Unsere Vorfahrinnen

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  • Nefer
    Erfahrener Benutzer
    • 22.01.2018
    • 101

    #1

    Unsere Vorfahrinnen

    Hallo,

    ich habe in den Themen über die Großväter die Frauen vermisst, die mir in meinen Linien schon ziemlich patent vorkommen.
    Mich hat es schon ab und an geärgert, dass in der Bestattung der Beruf als "Hausfrau" angegeben wurden.

    Wie gut, dass es da noch Adressbücher von Städten gibt wo z. B. drinsteht, dass eine meiner Uromas eine "Hökerei" betreibt.

    Was haben eure Vorfahrinnen gemacht?

    Nefer
  • Horst von Linie 1
    Erfahrener Benutzer
    • 12.09.2017
    • 25217

    #2
    Zitat von Nefer
    Was haben eure Vorfahrinnen gemacht?
    AZ 27 war Hebamme.
    Sie zeigte auch die Geburt meines Großvaters, ihres Enkels, an.

    Falls im Eifer des Gefechts die Anrede mal wieder vergessen gegangen sein sollte, wird sie hiermit mit dem Ausdruck allergrößten Bedauerns in folgender Art und Weise nachgeholt:
    Guten Morgen/Mittag/Tag/Abend. Grüß Gott! Servus.
    Gude. Tach. Juten Tach. Hi. Hallo.

    Und zum Schluss:
    Freundliche Grüße.

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    • Geschichtensucher
      Erfahrener Benutzer
      • 03.09.2021
      • 1142

      #3
      Sie haben zum Beispiel:
      als Käsemutter auf dem Gut gearbeitet
      als Dienstmädchen gearbeitet und sich später in der Bindfadenfabrik wohler gefühlt, der anderen Mädchen wegen
      als Lehrersfrau die Zähne zusammengebissen, weil die Entbindungen leise vonstatten gehen mussten, unter der Wohnung war der Klassenraum
      den Bruder beneidet, der studieren durfte (und echt schlecht im Beruf war)
      Militärmäntel zu Kindermänteln umgenäht in Heimarbeit
      auf dem Gemeindeamt Paare getraut
      in Arbeitsteilung mit ihren Männern den Hof geführt, ob nun Büdnerei oder Anspännerhof
      gewaschen, getröstet, gekocht, geheizt, Wasser getragen, Kinder gekriegt und verloren, Krankenpflege geleistet, Nachbarn geholfen, Vieh versorgt, auf dem Feld geackert, die Berufe der Männer mitgemacht als Gärtnerin, Bäuerin, Pichnerin...

      ohne "Mutters Hände..." wären wir heute nicht hier

      Beste Grüße, Iris

      Kommentar

      • hessischesteirerin
        Erfahrener Benutzer
        • 08.06.2019
        • 1699

        #4
        Zitat von Nefer
        Hallo,

        ich habe in den Themen über die Großväter die Frauen vermisst, die mir in meinen Linien schon ziemlich patent vorkommen.
        Mich hat es schon ab und an geärgert, dass in der Bestattung der Beruf als "Hausfrau" angegeben wurden.


        Nefer
        gegen den Beruf der Hausfrau ist nichts zu sagen - ich kenne Akten, da hat der Witwer um Erlaubnis gebeten, vor Ablaut des Trauerjahres heiraten zu dürfen, da er beruflich viel ausser Haus sei und niemand auf das Haus aufpassen könnte - auf das Feuer, das nicht ausgeht, den Frühjahrsputz macht (und da geht es nicht um putzen), wenn jemand zu hause war, wurde nichts gestohlen, die Frauen waren auch für das Gemüsebeet verantwortliche, und für die Tiere im Haus - die Eier wurden nicht im Supermarkt gekauft, das Fleisch kam selten vom Metzger - all das war Aufgabe einer guten Hausfrau
        um dem Beruf der Hausfrau gerecht zu werden muss man sich mit der Geschichte und den Gegenheiten der früheren Zeit vertraut machen

        ein Hausfrau war alles, nur kein Heimchen am Herd, wie es gerne dargestellt wird

        allerdings ist der Beruf der Hausfrau eher selten aufgeführt und ich hab sämtliche Kirchenbücher meines Heimatortes in eine Datenbank eingegeben und arbeite gerade Akten von 1550 - 1650

        zu Zeiten, als es keinerlei technische Geräte gab, war die Hausfrau ein sehr hoch angesehener Beruf - schade, dass das immer wieder vergessen wird

        meine deutsche Oma war Hausfrau und hatte einen kleinen Gemischtwarenhandel, in ihrer Vorfahrenlinie zieht sich das bis 1750 durch - allerdings lange Zeit auch als umherziehende Händler
        alle anderen Frauen waren meist ohne Beruf, Dienstmagd oder Bäuerin, es gab auch mal ne Wirtin,

        die andere Oma war ebenfalls Hausfrau - sie hatte 4 Männer zu versorgen, davon 3 im Bergbau - und das anfangs noch ohne Waschmaschine - da war alleine das Waschen der Kleidung tagesfüllend und koch mal für 4 Männer, ohne die Gerätschaften von heute. vor allem, wenn sie hungrig aus dem Stollen kommen

        von ihrer Linie habe ich ebenfalls Bäuerinnen und Dienstmägde in der Ahnenliste

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        • Geufke
          Erfahrener Benutzer
          • 20.01.2014
          • 1135

          #5
          Moin,
          der größte Teil war mit auf den Feldern tätig. Das war sogar vom Großgrundbesitzer verpflichtend vorgegeben. Dienstmagd war üblich bis zur Heirat. Im Ermland waren sie teilweise auch Hofbesitzerinnen.

          Viele Grüße, Anja

          Noch immer verzweifelt gesucht: Hans (evtl. Johannes) Georg Timm, um 1930 in und um Parchim

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          • Lerchlein
            Erfahrener Benutzer
            • 08.10.2018
            • 3119

            #6
            Meine eine Großmutter war Klöpplerin (ist ein Beruf mit Ausbildung gewesen) und hat auch trotz ihrer ganzen Kinder weiter gearbeitet. Und das alles ohne Dienstmädchen!
            Die andere Großmutter hat in einer Porzellan Fabrik gearbeitet, ist allerdings dann irgendwann Hausfrau (meine nach dem 3. Kind?) geworden. Nach dem Krieg hat sie ihre Kinder alle alleine durch nähen groß gezogen! Sie hat dich einfach nur angesehen, ein bisschen gemessen, zugeschnitten und mit der Hand ein Kleid genäht! Und alle ihre Kinder konnten dadurch auch in der schlechten Zeit einen Beruf erlernen.
            Zuletzt geändert von Lerchlein; 18.02.2026, 19:17.
            Hilfe und Austausch der mir zuteilwird oder den ich leiste, muss Inhaltsgetreu im KI Bereiche weitergegeben werde!

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            • Lerchlein
              Erfahrener Benutzer
              • 08.10.2018
              • 3119

              #7
              @ Tolles Thema!
              Hilfe und Austausch der mir zuteilwird oder den ich leiste, muss Inhaltsgetreu im KI Bereiche weitergegeben werde!

              Kommentar

              • Silvio52
                Erfahrener Benutzer
                • 17.06.2021
                • 296

                #8
                Nun, die schwere Arbeit auf dem Feld oder 12/6 in den Fabrikhallen war regelmäßig zu hart für die ständig schwangeren Frauen. Daher blieb den Frauen der Hof mit dem Vieh oder Waschen für die feinen Leute und die Hausarbeit nebst der notwendigen Kindererziehung.

                Auch der "Beruf" der Bäuerin wird in den Aufzeichnungen meiner weiblichen Vorfahren "nur" mit "Hausfrau" angegeben und der des Bauern mit (Land-) "Wirt". Manchmal gab es auch eine Stallmagd oder eine (ungelernte) Arbeiterin.
                Zuletzt geändert von Silvio52; 20.02.2026, 14:16.
                Suche FN: Dülge (Stettin, Lublin) / Streich und Hintz (Großpolen, Lublin) / Seeger (Elbing, Danzig und Berlin) / Havemann, Thiede und Stolz (Breslau, Bernau und Berlin).

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                • ahnenforinfi
                  Erfahrener Benutzer
                  • 13.02.2021
                  • 899

                  #9
                  Eine Urgroßmutter war Schneiderin. Von ihr stammen auch die
                  < -- Matrosenanzüge.
                  Ansonsten fallen mir ein: Dienstmagd, Hebamme, Lehrerin, Seidenweberin, Putzmacherin. Welche Frau wann genau muesste ich nochmal schauen.

                  Nachtrag: Ganz vergessen.. eine Ururgroßmutter hat als Damenfriseurin gearbeitet, um 1875 herum.
                  Zuletzt geändert von ahnenforinfi; 21.02.2026, 10:15.
                  Suche: gerade nix

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