#1  
Alt 13.04.2014, 11:29
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Geufke Geufke ist offline weiblich
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Frage Unterhaltszahlung

Angeregt durch das vorhergehende Thema von Tinkerbell habe ich auch eine Frage. Mein Grossvater ist 1930 unehelich geboren worden, der Vater ist weder im Taufeintrag im Kirchenbuch (leider auch nicht bei den Taufpaten) noch im Geburtseintrag beim Standesamt vermerkt. Ich habe Namen und auch ein Foto. Mein Grossvater meinte, es hätte Unterhaltszahlungen gegeben. Wo könnte man gegebenenfalls einen solchen Vertrag noch finden?
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  #2  
Alt 13.04.2014, 14:31
Jettchen Jettchen ist offline
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Hallo Geufke,
für jedes nicht-ehelich geborene Kind wurde eine Vormundschaftsakte angelegt. Dort ist alles über das Kind verzeichnet bis zu seiner Volljährigkeit.
Frag mal beim Gericht nach, ob die deines Vaters dort noch zu finden ist. Sonst müsste sie in einem Archiv aufbewahrt sein.
Viel Glück beim Finden wünscht Jettchen
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  #3  
Alt 13.04.2014, 16:06
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Vielen Dank Jettchen, das wusste ich gar nicht. Der Spur werde ich natürlich gleich mal nachgehen.
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  #4  
Alt 20.04.2014, 13:50
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Hallo,

mal bezugnehmend auf Unterhaltszahlungen. Wurden diese ca. 1921 auch an geschiedene Ehepartner gezahlt? Und könnten diese Unterlagen auch noch in Archiven zu finden sein? Das Scheidungsurteil meiner Urgroßeltern liegt nicht mehr vor.

Gruß und schöne Ostern
Stefanie
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  #5  
Alt 20.04.2014, 22:54
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Hallo,

da möchte ich mich gerne einklinken.

Wurde auch für uneheliche Kinder ein solche Akte angelegt, wenn der Vater angegeben wurde?

Gabs solche Vormundschaftsakten auch schon im 19. Jahrhundert? Und wo kann man die finden, an welches Archiv muss man sich wenden? Wie finde ich heraus, welches Gericht zu welcher Zeit für ein bestimmtes Dorf zuständig war?



LG
Uschi
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  #6  
Alt 21.04.2014, 00:41
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Hallo Uschi,

ja, wenn der Vater bekannt war wurde eine Akte angelegt, mit Verhandlungsprotokollen u.a. Soweit die Akten überliefert sind finden sich die [20.Jahrh.] in den Stadtarchiven, Archiv Landratsämter, oder den Archiven der entspr. Gerichte. Anfrage an die Jusitizbehörde Amts-/Landgericht.

Ja, auch im 19. Jh. wurden Akten durch die Gemeinden, Städte angelegt. Verhandelt wurde vor den Landgerichten. Wenn Akten überliefert sind, finden sich diese in den Staatsarchiven.
In Bayern ist der Aktenbestand v.a. aus der Zeit nach 1871 von den Landgerichten größtenteils im Staatsarchiv überliefert.

Gruß Jürgen

Mit Glück finden sich auch aus der Zeit vor 1871 Akten aus den Familienarichven derer welche die Patrimonialgerichtsbarkeit inne hatten. Anfrage an das Staatsarchiv lohnt auch hier.
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  #7  
Alt 01.11.2015, 13:56
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Moin,
ich möchte mein altes Thema noch einmal aufgreifen, da ich einer Lösung auf anderen Wegen nicht wirklich näher gekommen bin. Eine Vormundschaftsakte wurde von meinem Großvater nicht gefunden. Ich hatte das Gericht in Parchim kontaktiert, das mich an das Landesarchiv in Schwerin verwies, welches mir mitteilte, dass eine solche Akte für meinen Großvater nicht existiere.
Der Unterhalt wurde laut meinem Großvater an seine Großmutter ausgezahlt, die ihn aufzog. Hat jemand vielleicht noch eine Idee, wie man da an Daten bezüglich solcher Zahlungen kommen könnte? Wer hat die Höhe damals festgelegt? Und wie wurden solche Zahlungen in den dreißiger Jahren abgewickelt? Wie reden hier von einem klitzkleinem Dorf inmitten von Mecklenburg. Bei außergerichtlicher Einigung, so nehme ich an, werde ich an offiziellen Stellen nichts mehr finden, oder?

Es ist
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Viele Grüße, Anja

Noch immer verzweifelt gesucht: Hans (evtl. Johannes) Georg Timm, um 1930 in und um Parchim

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  #8  
Alt 01.11.2015, 15:07
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Hallo Geufke,

eventuell wurden Zahlungen über die Post, also Einzahlung und danach mittels Zustellung durch Geldpostboten, abgewickelt.


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  #9  
Alt 02.11.2015, 13:27
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Moin AlAvo,

vielen Dank für die Info. Wieder was dazu gelernt. Ich nehme aber nicht an, dass sich heute noch irgendetwas, wie Belegscheine oder so, in postalischen Archiven finden lässt, oder?

Zitat:
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Hallo Geufke,

eventuell wurden Zahlungen über die Post, also Einzahlung und danach mittels Zustellung durch Geldpostboten, abgewickelt.


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  #10  
Alt 02.11.2015, 13:50
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Hallo Geufke,

vielen Dank für deine Rückmeldung.

Sofern dann auch eine postalische Überweisung stattfand, dürften wohl die damaligen Aufbewahrungsfristen sowie die mögliche weitergehende Archivierung ins Spiel kommen.

Hinsichtlich geschichtlicher Ereignisse, also z. B. den Folgen des 2. Weltkrieges und der damit einhergehenden Zerstörungen, ist dieser Aspekt schon, für sich genommen, eine zusätzlich harte Nuss.

Hierzu bedürfte es möglicher weiterer Recherchen über den Verbleib von Akten- bzw. Archivbeständen der betroffenen Postämter.


Viele Grüße
AlAvo
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