Entwicklung der Anzahl der Kinder
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Meinst du damit Inzucht?Da ich in dem Stammbaum des »erstaunlich kinderarmen« Vaters gleich mehrere Fälle von innerfamiliärer Verbindung vermute (einer davon direkt seine Eltern betreffend), schätze ich nun die Wahrscheinlichkeit dafür, dass da ein kausaler Zusammenhang besteht, als gar nicht mal allzu klein ein.Liebe Grüße
Gudrid
Lieber barfuß als ohne BuchKommentar
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wieviel Fälle Du auch immer betrachtest hast, die Statistik zur Bevölkerungsentwicklung für den betrachteten Zeitraum gibt keinen Signifikanten Geburtenrückgang her.
Will man noch aussagekräftigere Daten, muss man auch die Sterbefälle bzw. Lebenserwartung betrachten.Kommentar
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Liebe Grüße
Gudrid
Lieber barfuß als ohne BuchKommentar
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re: Entwicklung der Anzahl der Kinder
Ich habe jetzt mal ein »Balken-Diagramm« aufgebaut. Pro direktem männlichen Vorfahr der betrachteten Linie sind drei Balken zu sehen, die die Anzahlen seiner Kinder, Enkel und Urenkel darstellen sollen.
Zu beachten ist, dass die Datenlage in Richtung »oben« natürlich zunehmend schlechter und lückenhaft wird. Beim obersten Balkentrio bei 1680 beispielsweise ist das der Fall, und die Balken müssten sicherlich viel länger sein, um der Wirklichkeit zu entsprechen.
Zuletzt geändert von Genau geahnt; 01.10.2023, 17:27.Kommentar
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Hallo,
ich möchte der Eingangsbemerkung "Die Erkenntnis, dass die Anzahl der geborenen Kinder pro Elternpaar im Laufe der Jahrhunderte bis in die Gegenwart eine abnehmende Tendenz aufweist, ist natürlich eine Binsenweisheit – zumindest auf Deutschland bezogen." widersprechen. Um diese Behauptung aufzustellen wäre eine genaue sozialgeschichtliche Forschung und Statistik zu erarbeiten. Die eigene Familie zu betrachten und diese als Maßstab zu betrachten ist nicht signifikant. Die Parameter sind für jede Familie und Zeitabschnitt zu unterschiedlich um daraus zu verallgemeinern. Alles ist in einen Zeitkontext eingebettet. Wie persönlicher Wohlstand, Krieg, persönliche Schicksale, oder auch Geburtenkontrolle, Pillenknick, oder ggf. die Werbung. Doch es überwiegen auch immer die sehr spezifisch Umstände der Einzelfamilie und deren Lebenssituation. Natürlich gibt es vielleicht Trends wie die Werbung es suggeriert. Waren viele Jahre Einzelkinder relativ normal und danach die typische Zwei-Kinder Familie in der Werbung zusehen, so wurde in den letzten 5 - 8 Jahren auf einmal die Drei-Kinder Familie als Werbungsideal, was dann wohl tatsächlich auf viele Familien zutrifft?
Wenn ich da meine Familie in der Breite und die Vorfahren betrachte kann ich da alle Variationen finden nur keine Regelmäßigkeiten. Da gibt es zeitgleich z.B. in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts Familien mit 2 Kindern wie auch Großfamilien mit 10 Kindern. Auch in den 50. und 60. Jahren der gleiche Spread. Ich habe ehr den Eindruck, dass die Kinderzahl bis etwa 1870 nicht so groß war und dann anstieg, was mit der deutlich besseren medizinischen Versorgung und Impfung zusammenhing. Ich habe da in westpreußischen Kirchenbüchern Jahrgänge durchgesehen in denen alle Kindern an den Pocken starben. Da gab es oft auch einen Druck ein weiteres Kind zu bekommen.
Um allgemeinere Aussagen zu treffen, wären die Ortfamilienbücher eines Landstrichs sehr stringent auszuwerten und eine Statistik auf zubauen, was aber bedingt durch die Mobilität der Menschen immer einen Haken hat.
Literaturbeispiele zu dem Thema sind im Taschenbuch für Familienforschung von Ribbe und Henning in einem Aufsatz von Arthur E. Imhof oder bei Bongart, Kuhl und Rünger die Landbevölkerung im 18. Jahrhundert in den Dörfern der mittleren Erft zu finden.
Viele GrüßeKommentar
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Aber auch da müsste man ja - falls möglich - die offensichtlicheren Dinge wie Alter beim ersten Kind, Alter beim letzten Kind und Zeitpunkt des Todes beider Eltern noch mit in die Statistik einbeziehen, sonst bleiben das reine Zahlen.
Ansonsten stimme ich dir aber zu.
Bei all den Cousin-Paaren, die ich bisher im (entfernten) Stammbaum habe, wäre mir nicht aufgefallen, dass weniger oder mehr Kinder geboren wurden als bei anderen Paaren. Hingegen fiel mir auf, dass von den Geschwistern meiner Urgrossmutter nur sie 3 Kinder hatte, alle anderen entweder keine oder nur eines (um 1920).
Beim nähesten Cousin-Paar sehe ich ebenfalls weder bei ihnen selbst noch bei den Nachkommen Auffälligkeiten bei der Anzahl Kinder. Eher eine Auffälligkeit bei früh verstorbenen Enkeln (um 1950) sowie eine auffällig häufige Sterbeursache Krebs bei den Kindern und Enkeln. Aber das sind insgesamt natürlich so wenig Fälle, dass sie nicht annähernd statistisch auswertbar wären.Viele Grüsse von GarfieldKommentar
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Hallo allerseits,
nach meinem Eindruck war die Anzahl der Kinder in den verschiedenen Familien, wie ja auch schon einige Leute vor mir geschrieben haben, sehr unterschiedlich und hatten mit hoher Wahrscheinlichkeit neben anderen Faktoren auch sehr viel mit der Mortalität der Kinder, dem Alter der Eltern, aber eben auch mit ihrem sozialen Stand und mit ihrem Beruf zu tun.
Handwerker beispielsweise haben bei meinen Vorfahren im Vergleich zu Bauern meistens eher weniger Kinder gehabt und es lag eine deutlich längere Zeit zwischen der Geburt der einzelnen Kinder.
Ich mag mich irren, aber ich meine, festgestellt zu haben, dass es auch einen großen Unterschied zwischen Familien gab, die eine gute Bauernstelle besaßen (da gab es nach meinem Eindruck häufig eine recht dichte Folge von Kindsgeburten) und solchen, die sich mit Hilfsarbeiten durchschlagen mussten und im Zweifel noch nicht einmal eine Hütte ihr Eigen nennen konnten.
Eine weitere Sache, die ich meine, festgestellt zu haben: evangelische Familien waren häufig größer, als katholische Familien vergleichbaren Standes (was wiederum vielleicht mit den strengen Regelungen in Bezug auf Feiertage und auf den Hostienempfang zusammen gehangen haben könnte).
Beste Grüße!Suche und biete Vorfahren in folgenden Regionen:
- rund um den Harz
- im Thüringer Wald
- im südlichen Sachsen-Anhalt
- in Ostwestfalen
- in der Main-Spessart-Region
- im Württembergischen Amt Balingen
- auf Sizilien
- Vorfahren der Familie (v.) Zenge aus Thüringen (u.a. in Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und NRW)
- Vorfahren der Familie v. Sandow aus dem RuppinischenKommentar

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