#61  
Alt 02.10.2011, 10:55
KatrinWe KatrinWe ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von Juanita Beitrag anzeigen
Hier im Norden gibt es Labskaus. Dabei werden Rindfleisch, Zwiebeln, Kartoffeln, Eier, rote Beete, Gewürze gekocht u. gemust, alles miteinander.

Juanita

Fast, Juanita... Die Eier werden zu Spiegeleiern gemacht und kommen dann oben drauf Und eine Flasche Bier dazu muss auch noch sein!

Grüße von Katrin
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Eise(n)braun, aus dem Remstal in alle Himmelsrichtungen gewandert. Suche alle Infos, die mit diesem Namen zu tun haben
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  #62  
Alt 02.10.2011, 13:18
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Vorfahren Vorfahren ist offline
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Ich habe mit anderen vor 14 Tagen fünf Amerikanerinnen (die älteste war 81 Jahre alt) auf der Suche nach den Wohnorten ihrer deutschen Eltern begleitet. Die wollten "typisch deutsch" essen mit "stimmungsvoller "Lifemusik". *grins*

Ich hätte ja zu einer westfälisch angehauchten Küche aus dem Ruhrpott wie z.B. dem früher in der Region üblichen "Stielmus" geraten - bin dann aber rechtzeitig gewarnt worden, dass Amerikaner unter "typisch deutsch" ein Mix aus allen Regionen meinen.
Deshalb habe ich meine Sammlung an Rezepten durchsucht und habe als typisch saisonal und regional gefunden:

- Kartoffelsuppe (wer es sich damals leisten konnte, sogar mit Mettwurst)
- Himmel und Erde mit Blutwurst und gerösteten Zweibeln
- Schlabberkappes (etwa „Schmatzkohl“) ist ein traditioneller, deftiger Eintopf mit Weißkohl und Fleisch.

Ich selbst koche für Freunde zweimal in der Saison Grünkohl nach Art des Hauses (nicht so suppig wie im Rheinland, nicht zu fett wie in Norddeutschland). Und da meine Eltern einen großen Garten hatten und das Fallobst sofort in Pfannkuchen serviert wurde, mache ich heute um diese Dinger einen großen Bogen. In Bayern gibt es diese in zerrissen und süß sogar mittags (schüttel)

mfg
Wilhelm (Hobbykoch)
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  #63  
Alt 02.10.2011, 17:35
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Juanita Juanita ist offline
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OK Katrin,
Du hast recht. Das Ei war obenauf. Selber würde ich Labskaus nicht kochen, habe es nur
in Restaurants probiert. Sollte kein Rezept sein, habe nur aus Erinnerung aufgeschrieben.


Juanita
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  #64  
Alt 02.10.2011, 18:31
Morganice Morganice ist offline weiblich
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ich kann mich noch an die wurstsuppe erinnern. die hatte meine oma als kind schon immer gern gegessen. dazu wurden selbstgemachte nudeln gereicht.. *legga*

http://de.wikipedia.org/wiki/Wurstbr%C3%BChe

lg morganice
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  #65  
Alt 02.07.2014, 22:42
Klingerswalde39_44
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Standard Omas Plinsen

Hallo,
mein Wunschgericht wann immer ich bei meiner ostpreußischen Oma zu Besuch war, waren Plinsen. Die Ostpreußen waren sowieso sehr erfinderisch bei reichhaltigen Mehlspeisen. Aber wen wundert's, die Landarbeit war hart und Milch, Eier und Mehl gab's halt immer auf den Bauernhöfen. Mein Lieblingsrezept sind ostpreußische Quarkplinsen, die lieben unsere beiden Söhne und auch der Enkel besteht darauf, wenn er zu Besuch ist.
Dazu die Geschichte, dass schon meine Oma die für mich gemacht hat.
Auch so kann man Geschichte weitergeben.
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  #66  
Alt 03.07.2014, 09:21
Claqueur Claqueur ist offline weiblich
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Guten Morgen,

jetzt habe ich Hunger. Die Quarkplinsen sehen herrlich aus.

Meine Vorfahren kommen väterlicherseits aus dem Sudetendeutschen Raum, dort gab es u.a. Liwanzen und Stuwanken.
Während ich Liwanzen ganz gerne mag, (meine Eltern hatten sich extra eine Liwanzenpfanne gekauft), treibt mich der Geruch von Stuwanken regelmäßig aus der Küche, wenn es den bei meinen Eltern mal gab, weil mein Vater sich den so sehr wünschte.

Stuwanken sind so eine Art Stampfkartoffelteig, der als abgestochene Nocken in Butter ausgebraten wird und dann wohl irgendwie mit warmer Milch und mit Mohn kredenzt wird.

Neulich hatte ich aus einem Kochbuch für böhmische Küche mal Kolatschen nachgebacken, allerdings ohne Pflaumenmus aus dem Powidlbergwerk bei Pribram.

Beste Grüße
Martina
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  #67  
Alt 03.07.2014, 11:56
Benutzerbild von Fronja
Fronja Fronja ist offline weiblich
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Hallo,

meine Oma kommt aus dem Kreis Wollstein. Der Heimatkreis Wollstein (in Bad Bevensen) hat ein tolles Heft rausgegeben. Dort wurden Rezepte gesammelt. Von Suppen, über Fleisch zu Soßen bis zu Brot und und Schlachtung. Bin immer wieder begeistert, wenn ich ein Rezept finde, das meine Oma heute noch kocht.

Gruß
Steffi
__________________
Bickhard(t), Rühl - Simmershausen
Jantzen, Jentz, Grabow, Zeisi(n)g - Kröpelin, Dorf Glashagen, Grevesmühlen, Grebbin, Wismar
Badzinski, Gellerich - Hannover
Badzinski, Heiermann, Schafstein, Hö(oe)v(f)ener - Castrop-Rauxel, Herne und Umgebung
Badzinski, Trojan - Kr. Sensburg
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  #68  
Alt 04.07.2014, 20:05
Gertrud Dinse Gertrud Dinse ist offline
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Obstsuppe
Klassisch mit Pflaumen, Birnen, Äpfeln und Klößchen aus Mehl, Zucker, Ei und einer Prise Backpulver.

Milchsuppe
Vollmilch mit den oben bereits beschriebenen Klößchen

Kloppschinken
Schinkenscheibe mit Fettrand mind. einen Tag in Buttermilch einlegen. Dann panniert in Fett ausbacken. Dazu frische Kartoffeln und frisches Gartengemüse mit weißer Mehlschwitze.

Schmorkohl
Bauchfleisch kleinschneiden und anbraten. Dann den nicht zu fein geschnittenen Weißkohl nach und nach zugeben und schmoren.

Hefeklöße- selbst gemacht. Und nicht zu vergessen- die selbstgemachten Kartoffelpuffer mit Apfelmus.

Wir kochen die Gerichte zwar auch selber- aber bei Oma haben sie doch nich anders geschmeckt. Das liegt sicher auch daran, dass die Ausgangsprodukte eine andere Qualität hatten. Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten, Kartofffeln vom eigenen Feld, der selbst geräucherte Schinken aus der hauseigenen Schlachtung... das ist nun mal nicht kopierbar.

Gertrud
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  #69  
Alt 05.07.2014, 18:14
Zita Zita ist offline
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Hier noch ein Rezept von einem niederösterreichischen Bauernhof (aufgeschrieben von meiner Oma 1931):

"Schmalzkoch"
1,5 kg Gries
1,5 kg Butter
3/4 kg Zucker
5 l Milch
4 P. Safran
1/2 EL Salz
1/4 kg Rosinen

"Gries in heißem Fett dünsten, Milch und andere Zutaten nach und nach hineingießen und 1 bis 2 Stunden kochen, daß es dick wird".

Zum Nachkochen kann man auch kleinere Mengen nehmen, daß man nicht dick wird

Zita
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  #70  
Alt 05.07.2014, 19:34
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Crypto Crypto ist offline männlich
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Oh, die Quarkplinsen macht meine Oma auch, obwohl ihre Familie nur vor ihrer Geburt einige Jahre in Ostpreußen gelebt hat. Vielleicht hat ihre Mutter das Rezept ja von dort mitgebracht
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