Latein - Titel eines Buches

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  • ofb-dühringshof
    Erfahrener Benutzer
    • 26.12.2015
    • 337

    [gelöst] Latein - Titel eines Buches

    Quelle bzw. Art des Textes: Buchtitel
    Jahr, aus dem der Text stammt: 1672
    Ort/Gegend der Text-Herkunft: Sachsen-Anhalt
    Namen um die es sich handeln sollte:

    Hallo,

    E-Books on Demand hat aktuell ein Angebot für digitalisierte Bücher, siehe
    E-Books on Demand (EoD) können als Sonderangebot bis zum 10. Dezember 2023 aus 12 europäischen Bibliotheken bestellt werden.


    Nun habe ich eventuell einen meiner Vorfahren als Mitautor? gefunden, habe aber keine Ahnung, was er geschrieben hat, da in Latein. Der Titel des Buches lautet:

    Diaskepsis Physica, Qua Vanitas Pulveris Sympathetici, ut vulgo vocant, ostenditur, & Vis eius curandi vulnera naturalis reiicitur, Aliquot Disputationibus absolvenda. Disputatio Prima, Publicae Physicorum censurae exponenda a Praeside M. Theodoro Kirchmaiero, Facult. Philos. Adiunct. & Respondente Johanne Büngero, Calba-Saxone, Ad d. 15. Iun. MDCLXXII. ...

    Irgendwas mit Physik, erschienen 1672. Der Verfasser ist nicht der Gesuchte, sondern der Adjunct. Johanne Büngero (oder Johannes Bünger)



    Wer kann helfen?
    Vielen Dank und Grüße
    Silvia
    Familienforschung Voigt
    https://silviadiessner.de/


    Gesuche:
    Krs. Landsberg/Warthe: Bläsing Bölke Diekmann Frohloff Hanf Menge Meyer Pahl Voß
    Sa-Anhalt: Bauermeister Bettzüche Bohnenstein Brix Dähne Danker Eckart Gallas Hillens Höpner Hundt Kähne Karting Kiesewetter Kissauer Kutz Osterland Philipp Reinsdorf Schritte Schwager Schweitzer Stranz Weider Wirnicke Wüstener
    Sachsen: Pichel Weitsch
    Thüringen: Penner
    Überall: Bobbe Deter Hölzke Hortich Karstedt (Carstädt) Kind Lob Schley
  • jebaer
    Erfahrener Benutzer
    • 22.01.2022
    • 2075

    #2
    Blöderweise hab ich nicht die geringste Ahnung, was wohl ein Sympatheticus gewesen sein mag, denke aber, der Autor wollte hier ein wenig mit Alchimie und Quacksalberei aufräumen.
    So in etwa:

    Wissenschaftliche kritische Betrachtung, in der die Vergeblichkeit des sympathetischen Staubs, gemeinhin so genannt, aufgezeigt wird, & dessen Vermögen verbliebene natürliche Wunden zu heilen, weiters zu erfolgende Erörterungen. Erste Erörterung, der öffentlichen Beurteilung der Naturwissenschaftler ausgesetzt von Vorsteher M. Theodor Kirchmaier, ...


    LG Jens
    Zuletzt geändert von jebaer; 28.11.2023, 19:20.
    Am besde goar ned ersd ingnoriern!

    Kommentar

    • Zita
      Moderator
      • 08.12.2013
      • 6100

      #3
      Hallo,

      hier gibt es zum Pulver eine ganze Abhandlung: http://www.theatra.de/repertorium/ed000184.pdf

      S. 6 unten: Aufbauend auf alchemistisch-astrologischen Prinzipien des
      Paracelsus entwickelte Goclenius die Vorstellung, dass das Auftragen eines
      sympathetischen Pulvers (auch Waffensalbe genannt) auf eine Waffe, die eine Wunde verursacht hatte, die Wunde schließen könne.

      LG Zita

      Kommentar

      • jebaer
        Erfahrener Benutzer
        • 22.01.2022
        • 2075

        #4
        Danke für den Link, sehr erhellend über eine - zumindest in meinen Augen - dunkle Zeit!
        Sympatheticus ist also kein Nomen sondern Adjektiv, sollte wohl so etwas heißen wie mitleidend, miterlebend.


        LG Jens


        p.s.: #2 dementsprechend geändert.
        Zuletzt geändert von jebaer; 28.11.2023, 19:21.
        Am besde goar ned ersd ingnoriern!

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        • ofb-dühringshof
          Erfahrener Benutzer
          • 26.12.2015
          • 337

          #5
          Herzlichen Dank euch beiden.

          Das sind in der Tat "etwas" schräge Vorstellungen. Dabei darf man ja nicht vergessen, dass die Autoren gebildete Leute waren in ihrer Zeit.

          Gibt es für diesen Teil auch noch eine Übersetzung?

          Facult. Philos. Adiunct. & Respondente Johanne Büngero, Calba-Saxone, Ad d. 15. Iun. MDCLXXII. ...

          ...... Johanne Büngero (Johannes Bünger), Calbe-Sachsen, ... den 15. Juni 1672

          Mich würde gerade der Beruf oder die Stellung des Johannes Bünger interessieren. Welche Rolle spielte er in diesem Werk?

          LG
          Silvia
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          • Gastonian
            Moderator
            • 20.09.2021
            • 3424

            #6
            Hallo Silvia:


            Das Buch brauchts Du nicht zu kaufen; hier gibt es ein digitalisiertes Exemplar aus der Uni- und Landesbibliothek Halle: https://opendata2.uni-halle.de/handl...14412012/15725


            Dies ist das Protokoll einer mündlichen Disputation (Prüfung) an der medizinischen Fakultät der Uni Wittenberg, in dem der Adjunkt der Fakultät (also Lehrer) Theodor Kirchmaier (Theodorus Kirchmajerus) gewisse Fragen zu dem Thema "Pulver" stellt und der "Respondent" Johannes Bünger auf diese antwortet ("respondiert"). In dem oben verlinkten Exemplar der ULB Halle gibt es auf der Rückseite des Titelblattes eine Widmung, in dem sich Johannes Bünger bei allen Bürgermeistern, Räten, und Pfarrern von Calbe für die Unterstützung seiner Studient bedankt.


            VG


            --Carl-Henry
            Meine Ahnentafel: https://gw.geneanet.org/schwind1_w?iz=2&n=schwind1&oc=0&p=privat

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            • ofb-dühringshof
              Erfahrener Benutzer
              • 26.12.2015
              • 337

              #7
              Hallo Carl Henry,

              das ist genial!
              Also war dieser Johannes Bünger 1672 nachweislich Student an der Uni Wittenberg und hat als Dr. med abgeschlossen . Das hätte ich so schnell nicht rausgefunden.

              Ob dieser Bünger zu "meinen" Büngers gehört, bleibt zu erforschen. Aber die Chancen stehen gut, da Wittenberg damals offenbar die nächstgelegene Uni war. Zumindest haben dort viele Akener Bürgerssöhne studiert.

              LG
              Silvia
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              • ofb-dühringshof
                Erfahrener Benutzer
                • 26.12.2015
                • 337

                #8
                Es dürfte sich sehr wahrscheinlich um diesen Johannes Bünger handeln.

                Familienforschung Voigt
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                • ofb-dühringshof
                  Erfahrener Benutzer
                  • 26.12.2015
                  • 337

                  #9
                  Für interessierte Mitleser: die Matrikel sind seit Gründung der Uni 1502 vollständig erhalten und digitalisiert. Zu finden hier:

                  Inhouse-Digitalisierung. Universität Wittenberg: Wittenberger Matrikel. Wittenberg, 1502 - 1812


                  oder hier:

                  In den Universitätsmatrikeln sind alle Mitglieder der Universität – Lehrende, Studenten und weitere Universitätsangehörige, so ... mehr
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