Essen und Trinken
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"Bärgaf gait lichte, bärgop gait richte."(Friedrich Wilhelm Grimme, Sauerländer Mundartdichter) -


Moin Friedrich,
hättest du mir das nicht vor 2 Stunden sagen können ?
Aber fleischlos
Gibt es bei mir als echte Thüringerin und Erfurter "Puffbohne" auf keinen Fall. Außerdem fall ich selbst schon bald vom Fleisch.
Wie du siehst: leider, leider können wir zwei nicht zusammenkommen, du fleischlos, ich fleisch.Viele Grüße, Oma
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Hallo,
die ältesten Kochbücher stammen bereits aus dem 14. Jh.
Kochen war Sache der Frauen, Fleisch zerschneiden (tranchieren) galt dagegen als eine Kunst, die auch erlernt werden musste und war Aufgabe der Männer.
Essen mit Besteck hat sich in Europa erst im 19. Jh. durchgesetzt. Vorher zerteilte man Speisen mit einem Messer und aß mit einem Löffel.
Und hier das Kochbuch des Balthasar Staindl aus dem Jahre 1596.
Viel Spaß beim Nachkochen
.
Hina"Der Mensch kennt sich selbst nicht genügend, wenn er nichts von seiner Vergangenheit weiß." Karl HörmannKommentar
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Hallo zusammen,
da gebe ich Aida recht. Ich bin mir ziemlich sicher, daß auch in Westfalen Pferdefleisch gegessen wurde.
Meine Vorfahren in Köln haben bestimmt Lachs gegessen.
Hört sich gut an, oder? Aber Lachse gab es in früheren Zeiten wohl in großen Mengen im Rhein und waren daher ein "normales" Essen auch für die einfacheren Leute.
Gruß
merleKommentar
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Hallo,
Habe eben das digitale "Vollständiges rheinisches Kochbuch" angeschaut
und bin verblüfft. Französische und italienische, östreichische Einschläge.
Das muss ja irgendwann weitgehend verloren gegangen sein, ist jedenfalls
meine Erfahrung. Erst mit den "Gastarbeitern" und den Reisen ins Ausland
wurde die Küche exotischer. Meine frühe Erfahrung mit "fremdländischer"
Küche war der Besuch des Jugoslaven in Bonn in den frühen 60er Jahren.
Gurman Muckalica und Racnici (beides sicher komplett falsch geschrieben)
Knoblauch, Paprika und Reis waren bis dahin nicht Bestandteil meiner
Ernährung gewesen. Wie war das bei Euch ?
Gruß
BrigitteLiebe Grüße
BrigitteKommentar
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Moin zusammen,
wo wir schon beim Tranchieren sind:
Da sieht eine Köchin, wie ihr Chef im Fernsehen in seiner Eigenschaft als berühmter Chirurg tätig ist, und meint: "So herrliche Sachen kann er mit seinen Händen vollbringen, aber nur Gott und ich wissen, wie er einen Braten tranchiert..."
Friedrich"Bärgaf gait lichte, bärgop gait richte."(Friedrich Wilhelm Grimme, Sauerländer Mundartdichter)Kommentar
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Was gabs zum Mittag
Hallo
Ich kenne aus Mutters Küche nur Salz und Pfeffer.
Mittags gabs bei uns "durcheinandergekochtes"
das passte auch in den Henkelmann den mein Vater mit zur Arbeit nahm. Solch exotische Sachen wie Paprika, Knoblauch und Kivies lernt ich erst später kennen.
Pferdefleisch wurde aber am Niederrhein für den Sauerbraten verwendet, da es eigene Rosschlächterreien gab.
anikaAhnenforschung bildetKommentar
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Hallo meine lieben Ahnenforscher !
Auch bei mir gab es am Samstag zu mittag gefüllte Paprika. Sie schmeckten uns sehr gut und wir essen viel zu viel. Aber na ja!
Bei meinen Ahnen, die aus Jugoslavien stammen war der Paprika schon seit mindestens 1870 bekannt und auch in den Gärten angesetzt. Meine Oma erzälte mir wie ihre Großmutter das Essen immer in den Weingarten zur Weinlese mitnam.Natürlich spielte das Klima (Panonische Tiefebene )eine Rolle, das der Paprika so gut wuchs. Es wurde auch Kraut gehachelt und in die Paprika eingefüllt und eingesäuert. dann hatte mann im Winter eine Beilage so wie saure Gurken. Auch noch eine Speise ist mir bekannt von meinen Ahnen: "Sarma" das sind eingesäuerte Krautheupel,die Blätter werden abgelöst mit einem Gemisch aus Faschiertem einer Banater Wurst und einem Stück Selchspek ( Alles durch den Fleischwolf getrieben) gewürzt belegt und in etwas Suppe weichgekocht. dann mit Einbrenn eingedickt und mit Paprikapulver abgeschmekt. Das ist ein Gericht für der Herbst und Winter. In meiner Familie sind nur mein Bruder und ich "Donauschwabenkinder" und unsere Partner und mein Schweigersohn "Österreicher" aber Omas Sarma finden bei allen den besten Anklang. Meine Tante gab mit ihren Freundinen ein Kochbuch mit Speisen aus der Heimat heraus. Das kann ich nur empfehlen, damit die alten Speisen nicht vergessen werden.
Liebe Grüße MariaLiebe Grüße aus Traun Maria
Suche alles über den Familiennahmen LehnerKommentar
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Moin Feinschmecker,
was ja heute wieder in Mode kommt, ist das Selbsteinmachen von Sauerkraut aus Weißkohl (bei uns Kappes oder Kaps genannt).
Wie sagt der Volksmund so schön: "Wer im Sommer Kappes klaut, hat im Winter Sauerkraut!"
Eine schweißtreibene Arbeit, wenn man das Ganze feststampfen muß. Bei den großen Mengen früher gab es da wohl Behälter, wo das Ganze mit den Füßen bewerkstelligt wurde. Das ist wie in dem Witz, wo Fritzchen, wie es früher halt üblich war, mit nackten Füßen zur Schule kommt. Jeden Tag sind die Füße schmutzig. Alles Ermahnen des Lehrers fruchtet nicht. Bis Fritzchen eines Tages - o Wunder - mit sauberein Füßen in der Schule erscheint. Fragt ihn der Lehrer: Hast du dir endlich mal die Füße gewaschen?" Sagt Fritzchen: "Nee, gestern haben wir Sauerkraut gestampft!"
Trotzdem guten Appetit auf Sauerkraut wünscht
Friedrich"Bärgaf gait lichte, bärgop gait richte."(Friedrich Wilhelm Grimme, Sauerländer Mundartdichter)Kommentar
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Moin Leute,
ich habe einmal einen Artikel gelesen, da hat ein Ahnenforscher ein Rezept in einem Kirchenbuch für einen Kuchen oder so entdeckt, Zutaten u.a. über 10 Eier, das lag aber daran, dass diese sehr klein waren damals.
Ich selbst besitze "nur" ein Fruchtbowlenrezept von meiner Uroma aus Preussen.
MfGBesucht doch mal meine Webseite: Ahnen aus Niedersachsen, Nordhessen, Westpreußen, Niederschlesien und Sachsen - www.genealogie-brandt.de
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Bei mir gab es heute ein altes Gericht....Linsensuppe mit Würstchen
Man kann das Leben nur rückwärts verstehen, leben muss man es vorwärts!
Suche nach FN:
Hoersch(e)ler (Köln-Junkersdorf, Götzenkirchen (heutiges Horrem))
Zimmermann (Köln-Bickendorf)
Truv(w)e (Köln-Bickendorf, evtl. Belgien, Frankreich)
Marx (Köln-Bickendorf und Wien)
Hol(t)z (Goetzenkirchen (heutiges Horrem))
Schmitz (Goetzenkirchen (heutiges Horrem))Kommentar
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Was gab es zu Mittag
Hallo
Da fällt mir ein das mein Opa (16 Geschwister) oft erzählte
das sie einen Küchentisch hatten auf dem man die Tischplatte umdrehen konnte.
Die eine Seite hatte sie Aussparungen wie die eines Tellers, zum Mittagessen wurde die Seite aufgelegt. Nach dem Essen wurde die Tischplatte nach draußen gebracht , abgeschrubbt und dann die glatte Seite nach oben gelegt.
Tisch decken und spühlen mal anders
anikaAhnenforschung bildetKommentar
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Hallo Anika,
meine Großmutter lebte vor Urzeiten ein paar Jahre auf einem Hof in Niederösterreich und erzählte mir genau das selbe. In den "großen Teller" kam Sauermilch. Alles, was sich auf dem Hof auf zwei Beinen bewegte, saß um den großen Tisch, warf abgebrochene Brotstücken da rein und löffelte es wieder raus. Das war das reguläre Alltagsessen für alle, ob Hofbesitzer oder Knecht.
Viele Grüße
Hina"Der Mensch kennt sich selbst nicht genügend, wenn er nichts von seiner Vergangenheit weiß." Karl HörmannKommentar
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Moin zusammen,
so ein Tisch war beim Abwasch praktisch: Abschrubben, rumdrehen, lufttrocknen lassen (die in den damaligen Küchen immer vorhandene trockene Feuerluft tat ihr übriges).
Dann war der Tisch durch das Räuchern gleich haltbarer gemacht. Gedruckt bei Holzwurms im Kochbuch auf Seite 1: Wie mache ich meine Nahrung länger haltbar?
Friedrich"Bärgaf gait lichte, bärgop gait richte."(Friedrich Wilhelm Grimme, Sauerländer Mundartdichter)Kommentar
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sehr lustig, und bestimmt auch praktisch für die damalige Zeit!Hallo
Da fällt mir ein das mein Opa (16 Geschwister) oft erzählte
das sie einen Küchentisch hatten auf dem man die Tischplatte umdrehen konnte.
Die eine Seite hatte sie Aussparungen wie die eines Tellers, zum Mittagessen wurde die Seite aufgelegt. Nach dem Essen wurde die Tischplatte nach draußen gebracht , abgeschrubbt und dann die glatte Seite nach oben gelegt.
Tisch decken und spühlen mal anders
anika
Habe ich noch nicht gehört so etwas....
Interessant^^
mfGBesucht doch mal meine Webseite: Ahnen aus Niedersachsen, Nordhessen, Westpreußen, Niederschlesien und Sachsen - www.genealogie-brandt.de
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