#1  
Alt 24.01.2021, 20:57
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GiselaR GiselaR ist offline weiblich
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Standard Kapsel zeigen? 1853

Jahr, aus dem der Begriff stammt: 1853
Region, aus der der Begriff stammt: Schweiz/Baden


Liebes Forum,
ich habe hier einen Brief, den mein Urgroßvater 1853 von Konstanz aus an seine Eltern in Zürich schrieb. Er war offensichtlich im Alter von nicht ganz 13 Jahren allein auf Reisen, von Zürich über Winterthur und Frauenfeld nach Konstanz.
Dort merkt er an:

"..... ging nach Const(anz)
Um 12 Uhr als ich anlangte suchte ich
Metzgermeister Mohr wo ich gut Mit-
tagessen bekam, nach einem Paß
wurde ich nicht gefragt, nur mußte ich
meine Kapsel zeigen.."
(ganz unten im Scan)
Weiß jemand, was es mit der Kapsel auf sich hat?
Viele Grüße
Gisela

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Ruths, Gillmann, Lincke,Trommershausen, Gruner, Flinspach, Lagemann, Zölcke, Hartz, Bever, Weth, Lichtenberger, von der Heyden, Wernborner, Machwirth, von Campen/Poggenhagen, Prüschenk von Lindenhofen, Reiß von Eisenberg, Möser, Hiltebrandt, Richshoffer, Unger, Tenner, von Watzdorf, von Sternenfels
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  #2  
Alt 24.01.2021, 22:06
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Friederike Friederike ist offline weiblich
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Hallo Gisela,


junge Menschen, die in einem Handwerksberuf arbeiten wollten, gingen auf
Wanderschaft, bevor sie sesshaft wurden. Sie hatten eine Blechkapsel dabei,
in der sie das Wanderbuch und den Lehrbrief verwahrten.

Leider habe ich in Google books nur Snippet-Ansichten gefunden:
https://www.google.de/search?hl=de&t....0.L7fX7OqMf2o
__________________
Viele Grüße
Friederike
______________________________________________
Gesucht wird das Sterbedatum und der Sterbeort des Urgroßvaters
Gottlob Johannes Ottomar Hoffmeister geb. 16.11.185o in Havelberg
__________________________________________________ ____
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  #3  
Alt 24.01.2021, 22:23
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GiselaR GiselaR ist offline weiblich
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Danke Friederike, da ist interessant!
Ich bin nur nicht sicher, ob das so passt. Ich kenne 1 seinen Lebenslauf: er besuchte weiter die Schule in Zürich, studierte dann Maschinenbau an der ETH und endete als Professor für Maschinenbau an der TH (damals) Darmstadt.
Natürlich könnte er zwischendurch die Idee gehabt haben, einen Handwerksberuf zu erlernen, und den Plan bald wieder aufgegeben haben (vergleichbares habe ich in meiner eigenen Biografie ausgelebt), andererseits schreibt er seinen Eltern, dass er in wenigen Tagen wieder in Zürich sein werde. Auch in Winterthur und in Frauenfeld hielt er sich nur wenige Tage auf.
Außerdem hatte er die Schule in Hottenbach bei Zürich besucht, da war keine Zeit, eine Ausbildung gemacht zu haben. Immerhin war er, als er den Brief schrieb, erst 12 1/2 Jahre alt.

Aber irgendwie lässt mich der Gedanke nicht los. Vielleicht gab es "Kapseln" noch für andere Zusammengehörigkeiten als Wandergesellen.
Grüße
Gisela
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  #4  
Alt 24.01.2021, 22:23
Anna Sara Weingart Anna Sara Weingart ist offline
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Hallo,
vielleicht musste er beweisen, dass er genug Geld dabei hat, bevor er bewirtet wurde, denn:

Kapsel = "... größeres Behältnis für Urkunden und Geld "

https://drw-www.adw.uni-heidelberg.d...ta&term=kapsel
__________________
Viele Grüße

Geändert von Anna Sara Weingart (24.01.2021 um 22:26 Uhr)
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  #5  
Alt 24.01.2021, 22:31
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Hallo Gisela,

Zitat:
Zitat von GiselaR Beitrag anzeigen
. Immerhin war er, als er den Brief schrieb, erst 12 1/2 Jahre alt.
ich finde, daß die Schrift nicht nach einem 12jährigem Kind aussieht. Sicher, daß er nicht schon älter war?
__________________
Viele Grüße .................................. .
Christine
.. .............
Wer sich das Alte noch einmal vor Augen führt, um das Neue zu erkennen, der kann anderen ein Lehrer sein.
(Konfuzius)

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  #6  
Alt 24.01.2021, 22:32
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Danke dir auch, das klingt plausibel. Dem werde ich mal nachgehen.

Grüße
Gisela
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