Katholische Kirchenbücher Kauffung

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  • HErtlFernwald
    Erfahrener Benutzer
    • 27.03.2017
    • 308

    Katholische Kirchenbücher Kauffung

    Hallo Zusammen!
    Ich suche die kath. KB v. Kauffung, Kreis Schönau. Dabei habe ich festgestellt, dass schon 1902 die auffindbaren Quellen erst 1774 beginnen. Ziel ist es, die evangelischen Kasualien bis 1758 darin zu entdecken. Ich habe auf http://www.vogel-soya.de/SKB/skb-schoenau.htm gesehen, dass selbst viele der kath. KB erst im 18. Jhdt. beginnen. Wurden da noch viele Kirchen gegründet? Und wenn ja, wo findet man im Speziellen die Kasualien für Tiefhartmannsdorf (das kath. sowieso zu Kauffung gehörte)...
    Viele Grüße!
    Hendrik
  • Horst von Linie 1
    Erfahrener Benutzer
    • 12.09.2017
    • 23767

    #2
    Vielleicht geben die Deck- und Einleitungsblätter der ab 1774 geführten Kirchenbücher Auskunft über den Verbleib der älteren Bücher.
    Falls im Eifer des Gefechts die Anrede mal wieder vergessen gegangen sein sollte, wird sie hiermit mit dem Ausdruck allergrößten Bedauerns in folgender Art und Weise nachgeholt:
    Guten Morgen/Mittag/Tag/Abend. Grüß Gott! Servus.
    Gude. Tach. Juten Tach. Hi. Hallo.

    Und zum Schluss:
    Freundliche Grüße.

    Kommentar

    • HErtlFernwald
      Erfahrener Benutzer
      • 27.03.2017
      • 308

      #3
      Zitat von Horst von Linie 1 Beitrag anzeigen
      Vielleicht geben die Deck- und Einleitungsblätter der ab 1774 geführten Kirchenbücher Auskunft über den Verbleib der älteren Bücher.
      Hallo Horst, glänzende Idee, dem wird nachgegangen!!!

      Kommentar

      • Xtine
        Administrator


        • 16.07.2006
        • 30062

        #4
        Hallo,

        Auskunft zu schlesischen KB findest Du auch hier:
        Hier finden Sie die aktuellen Lagerstellen der Kirchen- und Zivilstands-Bücher Schlesiens und viel mehr.


        Aber da nirgends Aufzeichnungen von Büchern vor 1774 verzeichnet sind, sind diese vielleicht auch einfach in einem Krieg verschollen oder durch Brand oä zerstört worden.
        Viele Grüße .................................. .
        Christine

        .. .............
        Wer sich das Alte noch einmal vor Augen führt, um das Neue zu erkennen, der kann anderen ein Lehrer sein.
        (Konfuzius)

        Kommentar

        • HErtlFernwald
          Erfahrener Benutzer
          • 27.03.2017
          • 308

          #5
          Danke, die Seite(n) kenne ich. Aber die Fragestellung, warum so zahlreiche schlesische kath. KB erst ca. 1766 beginnen, muss sich ja durch Filialgründung klären lassen. Und dann, gebt Ihr mir bestimmt recht, müssen sich die Vorkommnisse in anderen KB finden lassen

          Kommentar

          • sonki
            Erfahrener Benutzer
            • 10.05.2018
            • 5683

            #6
            Schau mal in diesen Thread, da kam die Frage schonmal auf:
            Moin zusammen, vielleicht hat sich der ein oder andere ja einmal dieselben Fragen gestellt und sich damit befasst. Auffällig fand ich in meiner Forschungsregion Kr. Rybnik / Ratibor, dass viele KB erst exakt Ende 1765/1766 beginnen. z.B. Lissek (Lyski), Pstrzonsna (Pstrazna) Ich konnte mir weder vorstellen, dass KB so vieler


            Fazit:
            Setzen die KB also erst in den 1760er Jahren ein, sind frühere Jgg. im 7jährigen Krieg vernichtet worden.
            ¯\_(ツ)_/¯

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            • Xtine
              Administrator


              • 16.07.2006
              • 30062

              #7
              Oder du schaust, ob man irgendwas über die Geschichte / Gründung der einzelnen Kirchen findet.
              Evtl. auf deren Homepage, wenn denn eine existiert.
              Viele Grüße .................................. .
              Christine

              .. .............
              Wer sich das Alte noch einmal vor Augen führt, um das Neue zu erkennen, der kann anderen ein Lehrer sein.
              (Konfuzius)

              Kommentar

              • HErtlFernwald
                Erfahrener Benutzer
                • 27.03.2017
                • 308

                #8
                Zitat von sonki Beitrag anzeigen
                Schau mal in diesen Thread, da kam die Frage schonmal auf:
                Moin zusammen, vielleicht hat sich der ein oder andere ja einmal dieselben Fragen gestellt und sich damit befasst. Auffällig fand ich in meiner Forschungsregion Kr. Rybnik / Ratibor, dass viele KB erst exakt Ende 1765/1766 beginnen. z.B. Lissek (Lyski), Pstrzonsna (Pstrazna) Ich konnte mir weder vorstellen, dass KB so vieler


                Fazit:
                Herzlichen Dank, Vernichtung im Siebenjährigen Krieg macht Sinn! Ich werde bei den Mormonen die Anfangsseiten sichten u. berichten!

                Kommentar

                • HErtlFernwald
                  Erfahrener Benutzer
                  • 27.03.2017
                  • 308

                  #9
                  Zitat von Xtine Beitrag anzeigen
                  Hallo,

                  Auskunft zu schlesischen KB findest Du auch hier:
                  Hier finden Sie die aktuellen Lagerstellen der Kirchen- und Zivilstands-Bücher Schlesiens und viel mehr.


                  Aber da nirgends Aufzeichnungen von Büchern vor 1774 verzeichnet sind, sind diese vielleicht auch einfach in einem Krieg verschollen oder durch Brand oä zerstört worden.
                  Das macht ja dann Sinn

                  Kommentar

                  • Werner52
                    Gast
                    • 25.06.2025
                    • 521

                    #10
                    Zitat von HErtlFernwald Beitrag anzeigen
                    ... Tiefhartmannsdorf (das kath. sowieso zu Kauffung gehörte)...
                    Hallo Hendrik,

                    Deine Aussage hängt so etwas in der Luft

                    Wann soll denn bitte Tiefhartmannsdorf kath. zu Kauffung gehört haben? Du suchst doch 18. Jhd., oder habe ich das hier völlig falsch verstanden?`

                    Gruß
                    Werner

                    Kommentar

                    • HErtlFernwald
                      Erfahrener Benutzer
                      • 27.03.2017
                      • 308

                      #11
                      Zitat von Werner52 Beitrag anzeigen

                      Hallo Hendrik,

                      Deine Aussage hängt so etwas in der Luft

                      Wann soll denn bitte Tiefhartmannsdorf kath. zu Kauffung gehört haben? Du suchst doch 18. Jhd., oder habe ich das hier völlig falsch verstanden?`

                      Gruß
                      Werner
                      Hallo Werner ! Ja, Tiefhartmannsdorf gehörte katholisch zu Kauffung: https://agoff.de/?p=54327

                      Kommentar

                      • Werner52
                        Gast
                        • 25.06.2025
                        • 521

                        #12
                        Zitat von HErtlFernwald Beitrag anzeigen
                        Hallo Werner ! Ja, Tiefhartmannsdorf gehörte katholisch zu Kauffung: https://agoff.de/?p=54327
                        Hallo Hendrik, aber wie da zu lesen ist, nur für 1885 festgestellt. Bspw. 1840 gehörte es kath. zu Hirschberg. Und Du suchst vor 1772, oder nicht?

                        Kommentar

                        • HErtlFernwald
                          Erfahrener Benutzer
                          • 27.03.2017
                          • 308

                          #13
                          Zitat von Werner52 Beitrag anzeigen

                          Hallo Hendrik, aber wie da zu lesen ist, nur für 1885 festgestellt. Bspw. 1840 gehörte es kath. zu Hirschberg. Und Du suchst vor 1772, oder nicht?
                          Hallo Werner, jetzt bin ich neugierig! Wo entnimmt man Pfarrzugehörigkeiten jener Zeit ?

                          Kommentar

                          • HErtlFernwald
                            Erfahrener Benutzer
                            • 27.03.2017
                            • 308

                            #14
                            Und wie muss ich verstehen, was den Stolzwang angeht: Da Tiefhartmannsdorf seit 1693 ev. KB hat, war es ein "evangelisches Dorf" ? Müssen sich die ev. Eintragungen bis max. 1760 dann in einer kath. Pfarrei finden lassen?

                            Kommentar

                            • Werner52
                              Gast
                              • 25.06.2025
                              • 521

                              #15
                              Es gab da weit und breit keine Katholiken. Selbst wenn Du nur Einträge in einem "kath. KB" findest, waren die Leut trotzdem lutherisch. In einem Visitationsbericht der Kirche in Tiefhartmannsdorf schreibt man: "... sie [die Einwohner] haben ein Herz aus Eisen, [...], und da ihnen selten oder nie ein katholischer Priester zu Gesicht kommt, haben sie eine völlige Abneigung gegen den Klerus."

                              Also war man dort seit Mitte des 16. Jhd. lutherisch. Dann kam der 30jährige Krieg. Weder Ev. noch Kath. hatten richtig gewonnen. In Münster/Osnabrück einigte man sich über die Köpfe der Betroffenen, daß der jeweils regierende Fürst des Landes die Religion bestimmt. Für Schlesien waren das die Habsburger. Die schickten die Jesuiten und die Liechtensteiner Dragoner raus. Mit größter Rücksichtlosigkeit versuchte man seit den 1650er Jahren das Evangelische auszulöschen. Das gelang aber nur, wo es an Ausweichmöglichkeiten mangelte - also in der Grafschaft Glatz (schon seit den 1620ern betrieben) und in Oberschlesien.

                              In Tiefhartmannsdorf erreichte die kath. Kirche aber gar nichts. Um 1825 gab es dort 1281 Einwohner und davon war ... einer katholisch! Der Irrsinn war eben, daß dort keiner katholisch werden wollte, den Einwohnern man aber trotzdem am 19.2.1654 die eigene Kirche wegnahm. Der ev. Pf. war am Tag zuvor "wegbegleitet" worden. Die Kaiserlichen übergaben die Kirche dem kath. Erzpriester in Hirschberg. Auch 1666, als der ev. Schullehrer ebenfalls weggehen mußte, gab es keinen Katholiken dort. Die Einwohner hielten sich zu den Buschpredigern, nach Harpersdorf, Probsthain, seit 1711 nach Hirschberg (Gnadenkirche) und seit 4.1741 nach Schönau. Ende 1740 rückten die Preußen nach Schlesien, und Friedrich beendete den ganzen Religionsunfug. Weil er es sich aber nicht gänzlich mit den kath. Reichsständen verderben wollte, ließ er der kath. Kirche ihre Gotteshäuser. Wie fast überall stand das in Tiefhartmannsdorf leer. Die Tiefhartmannsdorfer erhielten jedoch wieder ev. Gottesdienst, zunächst in einem Schuppen und seit 1746 in ihrem eigenen Bethaus. Da die kath. Kirche ungenutzt blieb, verfiel sie und 1818 gab ein Feuer der Ruine den Rest. Übrig blieb ein wenig vom Turm. 1840 - nach fast 200 Jahren! - gab die kath. Kirche endlich auf, und erklärte Tiefhartmannsdorf zur erledigten Pfarrei. Gleichzeitig übergab man dem evangelischen Pfarrer die "kath. KB", weil da eben keine Katholiken drin standen. Dies waren: Tf 1693-1705, 1722-1756, Tr 1660-1662, 1680-1683, 1688-1746 und Bg 1692-1746.

                              Und dann kamen 1945 ff. die katholischen Polen und aus war es mit den ev. KB von Tiefhartmannsdorf.

                              Verrückt, oder?

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