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  #11  
Alt 22.07.2020, 10:10
MrDoDo MrDoDo ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von Manni1970 Beitrag anzeigen
Hallo Matt,

du bist aus Berlin? Dann geh mal in die Akademiebibliothek der Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, scheint ein Teil der StaBi zu sein. Dort befindet sich die Reichenbacher Zeitschrift "Der Wanderer aus dem Eulengebirge ". Leider nur der Jg. 1862 mit 104 Nummern (erschien also 2x die Woche). Schau mal rein, ob dort kirchliche Nachrichten enthalten sind. Wenn ja, dann hat die UniBib Breslau die Jgg. 1855-1895.
Ich musste eigentlich nicht in die Akademiebibliothek gehen: habe nach "Der Wanderer aus dem Eulengebirge" im Netz gesucht und ein Foto einer Seite der Zeitung (6. Jahrgang 1860) auf der Webseite der "Silberberg Archiv" gefunden. Im Foto ist zu lesen, "Kirchliche Nachrichten" mit Untertitel "Bei der evangelischen Kirche". Es sieht sehr vielversprechend aus.

Ich kontaktiere bald die Universitätsbibliothek Breslau, um zu vergewissern, ob die Zeitungen vorhanden sind und Zugang leicht ist.

Danke für die Idee, Manni
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  #12  
Alt 22.07.2020, 11:30
Manni1970 Manni1970 ist offline
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Hallo Matt,

das hört sich gut an. Ausweislich dem Katalog der poln. Universitätsbibliothek Breslau befinden sich dort folgende "Wanderer" im Zusammenhang mit Reichenbach:

Der Wanderer oder Wochenblatt zur Erheiterung und Belehrung. Dönch. Reichenbach. Signatur 26119 Bestand: 1823-1841, 1844-1854.

Der Wanderer aus dem Eulengebirge. Hoppe. Reichenbach. Signatur 31710 IV Bestand: 1855 - [1895].

Der Wanderer im Eulengebirge. Beilage zum Reichenbacher Tageblatt. Signatur 28276 III. Bestand: 1929- [?].

Bin aber gespannt, was Breslau antwortet. Mitunter stimmen die Angaben zu den noch erhaltenen Jgg. mit denen aus dem Katalog nicht überein. Ich drücke die Daumen.

Manni
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  #13  
Alt 22.08.2020, 11:17
Benutzerbild von Bor42
Bor42 Bor42 ist offline männlich
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Hallo zusammen,

vom „Wanderer oder Wochenblatt zur Erheiterung und Belehrung. D‘oench. Reichenbach“ gibt es im Institut für Zeitungsforschung, Dortmund, folgende 10 Jahrgänge mikroverfilmt:

1836-38 = 02.01.-29.09
1838-41 = 02.10.-27.04
1841-43 = 01.05.-26.12
1844 = 02.01.-31.12
1850/51 = 01.01.-30.12

Signaturen F 71014, F 71015, F 71016, F 71017.

Die Ausgaben enthalten Auszüge aus den Kirchenbüchern der evangelischen bzw. katholischen Kirche Reichenbach (habe bei meiner Einsichtnahme während der aktuellen coronabedingten Öffnung von nur 3 Stunden lediglich den Jahrgang 1844 geschafft durchzusehen).

Viele Grüße
Bor42
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  #14  
Alt 06.09.2020, 21:40
MrDoDo MrDoDo ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von Bor42 Beitrag anzeigen
Hallo zusammen,

vom „Wanderer oder Wochenblatt zur Erheiterung und Belehrung. D‘oench. Reichenbach“ gibt es im Institut für Zeitungsforschung, Dortmund, folgende 10 Jahrgänge mikroverfilmt:

1836-38 = 02.01.-29.09
1838-41 = 02.10.-27.04
1841-43 = 01.05.-26.12
1844 = 02.01.-31.12
1850/51 = 01.01.-30.12

Signaturen F 71014, F 71015, F 71016, F 71017.

Die Ausgaben enthalten Auszüge aus den Kirchenbüchern der evangelischen bzw. katholischen Kirche Reichenbach (habe bei meiner Einsichtnahme während der aktuellen coronabedingten Öffnung von nur 3 Stunden lediglich den Jahrgang 1844 geschafft durchzusehen).

Viele Grüße
Bor42
Danke für den Hinweis, Bor42.
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  #15  
Alt 24.09.2020, 15:36
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Letzte Woche fiel mir ein: obwohl ich zum zweiten Mal eine Email an den Staatsarchiv Breslau bezüglich Robert Piltz geschickt hatte, und zwar ohne Erfolg, was wenn ich eine bezüglich seine Ehefrau senden würde?

Also: ich hatte Erfolg, und so liest sich die gefundene Urkunde aus 1905:

Zitat:
Nr. 50
Reichenbach am 2. Februar 1905

Vor dem unterzeichneten Standesbeamten erschien heute, der Persönlichkeit
nach bekannt,
der Schuhmacherei-Werkführer Max
Pilari,
wohnhaft in Reichenbach, Kirchstraße No. 8
und zeigte an, daß die frühere Hausbesitzerin
Maria Piltz, geboren Hordan, verheiratet
gewesen mit dem am 16. Juni 1888 in Reichenbach
verstorbenen früheren Gutsbestizer Robert Pilz
72 Jahre [3 Monate, 7 Tage] alt, katholscher Religion,
wohnhaft in Reichenbach, Kirchstraße No. 8
geboren zu Reichenbach in Schlesien, am
25. October 1832

Tochter der vertstorbenen Eheleute Wagen-
schröter Karl Hordan und Barbara
geborenen Dierig, zuletzt in Reichenbach
wohnhaft,
zu Reichnbach, Kirchstraße No. 8
am zweiten Februar
des Jahres tausend neunhundert und fünf
vormittags um drei Uhr
verstorben sei. Der Anzeigende erklärte von dem
Sterbefall aus eigener Wissenschaft unter-
richtet zu sein. (Vorstehend eine Zeile am Rande geschrieben).
Vorgelsen, genehmigt und unterschreiben,
Max Pilari

Der Standesbeamte.
In Vertretung
Gaschina.
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  #16  
Alt 24.09.2020, 15:44
MrDoDo MrDoDo ist offline männlich
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Nun, das wirft ein paar Fragen auf:
  1. Wenn Robert Piltz 1888 in Reichenbach verstorben sei, wieso konnte der Staatsarchiv nichts finden?
  2. Da es bestätigt ist, dass Marie Katholisch war, könnte jemand mit den Kirchenbücher nachschauen, ob sie 1833 dort zu finden ist (@sonki vielleicht?)
  3. Es steht, dass er "Gutsbestizer" gewesen sei. Gibt es etwas wie eine "Liste von Gutstbesitzern" um 1888?

Komisch, dass ihre Eltern "Karl Hordan" und "Barbara geb Dierig" sind, wenn wir schon wissen, dass es die Eheleute "Gottfried Hordan" und "Josepha geb Dierich" gab.

Das alles hier passt zu einer Familienlegende. Es wurde behauptet, dass die Piltz Familie ein Gut besaß, und diese Urkunde ist der erste Beweis dafür. Meine Uroma hatte auch eine "von Fraesdorf" erwähnt (na ja, noch eine Adel-Legende). Ich hielte solche Legende für übertrieben - zumal da ich die Familie "Fraesdorf" auf der anderen Seite ihres Stammbaums gefunden hatte - aber sie scheinen nun etwas möglicher zu sein. Mir ist bewusst, dass es eine Familie Pilz (ohne T) in der Gegend gab, und sie besaßen unter anderem das Rittergut Jätzdorf (Familienchronik hier). Ich habe noch keinen festen Beweis, aber mein Bauchgefühl wundert, ob es hier eine Verbindung gibt.
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Geändert von MrDoDo (24.09.2020 um 23:36 Uhr)
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  #17  
Alt 25.09.2020, 21:08
Manni1970 Manni1970 ist offline
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Zitat:
Zitat von MrDoDo Beitrag anzeigen
Es steht, dass er "Gutsbestizer" gewesen sei. Gibt es etwas wie eine "Liste von Gutstbesitzern" um 1888?
Hallo Matt,

mit dem Gutsbesitzer war nur ein kleines Bauerngut gemeint. Denn in der Liste der schlesischen Grundbesitzer von 1873 mit mehr als 500 Morgen fehlt er, ebenso im Güteradressbuch von 1886 der Rittergüter u. selbstständigen Gutsbezirke. Der Jgg. 1937 weist dann auch die kleinern Güter auf. Dort werden für die Stadt Reichenbach über 40 Höfe aufgezählt. Der von dir erwähnte Piltz in Jätzdorf ist aber in 1873 wie 1886 enthalten. Scheinbar blieb das Reichenbacher Grundbuch erhalten. Schau mal hier:
https://www.szukajwarchiwach.gov.pl/...espol_data_do=

MfG
Manni
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  #18  
Alt 25.09.2020, 22:34
MrDoDo MrDoDo ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von Manni1970 Beitrag anzeigen
Hallo Matt,

mit dem Gutsbesitzer war nur ein kleines Bauerngut gemeint. Denn in der Liste der schlesischen Grundbesitzer von 1873 mit mehr als 500 Morgen fehlt er, ebenso im Güteradressbuch von 1886 der Rittergüter u. selbstständigen Gutsbezirke. Der Jgg. 1937 weist dann auch die kleinern Güter auf. Dort werden für die Stadt Reichenbach über 40 Höfe aufgezählt. Der von dir erwähnte Piltz in Jätzdorf ist aber in 1873 wie 1886 enthalten. Scheinbar blieb das Reichenbacher Grundbuch erhalten. Schau mal hier:
https://www.szukajwarchiwach.gov.pl/...espol_data_do=

MfG
Manni
Danke für den Hinweis auf das Reichenbacher Grundakten Buch, schön zu sehen, dass es noch existiert.

Ich habe den Staatsarchiv Breslau noch mal gefragt, ob sie Sommer 1888 genauer untersuchen könnten. Hoffentlich finden sie dieses Mal was. Ich habe mir auch überlegt, dass er vielleicht in Ernsdorf hätte verstorben sein können, das 1890 eingemeindet wurde. Hoffentlich verlieren sie nicht die Geduld... würde gerne nach Breslau fahren, aber in diesen Coronazeiten scheint es mir eher unvernünftig.

Grüße,
Matt
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