin viel Erfolg
      Liebe Grüßße
      Sammy

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      • Pauli s ucht
        Erfahrener Benutzer
        • 13.04.2011
        • 1482

        #18
        Moin,
        ich würde in jedem Fall die Taufpaten mit einbeziehen, denn das war schon oft das fehlende Puzzleteil.
        Allerdings würde ich nicht beim Taufpaten des Peter Heinrich ansetzen.
        Versuch es doch mal bei den Kindern des P.H. und den Kindern der möglichen Geschwister.
        Dazu müßte man jetzt erstmal alle Geschwister, deren Ehen und möglichen Kinder finden und verfolgen (auch die Damen nicht vergessen!).
        Ggf. taucht P.H. als Pate bei seinen "Neffen/Nichten" auf oder umgekehrt sind die Geschwister Pate bei P.H. Kindern.
        "So könnte der Knoten gelöst werden"

        Viel Erfolg
        Pauli
        Suche nach:
        HARMS Anna Maria eventuell in Knesebeck nach 1733
        MÖLLENBECK Joh Heinr Paul Geburt err Mai 1733 um Klötze

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        • Christian Koch
          Benutzer
          • 24.01.2023
          • 32

          #19
          Gute Idee - ich mach mich auf die Suche.Paralle hab mich mal bei einem Ost-/Westpreussen Forum nach den Wanderbewegngen von Ost nach West im 17. Jahrhundert angefragt

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          • Christian Koch
            Benutzer
            • 24.01.2023
            • 32

            #20
            Jetzt bin auch ich mal fündig geworden, -> die Müllergeschlechter Mecklenburg Lauenburg http://ahnenforschung-herzogtum-laue...eller2_L-Z.htm

            Da sind die von Sieden als Müllergeschlecht haarklein aufgelistet.

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            • Christian Koch
              Benutzer
              • 24.01.2023
              • 32

              #21
              Jetzt stellt sich für mich die Frage, wie kommt Hanß Jochim von Sieden nach Moorburg, vermutlich tatsächlich, beruflich. Mal sehen was für Mühlenbesitzer es Anfang des 18. Jahrhunderts in Moorburg gab.

              Danke noch mal in die Runde für die Hilfe

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              • Christian Koch
                Benutzer
                • 24.01.2023
                • 32

                #22
                Ich werde wahrscheinlich nur mit einem Ausschlussverfahren weiterkommen. Welche von Sieden nebst gängiger Namensvarianten wie :

                - von Siden
                - von Siethen
                - von Sythen

                sind vor/um Jahrhundertwende 1700 in Moorburg bzw. im Alten Land nachweisbar ? Sollte kein Namensverwandter nachzuweisen sein, wäre die Herkunft des Vaters von Peter Hinrich von Sieden geklärt, somit in der Tat die Region Lauenburg/ Boitzenburg.



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                • Christian Koch
                  Benutzer
                  • 24.01.2023
                  • 32

                  #23
                  Im Altländer Archiv, York, taucht der Name von Sieden gar nicht auf. Die Geschichtwerkstatt Süderelbe konnte auch nicht helfen.

                  Kommentar

                  • Christian Koch
                    Benutzer
                    • 24.01.2023
                    • 32

                    #24
                    Tja, das Archiv Steinkirchen/Lühe kennt die Familie auch nicht. Wenn jetzt weitere Altländer-Kirchenbücher nicht weiterhelfen, dann stammt der Vater des Moorburger von Sieden wohl aus Boitzenburg. Ausschlussverfahren ist immer was feines.

                    Kommentar

                    • Christian Koch
                      Benutzer
                      • 24.01.2023
                      • 32

                      #25
                      Nachdem die lokalen Archive nicht weiterhelfen konnten, hab ich eine befreundete Genealogin mal nach Ihrer Meinung gefragt. Sie hat die Datensätze der Müllergeschlechter angeguckt und mit Kirchenbucheintragungen abgeglichen. Es sieht auch Ihrer Meinung nach so aus, dass der Boitzenburger Müller Hanß Jochim von Sieden der Vater des Moorburgr Peter Hinrich von Sieden ist.


                      Jetzt stellt sich nur noch die Frage was macht ein 30jähriger Müller aus Boitzenburg in Moorburg (?), auf der Walz, wohl kaum ?.


                      a)
                      Also rein zeitlich ist das ziemlich eng, die Gesellen sind mit so 14 Jahren in den Betrieb des Lehrherren gegangen, haben in der Regel mind. 4 Jahre gelernt und sind dann für mind. 3 Jahre und 1 Tag auf die Walz, d.h. 14 + 4 + 4 = 22. Da ist in jedem fall ein Loch von einigen Jahren, was mit Leben, Daten zu füllen ist, nur wie, das ist jetzt meine Aufgabe



                      b)
                      Ich geh mal davon aus, dass Hanß Jochim von Sieden seinen Sohn als leiblich anerkannt hat, weill die Mutter im Kindbett starb. Der Gevatter hiess Peter Fingke, der Sohn wurde Peter Hinrich getauft, dann liegt es ja nahe, dass die Verblichene eine Fingke war, oder ?



                      Wie kriegt man a) und b) zusammen ? Das ist in jedem Fall eine Hürde, so ne Art Doppel-Oxer, schwer zu überwinden


                      Der erste Haken ist schon mal gemacht


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                      • nhmeyer
                        Neuer Benutzer
                        • 26.08.2025
                        • 2

                        #26
                        Nach den Arbeitsheften zur Denkmalpflege in Hamburg Nr 13 gab es erst 1774 die erste Kornmühle in Moorburg, es wurde ein Korngang in eine bestehende Entwässerungsmühle eingebaut. Der erste Pächter der Mühle hieß Rabe. 1786 wurde die Mühle an Nicolaus Peter Schwarz verkauft. Vor dieser Zeit hatte jeder größere Hof seine eigene Mühle. Bleiben also 49 Höfner als mögliche Arbeitgeber.
                        Die Familie von Sieden besaß in Moorburg über Generationen eine große Reepschlägerei die nach der Sturmflut von 1962 nach Neu Wulmstorf ausgesiedelt wurde. Nach der o.g. Quelle gab es im 18 Jahrhundert bereits mehrere Reepschläger. Vielleicht kann man über die Handwerkskammer bzw. Gewerbekammer mehr rausfinden
                        Zuletzt geändert von nhmeyer; 27.08.2025, 12:48.

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                        • Christian Koch
                          Benutzer
                          • 24.01.2023
                          • 32

                          #27
                          Hallo und vielen Dank hierfür.

                          Auf der einen Seite hat diese Auskunft Gesicht, auf der Anderen vereinfacht sie die Suche nach einem entsprechenden Mühlenbetrieb nicht unbedingt. Das in diesem Zusammenhang noch ein Gevatter Heinrich Finke, Taufpate des uneheliche Peter Heinrich von Sieden zu finden wäre, vereinfacht die Sache nicht unbedingt. Evtl. wäre das der Hinweis auf eine (verblichene) Mutter

                          a) Ich wusste, dass die von Sieden über jahre hin Reepschläger waren, aber bereits im 18. Jahrhundert auch, dass ist interessant

                          b) gibt es ein Verzeichnis der Höfner um 1700 ?

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                          • nhmeyer
                            Neuer Benutzer
                            • 26.08.2025
                            • 2

                            #28
                            Aus Alfred Aust: Rund um die Moorburg; Moorburg 1930



                            Verzeichnis der Moorburger Grundbesitzer mit Wertangabe ihrer Höfe 1713
                            1. Jochim Wriede 2760 Mark Kur.
                            2. Peter Kranz (2 Höfe) 5880 Mark Kur.
                            3. Claus Boyen 2760 Mark Kur.
                            4. Jochim Boyen 3000 Mark Kur.
                            5. Hans Harms 2340 Mark Kur.
                            6. Claus Boje 3180 Mark Kur.
                            7. Hans Rüter 4200 Mark Kur.
                            8. Claus Stölcken 3360 Mark Kur.
                            9. Harburger Hof 7,5 Morgen, ist verheuret1 4500 Mark Kur.
                            10. Hans Külper 1920 Mark Kur.
                            11. Hans Flüggen 3840 Mark Kur.
                            12. Joh. Brandt 3600 Mark Kur.
                            13. Hein. Schwartau 1680 Mark Kur.
                            14. Paul Reimers 4800 Mark Kur.
                            15. Cordt Detgens 1680 Mark Kur.
                            16. Pastoren Land, 10 Morgen 4800 Mark Kur.
                            17. Cämmerey, verheuret an Stoltz, 50 Morgen 51000 Mark Kur.
                            18. Johann Harms, Landvogt, 10,5 Morgen 5100 Mark Kur.
                            19. Jochim Harms 2880 Mark Kur.
                            20. Heinr. Stadtler 10080 Mark Kur.
                            21. Joh. Reimers 7920 Mark Kur.
                            22. Joh. Harms 2700 Mark Kur.
                            23. Joh. Feltmann 1980 Mark Kur.
                            24. Wilh. Harms 3060 Mark Kur.
                            25. Heinr. Reimers 5400 Mark Kur.
                            26. Schmits Hof, verheuret 19 Morgen 17000 Mark Kur.
                            27. Hans Eggers 5040 Mark Kur.
                            28. Claus Schwartau 4200 Mark Kur.
                            29. Henning Flügge 4800 Mark Kur.
                            30. Hans Vorieß, 23 Morgen 10320 Mark Kur.
                            31. Heinrich Dierks 1440 Mark Kur.
                            32. Lorenz Harms 3180 Mark Kur.
                            33. Hans Schwartau 2100 Mark Kur.
                            34. Claus Nehus 1500 Mark Kur.
                            35. Joh. Dierk Flügge 1500 Mark Kur.
                            36. Jochim Renck 1500 Mark Kur.
                            37. Jochim Jaar 5040 Mark Kur.
                            38. Becke Nibben 3600 Mark Kur.
                            39. Stölcken Hoff, 21 Morgen, ist verheuret 15120 Mark Kur.
                            40. Joch. Diercks, 17 Morgen 8040 Mark Kur.
                            41. Claus Stölcken 1680 Mark Kur.
                            42. Peter Harms 4320 Mark Kur.
                            43. Siemon Volmers 4320 Mark Kur.
                            44. Lorenz Harms 2040 Mark Kur.
                            In Glinstert 7 Morgen 2520 Mark Kur.
                            45. Domherren Land, 16 Morgem, ist verheuret 8000 Mark Kur.
                            1) verheuret, verhuret = verpachtet. Der Marschmorgen hatte etwa die vierfache Größe des Kahlenberger gewöhnlichen Morgen und betrug 96,58 a (1 ha = 100 a = 10000 qm).

                            Diese Liste wurde aufgestellt, um eine Umlage von 7763 Mark Kur. zu erheben, die Moorburg zu der an den russischen General Fürst Menzikoff zu zahlende Satisfaktionssumme von 200 000 Mark Kur. zu entrichten gezwungen war. Moorburgs Kapital in Grundbesitz wurde danach auf insgesamt 250 480 Mark Kur. eingeschätzt.



                            Gruß aus Moorburg
                            Harald Meyer

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                            • Christian Koch
                              Benutzer
                              • 24.01.2023
                              • 32

                              #29
                              Hallo Herr Meyer,

                              vielen Dank dafür und Ihre Hilfe.

                              Tja, ein Höfner Finke ist nicht dabei. Ich hatte im web 'Rund um Moorburg von 1930' schon mal angelesen. Mir ist der der Name Finke nirgends aufgefallen

                              Ich muss den Kirchbucheintrag zur Taufe des unehelichen Peter Heinrich von Sieden 1712 nochmal genauer betrachten......

                              ------

                              Die Handwerkskammer hab ich schon mal angeschrieben, Schaun' mer mal.

                              Kommentar

                              • Christian Koch
                                Benutzer
                                • 24.01.2023
                                • 32

                                #30
                                Ich glaub, ich bin mit dem Taufpaten Heinrich Finke auf dem Holzweg und meiner Annahme, dass er ein Bluts-Verwandter von Peter Heinrich von Sieden war. Nach nochmaliger Durchsicht des Taufeintrages, taucht kein weiterer Taufpate als Heinrich Finke auf. In den entsprehenden Namensregistern hat ein Hanss Finke, drei Kinder taufen lassen, aber keinen Heinrich.

                                Es ist schon obskur, dass Hanss Jochim seinen Sohn Peter Heinrich 1712 hat taufen lassen und sich danach auf den Weg zurück nach Lauenburg gemacht hat um 1716 dort zu
                                heiraten.

                                Wenn so eine Situation seinerzeit nicht unüblich war, stellt sich die Frage, was geschah üblichwerweise mit dem zurückgelassenen 'Rotzlöffel' ? Nach Definition des Gevatter's war er dafür verantwortlich dem Kind eine christliche Erziehung angedeihen zu lassen, dass mag ja üblicherweise wohl nur in einer Familie möglich gewesen zu sein.

                                Hamburger Adressbücher mit Finke in Moorburg von 1700 wird's wohl nicht geben ?

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