Widersprüchliche Angaben zum Alter?

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  • VollVerzweifelt
    Benutzer
    • 18.09.2024
    • 53

    #1

    Widersprüchliche Angaben zum Alter?

    Hi,

    ich habe hier zwei Urkunden, die meiner Einschätzung nach zur gleichen Person gehören. Eine Heiratsurkunde und eine Sterbeurkunde.
    Verwirren tun mich die Angaben zum Alter.
    In der Heiratsurkunde steht, dass die Frau am 06.04.1872 geboren ist.
    In der Sterbeurkunde vom 13.11.1915 (transkribiert wurde 1914, aber wenn auf der Urkunde nicht irgendwo eine Bemerkung dazu steht, muss das ein Fehler sein), steht, dass die Frau im Alter von 45 Jahren gestorben ist. Das kommt aber nicht hin.

    Kann jemand auflösen?

    LG

    Freitag, Johannes H. & Günther, Anna K. - Hessen, Heiratsregister, Guxhagen 1902.jpg



    melsungen_4680_1915-00119.jpg

  • sonki
    Erfahrener Benutzer
    • 10.05.2018
    • 6061

    #2
    Sind doch nur 2 Jahre Unterschied...und wusste die meldende Person denn das exakte Alter?
    ¯\_(ツ)_/¯

    Kommentar

    • VollVerzweifelt
      Benutzer
      • 18.09.2024
      • 53

      #3
      Deiner Antwort entnehme ich, dass so ein Fehler nicht ungewöhnlich ist?
      Keine Ahnung, ob die meldende Person ihr Alter kannte. Was steht dort? "der ________ Martin Möller"?

      Kommentar

      • Horst von Linie 1
        Erfahrener Benutzer
        • 12.09.2017
        • 25393

        #4
        Schreinermeister (und Bestattungsunternehmer).
        Falls im Eifer des Gefechts die Anrede mal wieder vergessen gegangen sein sollte, wird sie hiermit mit dem Ausdruck allergrößten Bedauerns in folgender Art und Weise nachgeholt:
        Guten Morgen/Mittag/Tag/Abend. Grüß Gott! Servus.
        Gude. Tach. Juten Tach. Hi. Hallo.

        Und zum Schluss:
        Freundliche Grüße.

        Kommentar

        • sonki
          Erfahrener Benutzer
          • 10.05.2018
          • 6061

          #5
          Zitat von VollVerzweifelt
          Deiner Antwort entnehme ich, dass so ein Fehler nicht ungewöhnlich ist?
          Wenn der Martin Möller vielleicht der Nachbar oder Freund der Familie war, dann wusste er unter Umständen nicht das exakte Alter. Immer schauen wer den Tod beim Standesamt anmeldet...und da die anderen Angaben zum Ehemann ect. ja sehr eindeutig zur Frau in der Heiratsurkunde passen, wird das schon alles passen. Solange es in dem Ort nicht lauter gleichnamige Personen gibt, aber das kann ich nicht beurteilen.
          ¯\_(ツ)_/¯

          Kommentar

          • Horst von Linie 1
            Erfahrener Benutzer
            • 12.09.2017
            • 25393

            #6
            Der Anzeigende wohnte in der Stadt, in der die Besprochene fern der Heimat (15 Kilometer) im städtischen Krankenhaus verstarb.
            Da hatte er womöglich nur einen Zettel. Vielleicht stand auf dem Zettel 43 Jahre und er konnte, auf dem Standesamt angekommen, die 3 nicht mehr lesen.
            Jedenfalls ist von einer Personengleichheit auszugehen:
            Falls im Eifer des Gefechts die Anrede mal wieder vergessen gegangen sein sollte, wird sie hiermit mit dem Ausdruck allergrößten Bedauerns in folgender Art und Weise nachgeholt:
            Guten Morgen/Mittag/Tag/Abend. Grüß Gott! Servus.
            Gude. Tach. Juten Tach. Hi. Hallo.

            Und zum Schluss:
            Freundliche Grüße.

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            • Falke
              Erfahrener Benutzer
              • 15.01.2013
              • 1027

              #7
              Zum einen ist es nicht ungewöhnlich, wie die anderen schon schrieben.
              Zum anderen stimmen Ehemann und Eltern in beiden Urkunden überein.
              Für mich ein und dieselbe Person.
              Viele Grüße
              Karen

              Meine Haupt-Namen: Spilker, Heysen, Bolbrügge, Schumacher, Ditzell, Wegner, Olbert, Melzer

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              • Horst von Linie 1
                Erfahrener Benutzer
                • 12.09.2017
                • 25393

                #8
                Habe mal die Sterbefälle in Guxhagen 1916-1923 durchgesehen.
                Die Anzahl der Personen, die den Nachnamen Freitag oder Günther führten, ist überschaubar.
                Habe daher keinen Zweifel an einer Personengleichheit.
                Falls im Eifer des Gefechts die Anrede mal wieder vergessen gegangen sein sollte, wird sie hiermit mit dem Ausdruck allergrößten Bedauerns in folgender Art und Weise nachgeholt:
                Guten Morgen/Mittag/Tag/Abend. Grüß Gott! Servus.
                Gude. Tach. Juten Tach. Hi. Hallo.

                Und zum Schluss:
                Freundliche Grüße.

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                • Horst von Linie 1
                  Erfahrener Benutzer
                  • 12.09.2017
                  • 25393

                  #9
                  Der Schreiner Martin Möller war der Schwager der Besprochenen:
                  https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A% 2F%2Fdigitalisate-he.arcinsys.de%2Fhstam%2F920%2F2788.xml&tx_dlf%5Bp age%5D=2&cHash=d055757a6e9dc4ad89c32c5004ebdff1

                  Tod der Schwester der Besprochenen:

                  Zuletzt geändert von Horst von Linie 1; 20.03.2026, 16:13.
                  Falls im Eifer des Gefechts die Anrede mal wieder vergessen gegangen sein sollte, wird sie hiermit mit dem Ausdruck allergrößten Bedauerns in folgender Art und Weise nachgeholt:
                  Guten Morgen/Mittag/Tag/Abend. Grüß Gott! Servus.
                  Gude. Tach. Juten Tach. Hi. Hallo.

                  Und zum Schluss:
                  Freundliche Grüße.

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                  • Schlupp
                    Erfahrener Benutzer
                    • 27.03.2009
                    • 467

                    #10
                    Eigentlich ist alles gesagt, nur kurz ergänzt: findet man bei solch strittigen Fälle "(halb)runde" Altersangaben (wie z.B. "45") ist das durchaus ein Hinweis darauf, dass das Alter der Person geschätzt bzw. im Sinne von "ungefähr" angegeben wurde.
                    Woher stammen: 1) der Hirte Johann Peter Matthias TRIEGER (* um 1760, angeblich in Barby bei Magdeburg, V: Andreas Trieger), 2) der Hirte Michael BREITMEYER (* um 1727, V: David Breitmeyer, 1740er: wohnhaft in Schwanebeck bei Halberstadt)

                    Kommentar

                    • Horst von Linie 1
                      Erfahrener Benutzer
                      • 12.09.2017
                      • 25393

                      #11
                      Zitat von Schlupp
                      Eigentlich ist alles gesagt, nur kurz ergänzt: findet man bei solch strittigen Fälle "(halb)runde" Altersangaben (wie z.B. "45") ist das durchaus ein Hinweis darauf, dass das Alter der Person geschätzt bzw. im Sinne von "ungefähr" angegeben wurde.
                      Abweichungen waren 1915 aber im Reichsgebiet eher selten.
                      Hier kam der Schwager nicht aus dem Geburtsort der Besprochenen. Er mag sich daher vertan haben.

                      Theoretisch könnte natürlich auch im Heiratseintrag der Besprochenen ein falsches Jahr stehen!
                      Falls im Eifer des Gefechts die Anrede mal wieder vergessen gegangen sein sollte, wird sie hiermit mit dem Ausdruck allergrößten Bedauerns in folgender Art und Weise nachgeholt:
                      Guten Morgen/Mittag/Tag/Abend. Grüß Gott! Servus.
                      Gude. Tach. Juten Tach. Hi. Hallo.

                      Und zum Schluss:
                      Freundliche Grüße.

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                      • Ralph-1980
                        Erfahrener Benutzer
                        • 12.05.2025
                        • 224

                        #12
                        Hallo VollVerzweifelt,

                        Ich kann da auch aus Erfahrung folgendes dazu berichten und mich meinen Vorrednern nur anschließen.
                        Nach ca. 30 Jahren Forschung ist mir folgendes aufgefallen. Vor allem in älteren Kirchenbüchern Bayerns stimmt dies fast nie! genau. 2-3 Jahre Abweichung ist also absolut keine Seltenheit und zumeist völlig normal.
                        Besonders krass wird dies wenn das Alter schon fortgeschrittener war und keiner mehr genau wusste wie alt Person X überhaupt war, dann wurde oft geschätzt.
                        Zu ca. 75% wurden Personen tendentiell meist eher älter als jünger geschätzt. So wurde aus z.B. einem 82-jährigem auch schon mal ein 95 oder 100 jähriger gemacht. Hatte ich definitiv öfters und konnte dies auch belegen.

                        Gruß

                        Ralph

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                        • VollVerzweifelt
                          Benutzer
                          • 18.09.2024
                          • 53

                          #13
                          Zitat von Ralph-1980
                          Besonders krass wird dies wenn das Alter schon fortgeschrittener war und keiner mehr genau wusste wie alt Person X überhaupt war, dann wurde oft geschätzt.
                          Zu ca. 75% wurden Personen tendentiell meist eher älter als jünger geschätzt. So wurde aus z.B. einem 82-jährigem auch schon mal ein 95 oder 100 jähriger gemacht. Hatte ich definitiv öfters und konnte dies auch belegen.
                          Das ist ja heftig stelle mir vor, dass das auch die Weitersuche schwer macht. Man sucht ja dann im Zweifelsfall an den falschen Stellen.

                          In jedem Fall, bin ich beruhigt, dass ihr einheitlich der Meinung seid, dass es dieselbe Person ist. Dann kann ich die Informationen guten Gewissens eintragen

                          Danke an alle

                          Kommentar

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