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StefOsi 01.11.2015 17:56

Zitat:

Zitat von renatehelene (Beitrag 877446)
" Karl Lübke Stellmacher in Burow 35 Jahre - im Ofendunst erstickt":unfassbar:

Das was heute auch noch sehr oft vorkommt - Kohlenmonoxidvergiftung.

Brunoni 01.11.2015 19:19

Zitat:

Zitat von StefOsi (Beitrag 877460)
Das was heute auch noch sehr oft vorkommt - Kohlenmonoxidvergiftung.

Hallo in die Runde!

Heute?

VG Brunoni

mesmerode 01.11.2015 19:24

ja heute immer noch.
Es gibt tatsächlich Leute die z.B. einen Holzkohlegrill in der Wohnung benutzen.
Zum anderen gibt es heute vermehrt Öfen und Kamine.

Uschi

Brunoni 01.11.2015 20:06

Hallo Uschi,

jetzt wo Du es sagst?
Einen Grill in der Wohnung benutzt-ich habs ja schon in der Zeitung gelesen.
Ansonsten, ich bin Ofenfan. Keine Wärme ist mit Ofenwärme zu vergleichen.
Und ich lebe immer noch:sorry:.
Doch auch ich habe schon fassungslos in den 70er Jahren von einer toten Familie gelesen. Ich kannte Vater und Kind.

Viele nachdenkliche Grüße
Brunoni

StefOsi 01.11.2015 20:21

Zitat:

Zitat von Brunoni (Beitrag 877508)
Heute?

Hi
Zitat:

Axel Hahn, Toxikologe am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), schätzt, dass sich pro Jahr mehr als 3000 Leute mit CO vergiften und etwa 1000 Menschen daran sterben.
Quelle: Süddeutsche Zeitung 09/2015

mesmerode 01.11.2015 20:25

wenn die Lüftung stimmt passiert auch nichts,
habe selbst einen Kaminofen mit Fremdluftzufuhr.
Viele meinen bloß keine Wärme raus lassen und halten alles geschlossen.
In der heutigen Zeit haben wir Fenster und Türen, die keinen
Luftzug rein oder raus lassen. Wenn dann nicht die Lüftung nicht stimmt
passiert so etwas.

Uschi

Brunoni 01.11.2015 20:44

Zitat:

Zitat von StefOsi (Beitrag 877534)
Hi

Quelle: Süddeutsche Zeitung 09/2015

Hallo StefOsi,

das ist ja eine interessante Studie.

Hallo Uschi,

mit der Lüftung hast Du recht.

Viele Grüße
Brunoni

Wolfg. G. Fischer 02.11.2015 09:56

Zitat:

Zitat von Brunoni (Beitrag 877508)
Hallo in die Runde!

Heute?

VG Brunoni


Hallo,

http://www.mittelbayerische.de/panor...rt1300362.html

LG Wolfgang

StefOsi 02.11.2015 22:36

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 1)
Hallo,

das passt zwar nicht richtig hier rein, aber fands trotzdem interessant. Wobei das sicherlich auch unter die Thematik von möglichen Todesursachen fällt.
In einem Taufbuch fiel mir heute zum ersten Mal eine bestimmte Spaltenbeschreibung richtig auf. Hab das KB schon seit locker 2 Jahren und intensivst durchwühlt, aber den Teil irgendwie überlesen.

Es handelt sich um die letzte Spalte mit Anmerkungen die da heißt:

Anmerkungen
ob Zwillingskinder, Monstra
gewesen

Monstra steht hier Plural für Monster und logischerweise gehts um Kinder mit körperlichen Besonderheiten, Körperbehinderungen oder Fehlbildungen. Trotzdem ungewohnt das so zu lesen, auch wenn es sich hierbei um ein KB um 1760 handelt.

Rieke 02.11.2015 23:13

Hallo Stef,

Du hast natuerlich recht, aber ich denke, dass diese Spalte sich wohl explizit auf "monstroese" Zwillingsgeburten beziehen soll und daher nehme ich an, dass sie damit siamesische Zwillinge meinten, die es ja schon immer gegeben hat.
Und dass diese 1760 in der Tat fuer die Menschen damals "monstroes" waren, kann ich mir gut vorstellen.

Hast Du denn jemals einen diesbezuegliche Anmerkung gefunden in dem KB?

Liebe Gruesse
Rieke

StefOsi 02.11.2015 23:23

Zitat:

Zitat von Rieke (Beitrag 877799)
Hast Du denn jemals einen diesbezuegliche Anmerkung gefunden in dem KB?

Hab mal eben durchgeblättert. Es sind nur ab zu "Zwillinge" vermerkt. Da aber der Spaltentitel immer leicht schwankt und manchmal "Zwillinge oder Monstra" heißt, bin ich mir nicht sicher ob sich das "nur" auf siamesische Zwillinge bezieht. Die Spalte existiert so in der Form auch nur zwischen 1766-1780.

Anke's Ahnen 05.11.2015 11:40

Oktober 1794

Theresia, 20 Jahre
Todesursache: Von einem blödsinnigen Menschen geschossen und an den Folgen dieser Schußwunde gestorben

Adina 05.11.2015 15:39

Die 3 Geschwister meiner Großmutter sind alle im Babyalter verstorben, ihr Bruder Hans war immer "kränklich" wie sie sagte nur meine Oma hat das Alter von 72 Jahren erreicht und war so gesund, dass sie keinen Arzt brauchte und 9 gesunde Kinder geboren hat. Ich frage mich, warum ihre Geschwister so früh starben. Im Kirchenbuchauszug ist nichts erwähnt. Aber vielleicht bekomme ich ja Nachricht vom Stadtarchiv.

finwe 16.11.2015 18:47

Gerade im KB von Neckargemünd entdeckt:

1694 Jan: 11.
Ist Lucas Schmid, Johannes Schmids Metzgers Sohn alhier, welchem innerhalben 3. Monat lang, die Hußaren vermuthlich, oder Mörder den Kopff bey dem Hof-Gericht alhier, als er vergrabenes Geld seines Vatters ausgraben wollen, abgeschlagen, zerstümmelt gefunden, und also begraben worden.

KlauebergForscher 18.11.2015 20:47

Hallo liebe AAhnenforscherInnen,

Er ist zwar kein richtiger Verwandte aber der Vater von der Schwägerin meines UrUrUrUruropas aus Amerika wurde von einer Windmühle am Kopf erwischt und starb daran. In Erzählungen steht dass er enthauptet wurde.

Mit freundlichen Grüßen,
Tobias Neumann

renatehelene 13.01.2016 01:21

Guten Abend,

gesehen im KB Groß Zarnow

Am 22.3.1799 verstarb Johann Gottfried Voigt Alter: 6 1/2

Bemerkung des Pfarrers

Dieses Kind wurde für todt aus der Schule nach Hause getragen und kam
nicht wieder zu sich, sondern starb nach einigen Tagen und zwar frühmorgens
am Karfreitag und ward am Tag nach dem Osterfest mit einer Standrede
begraben.

Anna89 13.01.2016 02:00

1879 beging der 4x Uropa meines Mannes mit 71 Jahren "Selbstmord durch Halsabschneiden" - ich vermute es war der Strick.

Der Uropa meines Mannes starb bei einem Arbeitsunfall in der Voest Linz im Jahre 1962.

Mein Großonkel wurde tot in der Badewanne aufgefunden, meine Oma und seine Schwester vermutet Alkohol. Auf der Flucht geboren, als er 10 Monate war starb die Mutter elendig weg, dann ging es zu den Großeltern, der Vater wollte ihn nach seiner Heimkehr zurück holen, die Großeltern wollten ihn bei sich behalten so wuchs er alleine fernab seiner Geschwister und seines Vaters auf. Keine schöne Kindheit.

Ein Onkel meines Opa's wurde nach Kriegsende nicht mehr über die Grenze gelassen, er kam dort vermutlich durch Hunger zu Tode. Genaues weiß man aber wohl nicht.

Dann gibt es noch 3 kuriose Todesfälle im Januar 1736, wo 3 jugendliche Söhne innerhalb von einer Woche wegstarben. Nährere Angaben sind im Sterbebuch nicht notiert.

Dann halt die leider "üblichen" Sachen nach dem Krieg, Diphterie und keine Behandlung, Mord im Lager, Tod auf der Flucht...

renatehelene 14.01.2016 17:21

Gesehen in KB Groß Zarnow 14. Febr. 1808

es verstarb eine Hedewich Elisabeth Weissen Ehefrau des Bürgers
Carl Friedr. Täge aus Bahn - Alter 43 Jahre - Todesursache Auszehrung

Der Pfarrer vermerkt:

"Diese Frau wurde als Wehmutter vom hiesigen Müller aus Bahn geholet.
Sie verrichtete ihr Geschäft bey der Müllerfrau, welche von einem Sohn
entbunden wurde und starb hernach".

Bei dem Müller handelt es sich wohl um Joh. Friedr. Starck und seiner Ehefrau
Hanne Caroline Engeln; das Kind wurde nur 12 Tage alt.

Traurig; war also alles "umsonst!:schade:

DiWiKaBiLiSch 14.01.2016 18:48

Hallo,

mein Ur-Ur-Ur-Großvater ist in der Hamburger Börse am Adolphsplatz gestorben und einen anderer wurde mit 47 im Hamburger Hafen gefunden...

Jo_Kuehn 14.01.2016 19:12

Hallo,

Carl Friedrich Ferdinand Kühn, mein 3x Urgroßvater, gestorben 1891.
Todesursache: "Leberzirrhose, war Trinker"

Prost!
Jo

renatehelene 17.01.2016 00:28

Gesehen im KB Groß Zarnow 1825

Ein Kind 14 Tage alt stirbt Todesursache "Schwamm im Schlunde"

Was "muß" ich mir darunter vorstellen?

Friedrich 17.01.2016 00:30

Moin Renate,

vielleicht ein Blutschwamm, der das Kind am vernünftigen Schlucken hinderte?

Friedrich

Posamentierer 17.01.2016 17:35

Hallo,

bevor es Kautschuk Sauger/Schnuller/Nuckel gab, wurde anderes für diesen Zweck verwendet. Möglicherweise ist das Kind an einem Schwamm erstickt, der sich aus der Flasche löste?

Lieben Gruß
Posamentierer

Artsch 17.01.2016 19:04

Hallo,

ein Neugeborenes konnte sich bei der Mutter durch das Fruchtwasser mit Phthysis (Schwindsucht, Tuberkulose) anstecken,wenn es in den Mund gelangte während der Geburt. Bei dieser Krankheit wird unter anderem von einer Besetzung von Schwämmchen in Mund, Rachen und Schlund berichtet.
Starb die Mutter etwa später an dieser Krankheit?

Beste Grüße
Artsch

renatehelene 17.01.2016 20:10

Guten Abend Friedrich, Posamentierer und Artsch,

ob die Mutter später auch starb, darauf habe ich nicht geachtet; Hätte ich
aber bemerkt, wenn sie an der "gleichen" Krankheit verstorben wäre.

Danke trotzdem für den input.

Artsch 17.01.2016 20:38

Hallo Renate,

die Schwindsucht könnte sich bei der Mutter mit ganz anderen Symtomen gezeigt haben. Ist ja eine schleichende Krankheit.

Beste Grüße
Artsch

Mariolla 17.01.2016 21:09

Die 2. Ehe des Georg Adam Scharff
 
II. ∞ Reisdorf 1738 d. 23. Octobr., Donnerstags, ist Georg Adam Scharff, ein Witber, Nachbar zu Millingsdorf, mit Jungfer Anna Rosina Ewaldin, Mstr. Hanß David Ewalds, weyl. Inwohner und Leineweber alhier, nachgelassenen eheleibl. ältesten Tochter alhier öffentl. copuliret und vorher 3 mahl proclamiret worden.


III. ∞ Millingsdorf 4. Nov. 1742 Georg Adam SCHARFF, ein gedoppelter Witwer, welcher die zwei ersten Weiber gar schlimm tractiert, der sich auch die andere aus Desperation mit Gifte vergeben, u. Anna Christina, T. d. + Mstr. Hans SELDNER; Schneider in Saaleck.

Folgendes ist geschehen:


Millingsdorf □ 1739: Am 1. März Anna Rosina, 2. Ehefr. d. Georg Adam SCHARFF, mit der er den 23. Okt. v. J. in Reisdorf copuliret worden, von hier weggegangen und hat ohne allen Zweifel zu Eckartsberga, da sie auch eodem die vormittags gesehen worden, Gifft eingekauft und solchen zu sich genommen und verschluckt, worauf sie zu ihrer Mutter nach Reißdorf gegangen und des Nachts verstorben. Der Körper ist den 4. ejus. allda seciert worden vom Hr. Medico Schaffenbergen aus Apolda, welcher Gifft bei ihr gefunden, davon etwas einem Hunde gegeben, der gleich darauf gestorben.


Reisdorf + 1739: „Anno 1739 d. 1. Martii, als Dominica Oculi, ist Sabinen Ewaldin, Wittwe alhier, ihre älteste Tochter, Rosina (welche 1738 d. 23. Octobr. mit George Adam Scharffen, einen Wittwer zu Millingsdorff hier öffentl. copuliret worden) vormittage unter der Kirchen kommen, welche nach Mitternacht um 1 Uhr bey ihr un vermuthet gestorben. Montags darauf, als d. 2. Martii, notificirte mir Tit. Chemnitius, P. zu Milingsdorff, wie Ihm dieser unvermuthete Todt sehr nachdenkl. wäre; weil sie die vorige Woche sollte gesaget haben: Wenn ihr Mann mit ihr nicht anders lebete und es kein Ende nähme, so müste sie sich ein Leids thun.
Die Neustädt. Frau, welche diesen Brief in meiner Abwesenheit mit gebracht, hier referiret, in Millingsdorf gienge die Rede, sie sollte in d. Eckartsberg. Apotheke Gift geholt und sich selbst vergeben haben. Ob nun gleich der Cörper nicht aufgeschwollen; so habe den casum doch dem Hochfürstl. Amte Roßla d. 3. Martii, Dienstags, vormittage angezeiget (welchen Bericht die hiesige Gemeine durch Marc. Meisezahlen nach Roßla gesendet). D. 4. Martii an d. Mittwoche wurde der Cörper dahier in ihrer Mutter Scheune vormittage geöffnet von dem Hn. Licentiat Schäfenberg, Practico zu Apolda und dem Amts Bader in gegen wart des Hn. Rath und Amtmanns, Hn. Jo. Sebastian Schoetters und des Hn. Amtscommissarii, Hebestreits, Bürgermeisters zu Sulza. An den Pulmonibus fandt der medicus ein bedenkl. Indicium und in dem Magen eine scharfe Materie, welche den Magen angefressen, welche er mit genommen, und in utero einen kleinen foetum ohngefehr von 6 Wochen, der noch in seinen ovulo war. Den hat er auch mit genommen, und war sehr carieus anzusehen. D. 5. Martii Donnerstags haben d. H. Rath und Atmann diesen casum ans Hochfürstl. Oberconsistorium nach Weimar berichtet, welches sowohl an Ihn als an mich rescribiret: ihr wollet den Cörper, weil sich nach erfolgter Section an demselben keine Anzeigungen eines gewaltsamen Todtes geäußert, auf den Gottes Acker in der Stille iedoch an einen besondern Orth begraben laßen und nach
Erforderung dieses casus die Eheleute bey nechster Amts-Pedigt zum friedl. Betragen treulich anmahnen.

Welcher Befehl (datirt d. 5. Martii und vom Hn. Hoff Rath Langut unterschrieben war. NB. 15 g ins Consistorium zu senden vor 2 rescripte 5000 sc. und ins Amt und Consistorium dass. Dgl. 2 g pro copia, 1 g dem consistorial. Bothen, den Bericht herum zu tragen.) d. 6. Martii Freytags gegen Mittag in Neustadtl. unter der Predigt aus dem Roßlaischen Amte angekommen und nach Mittage hier vollzogen worden. Da ihr Cörper gantz hinten zur rechten Seite des Gottes Ackers von 4 Männern, welche ihre Mutter hierzu erlesen und dorumb ersuchet, begraben worden.


Dom. Laetare, d. 8. Martii, nahm ich Gelegenheit bey den Worten ohne Weib und Kind, welche damahls mit ihren Männern in Eintracht Christum nachgefolget, Gottes Wort gehöret, die Eheleute zur Einigkeit zu ermahnen. M. Jo. Sonneschmid, p. t. P.


NB. Es hatt Tit. H. Licentiat Schefenberg, Medicus zu Apolda, die scharffe Materie, so Er in ihren Magen bey der Section gefunden und mit sich genommen, hernach separiret und mit einer kleinen Dosi einen kleinen Hund getödtet, und dadurch bewiesen, daß sie arsenicum eingenommen, welchen sie Sontag Oculi zu Eckardtsberge bey dem Hn. Apotheker Bernhardi geholet.“


Nebenbemerkung von mir:


Die 3. Ehefrau (Anna Christina Seldner) verstarb als Witwe d. Georg Adam Scharff im hohen Alter und wurde am 21. April 1798 in Millingsdorf begraben.
Sie hat sich wohl nichts gefallen lassen.


Viele Grüße Mariolla

Gertrud Dinse 19.01.2016 11:42

Zitat:

Zitat von Artsch (Beitrag 894590)
Hallo,

ein Neugeborenes konnte sich bei der Mutter durch das Fruchtwasser mit Phthysis (Schwindsucht, Tuberkulose) anstecken,wenn es in den Mund gelangte während der Geburt. Bei dieser Krankheit wird unter anderem von einer Besetzung von Schwämmchen in Mund, Rachen und Schlund berichtet.
Starb die Mutter etwa später an dieser Krankheit?

Beste Grüße
Artsch

Fruchtwasser gelangt unter der Geburt immer in Nase und Mund.

LG Gertrud

Artsch 19.01.2016 16:42

Hallo,

richtig Gertrud, habe mich missverständlich ausgedrückt.

nicht "wenn" sondern....., während das Fruchtwasser in den Mund gelangte "unter" der Geburt.
Vom Schlucken des Fruchtwassers war auch die Rede.
Aber mich hatte eben beeindruckt, das dies in der Medizin recht früh bekannt war. Wenn ich mich nicht irre, war es eine medizinische Abhandlung aus dem Jahre 1821. Habe schon im Internet gesucht, ich finde aber das ganze Buch nicht mehr.

Beste Grüße
Artsch

renatehelene 22.01.2016 12:18

Hallo,

manchmal wundere ich mich schon, warum ein Pfarrer z.B.
den nachstehenden Eintrag gemacht hat

KB Carnitz Sterbeeintrag

"Gützelvitz - Michael Tancke - gest. 21. May 1769 begraben 29. ej.
War ein Dienstknecht und hatte etwas blödsinniges in seinem Betragen.
Todesursache: Blattern - Alter 28 1/2 Jahre "

Daß er ein Dienstknecht war, hätte vollkommen ausgereicht.

Der Pfarrer zu dieser Zeit war Pfarrer Strecker.

liseboettcher 22.01.2016 12:58

Schwamm im Munde
 
Ich denke es handelte sich um Soor, wird wohl auch als Schwämmchen bezeichnet. Es ist glaube ich eine Pilzerkrankung, gibt es heute auch noch. Allerdings wurden ja kaum Untersuchungen durchgeführt, die Menschen hatten nicht so viel Geld dafür, auch gab es kaum Ärzte.
MfG Lise

renatehelene 22.01.2016 15:27

Hallo, nicht wirklich seltsam, trotzdem aber interessant.
KB Carnitz 1776

Frau Christiana Sophia von Üchtritz, verwittwete Frau Obristin von Carnitz
starb zu Berlin an der Brust-Wassersucht den 18th Jan. Nachmittags um
1 3/4 Uhr in dem Alter von 67 Jahren, 5 Monathe und 8 Tagen, und wurde
den 31st ej in dem hiesigen Erbbegräbnisse unter dem Altar beigesetzt.
Von den unendlichen Verdiensten dieser verehrungswürdigen Frau kann die
den 30. Jan. allhier gehaltene Standrede, und die den 4. Febr., am
Sonntage Septuages gehaltene Gedächtnispredigt, nebst den Personalien,
wovon erstere im Druck erschienen ist, nachgelesen werden. Man wird
daselbst überall ganz eigentliche lautere Wahrheiten finde.

renatehelene 23.01.2016 16:09

KB Carnitz 1780 Sterbeeintrag ohne Name

Den 4. Aug. etwar gegen 7 Uhr Abends wurde auf dem Wege von Gützelvitz
nach Küssin, 300 Schritte von der Küssin'schen Grenze, ein invalider Soldat
und Bettler von einer bey sich gehabten Weibs Person im Gezänke,
vermittelst eines starken Kniffels, erschlagen, wie solches von einem
13jährigen Knaben, der mit anderen Kindern in der Nähe die Gänse gehütet,
und die die Schlägerey mit angesehen, bezeuget worden.
Der todte Körper selbst aber ward erst am Morgen des folgenden Tages
gefunden, und am 7. Aug., nach geschehener Obduction in Gützelvitz
zu Carnitz beerdiget. Das muthmaßliche Alter des Erschlagenen mochte
etwar 40 Jahre seyn.

:unfassbar:

Anna89 23.01.2016 18:32

Da kämpft man(n) für sein Land, wird Invalid und zum Danke von einer Tussi erschlagen 8o

renatehelene 23.01.2016 19:31

Blöd gelaufen :ironie::ironie::ironie:

KB Carnitz Sterbeeinträge 1781

Am 29. Okt. wird Carsten Wegner 79 Jahre alt beerdigt (Todesursache: Ruhr)

Am 4. Nov. wird seine Wittwe (Sophia Wegner geb. Pagenkopp) beerdigt.
Todesursache: sie hatte sich bei der Beerdigung ihres Ehemannes erkältet
( Alter 77 Jahre )

renatehelene 24.01.2016 14:33

KB Carnitz - Sterbefall 1785

Es verstirbt Engel Brandt(en) am 7. Oct.; war die älteste Tochter des
Altbauer Peter Brandt, 52 Jahre alt, eine einfältige arbeitsame Person,
die stets unter schwerem Druck gehalten worden. Ihre Krankheit, die
nur wenige Tage gedauert, ist nicht bekannt.


Hier hat sich der Pfarrer wohl sehr diplomatisch ausgedrückt.

Friedrich 24.01.2016 14:44

Moin Renate,

Zitat:

Zitat von renatehelene (Beitrag 896378)
Hier hat sich der Pfarrer wohl sehr diplomatisch ausgedrückt.

ich würde es undiplomatisch so ausdrücken: Sie war die familieneigene Magd des Vaters und hat sich zu Tode geschuftet. Zu ihrem Recht ist sie auf jeden Fall nicht gekommen.

Friedrich

renatehelene 24.01.2016 15:24

KB Carnitz 1787 - Sterbefall

Am 14. Sept. verstarb Maria Crössin(en); war des Einlieger Gottfried Ebert
Ehefrau und starb vom Schrecken über einen nahen Flintenschuß;
Alter etwa 50 Jahre

Anna89 24.01.2016 16:10

Jetzt mal ernsthaft... Vor Schreck sterben las ich hier schon mehrmals.
Echt jetzt? Wie zum Teufel? Gibts sowas wirklich?

renatehelene 24.01.2016 20:16

Hallo Anna, muss/mußte es wohl gegeben haben, sonst stünde es ja nicht
im KB. Manche Frauen sind halt sensibler als/wie andere Frauen.

Hallo Friedrich, Du hast es "erfaßt" und weglaufen konnte sie wohl auch nicht.


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