Ausgefallene und außer Gebrauch gekommene Vornamen

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  • consanguineus
    Erfahrener Benutzer
    • 15.05.2018
    • 7652

    #2146
    Zitat von Scriptoria
    Ramborg ist die schwedische Variante von Ragnborg
    Hallo Scriptoria,

    offenbar nicht nur die schwedische Variante. Mich würde mal interessieren, ob es außer meinen drei Ramborgs damals noch weitere in Deutschland gegeben hat.

    Viele Grüße
    consanguineus
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    • Scriptoria
      Erfahrener Benutzer
      • 16.11.2017
      • 3306

      #2147
      Hallo consanguineus,

      schwedisch klingt zunächst abwegig, aber es gibt einen Zusammenhang.
      Das Niederdeutsche und das Schwedische gehören zu den germanischen Sprachen. Auch die Namenbildung ist ähnlich. Deine Beispiele stammen aus einer Zeit, in der die Sprachgrenzen fließender waren als heute. Niederdeutsch war zudem die Handelssprache der Hanse, es gab einen regen Austausch. Sprachen Deine Ramborgs niederdeutsch?

      Grüße
      Scriptoria

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      • fps
        Erfahrener Benutzer
        • 07.01.2010
        • 2393

        #2148
        Zitat von consanguineus
        Gute Frage! Ist aber trotz des martialischen Klanges tatsächlich ein weiblicher Vorname.
        Das hatte ich schon vermutet. Ähnliche Namensformen gibt es ja mit Walburg, Ingeburg/Ingeborg, Edelburg, Friedburg .....
        Die "-borg"-Endung ist dabei wohl die "nordischere".
        Gruß, fps
        Fahndung nach: Riphan, Rheinland (vor 1700); Scheer / Schier, Rheinland (vor 1750); Bartolain / Bertulin, Nickoleit (und Schreibvarianten), Kammerowski / Kamerowski, Atrott /Atroth, Obrikat - alle Ostpreußen, Region Gumbinnen

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        • consanguineus
          Erfahrener Benutzer
          • 15.05.2018
          • 7652

          #2149
          Zitat von Scriptoria
          prachen Deine Ramborgs niederdeutsch?

          Hallo Scriptoria,

          diese Frage kann ich Dir leider nicht sicher beantworten, da ich aufgrund der späten Geburt nie das Vergnügen hatte, mit den drei Ramborgs plaudern zu dürfen. Aber doch, sie werden vermutlich sogar nichts anderes als Niederdeutsch ("Ostfälisches Platt" in diesem Falle) gesprochen haben. So wie bis etwa 1900 jeder hier auf dem Dorfe.

          Viele Grüße
          consanguineus
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          • Scriptoria
            Erfahrener Benutzer
            • 16.11.2017
            • 3306

            #2150
            Die Endung -borg ist niederdeutsch und entspricht der Endung -burg.
            Der Name Ramborg kam in dieser Form wohl auch auf heute deutschem Gebiet vor, ohne dass er aus Schweden übernommen wurde. Die Bedeutungen dürften die gleichen sein, es handelt sich um einen germanischen Vornamen. Es gibt nur im Moment im Netz noch keinen Eintrag auf Deutsch, der ihn erklärt.
            Zuletzt geändert von Scriptoria; 28.01.2024, 13:36.

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            • Scriptoria
              Erfahrener Benutzer
              • 16.11.2017
              • 3306

              #2151
              In der Variante Remborg tritt der Name in Zusammenhang mit Braunschweiger Patriziergeschlechtern im 15. und 16. Jahrhundert auf.

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              • consanguineus
                Erfahrener Benutzer
                • 15.05.2018
                • 7652

                #2152
                Zitat von Scriptoria
                In der Variante Remborg tritt der Name in Zusammenhang mit Braunschweiger Patriziergeschlechtern im 15. und 16. Jahrhundert auf.
                Das ist sehr interessant, würde es doch das (wenngleich seltene) Vorkommen dieses Vornamen in der Spitzenschicht der wolfenbüttelischen Bauern erklären, die mitunter Mitglieder des Braunschweiger Patriziats zu Paten gemacht haben. Diese waren häufig ihre Meier- oder Lehnsherren. Hast Du im Kopf, um welche Patrizierfamilien es geht? Würde mich nicht überraschen, wenn die Pawel oder die Kalm dabei wären.
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                • Scriptoria
                  Erfahrener Benutzer
                  • 16.11.2017
                  • 3306

                  #2153
                  Zitat von consanguineus
                  Hast Du im Kopf, um welche Patrizierfamilien es geht? Würde mich nicht überraschen, wenn die Pawel oder die Kalm dabei wären.
                  Hier sind die Links zu den Namen, die ich gefunden habe. Unter dem Stichwort "Remborg" wirst du bei google sicher noch etwas finden.

                  Remborg von Kalm https://gedbas.genealogy.net/search/...t=55250&max=50

                  Remborg von Damm



                  Remborg v. Peine oo Jost Wittekop


                  Remborg von Huddessem



                  Remborg von Lesse
                  Zuletzt geändert von Scriptoria; 28.01.2024, 14:57.

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                  • Scriptoria
                    Erfahrener Benutzer
                    • 16.11.2017
                    • 3306

                    #2154
                    Noch ein Eintrag aus der "Zeitschrift des Harzvereins für Geschichte und Alterthumskunde".
                    Remborg, Tochter eines Henning I.
                    Zuletzt geändert von Scriptoria; 28.01.2024, 14:57.

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                    • consanguineus
                      Erfahrener Benutzer
                      • 15.05.2018
                      • 7652

                      #2155
                      Vielen herzlichen Dank, Scriptoria!
                      Daten sortiert, formatiert und gespeichert!

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                      • Ralf-I-vonderMark
                        Super-Moderator

                        • 02.01.2015
                        • 3328

                        #2156
                        Hallo zusammen,

                        relativ selten und ungewöhnlich ist der Vorname Wulbrand, welcher in der Indexierung von MyHeritage nur 4-mal aufgeführt ist. Am +01.07.1901 stirbt z.B. in Usseln die Tochter eines Arnd Wilhelm Wulbrand Klocke.
                        vgl. https://www.landesarchiv-nrw.de/data...2895_00035.jpg

                        Wulbrand ist eine Variante des ebenfalls seltenen Vornamens Wilbrand, welcher auch nur 9-mal in der Indexierung aufgeführt ist.

                        Der Vorname Wilbrand findet sich in verschiedenen Schreibweisen, darunter Wilbrand, Willibrand, Wil(d)brand oder Wilbrand(t).

                        Die Vornamen Wilbrand oder Wulbrand leiten sich aus dem althochdeutschen oder altsächsischen willio = Wille, Verlangen, Wunsch und brand = Brand, flammendes Schwert und bedeutet „Schwertwunde“.
                        vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Wilbrand_(Name)

                        Viele Grüße
                        Ralf

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                        • consanguineus
                          Erfahrener Benutzer
                          • 15.05.2018
                          • 7652

                          #2157
                          Hallo Ralf,

                          in Niedersachsen war der Name gar nicht einmal sooo selten. Zumindest nicht beim Calenbergischen Adel.

                          Viele Grüße
                          consanguineus
                          Daten sortiert, formatiert und gespeichert!

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                          • consanguineus
                            Erfahrener Benutzer
                            • 15.05.2018
                            • 7652

                            #2158
                            Hallo zusammen!

                            Nun werfe ich den wirklich grandiosen Namen IDEA in den Raum. Sie wurde 1673 in Wolfenbüttel geboren, aber es gab natürlich eine gleichnamige Patin. Einmalig ist der Name also nicht...

                            Viele Grüße
                            consanguineus
                            Daten sortiert, formatiert und gespeichert!

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                            • Friedrich
                              Moderator

                              • 02.12.2007
                              • 11596

                              #2159
                              Moin consanguineus,


                              frei nach dem berühmten Murphy: Wenn es unter tausenden Vornamen einen völlig seltenen und merkwürdigen gibt, so wird man auch immer einen Namensträger finden, der diesen Namen an seine Patenkinder weitergibt.


                              Friedrich
                              "Bärgaf gait lichte, bärgop gait richte."
                              (Friedrich Wilhelm Grimme, Sauerländer Mundartdichter)

                              Kommentar

                              • benangel
                                Erfahrener Benutzer
                                • 09.08.2018
                                • 4820

                                #2160
                                Hallo,

                                gerade auf Grund einer aktuellen Anfrage gefunden: Christina Crafftalena Maria Loißa in Winterburg, Rheinland.


                                Die Suche betrifft das Jahr oder den Zeitraum: 1676 Genaue Orts-/Gebietseingrenzung: Winterburg Hunsrück Rhld.-Pfalz Konfession der gesuchten Person(en): ev. Bisher selbst durchgeführte Internet-Recherche (Datenbanken): Zur Antwortfindung bereits genutzte Anlaufstellen (Ämter, Archive): Hallo Mitforscher, hat jemand
                                Gruß
                                Bernd

                                Kommentar

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