uneheliches Kind? neue Erkenntnisse!

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge
  • Aimee
    Erfahrener Benutzer
    • 02.02.2007
    • 160

    uneheliches Kind? neue Erkenntnisse!

    Hallo,

    meine Urgroßoma heiß mit Familiennamen KOCk bzw KOK. Sie ist 1890 in Sasel geboren.


    Irgendwie findet keiner eine Geburtsurkunde zu ihr

    Das einzige was ich habe ist ein Auszug aus den Konfirmandenregister.

    Dort ist lediglich der Vater erwähnt. Welcher Hermann Eitner heißt und Fuhrherr war.


    War meine Uroma ein uneheliches Kind, da sie einen anderen Familiennamen hatte als ihr Vater oder gab es das damals auch, dass die Eltern zwar verheiratet waren aber jeder seinen Namen behielt?



    Gruß

    Nadine
  • Joachim v. Roy
    • 01.04.2007
    • 787

    #2
    Sasel bei Hamburg bzw. Sasel in Schleswig-Holstein 1890

    Hallo Nadine,

    daß im Jahre 1890 Ehepaare getrennte Namen führten, halte ich für ausgeschlossen.

    Daß der im Konfirmandenregister genannte Fuhrherr der Vater des Kindes gewesen sein soll, halte ich für nicht bewiesen. Er mag auch der Pate des Kindes oder sein Vormund oder ein naher Verwandter gewesen sein, der das Mädchen zur Konfirmation begleitete. Aus einem - insoweit wenig beweiskräftigen - Konfirmandenregister würde ich eine uneheliche Geburt nicht herleiten.

    Freundliche Grüße vom Rhein

    Kommentar

    • Aimee
      Erfahrener Benutzer
      • 02.02.2007
      • 160

      #3
      Ich finde das ja auch sehr merkwürdig.
      Nur mein Großvater, welcher noch lebt, kann sich halt auch dran erinnern das sein Großvater Eitner mit Namen hieß.
      Und das war bevor ich den Konfirmandenauszug erhalten habe.

      Ich weiß auch nicht

      Kommentar

      • Augusta
        Benutzer
        • 03.12.2004
        • 55

        #4
        hallo Nadine,

        früher war es oft üblich, auch einem unehelichen Kind den Nachnamen des Vaters zu geben, wenn er bekannt war.

        Dieser Eitner könnte auch der 2. Ehemann ihrer Mutter gewesen sein, also der Stiefvater deiner Urgroßmutter. Das würde die unterschiedlichen Nachnamen eher erklären.
        Gruß Heidi

        Kommentar

        • BerlinKolonist
          Erfahrener Benutzer
          • 24.06.2006
          • 107

          #5
          Hallo Nadine,

          das irgendwann unter seinen Ahnen ein uneheliches Kind auftaucht - da ist leider die Wahrscheinlichkeit sehr hoch. Bei mir ist es in der Familie sogar 2x der Fall. Ich würde es an deiner Stelle handhaben, dass du evtl. nach Vormundschaftsakten suchst, die beweisen können, dass der Eitner auch der Vater war. Konfirmandenverzeichnisse sind meiner Meinung nach weniger aufschlussreicher als Kirchenbücher, wo durchaus auch mal der uneheliche Vater verzeichnet sein kann.

          Da bleiben bis auf Dokumente außer nur noch lebende Verwandte (wie z.B. dein Großvater), den man fragen kann. Unsicherheit bleibt jedoch immer - denn sog. "Kuckuckskinder" gibt es leider nicht nur in diesem Jahrhundert...

          MfG

          Kommentar

          • gudrun
            Erfahrener Benutzer
            • 30.01.2006
            • 3277

            #6
            RE: uneheliches Kind?

            Hallo,

            daß keine Geburtsurkunde gefunden wird, spricht vielleicht doch für ein uneheliches Kind.
            Die Mütter sind zur Geburt wo anders hin und dann den Ort zu finden, ist sehr schwer.
            Ich habe den gleichen Fall, aber 100 Jahre früher. Das genaue Geburtsdatum war bekannt. Aber es ist kein Eintrag zu finden gewesen. Das Kind hatte den Namen des Vaters und ist in einem Nachbarort geboren worden.
            Also, vielleicht die Nachbargemeinden absuchen.
            Sind die Heiratsurkunde und die Sterbeurkunde schon gefunden? Da steht vielleicht auch etwas.

            Viel Glück
            wünscht
            Gudrun

            Kommentar

            • Aimee
              Erfahrener Benutzer
              • 02.02.2007
              • 160

              #7
              Hallo alle zusammen,

              erstmal vielen Dank für die vielen Tips.


              Eine Heiratsurkunde leigt mir vor. Das war komischer Weise das erste Dokument was ich zu ihr gefunden habe ohne das mir irgendwelche Daten vorgelegen haben.
              Leider steht dort auch nicht mehr drin.
              Die Seite meines Großvaters ist echt schwer zu erforschen.
              Aber ich bleib am Ball.

              Das mit den Nachbarorten, werde ich mal probieren. Wobei ja in der Heiratsurkunde der Geburtsort drin steht .

              Gruß
              Nadine

              Kommentar

              • gudrun
                Erfahrener Benutzer
                • 30.01.2006
                • 3277

                #8
                Hallo Nadine,

                da würde ich nicht so sicher sein. Bei meinem Fall war der Geburtsort auch bekannt und das stimmte nicht. Der Geburtsort war tatsächlich ein Nachbarort, etwa 10 km vom angeblichen Geburtsort entfernt.

                Viele Grüße
                Gudrun

                Kommentar

                • Juliane
                  Benutzer
                  • 15.01.2007
                  • 43

                  #9
                  Hallo,

                  ich würde auch sagen, dass es am wahrscheinlichsten ist, dass deine Urgroßmutter unehelich geboren wurde. Ich weiß ja nicht, was du schon alles versucht hast, aber man könnte ja bei einer Anfrage die verschiedenen möglichen Nachnamen angeben und dann versuchen beim Standesamt nachzufragen, ob an dem Geburtstag deiner Uroma überhaupt jemand mit ihrem Vornamen eingetragen wurde. Eventuell könnten auch die Taufbücher mit den Einträgen vom entsprechenden Monat noch weitere Auskunft erteilen.

                  Bei einem meiner Vorfahren konnte ich zunächst ebenfalls keine Geburtsurkunde finden. Auf der Geburtsurkunde war nämlich nur die Mutter angegeben, deren Nachname der Junge auch erst bekam. Es gab aber einen Randvermerk, dass die Eltern 4 Jahre später heirateten, ihn legitimierten (wer weiß wer wirklich der Vater ist..) und der Sohn dann den Nachnamen des Vaters führte. Mir war anfangs eben nur dieser Nachname geläufig und ich konnte deshalb keine Geburtsurkunde finden. Auf der Heiratsurkunde des Sohnes war dann jedoch dessen Geburtsdatum und der Ort angegeben, sodass ich die Urkunde dann doch noch auftreiben konnte.

                  Viele Grüße
                  Juliane

                  Kommentar

                  • Friedhard Pfeiffer
                    Erfahrener Benutzer
                    • 03.02.2006
                    • 5078

                    #10
                    Hallo,
                    es gibt zwei Sasel:
                    Sasel, Kreis Stormarn, Standesamtsbezirk Bergstedt
                    Sasel, Gemeinde Rantzau, Kreis Plön, Standesamtsbezirk Rantzau
                    Bei einem der beiden Standesämter m u s s die Geburt doch zu finden sein!
                    Mit freundlichen Grüßen
                    Friedhard Pfeiffer

                    Kommentar

                    • Aimee
                      Erfahrener Benutzer
                      • 02.02.2007
                      • 160

                      #11
                      Laut Heiratsurkunde ist es Sasel Kreis Plön und die finden nichts

                      Kommentar

                      • BerlinKolonist
                        Erfahrener Benutzer
                        • 24.06.2006
                        • 107

                        #12
                        Ein kleiner Nachtrag:

                        Auch uneheliche Kinder haben eine Geburtsurkunde bekommen! Meine Urgroßmutter ist 1889 geboren und die Geburtsurkunde war ganz einfach zu finden...

                        MfG

                        Kommentar

                        • Juliane
                          Benutzer
                          • 15.01.2007
                          • 43

                          #13
                          Natürlich mussten auch uneheliche Kinder beim Standesamt in die Geburtsregister eingetragen werden. Problematisch daran ist bloß, dass unklar sein kann, auf welchen Nachnamen die Kinder eingetragen wurden. Normalerweise bekommen sie dabei zwar den Nachnamen der Mutter , aber durch eine spätere Legitimation oder Adoption o.ä. kann der Geburtsname nicht mehr so einfach ersichtlich sein!

                          Kommentar

                          • gudrun
                            Erfahrener Benutzer
                            • 30.01.2006
                            • 3277

                            #14
                            Hallo,

                            war die Urgroßmutter bei der Arbeit. Damals gab es noch keinen Mutterschutz. Und ist das Kind am Arbeitsort geboren. War die Urgroßmutter zur Geburt bei einer Tante oder bei einer Schwester oder auch bei einer Freundin?
                            Gab es in der Umgebung ein Säuglingsheim oder eine Entbindungsstation?
                            Es gibt doch viele Möglichkeiten für eine werdende Mutter. Das Kind mußte nicht unbedingt am Wohnort der Mutter geboren worden sein.
                            Das Kind kann auch unter dem Hof- bzw. Hausnamen stehen, den Namen des Vaters oder den Namen der Mutter bekommen haben.
                            Das wird eine elendige Suche.

                            Viele Grüße
                            Gudrun

                            Kommentar

                            • Aimee
                              Erfahrener Benutzer
                              • 02.02.2007
                              • 160

                              #15
                              neue Erkenntnisse

                              Hallo alle zusammen,

                              da ihr mir vor ein paar Tagen so toll geholfen habt, wollte ich euch folgendes mitteilen:

                              Nach langen suchen bin ich im Kirchenkreis Eutin fündig geworden und habe einen Taufeintrag meiner Urgroßmutter gefunden. Demzufolge war meine Urgroßmutter ein uneheliches Kind. In dem Taufeintrag steht nur der Name der Mutter drin.

                              Gab es damals sowas wie Adoption, das mein Ururgroßvater namens Eitner meine Urgroßmutter später adoptiert hat?

                              viele Grüße
                              Nadine

                              Kommentar

                              Lädt...
                              X