Ausgefallene und außer Gebrauch gekommene Vornamen

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  • consanguineus
    Erfahrener Benutzer
    • 15.05.2018
    • 7079

    Zitat von Scriptoria Beitrag anzeigen
    Ramborg ist die schwedische Variante von Ragnborg
    Hallo Scriptoria,

    offenbar nicht nur die schwedische Variante. Mich würde mal interessieren, ob es außer meinen drei Ramborgs damals noch weitere in Deutschland gegeben hat.

    Viele Grüße
    consanguineus
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    • Scriptoria
      Erfahrener Benutzer
      • 16.11.2017
      • 3080

      Hallo consanguineus,

      schwedisch klingt zunächst abwegig, aber es gibt einen Zusammenhang.
      Das Niederdeutsche und das Schwedische gehören zu den germanischen Sprachen. Auch die Namenbildung ist ähnlich. Deine Beispiele stammen aus einer Zeit, in der die Sprachgrenzen fließender waren als heute. Niederdeutsch war zudem die Handelssprache der Hanse, es gab einen regen Austausch. Sprachen Deine Ramborgs niederdeutsch?

      Grüße
      Scriptoria

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      • fps
        Erfahrener Benutzer
        • 07.01.2010
        • 2316

        Zitat von consanguineus Beitrag anzeigen
        Gute Frage! Ist aber trotz des martialischen Klanges tatsächlich ein weiblicher Vorname.
        Das hatte ich schon vermutet. Ähnliche Namensformen gibt es ja mit Walburg, Ingeburg/Ingeborg, Edelburg, Friedburg .....
        Die "-borg"-Endung ist dabei wohl die "nordischere".
        Gruß, fps
        Fahndung nach: Riphan, Rheinland (vor 1700); Scheer / Schier, Rheinland (vor 1750); Bartolain / Bertulin, Nickoleit (und Schreibvarianten), Kammerowski / Kamerowski, Atrott /Atroth, Obrikat - alle Ostpreußen, Region Gumbinnen

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        • consanguineus
          Erfahrener Benutzer
          • 15.05.2018
          • 7079

          Zitat von Scriptoria Beitrag anzeigen
          prachen Deine Ramborgs niederdeutsch?

          Hallo Scriptoria,

          diese Frage kann ich Dir leider nicht sicher beantworten, da ich aufgrund der späten Geburt nie das Vergnügen hatte, mit den drei Ramborgs plaudern zu dürfen. Aber doch, sie werden vermutlich sogar nichts anderes als Niederdeutsch ("Ostfälisches Platt" in diesem Falle) gesprochen haben. So wie bis etwa 1900 jeder hier auf dem Dorfe.

          Viele Grüße
          consanguineus
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          • Scriptoria
            Erfahrener Benutzer
            • 16.11.2017
            • 3080

            Die Endung -borg ist niederdeutsch und entspricht der Endung -burg.
            Der Name Ramborg kam in dieser Form wohl auch auf heute deutschem Gebiet vor, ohne dass er aus Schweden übernommen wurde. Die Bedeutungen dürften die gleichen sein, es handelt sich um einen germanischen Vornamen. Es gibt nur im Moment im Netz noch keinen Eintrag auf Deutsch, der ihn erklärt.
            Zuletzt geändert von Scriptoria; 28.01.2024, 13:36.

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            • Scriptoria
              Erfahrener Benutzer
              • 16.11.2017
              • 3080

              In der Variante Remborg tritt der Name in Zusammenhang mit Braunschweiger Patriziergeschlechtern im 15. und 16. Jahrhundert auf.

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              • consanguineus
                Erfahrener Benutzer
                • 15.05.2018
                • 7079

                Zitat von Scriptoria Beitrag anzeigen
                In der Variante Remborg tritt der Name in Zusammenhang mit Braunschweiger Patriziergeschlechtern im 15. und 16. Jahrhundert auf.
                Das ist sehr interessant, würde es doch das (wenngleich seltene) Vorkommen dieses Vornamen in der Spitzenschicht der wolfenbüttelischen Bauern erklären, die mitunter Mitglieder des Braunschweiger Patriziats zu Paten gemacht haben. Diese waren häufig ihre Meier- oder Lehnsherren. Hast Du im Kopf, um welche Patrizierfamilien es geht? Würde mich nicht überraschen, wenn die Pawel oder die Kalm dabei wären.
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                • Scriptoria
                  Erfahrener Benutzer
                  • 16.11.2017
                  • 3080

                  Noch ein Eintrag aus der "Zeitschrift des Harzvereins für Geschichte und Alterthumskunde".
                  Remborg, Tochter eines Henning I.
                  Zuletzt geändert von Scriptoria; 28.01.2024, 14:57.

                  Kommentar

                  • consanguineus
                    Erfahrener Benutzer
                    • 15.05.2018
                    • 7079

                    Vielen herzlichen Dank, Scriptoria!
                    Daten sortiert, formatiert und gespeichert!

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                    • Ralf-I-vonderMark
                      Super-Moderator
                      • 02.01.2015
                      • 3051

                      Hallo zusammen,

                      relativ selten und ungewöhnlich ist der Vorname Wulbrand, welcher in der Indexierung von MyHeritage nur 4-mal aufgeführt ist. Am +01.07.1901 stirbt z.B. in Usseln die Tochter eines Arnd Wilhelm Wulbrand Klocke.
                      vgl. https://www.landesarchiv-nrw.de/data...2895_00035.jpg

                      Wulbrand ist eine Variante des ebenfalls seltenen Vornamens Wilbrand, welcher auch nur 9-mal in der Indexierung aufgeführt ist.

                      Der Vorname Wilbrand findet sich in verschiedenen Schreibweisen, darunter Wilbrand, Willibrand, Wil(d)brand oder Wilbrand(t).

                      Die Vornamen Wilbrand oder Wulbrand leiten sich aus dem althochdeutschen oder altsächsischen willio = Wille, Verlangen, Wunsch und brand = Brand, flammendes Schwert und bedeutet „Schwertwunde“.
                      vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Wilbrand_(Name)

                      Viele Grüße
                      Ralf

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                      • consanguineus
                        Erfahrener Benutzer
                        • 15.05.2018
                        • 7079

                        Hallo Ralf,

                        in Niedersachsen war der Name gar nicht einmal sooo selten. Zumindest nicht beim Calenbergischen Adel.

                        Viele Grüße
                        consanguineus
                        Daten sortiert, formatiert und gespeichert!

                        Kommentar

                        • consanguineus
                          Erfahrener Benutzer
                          • 15.05.2018
                          • 7079

                          Hallo zusammen!

                          Nun werfe ich den wirklich grandiosen Namen IDEA in den Raum. Sie wurde 1673 in Wolfenbüttel geboren, aber es gab natürlich eine gleichnamige Patin. Einmalig ist der Name also nicht...

                          Viele Grüße
                          consanguineus
                          Daten sortiert, formatiert und gespeichert!

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                          • Friedrich
                            Moderator
                            • 02.12.2007
                            • 11501

                            Moin consanguineus,


                            frei nach dem berühmten Murphy: Wenn es unter tausenden Vornamen einen völlig seltenen und merkwürdigen gibt, so wird man auch immer einen Namensträger finden, der diesen Namen an seine Patenkinder weitergibt.


                            Friedrich
                            "Bärgaf gait lichte, bärgop gait richte."
                            (Friedrich Wilhelm Grimme, Sauerländer Mundartdichter)

                            Kommentar

                            • benangel
                              Erfahrener Benutzer
                              • 09.08.2018
                              • 4647

                              Hallo,

                              gerade auf Grund einer aktuellen Anfrage gefunden: Christina Crafftalena Maria Loißa in Winterburg, Rheinland.


                              Die Suche betrifft das Jahr oder den Zeitraum: 1676 Genaue Orts-/Gebietseingrenzung: Winterburg Hunsrück Rhld.-Pfalz Konfession der gesuchten Person(en): ev. Bisher selbst durchgeführte Internet-Recherche (Datenbanken): Zur Antwortfindung bereits genutzte Anlaufstellen (Ämter, Archive): Hallo Mitforscher, hat jemand
                              Gruß
                              Bernd

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