Randnotiz eines Sterbeeintrages

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  • hotdiscomix
    Erfahrener Benutzer
    • 19.05.2008
    • 1013

    #1

    [gelöst] Randnotiz eines Sterbeeintrages

    Hallo in die Runde,

    heute habe ich ein Problem, das mir sehr am Herzen liegt. Leider ist die Vorlage, um die es geht, in einem sehr schlechten Zustand. Bisher konnte ich nur einzelne Wörter entziffern, weshalb ich meine bisherigen „Erkenntnisse“ hier noch nicht festgehalten habe.

    Zur Erläuterung: Es handelt sich um eine Randnotiz in einem Sterberegistereintrag des Standesamts aus dem Jahr 1879. Vor einigen Jahren hatte ich beim Standesamt eine Kopie dieses Eintrags angefordert; auf dieser war die Randnotiz abgedeckt – ich kannte sie also nicht. Nun habe ich von einem anderen Forscher ein Foto erhalten, auf dem diese Randnotiz sichtbar ist.

    Der Verstorbene wurde 1795 als uneheliches Kind geboren. Seine Mutter trug den Familiennamen Metzler, er selbst erhielt jedoch den Familiennamen Markweg. Seit Jahren suche ich nach einem möglichen Vater mit diesem Namen, konnte bislang jedoch keinerlei Hinweise finden.

    Inzwischen vermute ich aufgrund der paar Wörter, die ich lesen kann, dass der Name „Markweg“ möglicherweise gar nicht auf eine Person zurückgeht, sondern auf ein Ereignis – gewissermaßen ein „Fantasiefamilienname“.

    Vielen Dank im Voraus
    Steffen
    Angehängte Dateien
    ~*~ Organisation ist, weder den Dingen ihren Lauf noch den Menschen ihren Willen lassen. ~*~
  • AlfredS
    Erfahrener Benutzer
    • 09.07.2018
    • 4252

    #2
    Hallo Steffen,
    da hast du ja ein anspruchsvolle Vorlage gefunden!

    Ein erster Leseversuch von mir - mit etlichen Unsicherheiten:


    Namen unters sind nur durch ???chung
    klären; die Mutter hatte außerehelich geboren
    & verweigerte die Namen des Vaters, sie gab an
    auf dem Wege nach dem Markt gemiß=
    b(r)aucht zu sein & daher soll der Name des Verstorbenen
    stammen.
    Zuletzt geändert von AlfredS; 29.01.2026, 17:27.
    Gruß, Alfred

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    • Horst von Linie 1
      Erfahrener Benutzer
      • 12.09.2017
      • 24827

      #3
      Z1: Namensunterschied nur
      Falls im Eifer des Gefechts die Anrede mal wieder vergessen gegangen sein sollte, wird sie hiermit mit dem Ausdruck allergrößten Bedauerns in folgender Art und Weise nachgeholt:
      Guten Morgen/Mittag/Tag/Abend. Grüß Gott! Servus.
      Gude. Tach. Juten Tach. Hi. Hallo.

      Und zum Schluss:
      Freundliche Grüße.

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      • hotdiscomix
        Erfahrener Benutzer
        • 19.05.2008
        • 1013

        #4
        Hallo,
        vielen Dank für die Hilfe.

        Jahrelang habe ich nach Vorfahren mit dem Namen Markweg gesucht, und nun stellt sich heraus, dass es diesen Namen zuvor gar nicht gab.
        Selbst zwei noch lebende Markwegs wussten das nicht.
        ~*~ Organisation ist, weder den Dingen ihren Lauf noch den Menschen ihren Willen lassen. ~*~

        Kommentar

        • Horst von Linie 1
          Erfahrener Benutzer
          • 12.09.2017
          • 24827

          #5
          Für das Jahr 1795 ein bemerkenswerter Vorgang.
          Falls im Eifer des Gefechts die Anrede mal wieder vergessen gegangen sein sollte, wird sie hiermit mit dem Ausdruck allergrößten Bedauerns in folgender Art und Weise nachgeholt:
          Guten Morgen/Mittag/Tag/Abend. Grüß Gott! Servus.
          Gude. Tach. Juten Tach. Hi. Hallo.

          Und zum Schluss:
          Freundliche Grüße.

          Kommentar

          • hotdiscomix
            Erfahrener Benutzer
            • 19.05.2008
            • 1013

            #6
            Zitat von Horst von Linie 1
            Für das Jahr 1795 ein bemerkenswerter Vorgang.
            Guten Morgen,
            das kommt mir auch etwas seltsam vor. Ich frage mich, warum er nicht einfach den Familiennamen der Mutter bekommen hat.

            In den letzten Jahren habe ich bei meinen Recherchen in den Nachbarorten immer wieder ein Auge auf den Familiennamen „Markweg“ gehabt, vor 1800 bin ich dabei aber auf keinen einzigen Eintrag gestoßen. Inzwischen weiß ich, warum.

            Fälle von solchen „Fantasienachnamen“ hatte ich bisher nur zwei: einmal bei einem Findelkind, das nach der Flur benannt wurde, in der es gefunden worden war, und einmal bei einem türkischen Kind, das im Zuge des Großen Türkenkriegs hierherkam. Es wurde mit 14 Jahren auf den Namen „Waise“ getauft, da es Vollwaise war. Beide Beispiele stammen allerdings noch aus dem 17. Jahrhundert.
            ~*~ Organisation ist, weder den Dingen ihren Lauf noch den Menschen ihren Willen lassen. ~*~

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