#1  
Alt 14.01.2010, 22:04
Hibol
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Standard Datenklau oder einfach Leichtsinn?

Würde mal gern euere Meinung hören. Vor 10 Jahren hatte ich mal eine Online-Datenbank eingerichtet, um Forschern, die mit mir in Kontakt getreten sind, es leichter zu machen nach ihren Gesuchten zu fahnden. Die Datenbak enthilet damals so ca 45000 Personen und war nur mit Password zugänglich, die ich immer sehr großzügig vergeben habe. Jeder sollte jedoch nur die ihn interessierten Namen sich rausziehen.

Große Datenmengen abzuziehen hielt ich für ausgeschlossen, trotzdem hat eine amerkanische "Forscherin" es geschafft die komplette Datenbank abzuziehen und hat sie dann unter ihrem Namen auf mehreren Seiten veröffentlicht. Die Daten schwirren jetzt noch unter ihrem Namen durch's Netz, und das obwohl die Dame weder ein Wort Deutsch spricht noch je ein Kirchenbuch persönlich gesehen hat. Ich weiß es war maßloser Leichtsinn von so großzügig mit den Zugängen zu sein. Trotzdem finde ich es nach wie vor einfach unverschämt. Und mir gibt ees jetzt noch regelrecht einen Stich ins Herz, wenn ich auf Daten stoße, die ich in mühevoller, jahrelanger Kleinstarbeit zusammengesucht habe und soviel Zeit, Geld und meinen Spürsinn eingesetzt habe. Nicht, dass ich an meiner Arbeit was verdienen wollte, aber ich habe schließlich Zusammenhänge entdeckt, die wohl kaum ein anderer je herausgefunden hätte. Nur manchmal ist es mir eine Genugtuung, wenn ich merke, dass die Dame offenbar nicht alles richtig gemacht hat, und oftmals Kinder falschen Eltern oder Ehepartnern zugeordnet sind. Wie ist Euere Meinung zu dem Fall? Einfach Dummsinn von mir oder doch illegaler Datenklau bzw. Diebstahl geistigen Eigentums?
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  #2  
Alt 14.01.2010, 22:12
Benutzerbild von fxck
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Hallo Hibol,

bei allem Respekt, es ist von allem etwas. Bisschen Dummheit, aber auch Datenklau und Diebstahl geistigen Eigentums!
Nur ich glaube kaum, dass Du Dich dagegen wehren kannst. So schwer es klingt und so einfach es ist für mich zu schreiben: Du solltest Dich damit irgendwie abfinden. Tut mir leid für Dich! Aber wie willst Du nachweisen, dass das Deine Daten sind?

LG Anton
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Geändert von fxck (14.01.2010 um 22:19 Uhr)
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  #3  
Alt 14.01.2010, 22:36
Hibol
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Anton,

ich will gar nichts. Ich hab mich schon lange damit abgefunden. Mich interessiert einfach mal die Meinung anderer Ahnenforscher, wie sie den Fall sehen, und ob man mehr Wert auf Quellenangaben legen sollte

Gruß
Hibol
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  #4  
Alt 14.01.2010, 22:43
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Guten Abend Hibol,

das tut mir voll Leid und würde mich auch zu Tode ärgern!
So viele Vorteile das "Netz" uns Ahnenforschern bringt, so viele Nachteile bringt es auch mit sich!
Das schöne an unserem Hobby ist - möglichst viel selbst zu erforschen und zu entdecken! Damit meine ich aber nicht, Daten die andere in jahrelanger, mühevoller Arbeit zusammen getragen haben, frecherweise einfach zu übernehmen.
Ich selber habe auch schon über ancestry einige Personen in meinem Stammbaum ergänzen können. Habe mich allerdings mit demjenigen in Verbindung gesetzt und ihm angeboten seinen Stammbaum durch die ihm noch fehlenden Leute ebenso zu ergänzen! Manchmal fehlt nur ein Vorname oder ein Geburtsdatum!
Eine Hand wäscht die andere!
Die Dame dachte sich bestimmt - Amerika ist weit! ... und schmückt sich schön mit fremden Federn!
... Respekt an Dich, bezüglich der erforschten Anzahl der Personen! Da bin ich bei mir noch Lichtjahre von entfernt!

Liebe Grüße

Danny
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  #5  
Alt 14.01.2010, 22:48
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Zitat:
Zitat von Hibol Beitrag anzeigen
Mich interessiert einfach mal die Meinung anderer Ahnenforscher, wie sie den Fall sehen, und ob man mehr Wert auf Quellenangaben legen sollte
Wie meinst Du das? Also meiner Meinung nach sind Quellenangaben das A und O jeder Forschung, sonst kann ja jeder was behaupten. Aber was hat das mit Deinem Fall zu tun?
Also ich muss auch sagen, Respekt vor dieser Leistung! So viele Personen in einer Datenbank zu vereinen, da gehört was dazu!

LG Anton
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  #6  
Alt 14.01.2010, 23:01
Hibol
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ich meine, dass wenn man Daten weitergibt, darauf bestehen sollte, dass man diese Daten zusammengetragen hat, sofern man selbst in den Archiven war und immer als "Quelle" mitgenannt werden möchte bei Veröffentlichung oder Weitergabe.
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  #7  
Alt 15.01.2010, 01:09
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Standard Datenklau oder einfach Leichtsinn

Hallo Hibol
Ich kann deinen Unmut einerseits verstehen, ich habe auch schon etliche Stunden in Archiven gesessen.
Ich habe auch schon einige Male Daten im Net gefunden die zu meinen Ahnen passten oder bin von andern Forschern angeschrieben worden, wer ihre Daten blind und ungeprüft übernimmt schreibt ja nur ab. Wer wirklich Forschung betreibt wird schnell feststellen das sie selber nur abgeschrieben hat, denn Urkunden oder Kirchenbuchkopien kann sie ja nicht vorlegen.
Wenn du deine Daten aber ins Netz stellst must du damit rechnen das sie jemand anders ohne Quellenangaben als seine eigene Forschung ausgibt.
Als Datenklau würde ich es micht bezeichnen, denn es sind ja für jeden in
Kirchenbüchern öffentliche Daten.
anika
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  #8  
Alt 15.01.2010, 03:59
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Zitat:
Zitat von Hibol Beitrag anzeigen
ich meine, dass wenn man Daten weitergibt, darauf bestehen sollte, dass man diese Daten zusammengetragen hat, sofern man selbst in den Archiven war und immer als "Quelle" mitgenannt werden möchte bei Veröffentlichung oder Weitergabe.
Hallo Hibol,

für einen ernsthaften Forscher ist es selbstverständlich, dass man Quellenangaben nutzt und die Forschung Anderer nicht als die Seine ausgibt. Nur bei dieser Frau war dies anscheinend nicht so. Einfach nur armselig von ihr...

LG Anton
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  #9  
Alt 15.01.2010, 07:07
Ahrweiler Ahrweiler ist offline männlich
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Hallo Hibol.
Respekt zu dieser tollen Leistung.Es ist sehr traurig festzustellen,dass es Personen gibt die sich mit fremden Federn schmücken.Ich vermute,dass diese Frau das große Geld witterte und deshalb dies tat.Natürlich war es leichtsinnig von Dir alles ins Netz zu stellen.Aber Du tatest dies ja deshalb um anderen Forschern zu helfen und dieser Gedanke zählt ungemein.
LG
Franz Josef
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  #10  
Alt 15.01.2010, 10:25
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GiselaR GiselaR ist offline weiblich
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Hallo Hibol
und alle anderen, die schon was geschrieben haben.

So wie du es beschrieben hast, war es eben nicht leichtsinnig, die Daten ins Netz zu stellen, denn sie waren ja über ein Paßwort geschützt. Natürlich hast du dich sicher schon selbst gefragt, nach welchen Kriterien du das Paßwort an andere gegeben hast. Aber vor schlechten Erfahrungen kann man sich leider nie 100%ig schützen.
Diese Frau hat das Vertrauen gebrochen und sich falsch verhalten, nicht du.

Bisher hatte ich eigentlich immer Glück, wenn ich mit anderen Forschern meine eigenen Daten ausgetauscht habe. Ich habe schon viel Hilfe bekommen, und dann schicke ich in der Regel auch meine Daten zu dem betr. Familiennamen zurück. Oder wenn ich (noch) nichts habe, oder der Forscher nicht interessiert ist, dann biete ich immer ernsthaft an, wenn es denn aktuell wird, daß ich auch Fragen zu meinen Daten beantworten werde.
Wenn ich Websites finde, bei denen ich mich für die ForschungsNamen interessiere, nehme ich Kontakt auf, und wenn ein Austausch zustande kommt, läuft es genau so.
Bisher ist mir nichts bekannt, wo etwas unkorrekt verlaufen wäre.

Gestern Abend habe ich z.B. von einem Forscher, der eher an einem Pfarrerbuch mitarbeitet, Daten aus einem KB bekommen, das für mich nicht zugänglich ist. Diese Daten hat er extra für mich herausgeschrieben, und unten unter der Auflistung standen als Quellenangabe: ein Buch, das betreffende KB und mein Name (ich hatte als Anhaltspunkt schon die Daten angegeben, die mir bis dahin bekannt waren)
So sollte es idealerweise aussehen. Und wenn ich daraus etwas weitergebe (das ist nicht das selbe wie veröffentlichen), wird außer den vorigen Quellenangaben, auch sein Name drunterstehen, unabhängig davon, ob ich für diese Datensuche etwas etwas bezahlt habe, oder nicht.

Hibol, ich kann dir nur wünschen, daß es in Zukunft für dich besser läuft, und daß du nur noch auf Forscher triffst, die es mit Quellenangaben genau nehmen. Vielleicht auch auf solche, die dir im Gegenzug auch Hilfe anbieten.
viele Grüße
Gisela
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