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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Jüdische Familienforschung


Marlies
02.02.2006, 09:48
Lebensgeschichte.net (http://www.lebensgeschichten.net)

Datenbank verstorbener Juden im Holocaust (http://www.yadvashem.org/)

Zentralarchiv der Juden (http://www.uni-heidelberg.de/institute/sonst/aj/)

http://bibliomaven.com/

http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/directory.html

http://www.hagalil.com/archiv/2000/05/dortmund.htm

Arbeitsgemeinschaft für Jüdische Familienforschung
in Deutschland (http://www.ag-juedische-familienforschung.co.cc/)
-beinhaltet Links-

JewishGen: The Home of Jewish Genealogy (http://www.jewishgen.org/)

carinthiangirl
09.04.2007, 19:25
http://www.alemannia-judaica.de/juedische_friedhoefe.htm


http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_j%C3%BCdischer_Friedh%C3%B6fe_in_%C3%96sterr eich

http://www.webmapy.cz/hledani/hledej/hledej.php?co=Plze%C5%88&okresy%5B%5D=&p_n_s=10&lng=de&cyklo_reg=0&druh=tur&tur_reg=0&katv_f=ZP

Svenja
04.11.2008, 00:27
Hallo an alle Interessierten

Ich habe in den letzten Monaten einige interessante Links zum Thema
zusammen getragen, die ich euch nicht vorenthalten möchte:

Judengasse Frankfurt
http://www.judengasse.de/dhtml/page817.htm

Gedenkbuch Karlsruher Juden
http://my.informedia.de/gedenkbuch.php?PID=12

Juden in Ostpreussen
http://www.judeninostpreussen.de/front_content.php?idcat=99

Jüdische Friedhöfe
http://www.alemannia-judaica.de/juedische_friedhoefe.htm

Juden in Holland - Genealogie
http://dutchjewry.org/
http://www.nljewgen.org/

Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden
http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/intro.html

Yad Vashem Memory - Shoa Victims Database
http://www.yadvashem.org/

Schicksal der Passagiere der St. Louis
http://resources.ushmm.org/stlouis/index.php

Biographien der jüdischen Schülerinnen
der Maria-Theresia-Schule in Augsburg
http://www.datenmatrix.de/projekte/hdbg/spurensuche/index_extern.html

Gruss
Svenja

Karen
04.11.2008, 08:16
Hier noch ein Link "Juden in Nordhessen" (http://www.judeninnordhessen.co.cc/)


Freie Datenbanken bei ancestry.de/com

Diese Datenbanken basieren auf den Datenbanken von JewishGen.org

Hier eine kleine Übersicht.

Listen jüdischer Familien aus fünf Städten in Norddeutschland (http://www.ancestry.de/search/db.aspx?dbid=1511)

Rumänien:Jüdische Namen aus den Archiven der Zentralzionisten (http://www.ancestry.de/search/db.aspx?dbid=1512)

Ungarn: Jüdische Namen aus den Archiven der Zentralzionisten (http://www.ancestry.de/search/db.aspx?dbid=1513)

Holocaust: Gedenkstätten aus verschiedenen Gemeinschaften im heutigen Ungarn, Rumänien, Slowakien und der Ukraine (http://www.ancestry.de/search/db.aspx?dbid=1433)
Lettland: Jüdische Heiraten in Riga, 1854-1921 (http://www.ancestry.de/search/db.aspx?dbid=1468)

Ungarn: Von Rabbinern in verschiedenen Landkreisen gesammelte Geburtsregister, 1791-1914 (http://www.ancestry.de/search/db.aspx?dbid=1380)

niederrheinbaum
04.11.2008, 15:58
Die Jacob-Pins-Gesellschaft e.V. in Höxter, mit Geschichte der jüdischen Bürger in
Höxter, Stahle, Ovenhausen u.a.:
http://www.jacob-pins.de/index.php?article_id=16

Das Gelsenzentrum Portal für Stadt-und Zeitgeschichte, mit Informationen und Datenbanken
zur Verfolgung jüdischer Bürger, Sinti und Roma, Zeugen Jehovas, politisch Andersdenkender u.a.
in Gelsenkirchen:
http://www.gelsenzentrum.de/gelsenkirchen_verfolgung.htm#Gelsenkirchen

LWL - Jüdisches Leben in Europa jenseits der Metropolen, mit weiterführenden Links zu
Westfalen, Groningen und Lublin, dazu jeweils eine Reihe von Beiträgen:
http://www.lwl.org/juedisches-leben/

Viele Grüße, Ina

schaefera
06.11.2008, 13:59
Weyden, Ernst
Geschichte der Juden in Köln am Rhein von den Römerzeiten bis auf die Gegenwart (http://www.digitalis.uni-koeln.de/Weyden/weyden_index.html)
Nebst Noten und Urkunden,
Köln: DuMont-Schauberg
1867
VI, 396 S.

Europe - synagogues and people (1890-1930) (http://www.judaica.cz/index.asp)


Jüdisches Museum in Berlin (http://www.juedisches-museum-berlin.de/site/DE/03-Sammlung-und-Forschung/03-Lesen-und-Forschen/06-Hinweise-Familienforschung/familienforschung.php)

Die Geschichte der Juden in Erfurt: (http://www.archive.org/stream/diegeschichtede00jaragoog)
Nebst Noten Urkunden und Inschriften aufgefundener ... (1868)

Stammbuch der Frankfurter Juden: (http://www.archive.org/stream/stammbuchderfra01dietgoog)
Geschichtliche Mitteilungen(1907)

Jüdische Konvertiten in Wien 1782 - 1914:
http://www.hagalil.com/archiv/2005/01/konvertiten.htm

Nancy Barchfeld
06.11.2008, 14:10
Keine Links, aber trotzdem zum Thema:

Die jüdischen Gemeinden in Bayern 1918-1945. Geschichte und Zerstörung, hg. von Baruch Z. Ophir und Falk Wiesemann, München-Wien 1979

Archivgut jüdischer Gemeinden aus Bayern - heute in Israel, von Edgar Krausen in: MfA 20 (1974), S. 21

Die Judengemeinde von Floß 1684-1942. Die Geschichte einer jüdischen Landgemeinde in Bayern. Von Renate Höpflinger (Regensburger Historsiche Forschungen 14), Kallmütz 1993

Jüdische Standesregister: BayHStA, Rep. S 10b Bd.1

Jüdische Literaturgeschichte (http://www.compactmemory.de/) im Web, mit Zeitungen und darin enthaltenen Familienanzeigen.

http://www.deathcamps.org/contents/

Diese Seite gibt tiefe,traurige und informative Einblicke.

Nancy

niederrheinbaum
18.12.2008, 23:01
Der folgende Link führt Euch zu dem Buch "Lebensbilder - Die Juden in der Geschichte
der ehemaligen Stadt Burgsteinfurt Teil II" von Willi Feld:

http://books.google.de/books?id=YmVs...rgsteinfurt&lr (http://books.google.de/books?id=YmVsX4ZfqnMC&printsec=frontcover&dq=Juden+Burgsteinfurt&lr)=

Unter dem folgenden Link findet Ihr unter dem Thema "History-Award 2007 - Schulwettbewerbe"
verschiedene Beiträge zu Spuren jüdischen Lebens in:

Krefeld, Hamburg, Augsburg, Berlin, Bocholt, Frankenberg, München, Nürnberg, Metten,
Gaggenau, Duisburg, Erfurt, Hagen, Rotenburg, Bamberg und Birkenwerder.

http://www.focus.de/schule/lehrerzimmer/wettbewerbe/history


"Ben Chananja - Wochenblatt für jüdische Theologie"
Herausgeber und Redaktion: Leopold Löw, Oberrabbiner zu Szegedin
aus dem Jahre 1862

http://books.google.de/books?id=8GYpAAAAYAAJ&pg=PA347&dq=Juden+Osnabr%C3%BCck&lr

"Judengemeinden in Schwaben im Kontext des alten Reiches"
von Rolf Kiessling und Sabine Ullmann

http://books.google.de/books?id=amchLeAM1uAC&pg=PA77&dq=Juden+Osnabr%C3%BCck&lr

"Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums"
Erster Band, aus dem Jahre 1860

http://books.google.de/books?id=QnApAAAAYAAJ&pg=PA181&dq=Juden+Hannover&lr

"Geschichte der Juden in Olfen"
Jüdisches Leben im katholischen Milieu einer Kleinstadt im Münsterland
von Gertrud Althoff

http://books.google.de/books?id=6U4SUThUY5AC&pg=PA286&dq=Juden+Osnabr%C3%BCck&lr

Stolpersteine in Mönchengladbach, mit näheren Angaben zu den Personen:

http://www.moenchengladbach.de/index.php?id=stolpersteine

Im August 2010 soll das Buch "Genealogisches Handbuch bedeutender jüdischer Familien in Wien" erscheinen.
Informationen mit Liste der beschriebenen Familien siehe unter diesem Link:
http://www.jewishfamilies.at/

Fiehn
29.01.2009, 20:53
Habe folgenden Link entdeckt:

http://landing.ancestry.de/jewishfamilyhistory/default.aspx

Dort sind verschiedene Dokumente und Datenbanken einsehbar. Unter anderem ist dort auch die berühmte "Schindlers Liste" eingestellt.

itau
17.03.2009, 19:27
Ergänzend zu Schlesische Judentaufen :
http://forum.ahnenforschung.net/showthread.php?t=19115


sonstige Funde :

Der Proselyt u. Handelsmann Johann Levi Ehlers * aus Würzburg am Main , ehel. Sohn d. verstorb. Levi Joseph u. der ( noch lebend) Marianna * Gersing , seit 13 Jahren wohnhaft in Delve , trat zur christl. Religion über und ist am 13, Mai v. Pator J.H. LUDOLPH in Eggendorf getauft , mit seiner Braut Margaretha Böe in Catharinenheerd , Tochter des Peter B. und der Enge * Arxen , verlobt worden :
Verlobungsreg. 1816 Nr.3 vom 18. Mai und Trauregister 1816 Nr.7 vom 9.Juni 1816 zu Delve im Dithmarschen


Den 3. Februar 1859 erfolgte die Taufe des Proselyten Herrn Eduard Warburg , Hofbesitzer zu Feldhusen , Sohn des Hr. Moses W. verstorben in Hamburg u. der Susanne * Eschwege . Er erhielt den Namen Carl Eduard Warburg ,
Zeugen : des Kirchspiel - Vogt Wendt in Woist
der Tierarzt Böning zu Kellinghusen
C. Hansen zu Stellau
Kirchenbuch Stellau in Holstein .


Mitgeteilt von Erwin FREYTAG , stud.theol. ( Erlangen ) in AfS 1933

itau
19.03.2009, 20:51
Kirchenbücher von St. Bartholomäi zu Blankenburg am Harz ,
in AfS 1934 , Einsender Dr. Karl KANNENBERG .

Anno 1772 den 16. Febr. ist in hießiger Oberkirche ein jüdischer Jüngling ca. 18 Jahre alt ; Koppe Israel Lazarus von Laudenbach a.d. Würzburg. getauft worden und den Namen Carl Philipp Blanckenburg erhalten .

itau
19.03.2009, 21:26
Kirchenbuch der Gemeinde Greifenberg

Den 13, August 1730 ist eine bekehrte Jüdin getauft worden und Sophia Elisabeth Rosenberg genannt worden .


Den 13 August 1695 ist als getauft verzeichnet Greifenberg Christian , Judaeus conversus.
Er heiratet eine Greifenberger Bürgerstochter Katharina Sellin .

(Alle Funde zitiert nach dem Ev. Gemeindeboten , Monatsblatt der Synode Greifenberg i. P. 1911:

AfS 1934

itau
20.03.2009, 21:31
Den 6. Oktober 1748 wurde zu Pfedelbach ( O.A. Oehringen -Württemberg ) ein Polnischer Jude , namens Aaron Moses , ledigen Standes , ein Buchdrucker durch Hr, Pastor von Olnhausen unterrichtet und getauft auf den Namen : Christian Gottlieb Pfedelbacher .

Kurt von Marchtaler in AfS 1934 ( aus " Hohenlohesche Kirchenhistorie (1752) Band I , Seite 759 )


Evg. Taufbücher der Gemeinde Reusten , O.A. Herrenberg ( Württemberg )

23.6.1737 " Franciscus Christianus Oppenheimer , Francof. ein Evangel. Prosel. ex Jud.; und uxor Maria Ursula , Ratisbon. Ponticiae Religionis addicta " (Taufen ) Zwillinge : Christian Friedrich und Daniel .

Kurt von Marchtaler in AfS 1934

Rosina
28.03.2009, 16:55
Bei der Fotocommunity sind Bilder jüdischer Friedhöfe eingestellt:

http://www.fotocommunity.de/pc/pc/cat/4928/display/4665793

http://freenet-homepage.de/gassigehen/400x40-comic_2.gif

itau
29.03.2009, 10:16
Kirchenbücher der evg. St. Marien - Kirchengemeinde zu Königsberg

Taufregister 1707 , den 22.11. ein Juden - Mädchen ( Vögelchen Elisabeth Wulff ) getauft worden und den Namen : Christina Maria Königsberger empfangen ,
ihre Taufzeugen : Hr. Baron von Skerbintzky , Hr. Lüder , Hr. Rolle , Hr. Pauli , Kämmerer Krüger , Johann Pütte , Witwe des Obristen Hünick , Fr. Hauptmann von Ünger , und weitere.


Taufregister 1709 , den 12.8. abermals ein Jude zur Taufe gebracht und benannt worden : Christian Friedrich Isaas = Sohn ,
Taufzeugen : von Sydo , Eph. Wolff , Gottfried Schöne Theodorus Joachimi , M. Mehlich der Neue Müller.


Taufregister 1711 , den 5.05. ein Jude getauft , welcher genannt worden Johann Friedrich Gotthard.


Taufregister 1717 , 21.12. ist ein bekehrter Jude Namens Behend Hirsch ,getauft worden und in der Taufe Thomas Christian Behrend benannt worden.

Mitgeteilt durch Friedrich Bengs in AfS. 1934

itau
29.03.2009, 11:11
Luth. Taufbuch der St. Gertrudis - Pfarre , Essen

1725 den 27 Mai wurde getauft ein Jude Namens : Joseph David bürtig von Gemünd i.d. Herr. Schmittenberg oberh. Koblenz und wurde in der Taufe genannt Christian Gotttreu ,

den 13.2. 1737 wurde ~ Johann David , Sohn von Christian Gottreu und der Catharina Elisab. Buhling .

AfS. 1934

itau
05.04.2009, 10:14
K.B. der ref. Gemeinde Halberstadt

1782 . 25 Julius wurde die bisherige Jüdin , Beule Unegerin ( Ungarin ? )
ca. 25 Jahre getauft und
Henriette Friederike Christiane Redlich genannt.

Mitgeteilt von Kurt KLAMROTH in Archiv f. Sippenfg. 1935

itau
05.04.2009, 10:42
Taufreg. der evg. - luth. Hauptkirche St. Jacobi zu Hamburg.


1760 den 25 Nov. wurde getauft Ripcke , 16 Jahre , eine Jüdin aus Breslau ,Tochter des Isaac Prager , sie erhielt die Namen Rosina Maria Westphalen .

1763 den 22 April wurde getauft , ein Jude Namens : Jacob Abraham , Abrahams Sohn aus Schwerin i. Mecklenb. , gebürtig 20 Jahre , er erhielt den Namen : Caspar Jacobi

1764 den 23. Okt. wurde getauft ,( auf seinem Krankenbett ) ein Hochbrütscher ? Jude , 51 Jahre aus Hamburg gebürtig , Israel , Samuel Wolff,s Sohn , er empfing den Namen Matthias Friderich Lupus

itau
05.04.2009, 10:50
Taufregister d. evg.-luth. Hauptkirche St. Jacobi zu Hamburg

1764 den 2. Nov. ist getauft worden , die aus Hamburg gebürtige Jüdin Telsa , Levin Samuel,s Tochter , 20 Jahre , Sie empfing die Namen : Lucia Margarete Georgi .


1768 den 20 Oktober wurde getauft ein geborener Jude aus Polnisch - Preußen , Wendel , Marcus Leep,s Sohn . Er bekam den Namen : Peter Hinrich Warnecke .


1769 den 24 Febr. wurde getauft eine geborene Jüdin , Esther , 23 Jahre alt , Tochter des Abraham Isaac . Sie empfing den Namen : Catharina Johanna von Beseler .

Mitgeteilt von Rudolf HIRSEKORN in AfS 1935

itau
09.04.2009, 19:20
Aus der Kath. Pfarrei Bernkastel a. d. Mosel:

den 30.11.1743 wurde getauft Christina Franziska Andrè, 10 Jahre alt , von jüdischen Eltern i.d. Stadt geboren u. Goldgen genannt .


den 06.08.1748 wurde ein Judenjunge ca. 14 Jahre alt aus Deutschland stammend , zu Metz erzogen , Samuel genannt, in der Taufe erhielt er die Namen : Johann Adam Gottfried.


den 03.09.1773 wurde getauft Joseph Seligmann , * im Dorf Werstat Rheingräfl. Hoheit , nach vorheriger sorgs. Unterweisung aus dem Judentum bekehrt und neu den berühmten österreichischen Regiment Carl COLLOREDA angeschrieben. Pate war der wohledle Herr Joseph KNOPPER , besagten Regiments wohlerfahrener Feldscher.

Archiv f. Sippenfg. 1935 ,eingesandt von Heinrich MILZ in Trier.

itau
09.04.2009, 20:00
Kathol. Pfarrei Neumagen a.d. Mosel :

den 17.11. 1771 wurden getauft eine Jüdein 33 Jahre alt mit Namen Godel , und ihre 5 jährige Tochter : Zachez , aus Melzheim i.d. Oberpfalz .
Die Mutter erhielt den Namen Catharina , die Tochter die Namen : Anna Dorothea.



Kath. Pfarrei Dieblich a.d. Mosel:


den 30.07.1752 wurde im wohladligen Kloster zu Marienroth getauft ;Maria Sophia Carolina Walburgis Roth , aus dem Judentum zum christkatholischen Glauben bekehrt.

Heinrich MILZ , Trier , in Afs 1935

itau
07.05.2009, 18:05
Ein Gardist Friedrich des Großen ;

Evang. Taufregister , Kaulwitz - Schlesien

Den 07. November 1780 ist hier getauft worden der Jude Elias Meyer aus Breslau , Rekrute u.d. Escadron des Majors v. REIBNITZ in Reichthal . Er wurde genannt Friedrich Glaubensheld .

Sein verstorbener Vater Elias Meyer , ein Pferdehändler , von ihm wurden von dem Breslauer Magistrat gute Atteste der Kirche zugestellt.

Er war im 18ten Jahr u. von großer Statur , ist bei der ersten Revue unter die Gardes von Könige genommen worden.

AfS 1936 , Einsender nicht genannt.

itau
09.05.2009, 10:27
Aus dem ältesten luth. K.b. von Bad Homburg vor der Höhe

1623 den 16.Juli ist Gumprecht ein * Jude getauft und Friedrich Christoffel genannt; Paten : Graf Chritoffel und seine Gemahlin .


1624 den 15. Frbr. ist ein Jude , Jacob genannt im " Lowenstenischen Grund zu Dulich " geboren , getauft und Friedrich Philipß genannt.
Paten : Landgraf Philipß und Friederich , daneben seine Gemahlin.


1624 den 5. Sept. ist ein Knabe von Jüdischen Eltern geboren , getauft und Christianus ( dies wohl nur der Vorname ; ein Familiennamen fehlt ) Paten : Herr Landgraf Friederich .


Aus dem luth. Ehebuch zu Gochsheim in Baden :

1756 den 25.05. , Johann Carl Immanuel ex Judaismo Proselytus , Peruquier u. bürgerl. Einwohner dahier , und Maria Veronica , Johann Andreas Bösbin,s , gewesenen adeligen Laquaien , hinterlassene Tochter.

Einsender Gerhard NEBINGER in AfS 1936.

itau
21.05.2009, 14:08
ao. 1704 den 14. December ist ein Judenmädchen aus dem Rheinfelsischen von Haußen auf der Ahr , so vor diesem bei Heium gedienet , getauft worden und war genannt : Maria Christina Margarethe Bleibtreu .

Paten : Hr. D. Bielefeldt,s Eheliebste ; Geheimer Raht Hülsemann , Frau Landräthin von Wallau , Hofcammerrath Reußen , Frau Amtmännin Riesin / Riese , He. Lindheimer von Franckfurt ( ein Verwandter Goethes ) ; Frau Amtskellerin Dilleniin ( Dillenius ) ,Hr. Dr. Spengler und Jgfr. Sybilla Margaretha Rauch .


Die getaufte heiratet am 10.5.1708 den kurmainzischen Soldaten : Johann Peter Hardt .

Ev. Kb. Rüsselsheim bei Frankfurt a. Main .

AfS 1936 , Einsender nicht genannt.

Johannes v.W.
21.05.2009, 15:07
Hallo Irene

Das Einstellen der Namen von den getauften Juden ist eine echte Fleißarbeit und man kann nur hoffen, daß hier jemand einmal Vorfahren findet und Nutzen daraus zieht.

Etwas sollte man jedoch beachten- und ich weiß nicht, ob darauf schon hingewiesen wurde: Die betreffenden Funde stammen alle aus einer “bestimmten” Zeit, was natürlich kein Zufall ist. Unter den Nazis wurden Kirchenbücher systematisch nach Erwachsenentaufen durchgekämmt, denn wer sich erst als Erwachsener hatte taufen lassen, war -ergo- davor Jude gewesen. Und für die Nazis blieb das als Rasse weiterhin jüdisch, die Nachkommen waren damit in der Logik des Rassenwahns nicht mehr rein arisch...
Diese Einsendungen sind also durchaus als Denunziationen zu verstehen. Gut, daß der Name der “Finder” meist auch darunter steht.

Viele Grüße
Johannes

Michael
22.05.2009, 23:02
Die betreffenden Funde stammen alle aus einer “bestimmten” Zeit, was natürlich kein Zufall ist. Unter den Nazis wurden Kirchenbücher systematisch nach Erwachsenentaufen durchgekämmt, denn wer sich erst als Erwachsener hatte taufen lassen, war -ergo- davor Jude gewesen. Und für die Nazis blieb das als Rasse weiterhin jüdisch, die Nachkommen waren damit in der Logik des Rassenwahns nicht mehr rein arisch...
Hallo Johannes,
ich habe bisher nur "Ariernachweise" gefunden, die bis zur Generation der Ur-Großeltern reichen, d.h. Ende des 18. / Anfang des 19. Jahrhunderts. Eine Taufe aus dem 30jährigen Krieg wäre nicht bemerkt worden, weil der Nachweis nicht so weit zurückgereicht hätte.

Johannes v.W.
23.05.2009, 11:04
Die betreffenden Funde stammen alle aus einer “bestimmten” Zeit, was natürlich kein Zufall ist.

Hallo Michael, da habe ich mich nicht klar genug ausgedrückt, pardon. Ich meinte mit der bestimmten Zeit nicht das Datum der Kirchenbucheinträge, sondern die Zeit des Auffindens, nämlich durchweg aus den 1930er Jahren.

Viele Grüße von Johannes

Michael
23.05.2009, 12:42
Hallo Johannes,
richtig, aber die Zeit des Auffindens dürfte wohl auch mit der Erstellung der Nachweise in den 1930/1940er Jahren zusammenhängen. :wink:

Johannes v.W.
25.05.2009, 11:53
Hallo Michael

du meinst also, daß erst auf geziehlte Anfragen hin im Rahmen der Forschungen bezüglich der Ariernachweise solche Auskünfte erteilt wurden? Und daß bei „positivem“ Befund, das dann vom AfS entsprechend archiviert wurde…?
Das wäre natürlich interessant und nachdenkenswert…

Ich tendiere aber zu der anderen Seite, aus der Erfahrung mit unserem eigenen Familienarchiv heraus:
Zur Familienforschung existieren bei uns noch zahlreiche Korrespondenzen aus der ersten Hälfte des 20 Jh. Da es noch keine praktischen LDS-Stellen um die Ecke gab und auch die Reisemöglichkeiten relativ beschränkt waren, wurden damals die Pfarrämter schriftlich um Auskunft gebeten. Es antwortete dann immer der Pfarrer persönlich, der auch persönlich in die Bücher sah und die Abschriften ausfertigte.
Bei den genannten „Findern“ scheint aber kein Pfarrer darunter gewesen zu sein (nur einmal 1 Seminarist), der Rest: Privatpersonen oder Archiv- und Heimatforscher (soweit das NET etwas zu den Namen ausspuckte).
Zweitens: Auch mein Großvater hatte getaufte jüdische Ahnen gehabt, war sich dessen aber überhaupt nicht bewußt gewesen. D.h. man wußte um diesen Vorfahren und seine Biographie, aber nicht daß er ursprünglich dem Judentum entstammte. Dies kam erst durch einen (vermutlich) anonymen Hinweis heraus, es erschien auch zeitgleich ein Zeitungsartikel mit der Überschrift: „Der deutsche Adel ist verjudet!“ mit u.a. dem Namen meines Großvaters darunter. Dies bedeutete zwar keine Lebensgefahr oder direkte Verfolgung, konnte aber nichtsdestoweniger sehr unangenehme Konsequenzen haben, z.B. die Aberkennung der Hoffähigkeit in der Landwirtschaft, unehrenhafte Entlassung aus der Armee, Arbeitsverbote etc. (Was es aber dann nicht hatte, weil der Krieg dazwischen kam)

Ich folgere hieraus, daß die Meldungen beim Amt für Sippenforschung hinsichtlich der Judentaufen entweder Zufallsfunde von Privatforschern waren, die umgehend „gemeldet“ wurden, oder daß sogar manche Sippenforscher geziehlt nach Judentaufen suchten.

Viele Grüße
von Johannes

anika
08.06.2009, 01:10
Hallo
Die Familien, die in Rees auf den beiden Judenfriedhöfen ihre letzte Ruhe fanden, sind in dem Buch "Jüdische Friedhöfe in Rees " erfasst.
Die erfassten Namen sind
Bär
Bernhard
Cohen
Geisenberg
Isaak
Levison
Lilienfeld
Marcus
Mendel
Meyer
Müller
Plaat
Sander
Spier
Urbach
Wolff
Dazu sind Namen und Daten vorhanden
anika

itau
14.06.2009, 18:02
Aus dem reformierten Kirchenbuch der Pfarrei Altrip am Rhein .

Den 17. 7bris a.c.1775 ist in allhießiger Pfarrkirche durch mich Pfarrer Franz Gyßling ein Proselit aus dem Judentum , im Angesicht einer sehr zahlreichen Versammlung getauft worden .
Es ist derselbe von Niederbrunn aus dem Elsaß gebürtig , seines Alters 22 Jahre und hieß vor seiner Bekehrung Joseph Raphael Bloch und mit einen neuen Namen Jacobus Christmann genannt.
Seine Taufzeugen :
Herr Carolus Amelius Schäffer , ref. Pfarrer zu Feidenheim und Herr Joh. Jacob Abbeg , ref. Pfarrer zu Lampertheim .
Bei dem Taufakt assistierte Herr Balthasar Alefeld , S.M. Candidatus .

Archiv für Sippenforschung 1935 .

itau
07.07.2009, 22:19
Taufregister d. Kirchenbuchs d. ev-luth. Kirche zu Schwaan in Mecklenburg , Jahrgang 1799

" Juni 19 ist der Judi Levi Haymann aus Friedeberg i.d. Neumark gebürtig , hier zu Suaan von mir , dem Präpos. ERDMAMM getauft worden und hat folgenden Namen erhalten : Friedrich Heinrich Schwaan ,
Taufzeugen sind gewesen :

Herr Amtshauptmann Johann Friedrich Maneke ; Amtsverwalter Heinrich Proehl ; Cammercommissair Christoph Heinriich Grotrian


Archiv für Sippenforschung 1933

itau
10.07.2009, 22:37
Ein getaufter Jude als Ahnherr des Kölner Patriziats und des rheinischen Adels . ECKEBRECHT

Von Karina KULBACH - FRICKE
in Genealogisches Jahrbuch Band 39 , 1999

itau
11.07.2009, 21:10
Aus dem K.B. der evang.-luth. Parochie Wunstorf

Getauft den 15. Oktobris 1775 der Jude Simon Bacherach und seine 3 Kinder .

Simon Bacherach ist um Johannis 1730 zu Grevenstein unweit Cassel geboren , Sein Vater war Samson Bacherach , gewesener Schutzjude in Grevenstein , seine Mutter Blümchen Ruben .
Im Jahre 1762 hat er sich als Schutz - Jude hier in Wunstorf besetzt und sich mit Handlung gemehret .

Der Vater wurde genannt : Christian Ludewig Wunstorf
seine Gevattern waren : der Obrist Marschal von Biebernstein und der Herr Obrist Christian Ludew. von Bothmer


Die älteste Tochter , Blümchen ist kurz vor Weihnachten 1763 geboren ,
in der Taufe erhielt sie den Namen : Wilhelmine Wunstorf ,
die Gevattern waren : Frau Dechantin von Post und Frau Majorin von Mandelsloh von Düendorf


Der Sohn Simon ist Nov. 1765 geboren und wurde in der Taufe genannt : Christian Wilhelm Arnold Wunstorf ,
Gevattern : Hr. Obrist Lieut . Christian von Bothmer , Herr Hauptmann von Heimburg und Hr. Amtmann Reinhold von Bokeloh


Die jüngste Tochter Räzgen * um Joannis 1769 wurde i.d. Taufe genannt : Juliane Elisabeth Wunstorf
Gevattern : Fräulein von Bost und Frau Amtmännin Niemeyer von Blumenau

Archiv f. Sippenfg. 1935

itau
16.07.2009, 18:59
Quelle : Kirchenbuch der lutherischen Pfarrei , 55278 Ülversheim

In Ülversheim wurde 1730 ein jüdischer Jugendlicher getauft : 1730 .15. Okt. allhier ein Judenknab , genannt David Ephron , EPHRONS , Schutzjuden allhier hinterlassener ehel. Sohn , in dem 15. Jahr seines Alters auf vorhergegegange Information getauft worden , da er den Namen Ludwig Christian Falkenburger übernommen , und hat das Werk der Gevatterschaft verrichtet der hochgeborene Graf und Herr , Herr Emich Ludwig , Graf zu Leinningen und Dachsburg , unser ältister , gnädiger Herr.

Einsender : Franz NEUMER , in Pfälz. Rhein. Familienkunde 30. Jahrgang , 2002 , Band XV, Heft 1

itau
16.07.2009, 19:30
Quelle : Meise , Eckhard : Konversion und Assimilation . Taufen von Menschen fremder Konfessionen in Hanau bis ins 19. Jahrhundert, Hanau 1999 , S. 76 - 78 und 297 )


Am 13 . Dezember 1719 wurde in der Johanneskirche in Hanau der aus Winnweiler / Grafschaft Falkenstein stammende Jude Moses MEYER , Sohn des Meyer MEYER getauft . Der zur evangelisch - lutherischen Kirche übergetretene Moses MEYER erhielt den Taufnamen Johann Friedrich Carl .
Taufpaten waren " sämbl (iche ) hohe gned(ige) Herrschaft ( en ) von Hanau und die verwittibte Fürstin von Babenhaussen nebst ihro Durchl(aucht) die Frau Erb Prinzessin von Hessen Darmstadt

Magister Gottfried MÜLLER , luth. Pfarrer in Hanau , ließ 1720 in Frankfurt unter dem Titel " Die hohe Glückseeligkeit der sich zum Herrn Messia wahrhaftig bekehrenden Juden , die Predigt drucken , die er anläßlich der Taufe von Moses MEYER im Dezember 1719 gehalten hatte.

Der Konvertit aus Winnweiler nannte sich später nach seinem Herkunftsort , Johann Friedrich Carl Winnweiler und soll später das Sattlerhandwerk erlernt haben.

Einsender : Bernhard KUKATZKI in Pfälz. Rhein. Familienkd. 50 Jahrgang - 2002 - Band XV. Heft 3

itau
18.07.2009, 20:08
Jacob Fibus , jetziger Bürger und Schneidermeister in Nauen , aus Cabischin im Herzogtum Posen , 23 Jahre 9Monate , Sohn des Hr. Levi Pawlowitsch , Schneidermeister zu Cabischin , und der Frau Minne * Jacobi , erhält 16. März 1831 bei der Taufe den Namen : Johannes Friedrich Pawlowitsch .
Paten : Sr. Maj. der König , der laut Cabinethschreiben die Patenstelle angenommen und ein Patengeschenk von 10 Stück Dukaten allergnädigst gegeben hatte ; Herr Landrat von HOBE , Herr Doktor LIMAN , Herr B. HÜBNER , Hr. Rektor HOFFMANN , Hr. Kaufmann Friedrich TREUE , H. Huf und Waffenschmiedemeister WENDT , Frau Kämmerer HIERONYMUS * KRAUSNICK , Madame KERKOW * BUGE , Frau Gastwirtin WIEBE , Fräulein Amalie TIEBEL , Jungfrau Wilhelmine MÜLLER
Ev. Kb: Nauen

AfS 1935

itau
18.07.2009, 20:19
Den 23 . September 1759 ist allhier ( in Marquardt ) ein aus Ratibor in Schlesien gebürtiger Jude , Namens Jochen Marckus , nachdem er Dreivierteljahr mit vieler Mühe in den Grundwahrheiten der christlichen Religion unterrichtet worden und einen guten Grund gelegt hatte , ich auch die Erlaubnis das er getauft werden könne aus dem Oberkonsistorium erhalten , nach vorgehaltener Rede über Corinther 3,11 getauft worden .
Er bekam die Namen : Christian Leberecht

Paten : Oberjäger Lindstoedt aus Bornim ; Verwalter Berger , Verwalter Neumann zu Uetz , Verwalter Thiele in Paaren ; Herr Stalle Schreiber auf dem Amt zu Bornim ; Zacharias Beater Schulze allhier ; Herr Krosky Gärtner auf dem adligen Hofe allhier; Meister Oertel , Gärtner bei der Frau Hofrat Brandhorst zu Satzkorn ; Martin Wartenberg Bauer und Kirchenvorsteher allhier

Ev. Kb. Marquardt ( Osthavelland )
AfS 1935

itau
19.07.2009, 20:43
Ev. Kirchenbuch von Barckow bei Lübz in Mecklenburg


1786 den 30. April ist der Proselit Benjamin allhier von mir Pastor M. Gottlob Fridrich WENZEL in Gegenwart einer sehr zahlreichen Versammlung getauft worden .
Ihm sind in seiner Taufe beigelegt worden die Namen : Gottlob Fridrich Johann Barkow .

AfS. 1930

niederrheinbaum
05.08.2009, 18:50
http://www.erinnern-fuer-die-zukunft.at/

Schorsch
21.09.2009, 15:30
http://www.landesarchiv-bw.de/web/48771

mikrofilmaufnahmen der verschollenen jüdischen Standesregister sind
online einzusehen.

Gruß
Brigitte

schaefera
23.09.2009, 15:53
Jüdisches Museum Frankfurt am Main - Archiv
(Personenstandsregister jüdischer Gemeinden in Mitteldeutschland)

http://www.juedischesmuseum.de/einrichtungen/Personenstandsregister_Mitteldeutschland.pdf

itau
03.10.2009, 13:31
Taufregister der St. Bartholomaei - Kirch zu Demmin in Pommern

11. September 1814

Der Kaufmann Moritz Arensdorf , Sohn des zu Malchin verstorbenen Juden Aron , ist im 30. Jahr seines Alters auf eigenes Verlangen und nach vorhergegangener Ueberzeugung hierselbst durch die heilige Taufe zum Christenthum eingeweihet und " Moritz Wilhelm " genannt worden .

Taufzeugen waren :

Weißenborn Wilhelm , Justiz - Direktor
Hedemann Heinrich , Gerichts - Assessor
der Prediger Henning aus Wotenick
der Cantor Bauer hierselbst

AfS 1934 .

schaefera
12.01.2010, 09:41
Genealogische Studien über die alten jüdischen Familien Hannovers :
im Auftrage der Direktion des Wohltätigkeitsvereins (Chewra kadischa) der Synagogengemeinde Hannover an der Hand der Inschriften des alten Friedhofes (1913)
http://www.archive.org/stream/genealogischestu00gronuoft#page/n3/mode/2up

Plasmic Pete
24.01.2010, 01:53
Hallo,
bin auf der Suche nach meinen Vorfahren die aus der Ecke Nikolajev/ Kherson kommen. Ich weiß nur das mein Urgroßvater aus Kherson nach Chemnitz kam. Er hieß Leo Hirsch-Leib Elstein und war jüdischer Sohn von Dudow Elstein und Fanja Elstein (geb. Zucker). Hirch-Leib wurde am 18. Januar 1889 in Cherson geboren. Er starb später in Auschwitz nachdem er zuvor nach Brüssel geflüchtet war und dann, nach Mechelen gebracht wurde. Gibt es so etwas wie Personenregister für ukrainische Juden aus Cherson? Wie kann ich darüber was herausfinden? Kann mir jemand helfen? Ich konnte bis jetzt nichts herausfinden obwohl in Odessa-Cherson und Nicholajev eine große Jüdische Gemeinde lebte!

saille
24.01.2010, 20:04
Hallo,
warst du schon hier?
The Central Database of Shoah Victims' Names (http://www.yadvashem.org/wps/portal/%21ut/p/_s.7_0_A/7_0_FL/.cmd/acd/.ar/sa.portlet.VictimDetailsSubmitAction/.c/6_0_9D/.ce/7_0_V9/.p/5_0_P1/.d/0?victim_details_id=1836853&victim_details_name=Oschitzki+Elsbeth&q1=nvaFaswesaw%3D&q2=MZFq0lbQ8DxHFxrNkHEfPEPwUyPeFX9y&q3=YYC%2F97ZmToA%3D&q4=YYC%2F97ZmToA%3D&q5=N8Ctf78nRXM%3D&q6=M9VU%2B7Yifog%3D&q7=W4IFWwdOPA0oCe7aAGKAX274yF3tz%2BVr&frm1_npage=1#7_0_V9)

http://www.yadvashem.org

Da hast du unwahrscheinlich viele Listen von Deportierten...ist wirklich gruselig dann jemanden aus deinem Umfeld zu finden...
Bin auch gerade am Anfang mit meiner Suche. Sobald ich mehr von meinen Hirschen weiß, meld ich mich.
Liebe Grüße
Petra

Plasmic Pete
24.01.2010, 22:51
Meinen Hirsch habe ich schon gefunden auf den Listen. Hab auch schon Kopien der original Listen erhalten aus Belgien. Doch ich bin auf der Suche nach einer Art Personenlisten oder Archiev der Juden in und um Cherson bei Odessa Ukraine. Gibt es so etwas überhaupt? Auf jeden Fall viel Erfolg Petra!

saille
25.01.2010, 06:34
Guten Morgen,

hab noch etwas gefunden:
http://www.jewishgen.org/JRI-PL/termination.htm

Wer suchet, der findet:)
Ich weiß nicht ob es so etwas gibt, was du suchst, aber ich denke, dass da jede Menge getan wurde und wird, um die vielen Opfer nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Schau doch mal auf den Berliner Seiten für das Judentum, die haben jede Menge Links.
Wo kam denn dein Hirsch genau her und hatte er Geschwister? Meine Hirsch-Urgoßmutter kam aus Wrotzk, heutiges Polen.
Lg
Petra

Rosina
01.02.2010, 12:52
In Aschaffenburg ging die erste Datenbank Unterfrankens in Betrieb, die Aufschluss gibt über jüdische Mitbürger, Lebensdaten, Berufe, Wohnungen sowie Auswanderung oder Deportation der Juden am Untermain. Der Förderkreis Haus Wolfsthalplatz und die Stadt Aschaffenburg haben diese historische Datenbank entwickelt.

http://www.historisches-unterfranken.uni-wuerzburg.de/friedhoefe/HausWolfsthalplatz/index.html

AlAvo
01.02.2010, 17:10
Hallo zusammen,

hier findet sich der Link für viele historische deutsch-jüdische Puplikationen (http://www.compactmemory.de/).


Viel Erolg beim Stöpern!


Grüße
AlAvo

AlphaNy
08.02.2010, 16:11
Hallo zusammen,

gestern habe ich auf dem Trödelmarkt das Buch:

"Die Levys oder Die Vernichtung des altfrechener Judentums"
von Egon Heeg

erstanden.

Darin enthalten sind viele, ausführliche Lebensdaten zu jüdischen Bürgern aus Frechen während der NS-Zeit.

Falls jemand etwas aus Frechen sucht, kann ich gerne nachschauen.

LG
Andrea

itau
10.02.2010, 20:36
Das hohe Ministerium des Innern hat mittels Rescripts vom 5. v.M. die von den Rotabeln der Judenschaft unseres Verwaltungs - Bezirks getroffene Wahl eines Ober Rabiners in der Person des bisherigen Ober - Stadt und Land - Rabiners zu Mergentheim , Moses Lazarus bestätigt und gestattet , das derselbe seinen Wohnsitz in unserem Verwaltungs - Bezirk nehmen darf .
Solches wird zur allgemeinen Kenntniß gebracht.

Trier den 1. November 1827

Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Trier 1827

anika
17.02.2010, 14:13
Judenfriedhof Rees

Sigismund Spier
Geboren den 08.07.1839 in Rees
als Sohn der Eheleute
Elias Spier und Susanne Löb.
Gestorben am 21.09.1848 in Rees

anika

saille
19.02.2010, 19:09
Hallo,

ich weiß nicht, ob der Link schon eigestellt wurde, wenn ja:doppelt hält besser:D

http://wiki-de.genealogy.net/Juden_im_Memelland

Wenn Ihr auf der Seite nach unten scrollt, so findet Ihr viele Namen der jüdischen Bevölkerung.
LG
Petra

mini
28.03.2010, 21:20
Zufallsfund im KB Eckersdorf, Landkreis Bayreuth, Oberfranken:

David Manasen
* err. 1641 in Württemberg
+ 04.1695 in Donndorf
begr. 15.04.1695 in Eckersdorf

jüdischer Exulant aus Württemberg, hält sich mit seiner Frau und 4 Kindern in Donndorf auf.

Barbara NN
* err. 1657 in Würrtemberg
+ 03.1703 in Donndorf
begr. 04.03.1703 in Eckersdorf
" eines gehausten Juden hinterbliebene Wittib"

itau
22.04.2010, 21:33
2. Oktober 1829

Die diesjährige Prüfung der israelit. Religions - und Privatlehrer betr.

Im Namen Seiner Majestät des Königs .

Der in Gemäßheit allerhöchster Verordnung unter dem 17. und 18. dieses Monats in Gegenwart und Mitwirkung des israelit. Bezirksrabbiners mit den Reliogions und Privatlehrern dieser Consession vorgenommen Prüfung haben sich 26 Individuen unterzogen , und als Resultat dieser Prüfung wird folgende Classification derselben zur öffentlichen Kenntniß gebracht .

II. Klasse der gut Befähigten .

Jacob Wolf Jondorf von Dietenhofen , Landgerichts Markterlbach im Rezatkr. , * den 18. August 1805 , dermalen zu Edenkoben.

Issak Escales von Schwabach im Rezatkr. , * den 23. Dezember 1784 , dermalen zu Böchingen

David Lona Wassermann von Schwabach im Rezatkr., * den 28. Mai 1808 , dermalen in Göllheim.

Seligmann Bär von Altenstadt im Oberdonaukr. , * den 22 Jun.. 1795 , dermalen in Herxheim bei Landau


Joseph Moritz von Burgpreppach im Untermainkr. * den 27. Oktober 1786 , dermalen in Rokkenhausen

Simon Maier von Kriegshaber im Oberdonaukr. , * den 21, Mai 1807 , dermalen zu Ingenheim , Landkreis Bergzabern


Joseph Hammer von Dürkheim , Landkreis Neustadt , * den 13. Jun. 1805, dermalen zu Neustadt


Mendel Freund von Wittelshofen im Rezatkr., * den 12. Mai 1800 , dermalen zu Lambsheim.

Fortsetzg. folgt

itau
23.04.2010, 07:55
Quelle wie vor :

III. Klasse der hinlänglich Befähigten.


David Kohn von Mainbernheim im Untermainkr., * den 19. März 1798 , dermalen zu Zweibrücken


Jakob Feibelmann von Rülzheim Land Germersheim , * den 12. Juni 1792 , dermalen zu Rülzheim . Im hebräischen und dem israelit. Lehrbegriffe gut befähigt.

Moses Sulzbacher von Sulzbach im Rezatkr. , * den 6. Mai 1805 , im hebräischen und dem israelit. Lehrbegriffe gut befähigt, dermalen zu Kirchheim an der Eck.

Isaak Cahen Lampe von Hagenbach im Obermainkre. , * den 25. Februar 1795 , im hebr. und dem israel. Lehrbegriffe gut befähigt , dermalen zu Steinbach Landkreis Homburg


Joseph Hechinger von Bieswang im Oberdonaukr., * den 7. April 1795 , im hebrä. und d. israelit. Lehrbegriff für gut befähigt, dermalen zu Heuchelheim bei Landau


Isaak Moses Mayer von Mutterstadt Landkreis Speyer , * den 22. September 1805 , dermalen in Essingen Landkreis Landau


David Sommer von Gibelstadt im Untermainkr., * den 21. Jul. 1802 , dermalen zu Hirschberg Landkreis Pirmasens


Martin Salomon von Steinbach Landkreis Homburg , * den 21. Mai 1795 , dermalen in Busenberg Landkreis Pirmasens

Herz Aschaffenburg von Offenbach im Darmstädt., * den 22. Jan. 1795 , dermalen in Albersweiler


Fortsetzg. folgt

itau
23.04.2010, 08:17
Quelle wie vor :

Moses Strauß von Burgpreppach im Untermainkr., * den 3. März 1789 , dermalen zu Göcklingen


Jakob Elsasser von Zirndorf im Rezatkr. , * den 24. Mai 1797 , dermalen zu Neustadt


Marx Fränkel von Grünstadt Landkreis Frankenthal , * den 2. März 1812 , dermalen in Grünstadt


Amson Ullmann von Trabelsdorf im Obermainkr. , * den 2. Jun. 1787 , dermalen in Otterstadt , Landkreis Speyer


Jacob Strauß von Merzbach im Untermainkr. , * den 21. März 1810, dermalen zu Winnweiler Landkreis Kaiserslautern

Baer Weinschänk von Roth im Rezatkr., * den 24. Dezember 1794 , dermalen zu Gaugrehweiler

IV. Klasse der notdürftig Befähigten

Samuel Frenkel von Hüttenbach im Rezatkr. , * den 30. Januar 1800 , dermalen in Fußgönheim Landkr. Speyer


Joseph Salomon Levi von Altenmuhr im Rezatkr. , * den 16. August 1793 , dermalen zu Dirmstein


Moritz Wormser von Landau , * den 2. Februar 1807 , dermalen in Edenkoben


Da der israel. Religionslehrer zu Marienthal Landkr. Kirchheim , Jacob Claus von Rülzheim gebürtig und im vorigen Jahr nur hinlänglich befähigt befunden , dann der frühere Religionslehrer zu Kindenheim Landkr. Frankenthal , Moses Katz vom Hammelburg im Untermainkr. gebürtig und im vorigen Jahr nur notdürftig befähigt , zur diesjährigen Prüfung nicht erschienen sind , so werden dieselben aus der Liste der israelit. Religionslehrer für den Rheinkreis gestrichen.


Speyer den 30. September 1829

Kammer des Innern
v. SEUTTER ,
LUTTRINGSHAUSEN , coll.


Amtsblatt der Königl. Baierischen Regierung des Rheinkreises 1829

niederrheinbaum
05.06.2010, 00:04
Hallo!

Liste jüdischer Einwohner, Hauseigentümer und Gewerbetreibender in Czernowitz zum 1.10.1913 (http://czernowitz.ehpes.com/new/hauster/Cz1914Total.html)

Viele Grüße, Ina

Juergen
02.12.2010, 20:34
Hallo Forscher,

hier ein Link zu einem dicken Buch (657 Seiten stark).
Es enthält sehr viele Namen und viele handschriftliche Eintragungen und ist eine Zusammenstellung verschiedener Originaldokumente
zum Thema Juden in deutschen Landen.

Auf Seite 1 steht:
Zu: St. A Königsberg Pr. Nr. 5577/1937
455 b
Findbuch-Auszüge "betr. Archivalien zur Geschichte der Juden-Frage.
( Staatsarchiv Königsberg)

Book contributor: Leo Baeck Institute Archives
Collection: microfilm

Hier der genaue Link:
http://www.archive.org/details/lbi_mastertest_jpg_1


Das Buch enthält nicht nur Infos zu Juden aus Königsberg in Preußen.
enthält:
General Juden Liste von Landsberg an der Warthe
pro Anno 1765 (handgeschrieben)

Außerdem enthält das Buch auch ein Verzeichnis der Schutz-Juden in verschiedenen Orten Pommerns, der Neumark, ua. Orten.

III-41a
Totenbuch Krotoschin (Prov. Posen), 1785 (in hebräisch)

Mohelbuch (Beschneidungen?)
Kurhessen 1802 - 44, 433 Einträge (in hebräisch)

Judenlisten Kurhessen, 1648 - 1744 (in deutsch)
Specification der Juden im Lande Anno 1646

III-4
Amtsblatt der kurmärkischen Regierung, Jahrgang 1814
Beilage: Verzeichnis der in den Städten und auf dem platten Lande des kurmärkischen Regierungsdepartements wohnenden Juden, ........seit 1812
Es folgt eine Auflistung der Namen nach Orten. (fraktur Druckschrift)

III-45
Judentabellen Kurmark, 1771 - 1801 (handschriftlich in deutsch)

III-46
Specifikation derer sämtlicher Chur-Märkischen Städten exklusive (ausser) Berlin
befindlichen Juden, .....
Aufgenommen in anno 1773 (Abschrift in Druckschrift, Schreibmaschine)

III-47
General Direktorium Kurmark, Juden Sachen, Generalia Specialia (in deutsch, handschriftlich)
Beginn: 1734, (enthält diverse Einträge über Verwaltungsangelegenheiten bzw. Aktenstücke mit Bezug zu Juden).

Stadt Berlin
Polizeisachen Generalia, Aktenstücke, ab 1734 (nur wenige Einträge, in deutsch, handschriftlich)

III-48
Landsberg an der Warthe, (Einträge ab 1724, in deutsch, handschriftlich)

III-50
Lippe
Verzeichnis der von den Juden im Fürstenthum Lippe gewählten Familien Nahmen.
"Als Beilage zum roten St. der lipp Intelligenzblätter 1810."

Achtung: sehr lange Downloadzeit.
__________________________________________________ ____________________

Übrigens, Personenstandsdaten der jüdischen Gemeinden Kórnik (Kreis Schrimm) und
der jüdischen Gemeinde Mosina (deutsch: Moschin) kann man aktuell online einsehen.



Viele Grüsse

Juergen

Pendolino
29.12.2010, 11:35
Hallo zusammen! :D

Hier finden sich Informationen über die Geschichte der Juden in Jebenhausen und Göppingen. (http://www.edjewnet.de/)

LiJan
01.01.2011, 11:49
Hallo zusammen,

habe folgenden Artikel gefunden:

Historische jüdische Zeitungen ins Internet
Jüdische Zeitungen vom 19. Jahrhundert bis heute sollen künftig im Internet verfügbar sein. Die israelische Nationalbibliothek und die Universität Tel Aviv gaben den offiiellen Startschuss für das gemeinsame Projekt "Historische jüdische Presse". Ziel sei es, hunderttausende Seiten jüdischer Zeitungen ab dem 19. Jahrhundert zu digitalisieren und ins Internet zu stellen. Auf der Website www.jpress.org.il sind bereits mehr als 400 000 Seiten von 20 jüdischen Zeitungen aus 13 Ländern verfügbar, darunter auch Zeitungen aus Deutschland.

(Quelle: Rheinische Post, 28.12.2010)

Klingerswalde39_44
05.01.2011, 13:13
Hallo,

ich habe heute zufällig diesen Link gefunden:

http://books.google.de/books?id=wQNJDbRcn4gC&printsec=frontcover&dq=Die+Judenb%C3%BCrgerb%C3%BCcher+der+Stadt+Berli n+1809-1851&source=bl&ots=4pkbQrNLTv&sig=EwX0Bt6cPWp3sarjdudgbInqCPE&hl=de&ei=2F8kTZe1Hob1sgaog83YAg&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=1&ved=0CBgQ6AEwAA#v=onepage&q&f=false

Herzliche Grüße, Gabi

Kai Heinrich2
26.01.2011, 19:23
Jad Vashem hat ein stetig wachsendes Erinnerungsarchiv.

Mit der Unterstützung von Google macht es seine Online-Fotoarchiv zugänglich:
http://collections.yadvashem.org/photosarchive





_

Shabd
15.11.2011, 10:30
Liebe Ahnenfreunde,
zuerst möchte ich einen herzlichen Dank an allen die mir im Forum so herzlich aufgenommen und einen Mail zugeschickt haben. Wie ich in meiner Vorstellung schon geschrieben habe, außerhalb von meiner eig. Familiengenealogie, sind versch. Projekte auf mich zugekommen. Eins davon betrifft die Stadt Arnstadt. Die US sowie israel genealog. Institut sind auf der Suche nach Bilder von den, zwischen 1933 und 1945, ermördete aufgelistete jüd. Familie die ich nach und nach auflisten werde.
Wenn jemand etwas über diese Menschen weiß, Bilder hat oder Bilder v. den Häuser wo sie gewohnt haben, bitte scannen Sie sie und schicken Sie sie bitte per e-mail. Ich werde sie weiter leiten. Falls jemand kein Scanner hat, bitte schreiben Sie mir, so daß wir einen anderen Weg finden können.
Da die Liste relativ lang ist, werde ich sie nach und nach durchgeben. Wer die ges. Liste auf einmal haben will, kann sie in die Archive v. d. Thüringer allgemein finden.

JÜDISCHE GEMEINDE 1933-1945
1.01 AMBACH,David, Pferdehändler, Ried 10, Veteran erster Weltkrieg 14-18,
1939 Auswanderung nach Amsterdam. Nach Auschwitz deportiert, ermordert in 1944.
1.02 AMBACH, Paula, geb.PUNT, Ried 10, Frau v. David AMBACH, nach Amster-
dam ausgewandert in 1939, ermordert in 1944.
1.03 APPEL, Mendel (Emanuel), Stoffhändler, Erfurter Str. 6, geb.am 26.09.1868 in Mannsbach b. Hünfeld, gest. am 09.12.1939 in Arnstadt.
1.04. APPEL Laura, geb.JÜNGSTER, Erfurter Str.6, Frau v. Mendel APPEL (X in Tann am 05.11.1899), geb.am 18.04.1874 in Tann, gest.in 1940 in Arnstadt.
1.05 APPEL, Max, Geschäftsmann, Erfurter Str.6, Son v. Mendel APPEL - geb am 09.07.1905 in Arnstadt, ausgewandert nach Cincinnati, Ohio, USA, gest. dort.
1.06 APPEL, Sophie, stenographin, Erfurter Str.6, Tochter v.Mendel APPEL, deportiert und ermordert nach 1940.
1.07 APPEL, Simon, Käufer, Erfurter Str.6, Bruder v Mendel APPEL, nach 1940 aus-
gewandert.
1.08 ARENDT, Arnold, Käufer, Unterm Markt 8, verschleppt nach Buchenwald in 1938. 1939, Auswanderung nach Buenos Aires, gest.dort in 1945.
1.09 ARENDT, Fanny,geb ADELSDORFER, Unterm Markt 8, Frau v. Arnold ARENDT,Schwester v.Rosa ROSENBERG. 1939, Auswanderung nach Buenos Aires, gest dort in 1958.
1.10 ARENDT, Siegbert, Unterm Markt 8, Sohn v.Arnold ARENDT, verheir. mit Hertha geb. SELBIGER, geb. am25.03.1903 in Arnstadt. 1938 Auswanderung nach
Montevideo, Uruguay, gest.dort in 1977.
1.11 ARENDT Manfred, Unterm Markt 8, Sohn v.Arnold ARENDT, geb. am 10.04.1907 in Arnstadt. Verschlept nach Buchenwald in 1938. Ausgewandert nach
Argentinia in 1938 durch die Hilfe seines Bruders Erich ARENDT. Gest. in Buenos Aires in 1948.
1.12 ARENDT Helmuth, Untrem Markt, Sohn v.Arnold ARENDT, geb. am 10.03.1915 in Arnstadt, Auswanderung nach England dann nach Buenos Aires in 1949.
1.13 ARENDT Erich, Unterm Markt 8, Sohn v.Arnold ARENDT, geb. am 09.04.1912 in Arnstadt. Auswanderung nach Buenos Aires in 1949.

Die Liste die mit A beginnt ist beendet. Nächste Nachricht bald mit weiteren Angaben.
Vielen Dank an allen
Bruno

Baitzer
05.01.2012, 17:23
Habe Familien-Stammbuch der Familie Loewenthal, Berlin erworben.

Heiratsschein Reg. Nr. 300/1925 Berlin 11
Julius Loewenthal, Glaser, Berlin
geboren am 15. Dezember 1901 in Berlin
mit
Ida Charlotte Margarete geborene Plate aus Berlin
geboren am 1. Juli 1902 in Neu-Weissensee
Eheschließung am 18. April 1925 in Berlin 11

Geburtsschein Reg. Nr. 1799/1925
Horst Daniel Fritz Loewenthal
geboren am (Datum liegt vor) in Berlin
gesiegelt am (Datum liegt vor) vom Pr. Standesamt Berlin Virchow-Krankenhaus

Kopie Sterbeurkunde Berlin-Wedding 3439/44
Der Angestellte Julius Israel Loewenthal, mosaisch,
wohnhaft in Berlin, Grenadierstraße 43
ist am 22. Oktober 1944 um 22 Uhr 00 Minuten
in Berlin, Iranische Strße 2, im Judenkrankenhause, verstorben.
Der Verstorbene war geboren am 15. Dezember 1901 in Berlin.
Vater: Daniel Loewenthal
Mutter: Sara Loewenthal, Geburtsname nicht bekannt,
beider letzter Wohnort nicht bekann. ...

Sterbeurkunde der Ehefrau aus dem Jahre 1994

Beglaubigte Kopie der Geburtsurkunde der Ehefrau aus dem Jahr 1993
Berlin-Weißensee Reg. Nr. 659/1902
Ida Charlotte Margarethe Plate ist
am 1. Juli 1902 in Neu-Weißensee, heute Berlin-Weißensee geboren.
Eltern:
Ludwig Richard Eugen Plate und
Auguste Agnes Yda Plate geb. Terno,
beide evangelisch und wohnhaft in Neu-Weißensee, jetzt Berlin.

Wer Interesse an den Unterlagen hat, bitte per PN melden.

Viele Grüße
Siegfried

saille
05.01.2012, 19:22
Hallo Siegfried,
habe auch ganz viele Löwenthals z.B. David Löwenthal 1857 - 1936 heiratet Johanna Moses geb 1857 Schlawe Pommern, verstorben 1936 und noch ganz viele andere. Wäre an näheren Informationen sehr interessiert.

LG,Petra

russenmaedchen
05.01.2012, 19:29
Hallo Petra,
ich habe zur Zeit das Judenbürgerbuch der Stadt Berlin 1798-1850 ausgeliehen.
Wenn du was wissen möchtest, schicke mir ne PN.
Viele Grüße, Sylvia

Baitzer
05.01.2012, 19:57
Hallo Petra,

ich habe nur die veröffentlichten Daten zur Familie Loewenthal. Es war ein Zufallsfund auf dem Trödelmarkt. Mich interessierte nur der Aufbau des Buches. Eine Verbindung zu meinem Forschungsgegenstand besteht nicht. Die ausgesparten Daten im Beitrag schicke ich per PN.

Viele Grüße Siegfried

GUWIHH
31.03.2012, 06:43
Liebe Mitforscher,
ich bin zwar schon einigermassen erfahren in der Suche nach meinen Vorfahren, aber seit kurzem stehe ich vor einem neuen Rätsel.
Meine Vorfahrin ist eine konvertierte Jüdin und aus den Taufunterlagen gehen nur noch die Namen der Eltern sowie ihr Wohnort in Hessen-Nassau um 1800 hervor.
Kontakt zu
http://www.ahnenreich.de/
hatte ich schon, komme aber nicht so recht weiter.
Wie kann ich weitermachen? Gibt es Aufzeichnungen analog zu den Kirchenbüchern? Wenn ja, wo (in welchen Archiven) besteht Aussicht auf Erfolg?
JewishGenHome hab ich mich angemeldet, komme aber ohne die geforderte 'Spende' von 100USD mit der Suche in der Datenbank auch nicht weiter.
Habt Ihr Tipps oder Ratschläge, wie ich systematisch weiterkomme?

Viele Grüße

Günter

GUWIHH
15.04.2012, 20:49
Hallo Mitforscher,
ich habe gerade die Inschriften der Grabsteine auf dem jüdischen Friedhof von Wasenbach bei Diez and der Lahn (Rheinland-Pfalz) erfasst. Diese sind zur Zeit in der alemannia-judaica noch nicht dargestellt.

Lesbar sind vier von sechs Grabsteinen:

Abraham Halberstadt
geb. 26. Juli 1838
zu Blessenbach
gest. 23. Juni 1905
zu Wasenbach

Gottschalk Strauß
* 17.9.1835
+ 16.10.1918

Karoline Strauß
geb. Löbensberg
geb. 12. Sept 1842
gest. 12. Aug 1923

Babette Strauss
geb. Sachs
-9.2.1854
28.10.1934

20 March 5695

Bei Bedarf kann ich Fotografien der Steine zur Verfügung stellen.

Günter

gisder
05.09.2012, 19:44
hallo an alle
ist noch jemand aktiv hier ??????

Cardamom
05.09.2012, 19:49
...das hängt davon ab, ob jemand auf eine konkrete Frage, die hier gestellt wird, eine Antwort oder einen weiterführenden Tip hat ...

liebe Grüße
Cornelia

Liisa
21.09.2012, 18:29
Buch "Die Geschichte der Juden zum Sternberg im Land zu Mecklenburg" von 1492:

http://digital.staatsbibliothek-berlin.de/dms/werkansicht/?PPN=PPN656982853&PHYSID=PHYS_0005

Grüße von Liisa

GunterN
18.11.2012, 13:12
Archivmaterial aus den USA:

http://www.lbi.org/digibaeck/

Cardamom
18.11.2012, 13:23
Archivmaterial aus den USA:

http://www.lbi.org/digibaeck/
Gerade wollte ich´s einstellen...
Das gesamte Archivmaterial des Leo-Baeck-Instituts in New York zur deutsch-jüdischen Kultur.
Mehr als 3,5 Millionen Seiten Archivmaterial, Kunstwerke, Fotografien, Memoiren, Bücher. Die Digitalisierung hat ca. 2,5 Millionen US-Dollar gekostet. Eine Fundgrube.

Matthias Möser
18.11.2012, 21:48
Sehr interessanter Link zur deutsch-jüdischen Kultur, kann ich nur bestätigen, für alle die hier suchen.

Gruß:wink:

Matthias

Dorothea
21.11.2012, 09:43
Hallo,

habe soeben dies zufällig entdeckt:

http://www.sztetl.org.pl/de/person/?lts=A

(enthält Personen von A-Z)

nach meiner Suche hier im Forum ist es wohl noch nicht bekannt.

Grüße Dorothea

Franzine123
11.01.2013, 15:45
Liebe Forscher,

ich bekam gerade per Liste den folgenden Link für die Forschung bezüglich Juden in Deutschland:

http://www.tenhumbergreinhard.de/19331945opfer/1933-1945-opfer-a/index.html

Hoffentlich hilfts dem einen oder anderen.

Mit besten Grüßen

Franzine123

Oikia
30.01.2013, 23:11
Hallo alle zusammen,

bisher bin ich in all den Links noch nicht fündig geworden...

Gibt es eine Möglichkeit Listen über Deportationen aus einzelnen Städten zu bekommen bzw. einzusehen?
Ich weiß, dass außer meinem Opa und einer Schwester, die nachweislich unehelich war, alle Kinder meines Urgroßvaters und er selbst in lagern waren. Der Uropa war wohl in Oranienburg - ob danach in Sachsenhausen oder ob nur in Sachsenhausen weiß ich allerdings (noch) nicht (Anfrage in Sachsenhausen läuft).

Aber ich möchte gern wissen, wo die anderen jeweils waren. Auch das Wann ist völlig unklar.

Und direkt noch eine Frage hinterher: Informationen über Enteignungen nur beim Stadtarchiv?! Oder gibt es Erfahrungen wo man noch suchen könnte?

Vielen Dank für Eure Hilfe,

Christina

gustl
31.01.2013, 02:12
Hallo Christina,

Du kannst versuchen mit den Suchbegriffen Deiner Stadt und dem Stichwort Deportationen zu googeln. In größeren Städten funktioniert das. Du bekommst dann für manche Städte Listen mit Transporten in die einzelnen Lagern. Dann kannst Du Deine Suche in diesen Lagern fortsetzen. Ich weiß aber nicht, wie das in kleineren Städten funktioniert und auch nicht, wie das in den besetzten Gebieten geht. Es gibt aber sehr viele Listen und Auskünfte.

Wenn Du dort nicht Deine Leute nicht findest, dann versuche, die Meldedaten an ihrem letzten Dir bekannten Wohnort zu bekommen.

Es gibt dann durchaus noch weitere Möglichkeiten an Auskünfte zu kommen, aber versuche es einfach mal so.

Viel Glück und beste Grüße
Cornelia

nikolee
03.03.2013, 11:19
Hier auf das bin ich geschotssen,wenn es euch helfen kann

http://www.jg-berlin.org/judentum/juedische-familienforschung.html

wolfusa
31.03.2013, 18:57
http://www.steinheim-institut.de/wiki/index.php/RabbinerHandbuch:1:Namenliste#A

LG Wolfgang

Matthias Möser
01.04.2013, 12:03
Hallo, Wolfgang!

Danke für diese interessante Seite, schon fündig geworden:

Dr. Salomon Cohn (geb.24.03.1822 in Biala (Zülz) / Oberschlesien und gest. 22.09.1902 in Breslau), Vorfahre meines Onkels.

Gruß + Frohe Ostern8-)

Matthias

Rieke
04.04.2013, 01:33
Hallo,

Bin zufaellig auf diese Datei gestossen.
Eine Liste von Namen, die in den 1930ern in juedischen camps auf die Emigration verbereitet werden sollten, damit sie Visa bekamen.

Zitat aus der Einleitung:

JEWISH "TRAINING" CAMPS IN GERMANY
In the 1930s thousands of Jews resident in Germany attempted to obtain visas to any country which
would take them. However, many did not have the family, financial or professional connections which
made this sometimes possible in the face of immigration restrictions around the world. This was particularly
true of young persons. German Jewish organizations prepared guides on how and where to
obtain visas, but it was evident that many prospective emigrants needed training in order to qualify.
This, in turn, led to the establishment of "training" camps all over Germany.

http://grossbreesensilesia.com/pdfs/32.pdf

Vielleicht hilft's jemandem.

Liebe Gruesse,
Rieke

Matthias Möser
04.04.2013, 21:16
Hallo, liebe Mitforscher!

Zum Jüdischen Friedhof und KZ - Friedhof in Binau am Neckar ( Neckar-Odenwald-Kreis ) und der Geschichte jüdischer Familien in diesem Ort gibt es folgende Homepage:

www.alemannia-judaica.de/binau_friedhof.htm (http://www.alemannia-judaica.de/binau_friedhof.htm)

Informationen zur KZ-Gedenkstätte Neckarelz e.V. finden sich unter: www.kz-denk-neckarelz.de (http://www.kz-denk-neckarelz.de).

Anbei der Link zum Jüdischen Friedhof in Hirschhorn am Neckar/Bergstraße im Bundesland Hessen, ca. 11Km vom Badischen Eberbach entfernt.
Der alte Friedhof liegt heute mitten im Wald unterhalb der Zufahrtsstraße zum Schloß Hirschhorn und dort wurden früher auch jüdische Mitbürger aus Eberbach, Neckarsteinach und Strümpfelbrunn bestattet.

www.alemannia-judaica.de/hirschhorn_friedhof.htm (http://www.alemannia-judaica.de/hirschhorn_friedhof.htm)

Gruß
Matthias

wolfusa
07.04.2013, 01:32
Hallo Matthias, das freut mich.
LG Wolfgang

Andi1912
11.08.2013, 20:38
Hallo zusammen,

diesen Zufallsfund möchte ich Euch nicht vorenthalten:

Liste mit Namen von Personen (und Institutionen), die 1936 enteignet wurden; mit Geburtsdatum und -ort; davon ca. 2/3 Juden:

:arrow: http://www.kinematographie.de/BE36.HTM

90.000 Namen von Personen, die von 1936-1945 enteignet wurden (jedoch ohne Geburtsdatum und -ort):

:arrow: http://www.kinematographie.de/BENAMEN.HTM.

Viele Grüße, Andreas

Matthias Möser
12.08.2013, 09:10
Hallo, Andreas!

Danke für das Einstellen dieser Listen, bin auch schon fündig geworden. Die Familie meines Onkels (Guttmann) aus Schlesien (Beuthen) wurde total enteignet, ebenso wie die Familie Hirschfeld, die nach Schweden emigrierte.

Es wurden ja selbst Naturfreunde- und Turnvereine (!) verboten - der glatte Wahnsinn des NS-Regimes.

Gruß nach HH:wink:
Matthias

jolimica
12.08.2013, 12:28
hiho

für das Hünfelder Land, insbesondere Burghaun, gibt es eine sehr schöne Seite von Elisabeth Sternberg-Siebert.

http://stolpersteine-burghaun.jimdo.com und
http://www.juedspurenhuenfelderland.de/die-opfer-des-holocaust/

Neben Namenslisten, mit Adresse und Deportationsort, sind dort eine Menge Fotos und Informationen zu finden.


lg jolimica

Andi1912
13.08.2013, 18:23
Hallo, Andreas!

Danke für das Einstellen dieser Listen, bin auch schon fündig geworden. Die Familie meines Onkels (Guttmann) aus Schlesien (Beuthen) wurde total enteignet, ebenso wie die Familie Hirschfeld, die nach Schweden emigrierte.
...

Gruß nach HH:wink:
Matthias

Hallo Matthias,

ich hatte mir schon gedacht, dass für Dich etwas dabei ist. :wink: Ergänzend hierzu der Hinweis, dass der Autor der Namensliste anbietet: "Wer dazu die entsprechenden Daten will, sende mir ein Email. Ich antworte auf alle Anfragen, aber leider verschwinden manche Emails (???): wenn ich also nach 3 - 4 Wochen nicht geantwortet habe, bitte nochmals als HTML-, RTF- oder DOS-Datei senden. Danke."

Die E-Mail-Adresse des Autors findest Du :arrow: hier (http://www.kinematographie.de/INDEX.HTM)!

Speziell für die Provinz Posen

Buch online lesbar [mit djvu-Browser-Plugin, 1035 Seiten]:

Aus Vergangenheit und Gegenwart der Juden und der jüd. Gemeinden in den Posener Landen; nach gedruckten und ungedruckten Quellen, 1909:
:arrow: http://www.wbc.poznan.pl/dlibra/docmetadata?id=14995&from=publication

Viele Grüße, Andreas

tempelritter
25.09.2013, 11:38
2 Bücher zum Thema Juden in Mecklenburg:

Ladewig - ein Mecklenburger Familienverband
http://www.gramenz.net/publikationen/?sLang=de
kurzer Einblick ins Buch über den link

Die Juden von Brüel (Mecklenburg)

Rieke
11.10.2013, 13:59
Zentrale Datenbank ermordeter Juden.
Man kann nach Namen und Orten suchen.

http://db.yadvashem.org/names/search.html?language=de


Liebe Gruesse,
Rieke

Matthias Möser
12.11.2013, 22:10
Hallo, liebe Mitforscher!

Am vergangenen Samstag wurde in Eberbach am Neckar (meiner Geburts- und Heimatstadt) der neu gestaltete Synagogenplatz und das Mahnmal feierlich eingeweiht. In der Nacht vom 09. auf den 10. November 1938 war die jüdische Synagoge von der SS niedergebrannt worden.:cry: Sie wurde erst 1913 eingeweiht.

Ein Großteil der Eberbacher Juden wurde in das Sammellager Gurs deportiert, wo viele elendig starben.

Bilder/Text zu der Einweihung findet ihr unter:

www.omano.de oder
www.ebch.de

Gruß
Matthias

sucher59
30.11.2013, 20:55
Hallo zusammen

Ich kann Auskunft geben aus dem Buch:

„von den Juden im Siegerland“ (Walter Thiemann 1968)

Darin enthalten: Namenslisten – Deportationslisten – Schicksale etc

Jüdisches Begräbnisfeld vom Hermelsbacher Friedhof – Siegen
Liste der Siegener Glaubensjuden v. 16.Juni 1933 , -geboren -und -abgemeldet nach-

Siegen
Opfer der Gewalt 1933 – 1945
Transport nach Zamosc (Polen) – 28. April 1942
Transport nach Theresienstadt (Böhmen) – 27. Juli 1942
Transport nach Birkenau ( Oberschlesien) – 15.März 1943

Hüttental – Siegen
Opfer der Gewalt - Deportationsliste

Hilchenbach
Ansässig gewesene Glaubensjuden
Opfer der Gewalt – Schicksale

Netphen
Opfer der Gewalt 1942 – 1943

Littfeld und Krombach
Die Familie Moses – Rosenhelm
Die Familie Levy Meyer
Die Familie Benjamin Meyer
Die Familie Raphael Meyer

Ferndorf
Opfer der Gewalt 1942 – 1943

Eiserfeld
Opfer der Gewalt

LG sucher59

Bien
06.01.2014, 19:01
Liebe Mitstreiter,

hier eine Buchempfehlung für eine gerade neu erschienene Chronik mit dem
Namen:

"... bei Dir ist die Quelle des Lebens... (Psalm 36) " Jüdisches Leben in
der Grafschaft und dem Fürstenbad Pyrmont,

von Manfred Willeke in Lügde.

Inhalt:

S. 4 Danksagung

S. 5 Gott an Abraham

S. 6-7 Ursprung der Juden

S. 8-17 Chronologische Übersicht zur jüdischen Geschichte 8-17

S. 17-18 Diaspora - die Zerstreuung

S. 19-21 Jüdisches Leben in der Grafschaft Pyrmont

S. 21-36 Die Entstehung der ersten jüdischen Gemeinde in der Grafschaft
Pyrmont im 16. Jahrhundert

S. 37-101 Die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Bad Pyrmont (Oesdorf)
seit 1720

S. 102-138 Die jüdische Gemeinde in Bad Pyrmont und der Nachbarstadt Lügde
im Dritten Reich

S. 138-141 Die Gründung der Jüdischen Kultusgemeinde in Bad Pyrmont 1945

S. 142-143 Max Born zieht nach Bad Pyrmont und erhält den Nobelpreis für
Physik

S. 144-162 Die jüdischen Friedhöfe in Bad Pyrmont und Lügde

S. 163-190 Aus dem Leben von Moritz Michaelis, eine jüdische Alltagschronik
des 19. Jahrhunderts

S. 191-255 Die jüdischen und andere Gastgeber, Pensionsinhaber und Kurgäste
seit dem 18. Jahrhundert

in Bad Pyrmont

S. 256-272 Die Adressen der Haus- Hotels- Gaststätten- und Pensionsinhaber
seit dem 18. Jahrhundert

S. 273 Hausbesitzer und Pensionsbetreiber aus der jüdischen Gemeinde im
Jahre 1933

S. 274-286 Klara Behnke u. Isak Katz: Die Entstehung und Entwicklung der
"Liberalen jüdischen Gemeinde

Bad Pyrmont" seit 1997

S. 287-297 Quellnachweise

S. 298-300 Literaturliste

S. 301-329 Namens- Sach- und Qrtsregister.

Der Preis beträgt 28,00 Euro (mit Versand 30,00 Euro).

Es ist ein sehr empfehlenswertes Buch!

Wer Interesse hat, bitte an: manfred.willeke(at)web.de


Viele Grüße
Rainer (Bien)

Jettchen
07.01.2014, 10:55
Hallo in die Runde,
ich weiß zwar nicht, ob meine Anfrage hierher passt.
Könnte einer von euch für mich eine Suche nach einer Person (Nathan Baer) bei jewish.gen einstellen?
Hier in diesem Forum bekam ich keinen Hinweis, auch alle meine Recherchen in Archiven blieben erfolglos. So wäre dies nun meine letzte Hoffnung.
Über Hilfe würde ich mich sehr, sehr freuen!
Grüße von Jettchen

renatehelene
07.01.2014, 19:18
Hallo Jettchen,

da müßtest Du noch mehr Angaben machen z.B. Geb.Ort; geb. wo/wann
Der FN Baer ist sehr verbreitet!!!!!

LG Renate

Jettchen
07.01.2014, 21:51
Hallo Renate,
das war mir schon selbstverständlich. Ich hatte ja schon einmal in diesem Forum mit genauen Angaben nach dieser Person gesucht, leider ohne Erfolg. Deshalb wollte ich jetzt erst einmal nachfragen, ob jemand grundsätzlich bereit wäre, mir bei dem anderen Forum zu helfen. Dann würde ich natürlich alle weitern Daten weiter geben.
Danke aber für dein Nachfragen. Selbst merkt man ja oft gar nicht, wo andere Leser Schwierigkeiten haben, weil man selbst so genau in der Materie drin steckt.
Viele Grüße
von Jettchen

renatehelene
08.01.2014, 19:54
Hallo Jettchen,
habe Deinen "alten" Eintrag gelesen und werde pöapö mal bei JewishGen
gucken; kann aber ne Weile dauern.

LG Renate

Jettchen
08.01.2014, 22:02
Hallo Renate,
das wäre ganz arg nett von dir!!!
Allerdings habe ich inzwischen in Frankfurt an allen nur möglichen Stellen, auch am hess. Hauptstaatsarchiv, recherchiert - allerdings ohne jeglichen Erfolg. Nathan Baer kann also nicht in Bockenheim oder Frankfurt geblieben sein.
Deshalb wäre jetzt mein letzter Versuch jewish.gen, ob vielleicht irgendwo auf der Welt Nachkommen von ihm sind.
Nun habe ich meine Anfrage folgendermaßen formuliert:

Ich bin auf der Suche nach NATHAN BAER/BÄR * geb. 4.11.1859 in Bockenheim bei Frankfurt.
Da sein Name leider häufig ist, ist die Angabe der Eltern wichtig.
Sie heißen: Abraham Bär, Schuhmacher, und Henriette/Jettchen geb. Stern.

Der von mir Gesuchte ist auf jeden Fall nicht in Frankfurt:
· der Bankbeamte, Eschersheimer Landstraße 103 II beerdigt 06.12.1923.
· der Inhaber einer Kartonagenfabrik, die sich 1920 Kronprinzenstraße 59 befand. Wohnhaft war er um 1910 Bergweg 13, 1920/21 Sandweg 18 - beerdigt 06.09.1921.

Ich bereits an allen möglichen Stellen recherchiert, ohne eine Spur von ihm gefunden zu haben.
Hat er in einen anderen Ort geheiratet?
Ist er in die USA ausgewandert?

Ein ganz, ganz herzliches Dankeschön für deine Hilfe
von Jettchen

Rieke
09.01.2014, 00:27
Hallo Jettchen,

Ich nehme ja stark an, dass Du diese Quelle kennst, aber hier ist sie trotzdem;

http://www.stolpersteine-frankfurt.de/downloads/doku2008.pdf Seite 61

Liebe Gruesse,
Rieke

Jettchen
09.01.2014, 09:56
Danke Rieke für den Hinweis. Diese Quelle kenne ich tatsächlich und habe dort selbst mehrfach einige Steine setzen lassen - u.a. für die Schwester des Nathan und ihren Mann. Die Menschen der Initiative in Frankfurt leisten einen enorm wichtigen und engagierten Beitrag zur Versöhnung. Zu den Opfern des Holocaust gehört Nathan nicht, zumindest habe ich nirgends eine Spur von ihm gefunden. Entweder ist er früher verstorben oder er ging ins Ausland. Meine Hoffnung ist ja das Letztere.
Viele Grüße
Jettchen

lajobay
16.01.2014, 11:25
Hat Jemand von euch Kenntnis bzw. eigene Erfahrung mit der Verfügbarkeit der "Ergänzungskarten" (für jüd.Bürger) im Rahmen der Volkszählung 1939 ? Diese sind im Bestand R 1509 Reichssippenamt beim Bundesarchiv , Dienstort Berlin-Lichterfelde microverfilmt. Es gib auch eine 5seitige PDF-Info des Bundesarchiv. Darin steht u.a. dass diese "Volkszählungs-Datenbank" auf Antrag wissenschaftlichen Benutzern zur Verfügung stände. Daraus leite ich ab: kein Nutzung für Privatpersonen ? Im Widerspruch dazu eine Seite weiter aber die Formulierung "damit bilden die Ergänzungskarten eine wichtige Quelle für Angehörige, Familienforscher..."
Hat Jemand von euch als Privatperson / Hobbyforscher dort in Berlinschon mit diesem Archivbestand gearbeitet?
Hier auch mal die Link zur PDF: https://www.bundesarchiv.de/imperia/md/content/abteilungen/abtr/internet_zu_volksz_hlung__mit_faksimile_-1.pdf
Grüsse aus Oberbayern, Lars

DerChemser
20.01.2014, 11:34
Ich habe Dokumente und Unterlagen zu folgenden jüdischen Personen aus und um Bratislava:

Armin ADLER, später umbenannt in Armin Ambrosi oder so ähnlich
Simon ADLER
Sarlota ROTTENSTEIN
Valeria KRAMER
Maximilian KRAMER
Elena FERDINAND

Bei Interesse einfach melden.

Grüße Tom

herby
20.01.2014, 12:34
Hallo Freunde,

jüdische Stammbäume aus Meckenheim liegen mir für folgende Familien vor:

Arensberg, Berlin, Bier, Juhl, Mendel, Salm und Salm/Wolff

Wenn also jemand eine Frage hat.....

Viele Grüße
Herbert

Elfchen21
23.01.2014, 21:41
Wer in Frankfurt forscht - hier hat sich auch viel getan, was man online finden kann.

Das Ele Toldot von Schlomo Ettlinger wurde vom Leo Baeck Institute online gestellt (ja, es ist wahr). Dort findet man ein Blatt mit Daten zu jedem Juden, der in Frankfurt verstarb, von 1241-1824. Wen Ettlinger nicht hat, den findet man wohl auch kaum anderswo.

http://access.cjh.org/home.php?type=extid&term=258967#1

Wer dann die passenden Grabsteine suchen und finden möchte, kann sich bei der epigraphischen Datenbank des Steinheim-Instituts versuchen:

http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat

Dort habe ich schon sehr freundlich Auskunft erhalten.

Ich besitze außerdem eine Fassung des "Stammbuch der Frankfurter Juden" von Alexander Dietz von 1907. Es geht ein bißchen weiter als das Ele Toldot, und ich kann gerne etwas heraussuchen, wenn jemand eine konkrete Frage hat.

Grüße,
Kathrin

Jettchen
24.01.2014, 19:41
Hallo Kathrin,

wie du etwas weiter oben siehst, suche ich nach Nathan Baer, * geb. 4.11.1859 in Bockenheim/Frankfurt. Er gehört nicht zu der Buchhändlers-Familie Baer.
Vermutlich wirst du mir da auch nicht weiterhelfen können. Wenn ja, wäre das einfach genial!

Findest du etwas zu seinen Eltern?
Abraham Bär, Schuhmacher in Bockenheim (17.8.1828-28.11.1883) verh. mit Jettchen/Jachet/Henriette Stern (geb. 1818 od. 19 in Vilbel gest. 29.5.1909 in Frankfurt)
Die Gräber von Beiden habe ich gefunden.

Abrahams Eltern waren:
Jacob Hirsch Bär(Bürger und Handelsmann/Bockenheim) (ca.1785 - 25.7.1856)
verh. mit Kehla/Kilche/Caroline (geb. zw. 1785 u. 1795 in Meerholz oder Mittlau gest. 12.4.1852 in Bockenheim)
Auch diese Gräber habe ich gefunden.

Jacob Hirschs Vater hieß Menachem. Hat er bereits in Bockenheim gelebt?

Ob du mehr zu den Familien finden kannst? Das wäre echt toll!
Von Jacob Hirsch habe ich 6 Kinder, von Abraham 3, mehr dürften es bei ihm nicht sein.

Danke für dein Angebot.
Viele Grüße
von Jettchen

Elfchen21
26.01.2014, 11:21
Hallo Jettchen, bei Dietz findet sich auch nur die Buchhändlers-Familie Bär aus Bockenheim. Das Problem bei dir ist wohl, dass Bockenheim in dem Sinn damals nicht zu Frankfurt gehört, und somit in den o.g. Quellen diese Personen nicht erfasst wurden. Ich nehme an, dass du schon beim Standesamt Ffm nachgefragt hast wg. Sterbeurkunden von Jacob Hirsch und Caroline? Die Bestände dort reichen teilweise bis 1850 zurück ,ich besitze die Kopie einer Heiratsurkunde von 1849. Gruß, Kathrin

Jettchen
26.01.2014, 14:06
Danke, Kathrin, fürs Nachschauen und Antworten!
Ja, ich habe bereits alle nur möglichen Stellen kontaktiert. Aber wer weiß, manchmal stößt man ja doch durch Zufall auf eine neue Spur. Ich gebe die Hoffnung nicht auf.
Dein Angebot war aber ganz arg nett.
Einen guten Rest-Sonntag wünscht dir
Jettchen

Patrick Gassmann
17.06.2014, 17:04
Hallo

Ich bin ganz neu in diesem Forum und schreibe von Straßburg (Frankreich)

Ich suche die Vorfahren von Roeschen Bamberger geboren am 24 Februar 1812 (oder in Hungen bei Giessen, oder in Ungarn)
Ihren Eltern waren Jacob Bamberger, israelitischen Vorsänger und Religionslehrer, und Henriette Eismann.

Sie hat am 21 November 1841 Adolph Heimreich (evangelische Religion) in Gießen geheiratet und hat dann den Vornamen Sophie Luise genommen.

Es wäre wirklich nett, wenn jemand mir helfen könnte, da ich im Bereich jüdische Familienforschung nicht so vertraut bin.

Sie können mich auch direkt an diesem email kontaktieren:
gassmann_genea AT orange.fr

Mit freundlichen Grüßen

Patrick Gassmann

FrauRuch
27.06.2014, 17:30
Hallo!

http://www.a-h-b.de/AHB/Listen/Bischofsheim.htm

Diese Website hat einige 1808 Namensänderungslisten und einige Beruf und später einige Volkszählungen für einige Städte. Ich habe die Berufsliste für Schwegenheim, wenn sie jemand will.

In der Alemannia Judaica heißt es "1809/10 Werden folgende jüdische Familienvorstände genannt:. Gottlieb in Schwegenheim Löb, Hersch Löb, Walter Herschel und Levi Herz." Während der Erforschung fand ich, dass Herz Moise und Häle Feis und mindestens zwei ihrer Kinder in einem dieser Haushalte lebten. Gottlieb Löb war sein Schwager.

Dann kam 1808 das Namensänderungsrecht. Was ich seltsam fand, war, dass ein Kind von ihnen an anderer Stelle im Jahre 1796 geboren wurde, Max Baer, und zwei Kinder, geboren 1803 und 1806 in Schwegenheim, wurden Goldbergs, und ein Kind, im Jahr 1813 geboren, wurde Loeb.

Regards, Kathy

Xtine
11.08.2014, 11:13
Auf findbuch.net (http://www.findbuch.net/homepage/index.php) findet man unter dem Link "Deutschland" -"Vereinsarchive" - "Spuren finden" Namen und Daten zu:

(http://www.spurenfinden2.findbuch.net/php/main.php?ar_id=3266)»Euthanasie« Opfer im Münsterland (http://www.spurenfinden2.findbuch.net/php/main.php?ar_id=3266)
jüdische Opfer (http://www.spurenfinden.findbuch.net/php/main.php?ar_id=3265)

sucher59
05.10.2014, 07:46
Hallo zusammen

Ich kann Auskunft geben aus dem Buch:


Die jüdischen Friedhöfe im Kreis Siegen-Wittgenstein.

1991 - Dietermann, Morgenstern-Wulff, Röcher, -Siegerland e.V.-

Inhalt: Friedhöfe mit Namenlisten

1. Friedhof Burgholdinghausen
2. Friedhof Hilchenbach
3. Jüdischer Friedhof Siegen am Lindenberg
4. Jüdischer Friedhof Siegen in der Hermelsbach (inkl. Kindergräber)


.

Katrin86
02.12.2014, 21:29
hallo
ich bin mir nicht sicher,ob das hier passt, aber gibt es irgendeine möglichkeit jemanden zu finden, von dem man nichts weiß? also meine uroma ernestine clara clemenz hat wohl 3 kinder zur welt gebracht. davon war eines mein opa herbert clemenz. leider habe ich keinerlei hinweise auf den vater von herbert, außer dass er wohl jude gewesen sein soll (was erklären würde wieso die ganze väterliche seite im ariernachweis ausgelassen wurde). verheiratet war clara nie und die kinder sind wohl auch von verschiedenen männern.

kann mir einer bei diesem problem weiterhelfen? oder ist es aussichtslos?

Keks161
02.12.2014, 22:14
wenn du das Geburtsdatum und den Geburtsort weiß, würde ich erstmal bei dem zuständigen Standesamt/ Archiv anfragen... Zwecks beglaubigter Abschrift aus dem Geburtsregister.
Normalerweise müsste der Vater in der Geburtsurkunde angegeben sein...

Falls mann keine Anhaltspunkte zur Geburt hat und die Person schon verstorben sein sollte, kann man es auch über die Sterbeurkunde probieren.
Bei einer beglaubigten Abschrift stehen dort meistens auch die Geburtsdaten drauf bzw die Nummer aus dem Geburtenregister und das zuständige Standesamt.

Vorausgesetzt du hast diese Möglichkeit noch nicht ausgeschöpft?!

Je nachdem wäre auch eine Anfrage bei der zuständigen Kirchengemeinde möglich... Vielleicht wurde dein Opa ja getauft, dann könnte es einen Taufeintrag geben.

Wir haben hier viele Mitforscher die dir bestimmt sagen können zu welcher Kirchengemeinde der Geburtsort gehört, ob die KBs vorhanden und eventuell schon verfilmt sind und wo man sie gegebenenfalls einsehen kann.

Mehr fällt mir leider momentan auch nicht ein...

Ich hoffe ich konnte vielleicht helfen.

LG

Katrin86
04.12.2014, 07:29
Danke für so eine schnelle Antwort.

Die Geburtsurkunde meines Opas habe ich, allerdings gibt es keinen Vermerk auf den Vater. Da meine Urgroßeltern nicht verheiratet waren gibt es dort auch keine Urkunden und eine Vaterschaftsanerkennung war wohl nicht so üblich wie heute.
Ich habe mal meine Mutti gefragt, wieso in meiner Geburtsurkunde mein Dad nicht eingetragen ist und sie hat mir gesagt, dass das damals nur bei Verheirateten Eltern geschehen ist. Sie haben allerdings eine Vaterschaftsanerkennung machen lassen, sonst gäbe es auch von mir keinen Nachweis wer mein Vater ist...auch wenn ich solche Regelungen echt eigenartig finde, denn Vater ist Vater, egal ob verheiratet oder nicht.

Rieke
04.12.2014, 13:52
Hallo Katrin86,

Das war - und ist - wohl einfach so: bei unverheirateten Eltern wird der Vater nur dann eingetragen, wenn a) die Mutter den Vater angibt und b) der Vater das Kind als seins anerkennt. Das kann dann auch spaeter erfolgen und wird im Register vermerkt. In den Matrikeln findet man dazu oft Nachtraege.
Wenn der Vater Deines Opas nirgendwo genannt ist und auch sonst keine weiteren Hinweise aus anderen Quellen vorliegen (Briefe, evtl. Unterhaltsklagen oder aehnliches) dann wird die Suche nach ihm erfolglos bleiben.

Dass der Ariennachweis auf der Seite leer geblieben ist, heisst nur, dass der Vater und demzufolge seine Eltern, Grosseltern nicht bekannt waren. Daraus kannst Du keine weiteren Schluesse ziehen.

Liebe Gruesse
Rieke

Andi1912
05.12.2014, 18:18
Hallo zusammen,

diesen schauderhaften aber genealogisch interessanten Linktipp eines Forenmitglieds, der in diesem Thema noch nicht genannt wurde, möchte ich Euch nicht vorenthalten:

Diverse Scans von Deportationslisten aus vielen Gebieten des Deutschen Reichs in die verschiedenen Konzentrationslager findet man hier:

:arrow: http://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger.html

Die Seite scheint noch in Bearbeitung zu sein:

Eine Zusammenstellung aller Deportationstransporte aus dem Deutschen Reich und deren Auswertung unter Einbeziehung von Deportationslisten ist schrittweise geplant.


Viele Grüße, Andreas

Katrin86
31.12.2014, 14:00
Hallo. Ich bin beim Stöbern auf diesen Link hier gestolpert und da ich ihn hier nicht finden konnte, stell ich ihn einfach mal rein.

http://www.tenhumbergreinhard.de/transportliste-der-deportierten/index.html

Rieke
10.02.2015, 16:53
Hallo,

Ich weíß nicht, ob dieser Link hier schon einmal eingestellt wurde.

Diese Publikation (https://archive.org/stream/juedischesgemeinreel01#page/n0/mode/1up) läßt sich mit der "bordeigenen" Suchfunktion sehr gut nach Namen durchsuchen.

Liebe Grüße
Rieke

Andi1912
03.03.2015, 18:31
Hallo zusammen,

das Namensverzeichnis der Niederlausitzer Juden, auf das in diesem Thema bislang noch nicht hingewiesen wurde, wurde im Januar 2015 aktualisiert und in zwei Verzeichnisse aufgeteilt:

Namensverzeichnis der Niederlausitzer Juden A-L
:arrow: http://www.luckauer-juden.de/nvz1.html

Namensverzeichnis der Niederlausitzer Juden M-Z
:arrow: http://www.luckauer-juden.de/nvz2.html

Enthält Namen und Daten von Juden aus den Landkreise Luckau, Lübben, Calau, Crossen/Oder, Cottbus, Forst, Sorau, Guben und Spremberg in der Provinz Brandenburg.

Viele Grüße, Andreas

Matthias Möser
30.03.2015, 21:35
Hallo, liebe Mitforscher!

Bin neben den Orten Michalkowitz, Königshütte, Eintrachthütte in Oberschlesien nunmehr auch in Schwientochlowitz dem FN Guttmann auf der Spur....aus dem Archiv Kattowitz liegt mir der standesamtliche Eintrag Nr. 97 von 1897 ,der Hochzeit des Kaufmanns Bernard Guttmann mit Dorothea Weissenberg vor, deren Eltern beide in Schwientochlowitz wohnhaft waren. Ironie bei der Sache: Tochter des Gastwirts A heiratet Sohn des Gastwirts B.

Falls weitere Guttmanns aus dem genannten Ort auftauchen sollten, bitte ich um Eure Mithilfe:).

Danke und Gruß aus Nordbaden:wink:

Matthias

Rieke
30.03.2015, 22:24
Hallo Matthias,

Ich nehme ja an, diese Datenbank :arrow:http://online-ofb.de/famlist.php?ofb=juden_nw&b=A&lang=de ist Dir bekannt?

Leider nichts direkt zu Deinem Ort :-(

Liebe Gruesse
Rieke

Matthias Möser
30.03.2015, 23:38
Hallo, Rieke!

War mir noch nicht bekannt:o - danke für Deinen Hinweis!

Liebe Grüße:wink:
Matthias

Rieke
30.03.2015, 23:42
Hallo Matthias,

Gern geschehen :D
Zu dem Namen Guttmann gibt es ja einige Treffer, vielleicht ist ja auch was fuer Dich dabei.

Liebe Gruesse
Rieke

Svenja
27.04.2015, 23:44
Hallo zusammen

Beim Stöbern in den Geburts- und Heiratseinträgen von Sierentz im Département Haut-Rhin in Frankreich ist mir der Name Dreyfus aufgefallen.

Hier werden sie als Mitglieder der jüdischen Gemeinde von Sierentz bezeichnet:
http://de.wikipedia.org/wiki/Sierentz

Wer also diese Familie Dreyfuss erforschen möchte findet die Einträge hier:

http://www.archives.haut-rhin.fr/Services_Actes_Civils.aspx

Die Sterbebücher von Orléans findet man auf der Website der Archives Municipales d’Orléans online.
Der folgende Eintrag stammt aus dem Buch: Décès – 26 octobre 1870 – 31 décembre 1870.

Sterbeeintrag Nr. 1823, Seite 99, Montag 21.11.1870,
Ulrich Levi, Soldat im 39. Linien Infanterie Regiment (wohl der französischen Armee)
geboren in Niederbronn, Bas-Rhin, Eltern: Leopold Levi und Thérèse Barbe Dreyfus.
Ulrich Levi ist am 20.11.1870 um 2 Uhr nachmittags im Hotel Dieu (Hospital) in
Orléans gestorben, wo er sich seit dem 07.11.1870 aufhielt.

http://archives.orleans.fr/arkotheque/client/amorleans/etat_civil/etat_civil_resu_rech.php

Ulrich Levi war zum Zeitpunkt seines Todes 24 Jahre alt, wurde also um 1846 herum geboren.
1846 gab es in Niederbronn-les-Bains im Département Bas-Rhin offenbar mehrere Familien namens Levi.

Ich glaube der richtige Geburtseintrag ist derjenige vom 30. Januar 1847,
Vater: Leopold Levi, Mutter: Thérèse Rachel Dreyfuss
http://etat-civil.bas-rhin.fr/adeloch/adeloch_accessible/index.php

Gruss
Svenja

Svenja
26.08.2015, 15:28
Hallo zusammen

Ich habe wieder mal zufällig eine interessante Website gefunden. Wer nach jüdischen Personen sucht, die während der Shoa
in Italien in Lagern waren oder von dort in KZs im Osten deportiert wurden, könnte hier mehr Informationen finden.

Es sind auch in Deutschland geborene Personen dabei, zum Beispiel
Bona Guggenheim, Tochter von Isidor Guggenheim, geboren in Geislingen.
Bona war verheiratet mit Albin Bachmann und hatte einen Sohn namens
Fritz Bachmann, der 1921 in Nürnberg geboren worden war.
Bona und Fritz wurden am 05.04.1944 vom Campo Fossoli nach
Auschwitz deportiert, wo sie am 10.04.1944 ankamen.

http://digital-library.cdec.it/cdec-web/persone/detail/person-3240/guggenheim-bona.html#n

Gerade sind mir im Intelligenzblatt der Stadt Bern in der Schweiz folgende Einträge aufgefallen:

Ausgabe vom Freitag 28.04.1854, Seite 7
Samuel Bloch, von Emmendingen, Grossherzogtum Baden, Pferdehändler in Nr. 22 an der Aarbergergasse in Bern.

Ausgabe vom Dienstag 05.01.1858, Seite 2
Termin zum Geldstag: von Leo Bloch, von Hegenheim, Hebräer, in Bern.

Ausgabe vom Montag 08.05.1865, Seite 1: Amtliche Güterverzeichnisse im Amt Bern:
Jakob Bloch, von Hegenheim, Departement Oberrhein in Frankreich, gewesener Pferdehändler in Bern.

Ausgabe vom Mittwoch 05.07.1865, Seite 3: Amtliche Güterverzeichnisse im Amt Bern:
Jakob Bloch, von Hegenheim, Departement Oberrhein in Frankreich, gewesener Pferdehändler in Bern.

Ausgabe vom Freitag 22. Oktober 1875 auf Seite 4:
Verstorbene, 13. September 1875: Bloch Nathan, von Belfort in Frankreich, Pferdehändler, 74 Jahre alt.

Vom Intelligenzblatt der Stadt Bern sind Ausgaben von 1834-1922 online einsehbar:
http://intelligenzblatt.unibe.ch/Default/Skins/BernA/Client.asp?Skin=BernA&AppName=2&AW=1440617596356

Im Sterbebuch von Belfort von 1875-1880 und den Volkszählungen von 1872
sind mir nebst dem Namen Bloch noch die Namen Levi und Dreyfuss aufgefallen.

Die Standesamtseinträge und Volkszählungen von Belfort findet ihr im
Online-Archiv der Archives Départementales Territoire de Belfort.
http://www.archives.territoiredebelfort.fr/?id=etat_civil

Gruss
Svenja

Schneerose
08.01.2016, 20:40
Für einige sicher interessant und hilfreich.
Suchdienst stellt Fotos, Briefe und Schmuck aus Nazi-KZs online

https://digitalcollections.its-arolsen.org

LG
Schneerose

zula246
07.02.2016, 22:43
Hallo
Ich gebe Auskunft über jüdische Bewohner Breslaus , die 1941 -43 abtransportiert wurden in die Durchgangslager von Tormersdorf, Grüssau und Riebnig zum Weitertransport in die Vernichtungslager im Osten
Dies sind Auszüge aus einem polnischen Buch auf Grundlage von Dokumenten die im Staatsarchiv in Wroclaw liegen
Angegeben werden die Namen , Vornamen sehr oft der Geburtstag und -ort
Anfragen per PN
http://forum.ahnenforschung.net/showthread.php?t=131019
Gruß Robert

ulla76
05.03.2016, 18:27
Hallo zusammen,
ich weiß nicht ob ich hier richtig bin mit meiner Anfrage aber wenn nicht dann bitte entsprechend verschieben.

Ich bin auf der Suche nach verschiedenen Personen und Orten.
Es geht um:
Marcus Romm und Maria Bach vermutllich in Kreis Samter geheiratet, 2 Söhne sind dort geboren:
Julius *1837 und Isidor *1852 Romm in Samter Kreisstadt
wo finde ich die jüdischen Kirchenbücher um noch mehrere Daten, Kinder etc. zu erhalten?

FN Prager :
-Abraham Gerson *1.3.1831 Neustadt Pinne oo Henriette Cohn *1.4.1833 Dirschau
-Hermann * ca. 1824 Neustadt Pinne oo Helene Noah *1825 in Ostrowo beide dort verstorben
( die Sterbeurkunden von allen 4 liegen vor)

diese Herren sind ggf. Brüder und das würde ich gerne prüfen.
Ich suche auch hier die Kirchenbücher Taufe und Heirat
sowie die Hochzeiten in Ostrowo oder Dirschau.
Die Kirchenbücher von Pinne gibt es wohl aber nicht mehr
Wo kann ich Dirschau und Ostrowo finden?? Liegen die auch in den Staatsarchiven?

Für Tipps wäre ich sehr dankbar.

Vielen Dank und Gruß Ulla

Rieke
05.03.2016, 20:53
Hallo Ulla,

Ich kann Dir nicht weiterhelfen, aber moechte einfach fragen, ob Du auf dieser website (http://online-ofb.de/famreport.php?ofb=juden_nw&ID=I64284&nachname=ROMM&modus=&lang=de) schon gesucht hast?

Wenn du es noch nicht gemacht hast, dann schreib doch einfach mal den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches an; er hat in seinen Unterlagen vielleicht noch mehr Verknuepfungen zu den Namen.

Liebe Gruesse
Rieke

ulla76
05.03.2016, 21:05
Hallo Rieke,
ja da habe ich schon geschaut, dudurch habe ich einen Sohn gefunden ich habe Herrn Paul schon angemailt.

Da ch gerne noch parallel suchen wollte hab ich meine Frage hier noch eingestellt, zumal es ja auch um Pinne, Dirschau und Ostrowo geht.

Aber trotzdem vielen Dank für den Hinweis, ich kannte die Seite bis vor 4 Tagen auch nicht obwohl ich doch immer mal dort suche. ;-)

VG Ulla

Rieke
05.03.2016, 21:57
Hallo Ulla,

Es ist manchmal schwer zu entscheiden, ob jemand schon was kennt oder nicht, und daher schick ich lieber auch mal was doppelt... Man weiss ja nie :D

Ich wuensche Dir viel Erfolg bei Deiner Suche.

Liebe Gruesse
Rieke

ulla76
05.03.2016, 22:09
ja das kann man schlecht erkennen, deswegen sag ich nochmal danke
denn es war echt nur ein zufall das ich das gefunden hatte.

Ich hoffe das noch jemand tipps zu Dirschau oder Ostrowo hat.

Hab schon in den Standsamtunterlagen gesucht, aber der eigentliche Zeitrum ist leider vor 1874....

Schönes Wochenende
lg ulla

Matthias Möser
17.11.2016, 10:14
Hallo, liebe Mitforscher!

Bei der Recherche zu den jüdischen Vorfahren meines noch lebenden Onkels in Wales (FN Guttmann/Lazarus/Cohn) bin ich bei der Namensuche COHN ( ein weit verbreiteter Name auch in Breslau!) auf die Tagebücher von Willy Cohn zum Untergang des Breslauer Judentums 1933-1941 gestoßen und habe diese z.T online gelesen. Es ist ein erschütterndes Zeitdokument ,wie systematisch die Nazis das Judentum in Breslau schikaniert und vernichtet haben! Willy Cohn, seine zweite Frau Gertrud sowie die beiden Töchter Susanne (10 J.) und Tamara (3 J.) wurden am 25.November 1941 zusammen mit über tausend Breslauer Juden nachKaunas in Litauen deportiert und dort bei der Ankunft im Lager/Fort IX erschossen. Die Leichen wurden in Massengräbern im Wald verscharrt.
Willy Cohn hatte auch am 1.Weltkrieg teilgenommen und das Eiserne Kreuz erhalten.
Von den Transporten nach Kaunas gibt es Transportlisten im Intenet.

Bei den Recherchen zu den gesamten Transporten der jüdischen Bevölkerung aus Breslau fielen mir auch besonders jene auf, die ursprünglich in der Viktoriastrasse beheimatet waren, wo meine Großeltern bis Januar 1945 gewohnt haben.

Diese Tagebücher kann ich nur empfehlen, einmal selbst zu lesen.

Gruß:wink:
Matthias

Rieke
17.11.2016, 13:46
Hallo Matthias,

Vielen Dank für diesen Fund.
Hast Du vielleicht einen Link, wo man das Tagebuch lesen kann?

Liebe Grüße
Rieke

Matthias Möser
17.11.2016, 15:12
Hallo, Rieke!

Danke für Dein Interesse. Im net finden sich ja viele Seiten, wenn man den Namen "Willy Cohn" eingibt. Der Titel seiner Tagebücher heißt: "Kein Recht, nirgends" von Norbert Conrads.
Einen Auszug der Tagebücher findest Du hier: https://books.google.de/books?isbn=3412329053.
Ich werde mir wahrscheinlich das komplette Buch zulegen, es müßte auch über Fernleihe zu bekommen sein!

Im Anhang ein Photo seiner Frau und der beiden jüngsten Kinder. Alle bis auf seine drei ältesten Kinder, die vorher emigriert sind, wurden umgebracht!

Liebe Grüße:wink:
Matthias

zula246
18.11.2016, 16:32
Hallo
Hier ein Findbuch des Staatsarchivs von Wroclaw über die Geschichte des Judentums in Breslau , es sind sehr viele persönliche Akten auch genannt , die man im Archiv dann bestellen oder einsehen kann
https://books.google.de/books?id=Dxdc5JaffckC&pg=PA282&lpg=PA282&dq=findbuch+staatsarchiv+breslau&source=bl&ots=W0XlAOwHWM&sig=jSkB3zRvhKuGMBKGv3kV06Ug9EA&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiH_JCKzLLQAhXhDMAKHQHaDXwQ6AEISzAH#v=on epage&q=findbuch%20staatsarchiv%20breslau&f=false
es sind zB. sehr viele Cohns dabei
Gruß Robert

Matthias Möser
18.11.2016, 16:37
Hallo, liebe Mitforscher,

bei meinen Recherchen zum Judentum in Breslau zwecks Vorfahren meines jüd. Onkels und der Geschichte von Willy Cohn (Tagebücher 1933-1941) bin ich was den Ort Kaunas in Litauen angeht unfreiwillig auf den Massenmörder Karl Jäger - Leiter des 3.Einsatzkommandos der SS in Litauen (siehe "Jäger-Bericht) gestoßen, der sich u.a damit vor den SS-Schergen Himmler und Heydrich rühmte, Litauen gegen Ende 1941 fast restlos "judenfrei" bekommen zu haben. Von den ca. 200.000 Juden, die damals in den litauischen Städten und Dörfern lebten, wurden ca. über 137.000 durch die SS und litauische Einheiten (unter der SS vornehmlich die besonders brutalen Polizeikommandos) kaltblütig ermordet. Allein am 28.10.1941 an einem einzigen Tag über 9.200 Juden (Männer/Frauen/Kinder), sehr viele aus dem jüdischen Ghetto in Kaunas. Dies vorallem unter dem Kommando von Karl Jäger, der in Waldshut in Süddeutschland aufwuchs (geb. in Schaffhausen). Heute steht in Kaunas eine Gedenkstätte für die Verbrechen der Nazis an den Juden.
Das Besondere:

Nach dem Krieg tauchte dieser gesuchte Massenmörder unter und lebte unter seinem Namen bis 1959 u.a in Wiesenbach bei Neckargemünd im Neckartal, bis die Justiz und Polizeibehörden endlich auf ihn aufmerksam wurden und ihn festnahmen. Er wohnte damals auch im Kümmelbacher Hof in Neckargemünd, heute ein völlig runtergekommendes Anwesen. (Hinweise zur Geschichte des Kümmelbacher Hof findet man im Netz!). Er entging 1959 im Gefängnis Hohenasperg durch Selbstmord seiner Verurteilung durch die Justiz.

Was auch mir bis heute völlig ungeklärt bleibt, ist die Tatsache, wie lange dieser Mörder völlig unbehehlt/unerkannt in den genannten Orten leben konnte, die ich alle gut kenne, da ich in der Nähe geboren bin.
Was für eine schlimme Zeit!

Hier ein Link über Karl Jäger: https://www.alles-ueber-litauen.de/litauen-geschichte/karl-jäger-report.html

Gruß:wink:
Matthias

Page
07.01.2017, 20:22
Hallo liebe Mitforscher,
zu dem Jäger kann ich nichts sagen, aber beim Stöbern kommen immer mehr Gräultaten zum vorschein. Ich kann mir auch in meinen schlimmsten Träumen nicht vorstellen, was diese Menschen durchgemacht haben.

Aber auch ich habe Ahnen, die zum Judentum gehörten. Leider komme ich nicht weiter, und hier wurden die Orte Wulfen oder Wolmirstedt nicht genannt. Sie sind bestimmt für die Meisten nicht wichtig, aber für mich, denn ich komme nicht weiter.

Ich suche einen Louis Heinemann, er wurde am 28.08.1843 in Wolmirstedt geboren.
Seine Frau Henriette (Jente Jettchen) Hirschfeld wurde am 19.04.1846 in Wulfen geb. (meine Ururoma)
Über die Eltern von Louis weiß ich gar nichts. Ich weiß, daß sie viele Kinder hatten, aber kenne nur einen Namen meine Uroma Rosa. In den Archiven komme ich nicht weiter.
Har vielleicht jemand den Namen in diesen Orten mal gelesen oder kann mir Tipps geben?

Jeder Hinweis wäre hilfreich.

Gruß Sigrid

Monika Holl
08.01.2017, 10:47
Hallo,
bin auf der Suche nach jüdischen Personenstandsregistern vor der Einführung d. Standesämter 1874.
Es betrifft die Orte Preußisch Holland, Saalfeldt (Zalewo), Weinsdorf, Memel.

War auch schon auf der Seite d. jüd. Instituts in Frankfurt/M., da ich in Darmstadt wohne, aber diese Orte sind dort mit vorhandenen Unterlagen nicht aufgelistet.

Wenn jemand von euch mir weiterhelfen könnte, wäre toll.

Meine FN: Silbermann, Cohn, Gerber

Vielen Dank
Monika

tempelritter
08.01.2017, 11:29
@page
Wende Dich an das Stadtarchiv und das Museum in Wolmirstedt.
Dort findest Du noch einige Unterlagen zur jüdischen Geschichte.
Adresse verrät Dir Tante gugel.

@ Monika Holl,
die Mormonen haben einen Film zu Preußisch Holland.
Versuche auch eine Suche über "jewishgen".

Viel Erfolg.

Monika Holl
09.01.2017, 09:21
Hallo Tempelritter,

vielen Dank.

Grüße
Monika

Page
09.01.2017, 15:33
Hallo Tempelritter,

Deine Anregung war gut. Habe mich an das Museum in Wolmirstedt gewendet, weil ich dank Tante Googel festgestellt habe, daß die ein Heiratsbuch haben.
Ist nur alles ein wenig schwer, weil Wulfen auch eine große Rolle spielt und du ja bereits an Gonzolaso super Erkenntnisse weitergeben konntest. Aber da ging es um die Hirschfelds, ich suche jetzt den Ehepartner Heinemann.

Ich danke dir für diese Hinweise
Gruß Sigrid

Die Freude
23.01.2017, 19:31
Das Jewish Gen Ist kostenlos ? Und auch für Leute die nicht direkt wissen das sie jüdisch sind ?
Ich will unbedingt wissen ob ich jüdische Vorfahren habe...das ist das spannenste bei der ganzen Ahnenforschung !!!

Page
04.02.2017, 16:06
Hallo Monika,

ich weiß ja nicht, welche Cohn du suchst, aber in Wolmirstedt im Museum
hab ich was gelesen. Es ging um den Handelsmann Daniel Cohn (1850), um Abraham Ellenburg.
Wenn es die gesuchten sind, dann melde dich.

Gruß Page

Die Freude
09.02.2017, 15:01
Das ist alles ganz schlimm. Da werde ich immer ganz traurig bei solchen Geschichten.

Matthias Möser
09.02.2017, 18:31
Das ist alles ganz schlimm. Da werde ich immer ganz traurig bei solchen Geschichten.

Kann ich gut nachvollziehen, es gehört zu den schrecklichsten Ereignissen unsrer deutschen Geschichte:(. Es gibt ja immer noch (wieder) welche die das alles in Frage stellen:

Gruß
Matthias

Jettchen
11.02.2017, 13:28
Hallo Page und alle anderen, die nach jüdischen Vorfahren suchen!
Vor zwei Jahren habe ich das Holocaust-Museum in Washington besucht. Bei einer Informationsstelle dort fragte ich zu jüdischen Personen aus Frankfurt nach, die im Holocaust umkamen. Mir wurde ganz viel Material zu ihnen ausgedruckt, manches davon kannte nicht einmal die überlebende Tochter bzw. Enkeltochter dieser Menschen.
Bestimmt kann man auch online dort nachfragen. Versuchen würde ich es auf jeden Fall.
Viele Erfolg wünsche ich euch Allen bei eurer Suche. Denn ich habe gemerkt, dass es tatsächlich leichter ist, schreckliche Nachrichten zu erhalten, als sich ständig mit Ungewissenheit zu quälen.
Gruß
Jettchen

Page
11.02.2017, 13:36
Hallo Jettchen,
danke für deine Information werde mich im INternet mal auf die Suche machen.

Danke noch mal
Page

Monika Holl
25.02.2017, 10:05
Hallo Page,

vielen Dank für deine Info. Die jüdische Forschung ist sehr schwierig, obwohl die Dokumente vorhanden sein sollten, wenn die ev/kath. Kirchenbücher da sind, so hoffe ich.

Ich habe nur den Namen der Tochter und die Infos - geb. um 1830 geborene COHN von Memel.

Ich komme auch in Westpreußen, Saalfeld (Zalewo) - Preußisch-Holland-Weinsdorf usw. nicht weiter.

Habe in Google gelesen, d. es Dokumente (lt. Grigoleit vor dem 2. WK) u.a. f. Preußisch-Holland gibt, im:
- Preuß. Staatsarchiv Königsberg (Pr.):
*1813-1838, oo1812-1846, +1813-1847
- Amtsgericht Mohrungen: Juden 1841-1847
- Amtsgericht Preußisch-Holland: Juden Geburten, S 1847-1874, H 1849-1874

Da ich nicht weiß, ob diese Dokumente überhaupt noch existieren (hoffe doch sehr), werde ich die Institutionen mal anschreiben, wenn ich jemand finde, der auf polnisch übersetzt.

@Jettchen: Vielen Dank.

Grüße
Monika

henry
25.02.2017, 10:44
Hallo,

versucht mal hier...

http://www.judeninostpreussen.de/front_content.php?idart=447

und
http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/periodical/structure/4647750

Adreßbuch der Haupt- und Residenzstadt Königsberg i. Pr. und der Vororte. Königsberg,Pr. : Hartung, Nachgewiesen 1847 - 1919
1872
1877
1878
1899
1901
1906

und

Buch der Erinnerung
Die ins Baltikum deportierten deutschen,österreichischen,tschechostawischen Juden.


https://books.google.de/books?id=Ozqif5WbmBIC&pg=PA256&lpg=PA256&dq=Guhrau+Juden+1864&source=bl&ots=_EYRZptwDV&sig=QTl38h91l6dMozYVWvpm1BOeaVY&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiG6LjDwKjSAhVGFywKHV30DIo4ChDoAQhFMAM#v =onepage&q=Guhrau%20Juden%201864&f=false


http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/home

Monika Holl
02.03.2017, 14:39
Hallo Henry,

vielen Dank - werde ich heute Abend gleich mal versuchen.

Grüße
Monika

Liisa
04.03.2017, 11:38
Hallo,

diese Sterbeurkunde für Isaak Bronstein, ermordet im KZ Groß-Rosen, wurde vor einiger Zeit online zum Verkauf angeboten.

Grüße von Liisa

Matthias Möser
05.03.2017, 15:33
Finde ich ehrlich gesagt schon geschmacklos, das sowas Schreckliches wie aus einem KZ noch verkauft wird....ohne Skrupel!:-/

Gruß
Matthias

Liisa
10.03.2017, 23:19
Hallo Matthias,

es wird aus dieser Zeit Vieles zum Verkauf angeboten! Wenn Du auf den bekannten Verkaufsplattformen den Begriff "KZ" eingibst, findest Du Unmengen von Briefen, die in den Lagern Ermordete vor ihrem Tod an Familie, Freunde und Verwandte geschrieben haben. Es ist grauenvoll! Und jeder dieser Briefe findet einen Käufer.
Es werden auch Gegenstände aus Synagogen verkauft. Wie kann so etwas in Privathände gelangen....Auf legalem Weg sicher nicht.
Es hat schon immer skupellose Menschen gegeben, aber wir leben heute in einer Zeit, in der es keine Ethik mehr gibt.

Grüße von Liisa

Matthias Möser
11.05.2017, 20:55
Gestern kam im ZDF-Info eine Dokumentation über Adolf Göring, den Bruder des Nationalsozialisten Hermann Göring, der zahlreiche jüdische Mitbürger durch seinen Einfluß vor dem Holocaust gerettet hat. Dieser Mann ist 1966 völlig einsam und verarmt gestorben!
Ich selbst habe auch nicht gewußt, daß Hermann Göring noch einen Bruder hatte, der eine ganz andere Gesinnung hatte und Widerstand leistete.

Gruß
Matthias

zula246
24.05.2017, 21:39
Hallo
Hier eine Kartothek aus dem Staatsarchiv Oppeln deutscher Einwohner jüdischen Glaubens aus Oberschlesien von ca 1927-1945
http://www.szukajwarchiwach.pl/45/56/0/11/str/1/15#tabJednostki
Gruß Robert

kylix
17.07.2017, 13:02
Seid gegrüßt,

hat man eigentlich für die Zeit vor Einführung der jüdischen Personenstandsregister irgendwelche Chancen, Vorfahren aufzufinden bzw. verwandtschaftliche Beziehungen herzustellen? (Vielleicht abgesehen von Zufallsfunden in "sonstigen" Archivalien?)

Ich konnte mit den in Hessen größtenteils digitalisierten jüdischen Personenstandsregistern sowie den erfassten jüdischen Grabstätten in LAGIS meine Vorfahren in Bebra, Melsungen und Zierenberg (evtl. auch Diemerode) bis zu den um 1770 geborenen Personen identifizieren. Nun weiß ich leider nicht mehr weiter. Wie würdet ihr vorgehen?

Grüße
kylix

renatehelene
17.07.2017, 19:04
Hi Kylix,

so ganz verstehe ich das nicht. Wenn Du mit "Personenstandsregister"
die " Standesamturkunden" ab ca. 1874 meinst, da wird aber kein
Unterschied zwischen den Religionen gemacht. Also keine extra StA Dokumente für mosaische Personen. Oder "liege" ich da falsch??

kylix
17.07.2017, 23:34
Natürlich meine ich nicht die späteren Register der Standesämter, sondern die in Hessen ab 1807/08 eingeführten "Geburts-, Trauungs- und Sterbregister der jüdischen Untertanen". Im Rahmen der Verordnung mussten die Juden auch erstmals feste Familiennamen annehmen.

Vgl. dazu für Hessen z. B. http://digitalisate.hadis.hessen.de/pdf/hstad/vorworte/c12_vorwort.pdf

Hier ein Beispiel:
https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2719762

Ich glaube, in anderen Gebieten gab es ähnliche Regelungen.

Wie auch immer: Wie kann man am besten für die Zeit davor vorgehen?

tempelritter
18.07.2017, 07:58
Hallo Kylix,
wenn in den Archiven noch Unterlagen zur ehemaligen jüdischen Gemeinde vorhanden sind, dann kommst du noch ein wenig weiter.
Mitgliederlisten, Schutzbriefe, Steuerlisten, Anträge zum Kauf von Haus oder Grundstück,
Protokolle, Mohelbücher.
Es wird schwierig, wenn Deine Vorfahren keine festen Familiennamen hatten und Du die Personen nicht zuordnen kannst.

Kleinschmid
18.07.2017, 10:50
Ich würde mich bei Fragen zur jüdischen Familienforschung stets an die jewishgen (http://www.jewishgen.org/) wenden. Vor vielen Jahren durfte ich an einer geschlossenen Schlesien-Liste der jewishgen teilnehmen. Die Mitglieder stammten meist aus den USA oder Israel. Ich war völlig überrascht über deren enormes Fachwissen zur schlesischen Geschichte - und das bezog sich nicht nur auf jüdische, sondern auch christliche Gemeinden. Ich bin recht sicher, daß es dort auch zu Hessen viele Experten gibt, die über Forschungsmöglichkeiten zum 18. Jhd. Auskunft geben können. Hier (http://www.jewishgen.org/gersig/communities-h.htm) werden einige gedruckte Werke zur jüdischen Familienforschung in Hessen aufgelistet.

Svenja
11.08.2017, 20:20
Hallo

Interview Irmgard Horn, geboren in Köln
oo mit Max Ermann und Walter Horn

- Leben als Juden in Hamburg nach 1933
- Max Ermann in Gestapo-Haft in Oranienburg
- Flucht via Luxemburg und Rotterdam nach Südafrika
- Lebensbedingungen in Swaziland und Südafrika
- Weiterreise via Rio de Janeiro nach New York
- Leben in den ersten Jahren in New York

https://collections.ushmm.org/oh_findingaids/RG-50.150.0018_trs_en.pdf

Dazu hier noch die passende Passagierliste von Rio de Janeiro nach New York.
https://familysearch.org/ark:/61903/3:1:33SQ-G5N5-97TK?i=125&cc=1923888

Gruss
Svenja

Svenja
16.08.2017, 22:58
Hallo

Gerade habe ich den Doku-Film "Aidas Geheimnisse" im Ersten gesehen (den kann man auch online anschauen).

Es wurden verschiedene Archive erwähnt, unter anderem eines in der Concordia University in Montreal, Kanada.

Canadian Jewish Archives
http://www.cjarchives.ca/en/

Canadian Jewish Heritage Network
http://www.cjhn.ca/en
http://www.cjhn.ca/en/family-history.aspx

Canadian Jewish Casualities Canadian Armed Forces
http://www.cjarchives.ca/en/c-j-archives/canadian-jewish-military-casualties/

Ebenfalls erwähnt wurde das Displaced-Persons-Camp in Bergen-Belsen.

https://www.its-arolsen.org/aktuell/news/detailseite/news/detail/News/ueberlebende-im-dp-camp-bergen-belsen/

https://www.ushmm.org/wlc/en/article.php?ModuleId=10007066

Gruss
Svenja

Svenja
25.08.2017, 13:29
Hallo

Jüdische Auswanderung und der Hilfsverein deutscher Juden
Hamburger Filiale des "Zentralbureaus für jüdische Auswanderungsangelegenheiten"
http://juedische-geschichte-online.net/beitrag/hamann-hilfsverein#section-1

Clifford H. Goldsmith Collection, Goldschmidt und andere Juden in Leipzig,
Schülerverzeichnis Gymnasium (1931/32), Juristen jüdischer Herkunft in Leipzig
https://archive.org/stream/cliffordgoldsmith_03_reel03rs#page/n0/mode/2up

Nachrichtenblatt der Synagogen-Gemeinde des Kreises Saarbrücken (1928-1937)
https://archive.org/stream/nachrichtenblatt00unse#page/n0/mode/2up

Jüdische Familien im Landkreis Diepholz und ihr Schicksal
http://www.juedische-geschichte-diepholz.de/13schicksale_nazizeit2.htm

Jüdische Familien in Nassau
https://archive.org/details/nomineesforoberm1386unse

Die Geschichte der jüdischen Auswanderung nach Palästina
http://www.zeit.de/zeit-geschichte/2008/04/auswanderung-palaestina

Jüdische Studierende an der Humboldt-Universität Berlin (1933-1938)
https://www.hu-berlin.de/de/ueberblick/geschichte/juedische-studierende

Verfolgung und Emigration jüdischer BürgerInnen Göttingen/Umgebung
Europa und Palästina / Nordamerika / Südamerika / Afrika / Asien
http://juedische-emigration.geschichtswerkstatt-goettingen.de/emigration/aufnahmelaender.html

Auswanderung der Juden aus Deutschland (und Polen) nach Palästina zwischen 1933 und 1939
Gutachten des Instituts für Zeitgeschichte; im Selbstverlag des Instituts für Zeitgeschichte.

http://www.hist-chron.com/eu/3R/hol-Graml_jued-auswanderung-3R.htm

Haavara-Transfer nach Palästina und Einwanderung deutscher Juden 1933-1939
Schriftenreihe Wissenschaftlicher Abhandlungen des Leo Baeck Instituts
von Werner Feilchenfeld, Dolf Michaelis, Ludwig Pinner

https://books.google.de/books?id=pfpTl7n3ndkC&pg=PA46&lpg=PA46&dq=Auswanderer+Pal%C3%A4stina+1937&source=bl&ots=n6uvMHh0ZO&sig=Oi4lL68z5RcCZHyZhsObhU4NG1g&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiw-pD2pvLVAhVFBcAKHXh7A90Q6AEINTAD#v=onepage&q=Auswanderer%20Pal%C3%A4stina%201937&f=false

Gruss
Svenja

zula246
27.08.2017, 18:57
Hallo
http://www.jhi.pl/
Das Jüdische historische Archiv in Warschau
und im pdf was vorhanden ist

Gruß Robert

Matthias Möser
05.09.2017, 21:12
Liebe Mitforscher,

kürzlich wurde im ZDF in der Reihe History ein interessanter Beitrag zum Leben der Jüdin und Ärztin Lilli Jahn ( geb. Schlüchterer) und Ihrer Familie aus Immenhausen bei Kassel gezeigt. Die fünffache Mutter wurde von der NS ins Arbeits- und Erziehungslager Breitenau verfrachtet und 1944 im KZ Auschwitz-Birkenau ermordet. Aus den zahlreichen Briefen aus Breitenau Ihrerseits an Ihre zurückgelassenen Kinder und umgekehrt wurde durch Ihren späteren Enkel, Martin Doerry, ein nahmhaftes Buch erstellt, welches in zahlreichen Sprachen erschienen ist.
Der einzige Sohn von Lilli Jahn, Gerhard Jahn, wurde später Bundesjustizminister unter Willy Brandt.

Der Beitrag kann in der Mediathek des ZDF abgerufen werden. In Breitenau bei Kassel (früher eine alte Klosteranlage) befindet sich heute eine Gedenkstätte, wo u.a auch an Lilli Jahn erinnert wird.

Gruß
Matthias

Scherfer
23.09.2017, 21:27
Ich gebe Auskunft aus dem Buch von Gisela Naomi Blume 2007

"Der alte jüdische Friedhof in Fürth 1607-2007"

Das Buch enthält eine Dokumentation von 240 der ca. 20 000 (!) Grabstätten mit Transkription der Texte, Angaben zu Eltern und Kindern sowie auch einigen alten Fotos von zur Nazizeit zerstörten Grabsteinen. Ein Namensregister ist vorhanden. Ich liste hier nur die Familiennamen der dokumentierten Gräber auf, mehr Informationen gerne per PN.

Affelder, Ansbacher, Apfelbaum, Arnstein, Aronschild, Aub
Bach, Bamberger, Bechmann, Beckendahl, Beerstrauch, Bendit, Bergmann, Berl, Berlin, Berneis, Berolzheimer, Bessels, Biermann, Bing, Binswanger, Birnbaum, Braunschweiger, Brüll, Buchbinder, Burgpreppacher, Butschatscher, Buttenheimer
Cohn, Collin
Dajan, Dessau, Dettelbacher, Diespecker, Dillingen, Dinkelsbühler, Drach, Dreyfuß
Eger, Ehrmann, Eiermann, Einhorn, Elsass, Elsässer, Ermreuther
Falkenau, Farnbacher, Feldmann, Feuchtwanger, Feust, Fleischmann, Fränkel, Frankfurter, Friedberg, Friedberger, Fulda
Geiershöfer, Goldberg, Goldberger, Goldmann, Grünsfeld, Gunzenhäuser, Gutmann
Halberstädter, Hamburger, Heidelberger, Heidenheimer, Heilbronn, Henle, Herrlingen, Herzberg, Hess, Hesselberger, Hirschberg, Hirschhorn, Hirschmann
Ichenhäuser, Illfelder
Janow
Kahn, Kargau, Kern, Kitzinger, Kleebauer, Kleefeld, Klein, Klugmann, Kohn, Königshöfer, Königswarter, Koppel, Krakauer, Kraus, Kronheimer
Landau, Landmann, Langenzenner, Lehmann, Levi, Lichtenstädter, Lilienthal, Loewi, Löwensohn, Löwenstein, Lowositz
Maienbaum, Mailänder, Mainbernheimer, Man, Mannes, Merzbacher, Meyer, Mohr, Morgenstern, Muhr
Nathan, Naumburger, Neuburger, Neubürger, Neumann
Obermeyer, Ochs, Oettinger, Offenbacher, Ollesheimer, Oppenheimer, Ortenau, Ottensooser
Packenträger, Pick, Posner, Prager
Rappaport, Reusch, Rindskopf, Rosenblatt, Rosenfelder, Rosenfels, Rosenstein, Rosenthal
Schlesinger, Schneior, Schopflocher, Schuler, Schwabacher, Schweizer, Spear, Steierer, Steinhardt, Stolzinger, Strauß, Stuttgarter, Sulzbacher, Sulzberger
Tachauer, Thalheimer
Uhlfelder, Uhlmann, Ullmann, Unterländer
Veitel
Wagner, Wangen, Wassermann, Wasserträger, Weinschenk, Wertheimber, Wetzlar, Wilmersdorfer, Wolfsohn, Wurzmann
Zahner, Zimmer, Zinn, Zirndorfer

Scherfer
10.10.2017, 14:59
Bei meiner Suche nach jüdischen Familien in Fürth bin ich gerade auf eine sehr ausführliche Zusammenstellung genealogischer Informationen zu jüdischen Familien gestoßen, die vielleicht auch für andere interessant ist.

Es handelt sich um die "Michael Berolzheimer Collection 1325-1942", die von einem in Fürth geborenen und 1942 in New York verstorbenen Familienforscher stammt. Darin enthalten sind zahlreiche Korrespondenzen, Stammbäume, Register jüdischer Gemeinden etc. Die Texte sind auf deutsch, englisch und hebräisch. Unter dem untenstehenden Link ist zunächst eine Übersicht der enthaltenen Familiennamen zu finden, weiter unten ("Series A, B, C" etc.) dann Links zu den einzelnen Inhalten.

http://digifindingaids.cjh.org/?pID=367348

Wer möchte, kann sich die 240 Megabyte große und 1258 Seiten starke Datei auch auf den Computer herunterladen:

https://ia600504.us.archive.org/34/items/michaelberolzheimer_01_reel01/michaelberolzheimer_01_reel01.pdf

Silesia81
11.11.2017, 18:50
Hallo,
ich bin unsicher, ob ich jüdische Vorfahren habe. Hierfür spricht zunächst einiges: Zunächst erinnert sich die Familie, dass es unter den Vorfahren Juden gab. Dann spricht ein Name sehr dafür, nämlich der meines Urururopas Samuel Littmann (geb. 1800 in Jenkwitz, Kreis Neumarkt, Schlesien). Laut meiner Recherchen gab es in dem Gebiet tatsächlich viele Juden zu der Zeit.
Anderseits habe ich inkonkruente Information. So findet sich beispielsweise auf Unterlagen aus dem Jahre 1934, dass besagter Vorfahre evangelisch war. Diese Angabe könnte wohl aber auch den historischen Umständen damals geschuldet sein.
Hat jemand eine Idee, wie man zuverlässig die Religion seiner Vorfahren herausfinden kann?

Danke und LG :)

Zima1986
12.11.2017, 08:55
Morgen Silesia,

die einfachste Möglichkeit wäre, deinen Vorfahren in den Kirchenbüchern von Jenkwitz zu suchen, ob da seine Geburt aufgelistet ist. Leider lässt sich nicht immer vom Namen auf die Religionszugehörigkeit schließen, auch wenn diverse Träger des Namens "Littmann" jüdisch waren. Und du kannst dich schlau machen, ob es für Jenkwitz und Umgebung Unterlagen der dort ansässigen jüdischen Gemeinde gibt, wo man die Geburten recherchieren kann.

Kleinschmid
12.11.2017, 10:49
Laut meiner Recherchen gab es in dem Gebiet [Kreis Neumarkt] tatsächlich viele Juden zu der Zeit.
Kann ich mir kaum vorstellen: 1825 gab es etwa 90 Juden in den Städten Neumarkt u. Canth des Kreises Neumarkt u. 1840 waren es etwa 100. Auf dem Land lassen sie sich dort kaum nachweisen. Weder 1825 noch 1840 gab es welche in Jenkwitz.

Die jüd. Matrikel von Canth (https://www.familysearch.org/search/film/007992595?cat=225950) u. Neumarkt (https://www.familysearch.org/search/film/007990058?cat=228734) sind online.

Die Juden führten keine Familiennamen, sondern wechselnde Beinamen. Mit den Reformen der neupreußischen Regierung ging das dann nicht länger zusammen. Sie sollten sich also feste Familiennamen zulegen, damit verwaltungsmäßig die Personen erfaßt werden konnten. Dies geschah dann auch u. anschließend wurde die jüdische Bevölkerung namentlich in Schlesien erfaßt. Darüber wurden Listen veröffentlicht. Für den Bezirk Breslau geschah dies 1814 und wurde als Beilage zu Stück 46 des Breslauer Amtsblatts veröffentlicht. Ich glaube, es sind etwa 4000 Namen.

Für weitere Forschungen empfiehlt es sich aber auch hier, sich bei der jewishgen (https://www.jewishgen.org/) anzumelden. In den dortigen Foren kann man bestimmt genügend Infos über die jüdischen Littmanns zur Verfügung stellen.

Die ev. KB von Rackschütz, nach dort gehörte Jenkwitz, wurden alle vernichtet - da läßt sich nichts überprüfen.

Silesia81
13.11.2017, 02:19
Die Juden führten keine Familiennamen, sondern wechselnde Beinamen. Mit den Reformen der neupreußischen Regierung ging das dann nicht länger zusammen. Sie sollten sich also feste Familiennamen zulegen, damit verwaltungsmäßig die Personen erfaßt werden konnten. Dies geschah dann auch u. anschließend wurde die jüdische Bevölkerung namentlich in Schlesien erfaßt. Darüber wurden Listen veröffentlicht. Für den Bezirk Breslau geschah dies 1814 und wurde als Beilage zu Stück 46 des Breslauer Amtsblatts veröffentlicht. Ich glaube, es sind etwa 4000 Namen.


Gibt es diese Listen online?

Juergen
13.11.2017, 15:36
Hallo Silesia81,

hier die Liste veröffentlicht 1814 als Beilage.

LITTMANN nur einmal in Breslau gelistet.
Amts-Blatt der Königlichen Breslauschen Regierung, 1814, Bd. 4, St. 45 mit Beilage:
enthaltend:Verzeichnis sämmtlicher in der Provinz Schlesien Breslauer Regierungs-Departements befindlichen jüdischen Staatsbürger
pdf-Datei --> https://www.sbc.org.pl/dlibra/publication/140367/edition/131719

Sag mal, was hat du denn nach diesen Samuel LITTMANN für Stammbaumdaten?
Woher kennst Du diesen Samuel LITTMANN aus Jenkwitz, Kreis Neumarkt denn, "Arier-Nachweis"?

Die würde ich erst mal prüfen, so weit möglich.
Getaufte Juden heirateten oft auch gleichfalls getaufte Juden.

1815 noch ein kurzer Nachtrag zur Beilage des Amtsblatt 1814.
Berufe, sind nicht ganz Klischee, Bauern waren Juden selten.

--> https://www.sbc.org.pl/dlibra/show-content/publication/edition/128488?id=128488

Alle Breslauer Amtsblätter die dort online sind:
--> Beilage zum Amtsblatt der Königlichen Breslauschen Regierung.

Weiterhin gab es für Schlesien Regierungs-Departement Oppeln wohl Amtsbätter erst ab 1816 und Liegnitz.
Die hatten auch Amts-Blätter.

Es gab es auch das Juden ihren Austritt vom mosaischen Glauben öffentlich machten.

Juergen

Silesia81
13.11.2017, 17:26
Vielen Dank, Jürgen,
leider habe ich nicht viel mehr Infos als dass er 1800 in Jenkwitz geboren wurde. Seine Eltern wiederrum sind wohl aus dem benachbarten Ort Rackschütz.

Ich habe die Daten nicht selber zusammen getragen, sondern von einer entfernten Verwandten. Diese wiederrum hat sie von einem anderen Verwandten, der 1934 all diese Daten zusammen getragen hatte.

Juergen
13.11.2017, 18:50
Hier ein Fund in Posen Stadt 1918 verstorben.
--> http://szukajwarchiwach.pl/53/474/0/19.3/14749/str/1/14/50/LyRe-V0fOT4KowMY38diTg/#tabSkany

August LITTMAN, evangelisch geb. 1859 wohl in Kertschütz Kreis Neumarkt.

Laut Kartenmeister war 1905:
Standesamt: Kertschütz
ev. u.kath. Kirche Leuthen zuständig.

Das ein Jude sich in so einen kleinen Ort wie Jenkwitz niederließ, glaube ich nicht.

Dort sollte schon in der Nähe ein Synagoge existieren.

Littmann gibt es unter Juden als FN, wie auch unter Christen, Samuel war
damals auch unter Christen als Rufname nicht unüblich.

Tja, von Leuthen haben die Mormonen Filme Taufen ab 1839 (Heiraten gar nicht) , aber nichts online einsehbar.

Juergen

Monika Holl
19.12.2017, 11:41
Hallo,

hier die Liste meiner FN - vielleicht hat jemand weitere Infos oder ich kann bei Euch weiterhelfen.

ARON, Aron – Lautenburg
1oo ?? um 1810
2oo
NN, Esther
------------------------------------------------------
BAEHR, Laura – Malga?
------------------------------------------------------
BRODY, Louis Jacob*Lissa
oo ?? um 1855
HONIG, Charlotte*um 1840
------------------------------------------------
COHN, Johanna*err. 1830 Memel
------------------------------------------------
COHN, David vor 02.01.1907 in Gollub
------------------------------------------------
GERBER, Max*Dirschau (Tczew)?
oo?? um 1855
NN, Henriette
------------------------------------------------
GERBER - Preußisch-Holland?
------------------------------------------------
GUMPERT, Louis*vor 1893 Ratzebuhr
oo ?? um 1855
MARQUARDT, Doris
--------------------------------------------------------------
HIRSCH, Rosalia*err.1929 Lautenburg02.01.1909 Insterburg
--------------------------------------------
HIRSCHFELDT, - Doebern (Dobry)
--------------------------------------------
HONIG, Jacob Michel – Lissa?
oo ?? um 1830
REINSBERG, Zanne
-------------------------------------------------------
ISRAEL, Isaak * Schneidemühl (Piła)
oo ?? um 1850
MARKWALD, Tobine* Schneidemühl (Piła)
---------------------------------------------------------------
KIELMANN, NN
---------------------------------------------------------------
KONSCHEWSKI, Behr – Mniodowko?
oo ?? um 1860
HENSCHEL, NN
-----------------------------------------------
LEHMANN, Louis*um 1859 Locken/Kreis Osterode24.02.1922 Allenstein
oo ?? um 1880
HIRSCHFELDT, Julie*um 1857 Doebern (Dobry) )dep. Aug. 1942 Theresienstadt/Sep. 1942 Treblinka
---------------------------------------------------------------
MAJOWER, Josef – Chorzellen?
oo ?? um 1890
KIELMANN, NN
------------------------------------------------------------
MACHSCHEFES, SimonBreslau
oo ?? um 1820
JAHR, Selma
-------------------------------------------------------
MACHSCHEFES, Berta*err. 1821 Brody/Galizien
----------------------------------------------
MARQUARDT, NN
----------------------------------------------
MARKWALD, - Schneidemühl (Piła)
---------------------------------------------------------
NEUMANN, Alexander* vor 1883 Muldszen
oo ?? um 1840
WOLFF, Eva*vor 11-1915 Gerdauen
---------------------------------------------
OSCHITZKI, Hirsch*vor 8.1897 Briesen
oo ?? um 1850
COHN, Eva*1826 in Gollub 02.01.1907 Soldau
---------------------------------------------
OSCHITZKI, Hans*14.04.1858 Pientken
----------------------------------------------------
SILBERMANN, Elias*err 183015.02.1900 Saalfeld (Zalewo)
oo ?? um 1855
COHN, Johanna*err. 1830 Memel20.05.1913 Saalfed (Zalewo)
-------------------------------------------
SILBERMANN, Samuel*um 1860
oo ?? um 1880
GERBER, Emma* Preußisch-Holland?
----------------------------------------------
SOMMERFELD, Itzig – Malga/Kreis Neidenstein – bis 1888 Gedwangen (Jedwabno)
oo ?? um 1855
BAEHR, Laura – Malga?
---------------------------------------------------------------
SOMMERFELD, Julius*19.01.1863 Wuttrienen/Kreis Allenstein
--------------------------------------------------------------
STEINBERG, Scholli*err. 1831 Tuchel (Przymuszewo)25.08.1889 Neidenburg
oo ?? um 1855
ROSE, Lina
--------------------------------------------------------
SIMON, Dorothea*um 1854 Bladiau/Kreis Heiligenbeil15.02.1918 Berlin
-------------------------------------------------------------
STEINBERG, Clara*01.06.1863 Allenstein
---------------------------------------------
WOLFF, NN*Muldszen (Perewal)/ Kreis Gerdauen
------------------------------------------------------
WALLBACH, Isaak* vor 1900 Breslau
oo ?? um 1845
MACHSCHEFES, Berta*err. 1821 Brody/Galizien23.02.1903 Breslau
------------------------------------------------------


Grüße
Monika

Svenja
15.01.2018, 19:07
Hallo

Im Blog des Österreichischen Jüdischen Museums in Eisenstadt findet man
den Sterbeindex von Deutschkreutz 1833-1895 sowie Personenregister der
beiden jüdischen Friedhöfe in Eisenstadt sowie des jüdischen Friedhofs in
Mattersburg und von demjenigen in Triest/Italien. Auf letzterem wurden nebst
vielen sephardischen Juden auch solche bestattet, die ursprünglich aus
Österreich oder den Kronländern stammten.

http://www.ojm.at/blog/


Kürzlich bin ich auf die Website "Ebrei stranieri internati in Italia" hingewiesen worden.
Sie beinhaltet ein Verzeichnis der ausländischen Juden, die vor und während des
2. Weltkrieges in Italien lebten und dort interniert und teilweise deportiert wurden.
Es sind auch solche dabei, die den Holocaust überlebt haben, aber anscheinend
fehlen diejenigen, die vor der Internierung von Italien ins Ausland fliehen konnten.

http://www.annapizzuti.it/

Gruss
Svenja

pm_betz
22.01.2018, 06:47
Ich suche nach David Rosenberg, Vater von Heinrich Samuel Rosenberg welcher am 17.11.1821 in Hattingen evangelisch die Anna Catharina Neuhaus geheiratet hat. Im Eheeintrag in Hattingen steht beim Vater Kalber in Quedlinburg. Nachforschungen bei der evangelischen Kirche in Quedlinburg haben keine Resultate geliefert. Man ist dort der Meinung dass es sich bei David um eine Person jüdischer Herkunft handelt. Wäre für Unterstützung sehr dankbar.

Svenja
22.02.2018, 21:13
Hallo

Bei meiner Suche nach den Vorfahren von Herbert Bachmann (geboren in Amberg, wohnhaft in München, Eltern David Bachmann, geboren in Friesen/Kronach und Rachel Strauss, geboren in Syracuse/Mew York) bin ich mal wieder auf mehrere interessante Websites gestossen.

Meine Forschungsergebnisse zur jüdischen Familie Bachmann von Friesen bei Kronach.
Ich habe auch alle Quellen vermerkt, die ich ausgewertet habe, inkl. Links dazu.
https://iten-genealogie.jimdo.com/genealogie/bachmann-kronach/

Biographisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945
http://www.muenchen.de/rathaus/gedenkbuch/gedenkbuch.html

Verzeichnis der gewerbepolizeilich gemeldeten jüdischen Gewerbetreibenden in München (Stand Februar 1938)
http://www.rijo.homepage.t-online.de/pdf_2/DE_MU_JU_gewerbe.pdf

Jüdische Gewerbebetriebe in Berlin 1930-1945
https://www2.hu-berlin.de/djgb/www/find

Necrology German Jewish Cemetery Augsburg Haunstetter Strasse 1867-1940
http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20302/CEM-AUG-NECROLOGY.pdf

Juden in Erlangen - Militärdienst Erster Weltkrieg - von Wolfgang Appell, Erlangen
Verzeichnis der jüdischen Soldaten in Einheiten der K. B. Armee mit Standort Erlangen
Enthält nebst Angaben aus den Stammrollen auch viele genealogische Informationen.

http://www.lorlebergplatz.de/juden_in_erlangen_II.pdf

Hohenems Genealogie - Jüdische Familiengeschichte in Vorarlberg und Tirol
Genealogie Datenbank des jüdischen Museums Hohenems
http://www.hohenemsgenealogie.at/

Juden in Friesen bei Kronach im 18. und 19. Jahrhundert
http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20408/Friesen%20Lit%20201.pdf

Gruss
Svenja

Dickel
19.04.2018, 21:28
Hallo,
für alle, die an jüdischer Genealogie in Westfalen und Lippe interessiert sind, gibt es seit einiger Zeit das Projekt "JUWEL" des Landesarchivs Westfalen-Lippe in Zusammenarbeit mit dem Verein für Computergenealogie und dem Westfälischen Gesellschaft für Genealogie und Geschichtsforschung.
Im Rahmen dieses Projekts werden aus den Regierungsbezirken Münster, Arnsberg und Detmold historische Personenstandsregister (http://www.archive.nrw.de/lav/abteilungen/ostwestfalen_lippe/oeffnungszeiten_und_kontakt/index.php) der Juden und (im geringen Maße auch) der Dissidenten aus dem Zeitraum von ca. 1815 bis 1874 von Freiwilligen transkribiert und die erfaßten Daten über eine Suche angeboten.

Es werden für die Transkribierung der Register der Regierungsbezirke Arnsberg und Detmold noch Freiwillige gesucht. Bei Interesse kann sich gerne der/diejenige an mich persönlich wenden. (Siehe auch hier: http://wiki-de.genealogy.net/Juden-_und_Dissidentenregister_in_Westfalen_und_Lippe)

Die Suche umfaßt die erfaßten Daten aus den Registern des bereits vollständig eingegebenen Regierungsbezirk Münster sowie (Stand heute) ca. 50% der Register des Regierungsbezirks Arnsberg und ist hier verfügbar: http://des.genealogy.net/juwel/search/index

Viele Grüße
Thomas Dickel

Svenja
20.04.2018, 21:06
Hallo

Israelitische Lehrer in der Pfalz 1830-1840


II. Rabbinatsbezirk Kaiserslautern

1) Winnweiler, J. Strauss, 7. März 1830
2) Alfonz/Alsonz, B. Weinschenk, 28. August 1830
3) Odenbach, Is. C. Kampe, 16. Februar 1831
4) Otterberg, J. Lehmann, 11. Juni 1831 (Nach dessen Versetzung J. Asser, jetzt gestorben, und an dessen Stelle jetzt Mandel.)
5) Steinbach, G./S. Frenkel, 11. August 1831
6) Münchweiler, J. Strauss, 15. Januar 1832
7) Kirchheimbolanden, Adler, 28. Juli 1832 (an dessen Stelle später der ebenfalls wackerer Jakob Sulzbacher)
8) Kaiserslautern, A. Kahn, 23. Mai 1833 (später Walz)
9) Hochspeier, H. Rothschild, 4. August 1833 (später in Niederbechstadt und jene Stelle ist noch unbesetzt)
10) Gauersheim, B. Feistmann, 30. Dez. 1834 (gestorben)
11) Börrstadt, Jos. Abr. Blum, 29. Februar 1836 (versetzt nach Hagenbach, und hier B. Alexander)
12) Rockenhausen, M. Eigner, 28. Oktober 1837
13) Niederkirchen, M. Salomon, 11. Oktober 1837
14) Marienthal, Isaac Löb, 18. März 1838 (später J. Frank, pensioniert unterm 23. August 1838, für ihn G./S. Wolff).


III. Rabbinatsbezirk Landau

1) Baichsteigen, Is. Escales, 13. Dez. 1828
2) Edenkoben, M. Elsasser, 4. Juli 1830
3) Külzheim, J. Seidelmann,9. Juli 1830
4) Ingenheim, R. David, 30. Dez. 1831 (Nach dessen Austritt unterm 17. Okt. 1832 J. Dreifuss)
5) Essingen, J. Mayer, 17. März 1835 (versetzt nach Neuleiningen, für ihn J. G. Adler, 6. Dez. 1836)
6) Ingenheim, als 2ter Lehrer J. Mayer, 3. Januar 1835
7) Herrheim, G./S. Bahr, 22. August 1836
8) Oberlustadt, J. Weinlander, 15. August 1836
9) Niederhochstadt, H. Rothschild, 18 Dez. 1836
10) Landau, Aschaffenburg, 9. Oktober 1837
11) Bergzabern, C. Klein, 29. September 1837
12) Heuchelheim, G. Blum, 13. November 1837
13) Vorderweiderthal, L. Schloss, 1. April 1837
14) Altdorf, T. Stern, 19. Sept. 1838. (Seitdem nach Speier versetzt)
15) Aldersweiler, H. Aschaffenburg, 19. September 1838
16) Hagenbach, J. Abraham Blum, 11. Janaur 1839


Quelle (einsehbar bei google books): Grünebaum, Bezirksrabbiner in Landau. Das israelitische Schulwesen in der Pfalz.
In: Israelitische Annalen, Ein Centralblatt für Geschichte, Literatur und Cultur der Israeliten aller Zeiten und Länder.


Der israelitische Schullehrer Moses Eigner von Gaugrehweiler absolvierte seine Ausbildung an einem Schullehrer-Seminar. Er erhielt im Jahr 1833 in den Elementargegenständen die Note gut, 1834 in der mosaischen Glaubens- und Sittenlehre die Note gut und in der hebräischen Sprache die Note hinlänglich. Er wurde am 28.10.1834 zum Lehrer an der neu errichteten israelitischen Schule zu Rockenhausen, Landcommissariats Kirchheim, in provisorischer Eigenschaft ernannt. Am 20. Februar 1850 wurde er als Lehrer an der israelitischen Schule zu Altdorf, Landcommissariat Landau eingesetzt. Am 28. Januar 1853 wurde er als Lehrer an der israelitischen Schule zu Böchingen, Landcommissariat Landau eingesetzt.

Allgemeine Zeitung von und für Bayern, Tagblatt für Politik, Literatur und Unterhaltung 10.10.1834
Amts- und Intelligenzblatt des Königlich Bayerischen Rheinkreises 1837
Königlich bayerisches Amts- und Intelligenzblatt für die Pfalz, Speyer 1850
Königlich bayerisches Amts- und Intelligenzblatt für die Pfalz, Speyer, 1853


In der folgenden Publikation, die bei Bavarica einsehbar ist, werden auch israelitische Lehrer in der Pfalz aufgelistet.

Beamtenverzeichnis und Statistik des Königlich Bayerischen Regierungsbezirkes der Pfalz: eine Zusammenstellung der Beamten und Angestellten im Staats-, Kirchen- und Gemeindedienste, des ärztlichen Personals, der Militärbehörden, der Eisenbahnbeamten, der Unterstützungs- und Wohltätigkeitsanstalten, der Vereine, Assekuranzen usw. nebst einem statistischen und ortgeschichtlichen Anhange; ein Handbuch zum Bureau- und Privatgebrauche. Speyer 1870

Gruss
Svenja

henry
14.05.2018, 18:13
Hallo zusammen,

zur Verfügung...


http://www.mormonsandjews.org/genealogy/nechama/Nechamas_List.pdf (http://www.mormonsandjews.org/genealogy/nechama/Nechamas_List.pdf)

Dickel
14.05.2018, 18:18
Hallo,
nach ungefähr einem Jahr wurden im Projekt JuWeL bereits mehr als 50.000 Datensätze westfälischer Juden und Dissidenten erfaßt.

Mehr dazu gibt es unter https://vereine.genealogy.net/wggf/?Die_WGGF:Projekt_JuWeL (https://vereine.genealogy.net/wggf/?Die_WGGF:Projekt_JuWeL) zu lesen.

Viele Grüße
Thomas Dickel

Svenja
03.07.2018, 00:08
Hallo

Jüdisches Leben in Minden und Umgebung
https://juedisches-leben.kommunalarchiv-minden.de/

Zudem habe ich heute bei familysearch unter
Preussen, Westfalen, Minden, ausgewählte Bestände des Kommunalarchivs 1574-1912
Volkszählungen von Minden aus den Jahren 1880, 1885, 1890, 1895 und 1900 entdeckt.
Diese enthalten auch jüdische Personen bzw. Familien, die in Minden wohnhaft waren.

Meine eigenen Forschungen haben mich inzwischen von München nach Mannheim und in die Pfalz sowie von Speyer via Darmstadt in den Bezirk Minden geführt.

Meine Forschungsergebnisse habe ich nun auf meiner Website in zwei Rubriken unterteilt:

Familien Bachmann, Bamberger und Straus/Strauss
https://iten-genealogie.jimdo.com/genealogie/jüdische-familien/bachmann-kronach/

Familien Eigner, Wolff, Lehmann und Gutmann (Pfalz)
https://iten-genealogie.jimdo.com/genealogie/jüdische-familien/lehmann-speyer/

Viele Grüsse
Svenja

Dickel
03.07.2018, 08:35
Hallo Svenja,
im Projekt JuWeL wird in den nächsten Wochen mit dem Bestand P2, Personenstandsregister des preußischen Bezirks Minden sowie Lippe-Detmold angefangen.

Viele Grüße
Thomas


Hallo

Jüdisches Leben in Minden und Umgebung
...

Viele Grüsse
Svenja

Juergen
02.09.2018, 15:06
Hallo,

online: jüdisches Freimaurer-Adressbuch 1926-1937 : Polen (Gebiet Krakau)

Książka Adresowa Członków Związku Żyd. Stowarzyszeń Humanitarnych „B'ne B'rith" w Rzeczypospolitej Polskiej w Krakowie; 1926-1937

---> https://www.sbc.org.pl/dlibra/publication/236340/edition/223465#structure

Zur jüdischen Loge „B'ne B'rith" Warschau 1922-1932, ausserdem in polnisch online:
--> http://dlibra.umcs.lublin.pl/dlibra/doccontent?id=13444

Ist aber schon länger online.

Juergen

Katharina0013
03.09.2018, 21:10
Hallo in die Runde,

ich kenne mich mit den jüdischen Büchern noch nicht so gut aus. Anbei sende ich den Auszug um den es geht, erster Eintrag.

https://www.dropbox.com/sh/quoryikf47lyj0c/AABf6W8f8q801lxkFnGwficVa/Urodzenia%2C%20%C5%9Bluby%2C%20zgony%20dla%20powia tu%20toszecko-gliwickiego%20(Gleiwitz%20Land)%201812-1847?dl=0&preview=15_1_0_5851_0247.JPG&subfolder_nav_tracking=1

Wenn ich es richtig interpretiere lässt sich folgendes lesen:

Samuel Tychauer ist mit Rosel Alexander verheiratet. Die beiden haben 6 Kinder.
Von den Kindern ist Jakob mit Dorel Böhm liiert, beide haben 2 Kinder.

Juditta ist mit Jacob Preuss verheiratet. Sie haben 4 Kinder mit unbekannten Namen.

Moses ist mit Süssel Steinmetzer verheiratet, sie haben 2 Kinder.

Kind 4,5 und 6 sind nicht verheiratet und leben wohl noch bei den Eltern, da kein anderer Ort angegeben ist.

Am 28. Dez. 1825 wurden diese Daten erfasst und die Hausherren sind nach Przezchlebie gezogen und haben vorher in Wieschowa im Beuthener Kreis gelebt.

Anbei meine Fragen:

- stimmt das so?
- Was hat es mit der letzten Spalte auf sich. Was ist die Bedeutung davon? Datum...1814. Worum geht es da?
- Wie kann ich weiter forschen? Gibt es Tipps?

Ich danke für jeden Hinweis. Viele Grüße, Katharina

Svenja
27.10.2018, 19:54
Hallo

1939 wurden alle jüdischen Personen registriert, die im Deutschen Reich lebten. Was für die damals betroffenen Personen später fatale Folgen hatte, kann heute sehr hilfreich sein, wenn man deren Spur aufnehmen möchte.
https://www.mappingthelives.org/

So habe ich endlich eine Spur von Moritz Strauss, geboren in Syracuse, gefunden, der damals in Bad-Cannstatt wohnte. Diesen Hinweis habe ich weiter verfolgt und bin in den jüdischen Standesbüchern bzw. dem Familienbuch von Bad-Cannstatt fündig geworden.

Personenstandsregister jüdischer Gemeinden in Württemberg, Baden und Hohenzollern
https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/struktur.php?bestand=5632

Cannstatter Stolperstein Initiative - Ferdinand und Susanne Mayer (Schwiegereltern von Moritz Strauss)
https://www.stolpersteine-cannstatt.de/biografien/ferdinand-und-susanne-mayer-durch-arisierung-aus-dem-haus-gedraengt

Zudem hat mich ein Eintrag zu Salomon Bachmann, geboren in Kronach, wohnhaft in Rastatt, zum Grab der Mutter von David Bachmann geführt. Ohne diesen Eintrag wäre ich nie auf die Idee gekommen in Rastatt nach Gräbern aus dieser Familie zu suchen.

Landesdenkmalamt Baden-Württemberg: Dokumentation der jüdischen Grabsteine in Baden-Württemberg, Fotografien
https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/struktur.php?bestand=24368

Gruss
Svenja

Matthias Möser
28.10.2018, 00:06
Hallo, Svenja!


Danke für Deine hilfreichen Hinweise.


Gruß:wink:
Matthias

Svenja
13.11.2018, 21:46
Hallo

Die Suche in Bad Cannstatt hat mich auf die Spur der jüdischen Familie Neter in Gernsbach, Baden und später Mannheim geführt.

Besonders interessant ist die Geschichte des Kinderarzts Eugen Neter, der auch der Vorsteher der jüdischen Gemeinde Mannheims war.

Bei DigiBaeck (Leo Baeck Institute New York und Berlin) findet man seine Abhandlungen

Der Jüdische Frontsoldat, Erinnerungen an den 1. Weltkrieg
http://digital.cjh.org/view/action/nmets.do?DOCCHOICE=530620.xml&dvs=1542141741072~152&locale=de_DE&search_terms=&adjacency=&VIEWER_URL=/view/action/nmets.do?&DELIVERY_RULE_ID=2&divType=&usePid1=true&usePid2=true&COPYRIGHTS_DISPLAY_FILE=lbi-copyrightnotice-01

Bericht über die Lebensbedingungen im Camp de Gurs (Frankreich, 2. Weltkrieg)
http://digital.cjh.org/view/action/nmets.do?DOCCHOICE=634913.xml&dvs=1542135604778~431&locale=de_DE&search_terms=&adjacency=&VIEWER_URL=/view/action/nmets.do?&DELIVERY_RULE_ID=2&divType=&usePid1=true&usePid2=true

In den Familienstandsbögen von Mannheim 1807-1900 bei familysearch findet man übrigens auch Einträge zu jüdischen Familien.
https://www.familysearch.org/search/catalog/132671?availability=Family%20History%20Library

Zu der erwähnten Familie Neter aus Gernsbach und Mannheim findet man übrigens bei familysearch einige interessante Passagierlisten (Julius Neter und Sohn Hans Reinhard, 2 Listen zu Sohn Erwin Neter, 2 Listen zu Sohn Robert Neter sowie Bruder Emil Neter mit Ehefrau und Schwiegermutter).

Gruss
Svenja

mcrichvienna
12.01.2019, 13:03
Hallo alle zusammen,
zwei threats in einem anderen Unterforum hier:

Familien Strauss und Deutsch (Wien)
https://forum.ahnenforschung.net/showthread.php?t=170382

Familien Epstein/Epštein (Wien und Agram/Zagreb)
https://forum.ahnenforschung.net/showthread.php?t=170518

LG, Rich.

assi.d
18.01.2019, 17:51
Hallo,

ich habe eine Beilage der Fuldaer Zeitung, genannt "Buchenblätter", in der es einen mehrseitigen Bericht über die Rabbinerfamilie Stern aus Steinbach bei Hünfeld geht.

Wer Interesse hat, möge sich bitte per PN melden. Sollten sich mehrere Interessenten melden, werde ich Scans verschicken, ansonsten das Original.

Das Angebot ist zeitlich befristet, da ich nicht alles ausheben kann und gilt bis Ende Februar 2019.

Möge es helfen

Astrid

Svenja
21.01.2019, 19:54
Hallo

Gerade bin ich bei familysearch auf interessante Sterbeeinträge in Amsterdam gestossen.

In der Sammlung
Netherlands, Noord-Holland, Civil Registration, 1811-1950
dort unter: Amsterdam, Overlijden 1942-1943
(auf dem Titelblatt des Buches steht 1950!)
und unter: Amsterdam, Overlijden 1949, 1950, 1943
und unter: Amsterdam, Overlijden 1950, 1942-1950

gibt es Sterbeurkunden zu jüdischen Personen, die in Amsterdam gewohnt haben und in Auschwitz oder anderen KZs umgekommen sind. Die meisten wurden auch in Amsterdam oder anderen Orten in den Niederlanden oder Belgien geboren, manche in Deutschland.

Die Sammlung ist zumindest teilweise indexiert, ob sie bereits vollständig indexiert ist weiss ich nicht.

Gruss
Svenja

Lora
20.03.2019, 22:36
Hallo Zusammen,


hier (https://archive.org/details/geschichtederjud00buchuoft/page/158) Namentliches Verzeichniss (ab Seite 158) im Buch von Anton Buchholtz "Geschichte der Juden in Riga bis zur begründung der rigaischen Hebräergemeinde im j. 1842".


Mit freundlichem Gruß,
Lora

clarissa1874
06.04.2019, 16:11
Per Gesetz hatten deutsche Juden einen weiteren Vornamen zu führen, Israel bzw. Sara.


Im folgenden Eintrag fällt die Namensänderung im standardisierten Randvermerk auf.


1.Isidor DUSCHNITZKY
Kaufmann
* 13.07.1883 in Radun, Kreis Arnswalde
(Standesamt Radun Nr. 31/1883)
wohnhaft in Arnswalde, Neumark
und
2. Betty WOLFF
* 11.06.1896 in Strasburg, Kreis Strasburg, Westpreußen
(Standesamt Strasburg Nr. 111/1896)
wohnhaft in Stuhm
oo 25.11.1927 in Stuhm
Trauzeugen:
3) Kaufmann Alexander WOLFF, 65 Jahre alt, wohnhaft in Stuhm
4) Kaufmann Isidor Nathan, 51 Jahre alt, wohnhaft in Marienburg
Randvermerk:
"Stuhm, am 30. Dezember 1938.
Gemäß § 2 der 2. Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über die Aenderung von Familiennamen und Vornamen vom 17. August 1938 hat die Nebenbezeichnete zu 2 mit Erklärung v. 27.12.38 mit der Wirkung vom 1. Januar 1939 ab zusätzlich den weiteren Vornamen Klara [so!] angenommen.
Der Standesbeamte.
In Vertretung:
gez. Granitzki."
Quelle:
Heiratsnebenregister Standesamt Stuhm, Kreis Stuhm, Westpreußen, Nr. 41/1927


Interessant wäre es zu erfahren, ob die Ehefrau tatsächlich diesen weiteren Vornamen, der ja nicht im Sinne des Gesetzes war, geführt hat. Eine "Korrektur" enthält der Eintrag jedenfalls nicht.

Zima1986
08.04.2019, 15:25
Sicher, dass da Klara und nicht doch Sara steht? Vielleicht ist das S so unglücklich geschrieben, dass es als K gelesen werden kann.

clarissa1874
09.04.2019, 16:57
Sicher, dass da Klara und nicht doch Sara steht? Vielleicht ist das S so unglücklich geschrieben, dass es als K gelesen werden kann.


Eindeutig Klara

Kasstor
09.04.2019, 17:15
Eindeutig Klara
Da war Herr Granitzki wohl unkonzentriert, bei der Änderung im Heiratseintrag des Bruders am selben Tage hat er jedenfalls die vorgesehenen Namen verwendet.


Thomas

Hibbeln
13.04.2019, 12:59
Hier eine Mitteilung des Personenstandsarchivs in Detmold. Erreichbar unter:
www.archive.nrw.de

Landesarchiv
Abteilungen
Ostwestfalen-Lippe


Die Abteilung Ostwestfalen-Lippe ist eine zentrale Anlaufstelle für die Familienforschung in Westfalen und Lippe. Hier sind Personenstandsunterlagen zu finden für die Zeit vom späten 18. Jahrhundert bis in die 1980er Jahre aus dem Sauerland ebenso wie aus Lippe, Minden oder dem Münsterland.


Die Digitalisate der Bestände P2 Juden- und Dissidentenregister des Regierungsbezirks Detmold, P 5 Juden- und Dissidentenregister des Regierunsgbezirks Arnsberg und P 8 Juden- und Dissidentenregister des Regierungsbezirks Münster sind online verfügbar.



Die Register werden im Kooperationsprojekt JuWeL – Juden in Westfalen und Lippe mit der Westfälischen Gesellschaft für Genealogie und Familienforschung und dem Verein für Computergenealogie tiefer erschlossen.

mit freundlichem Gruß aus Detmold

Hans-Dieter
Hibbeln

Juergen
26.04.2019, 17:44
Hallo,

hier gibt es 2 Adressbücher (Mitglieder-Verzeichnis) des K.C. = Kartell-Convent der Verbindungen Deutscher Studenten Jüdischen Glaubens online:

1929:
--> https://digital.zlb.de/viewer/readingmode/16356034_1929/1/

1937:
--> https://digital.zlb.de/viewer/image/16356034_1937/1/

Anschriften der jüdischen Mitglieder im ganzen damaligen Reichsgebiet, aber auch in den USA.

Ob das schon lange online ist, weiß ich nicht.

Ich musste erstmal googeln was K.C. überhaupt bedeutet bzw. abkürzt.

hier steht es: https://www.hu-berlin.de/de/ueberblick/geschichte/juedische-studierende/glossar/kartell-convent-kc
Zitat: "Das „Kartell-Convent der Verbindungen deutscher Studenten jüdischen Glaubens“ wurde 1896 als Dachverband schlagender und farbentragender jüdischer Studentenverbindungen gegründet. Der Hauptgedanke des deutschnationalen Verbands war die Synthese von Deutschtum und Judentum."

Gruß Juergen

laurent2301
29.04.2019, 16:47
Hello

I am French and I don't speak German. I can use a translator if necessary. I am looking for my grandfather who was in Paris during the Second World War. According to the DNA tests of my mother this person had also Jewish origins.

I found matches with my potential great grandparents. I have names and date but I don't know where to find descendant (nothing in ancestry).

Who can help me

Thanks

Laurent

Svenja
04.05.2019, 12:12
Hi Laurent

You should mention names, places and dates of your grandfather and potential great-grandparents.
Edit: I have just found your other thread about your unknown grandfather and great-grandparents.
https://forum.ahnenforschung.net/showthread.php?t=175132

If you search for people who lived in French places you will find nearly nothing on ancestry and familysearch.
You should search on geneanet or filae.com or on the online archives of the archives départementales in question.

For Paris http://archives.paris.fr/r/123/archives-numerisees/
For places around Paris there are other archives départementales.

For newspapers in Paris and other places in France
https://gallica.bnf.fr/accueil/fr/content/accueil-fr?mode=desktop

Memorial de la Shoah http://www.memorialdelashoah.org/
http://ressources.memorialdelashoah.org/

Les engagés volontaires juifs étrangers dans les armées françaises durant les deux guerres mondiales.
http://www.cercleshoah.org/spip.php?article424

Base de données des volontaires étrangers engagés à servir la France entre le 1er septembre 1939 et le 25 juin 1940
https://www.memoiredeshommes.sga.defense.gouv.fr/fr/article.php?larub=227&titre=engages-volontaires-etrangers-en-1939-1940

Regards
Svenja

laurent2301
05.05.2019, 00:34
Hello Svenja

Thanks for the information.

My mum is born in august 1942 in Paris. Nobody knows who was her father. Her DNA test show the she has from her father 27% of german and 23% of jewish ashkenazi.

From the DNA matching in myheritage, we have a very close person which show that my mum share commun ancestor on her german side. One of this eight couple are the grand parents of my mum's father :
1) August Robert Georgi born 26/04/1834 and Maria Therese Otto born
14/10/1837
2) Heinrich Simonzent and Urta Merczuweit
3) August Reichelt and Henriette Michael
4) Michael Chigla oder Chilla and Maria Tuszgeska
5) Franz Julius Helmrich and Henriette Wurm
6) Johann Friedrich Ludwig Blumenthal born 3/08/1855 and Wilhelmine Charlotte Lemm born 1839
7) Heinrich Christoph Georg Hauenschild and Dorothea Elisabeth Geffer
8) Theophil Bylski died around 1900 and Antonina Moczkowska died around 1900

That is the only information I have/ Not easy :(

Horst von Linie 1
02.11.2019, 07:51
Guten Morgen,
Eintragungen von jüdischen Einwohnern in Gemen Kreis Borken aus den Jahren 1814 und 1821 fand ich hier:
http://data.matricula-online.eu/de/deutschland/muenster/gemen-christus-koenig/KB004_HE/?pg=1

Dickel
06.11.2019, 22:39
Hallo Horst,
vielen Dank für deinen Fund. Bis auf den Eintrag von 1814 sind die schon im Projekt Juwel erfasst.

So sehen die Einträge hier aus: http://www.landesarchiv-nrw.de/digitalisate/Abt_Ostwestfalen-Lippe/P8/~000/00056/OWL_P8_00056_0004.jpg

Zur Suche im Projekt Juwel: http://des.genealogy.net/search/index?listId=juwel

Viele Grüße
Thomas

Svenja
01.03.2020, 22:14
Hallo

Heute habe ich wieder mal in den Arolsen Archives gesucht und noch mehr Dokumente zu Herbert Bachmanns Eltern, David Bachmann und Rahel geb. Strauss, gefunden.
So weiss ich jetzt, dass sie auf dem Israelitischen Friedhof an der Ungererstrasse (heute Neuer Israelitischer Friedhof an der Garchingerstrasse) bestattet wurden.

Der absolute Hammer ist allerdings das Nachlassdokument vom Amtsgericht München bezüglich David Bachmann. Da ist jemand als Alleinerbin eingetragen von der ich keine Ahnung habe wer das sein soll. Darunter wird dann noch sein Sohn als nächster Angehöriger erwähnt, mit einer Adresse die mir bisher unbekannt war.

Edit: Inzwischen habe ich auch noch die Bestätigung des Selbstmordes von Samuel Strauss durch Sturz von der Grosshesselohe Brücke gefunden.

So jetzt habe ich jede Menge zu tun mit weiteren Nachforschungen.

Gruss
Svenja

michaelschindler
26.03.2020, 15:23
Hallo,

ich suche nach einem Hausarzt aus Saalfeld, Kreis Mohrungen.

Ich weiß nur das er so um 1880-1985 geboren wurde und er emigrierte so 1938 in die Schweiz oder USA.

Können sie mir dabei weiterhelfen?

Der Arzt hieß Michaelis und war Jude.Er war entfernt mit uns verwandt.

Kasstor
26.03.2020, 16:36
Hallo,

ich habe einen Dr Ludwig Michaelis aus Saalfeld gefunden, der 1894 in Berent geboren wurde und 1922 in Osterode ( vermutl. Ostpreußen ) die 1900 geborene Gertrud Samulon? geheiratet hat. Tochter Marianne geb 1923.
Eingewandert in die USA bereits am 19.12.35 auf der Georgic. Zieladresse in New York der Onkel Hermann Michaelis. Verwandter in D Bruder Martin Michaelis, Pfalzburger Str 84, Berlin 15
Frau und Kind wohl zunächst in D geblieben. am 11.10.36 nachgereist. 1937 war Gertrud wohl noch einmal in D, am 14.12.37 ist Gertrud wieder in NYC angekommen, Mutter Helene Samulon, Senftenberg.

Ludwig starb am 26.2.45 in NYC. in der Sterbeanzeige dann Gertrud und Marian mit Adresse in Long Island. http://freepages.rootsweb.com/~alcalz/genealogy/aufbau/1945/1945pdf/j11a09s18.pdf ziemlich unten
Marianne starb als Marianne Goldsmith in New Jersey am 17.2.2014.
Irritierend im Heiratsindex New Jersey 1938 eine Gertrud Michaelis bzw Samulon, die einen Ernest Fuerst heiratet. stirbt am 26.10.1990 als Gertrud(e) Fuerst in New Brunswick City, NJ.

Gruß


Thomas

Svenja
15.05.2020, 15:06
Hallo

Deportationslisten vom Durchgangslager Mechelen, Belgien nach Auschwitz sowie Fotos der Deportierten aus dem Kazerne Dossin Museum. Insgesamt wurden mehr als 25'000 Juden von Belgien deportiert und von mehr als 20'000 sind Fotos vorhanden. Ihr könnt diese Fotos, die im Museum an einer Gedenkwand zu sehen sind, in dieser Datenbank finden. Verheiratete Frauen erscheinen unter ihrem Mädchennamen.

https://beeldbank.kazernedossin.eu/

Gruss
Svenja