Ausgefallene und außer Gebrauch gekommene Vornamen

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  • GiselaR
    Erfahrener Benutzer
    • 13.09.2006
    • 2296

    #2236
    Google gibt bei oberflächlicher Suche die Möglichkeiten: Bonifatius, Servatius und Gervasius, was mich auch interessiert, da ich einen ganzen Vorfahren-Klüngel mit Nachnamen Facius habe.
    In dem Zusammenhang fällt mir auch die Künstlerin Angelica Bellonata Facius (1806 - 1887) ein.
    Bellonata, die Kriegsgeborene - im Krieg geborene. Auch ein netter Vorname
    Grüße Gisela

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    • GiselaR
      Erfahrener Benutzer
      • 13.09.2006
      • 2296

      #2237
      Ich fürchte, ich bin grade auf den Vornamen Walterich gestoßen. 1715 im ev. Kirchenbuch Georg-
      Weierbach, als Schwiegervater/Vater bei 2 Trauungen. Dazu gibt es als weiteres Beispiel einen
      Klostergründer (Murrhardt) im 8./9. Jahrhundert. Andere Formen: Walderich, Balderich: der reiche/mächtige Gebieter.
      Zuletzt geändert von GiselaR; 10.09.2025, 20:06.
      Grüße Gisela

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      • Sebastian_N
        Erfahrener Benutzer
        • 25.09.2015
        • 1379

        #2238
        Enemecio
        Dauersuche:
        Neumann/Naumann in Altstedt/Mittelhausen vor 1672
        Franke in Oschatz vor 1785
        Wolf/Schmiedel in Crottendorf vor 1790
        Wachsmuth in Rittersgrün vor 1790
        Nestler/Wolf/Martin/Schönherr in Marienberg vor 1780
        Greim/Hoffmann in Eilenburg vor 1750
        Müller/Kistner/Trautmann/Kuhn (kath.) in Rastatt vor 1750
        Hacklbauer in Linz vor 1760
        Schimpke/Geppert (kath.) in Ritterswalde vor 1790
        Mett in Quedlinburg (St. Nicolai) zw. 1725-1794
        Helmert/Liebing in Volkmarsdorf vor 1840

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        • Elerel
          Erfahrener Benutzer
          • 08.10.2024
          • 147

          #2239
          Ich gebe zu, ich habe nicht alle 150 Seiten gelesen, möchte aber auch meinen Senf dazugeben. Ich hoffe, Ihr verzeiht, wenn (ziemlich sicher) meine Namen schon genannt wurden.

          Ich habe mehrfach den Frauennamen Abel in der Datenbank, der war Anfang des 19. Jahrhunderts im niederdeutschen Sprachraum beliebt. Dann eine Alida - ich konnte es kaum glauben, denn der Name klingt total modern und sticht aus den ganzen Johannas und Elisabeths sehr heraus. Vergeben wurde er auch Anfang des 19. Jahrhunderts. Dann Ferdinandina, der wurde in einem bestimmten Kirchenbuch in einem bestimmten Zeitraum gehäuft vergeben, davor und danach habe ich ihn nie wieder gelesen. Dann habe ich noch eine Odilia und eine Theofile zu bieten. An Männernamen Marx (manchmal auch Marcs), der ist wie Abel im niederdeutschen Sprachraum des frühen 19. Jahrhunderts gebräuchlich. Außerdem Rötger, den finde ich ganz scheußlich. Ich habe einen Familienzweig im Sauerland, da hießen sehr viele Jungen Rötger.

          Ich bin erst beim späten 18. Jahrhundert - die richtigen "Schätzchen" kommen wahrscheinlich noch.

          Edit: Ach so, eine Beta habe ich auch noch. Genauer Johanna Beta - ich dachte erst, es handele sich um einen Tippfehler im Ortsfamilienbuch, aber in der Originalquelle steht auch Beta. Sie hat einen Haufen Geschwister, die heißen aber nicht Alpha, Gamma, Delta etc.
          Zuletzt geändert von Elerel; 13.09.2025, 14:07.
          -------------------
          Gruß, Elerel
          -------------------

          Kommentar

          • katla
            Erfahrener Benutzer
            • 28.01.2023
            • 410

            #2240
            Hallo Elerel,

            eine Beta habe ich auch. Sie ist auch im Kirchenbuch so eingetragen, vermutlich in Abgrenzung zu ihrer Mutter Thibeta.
            viele Grüße
            Katharina

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            • Ralf-I-vonderMark
              Super-Moderator

              • 02.01.2015
              • 3456

              #2241
              Hallo zusammen,

              nach dem Relaunch von LAGIS habe ich etwas experimentiert und den ungewöhnlichen Vornamen Caritas bzw. Charitas entdeckt; z.B. die Auswanderin Caritas Sauer oder die Auswanderin Charitas Hohmann.
              vgl. https://lagis.hessen.de/de/personen/...earch&zeiger=2
              und https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-auswanderer/alle-eintraege/30252?suchbegriff=Charitas&kontext=gsearch&zeiger= 1

              Der Vorname Charitas wurde in diesem Thema zwar schon dreimal in den Beiträgen 121, 338 und 2229 erwähnt; aber die Bedeutung bislang noch nicht erläutert.

              Charitas oder Caritas bedeutet „die Nächstenliebe“ oder „großzügige Liebe“ und leitet sich aus dem lateinischen ab für „Hochachtung, hingebende Liebe, uneigennütziges Wohlwollen“, ursprünglich „hoher Preis, Wert, Teuerung“. Caritas oder verdeutscht Karitas (französisch charité) ist im Christentum die Bezeichnung für die tätige Nächstenliebe und Wohltätigkeit.

              Viele Grüße
              Ralf

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              • arno1
                Erfahrener Benutzer
                • 17.10.2011
                • 881

                #2242
                Moin,

                in meinem Stammbaum erscheint im Jahr 1814 in Stawiszyn (Polen) der weibliche Vorname Prakseda Jaksiewicz.

                Ich bin heute noch begeistert über das Alleinstellungsmerkmal und den Namen überhaupt.

                Prakseda leitet sich von altgriechisch prâxis (πρᾶξῐς) für "Tat, Handlung, Tun" ab und bedeutet frei übersetzt "die Wohltätige".
                Die heilige Prakseda von Rom (latinisiert Praxedis) war eine römische Jungfrau, die im 2. Jahrhundert als Märtyrerin starb.

                Der Name Prakseda kommt überwiegend in Polen und Litauen vor, ist aber auch dort heute nicht mehr sehr verbreitet.

                Liebe Grüße, Ute

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                • Anna Sara Weingart
                  Erfahrener Benutzer
                  • 23.10.2012
                  • 17639

                  #2243
                  Jüdischer Vorname "Manasse"

                  im lutherischen KB von Gültlingen:


                  Manasse.jpg

                  Viele Grüße

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                  • fps
                    Erfahrener Benutzer
                    • 07.01.2010
                    • 2436

                    #2244
                    Moin,
                    gestern stieß ich auf den Vornamen „Nevelin“.
                    Um 1600 im Lippischen.
                    Gruß, fps
                    Fahndung nach: Riphan, Rheinland (vor 1700); Scheer / Schier, Rheinland (vor 1750); Bartolain / Bertulin, Nickoleit (und Schreibvarianten), Kammerowski / Kamerowski, Atrott /Atroth, Obrikat - alle Ostpreußen, Region Gumbinnen

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                    • fps
                      Erfahrener Benutzer
                      • 07.01.2010
                      • 2436

                      #2245
                      Der "Nevelin" ist nicht der einzige Vorname der Region.
                      In dieser Quelle fand ich noch so einige andere.
                      Männer: u.a. Alhart, Amelung, Beine, Deppe Drude, Engelke, Erpe, Helmig, Idel, Reineke (S. 7 im Buch)
                      Die dort aufgeführten Frauennamen kommen mir dagegen weniger unbekannt vor, zumeist handelt es sich um Lokale Formen bekannter Vornamen.
                      Zuletzt geändert von fps; 08.03.2026, 14:16. Grund: Ergänzung
                      Gruß, fps
                      Fahndung nach: Riphan, Rheinland (vor 1700); Scheer / Schier, Rheinland (vor 1750); Bartolain / Bertulin, Nickoleit (und Schreibvarianten), Kammerowski / Kamerowski, Atrott /Atroth, Obrikat - alle Ostpreußen, Region Gumbinnen

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                      • consanguineus
                        Erfahrener Benutzer
                        • 15.05.2018
                        • 7924

                        #2246
                        Bist Du Dir sicher, dass Du nicht aus Versehen "Herr der Ringe" gelesen hast?
                        Daten sortiert, formatiert und gespeichert!

                        Kommentar

                        • fps
                          Erfahrener Benutzer
                          • 07.01.2010
                          • 2436

                          #2247
                          "Herr der Ringe" habe ich durchaus gelesen, aber das waren mehr Seiten - und außerdem gab es da die Orks.
                          Gruß, fps
                          Fahndung nach: Riphan, Rheinland (vor 1700); Scheer / Schier, Rheinland (vor 1750); Bartolain / Bertulin, Nickoleit (und Schreibvarianten), Kammerowski / Kamerowski, Atrott /Atroth, Obrikat - alle Ostpreußen, Region Gumbinnen

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                          • EmWe
                            Erfahrener Benutzer
                            • 17.07.2012
                            • 392

                            #2248
                            Zitat von Anna Sara Weingart
                            Jüdischer Vorname "Manasse"

                            im lutherischen KB von Gültlingen:


                            Manasse.jpg
                            Hallo zusammen,

                            der Vorname Manasse taucht bei mir auch einmal im Hugenottischen Zusammenhang auf: Manassé Palis, Vater (* Neuhaldensleben 1734) und Sohn (* Magdeburg 1754).
                            Er war also nicht zwingend jüdisch, aber auf jeden Fall alttestamentlich. Aus dem Namensgut des Alten Testamantes resp. Tanachs wurde von mehreren Gruppen und zu unterschiedlichen Zeiten geschöpft.
                            Es gab zu allen Zeiten Namens-Moden. -> „Nennen Sie Ihre Söhne Waldemar“ (Heinz-Florian Oertel, 1980)

                            LG, EmWe
                            Gesucht werden:
                            Germershausen, Marina Christina, * wo? ca. 1666
                            Götze, Caspar, Maurer in Geithain, * wo? ca. 1663
                            Heinecke, Johann George, in Aschersleben, * wo? ca. 1702
                            Lindner, Heinrich, Carabiner in Neuhaldensleben, * wo? ca. 1768
                            Liesegang, Gottfried, in Magdeburg, * wo? um 1720, oo (H/T)ermissen
                            Schreyer, Johann Balthasar, Hammerschmied in Katzhütte, * wo? ca. 1712
                            Wittig, Christian, Blechmeister in Burgkhammer, * wo? ca. 1675

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