Ich nutze sie und bin froh dass es sie gibt.
Das haben Menschen gemacht, die in der Regel viel besser die alten Schriften lesen können als ich.
Dennoch versuche ich möglichst viele der Daten zu belegen. Die Suche wird aber leichter, weil ich ja schon Angaben aus dem OFB habe.
Wenn ich das alles allein hätte recherchieren müssen, oh Gott, was wäre da alles falsch gewesen oder wäre garnicht entdeckt worden.
Ein Kirchennebenbuch ist ja auch schon eine Abschrift, auch Sekundärunterlage.
Ich nehme was ich kriegen kann um mir ein Bild zu machen.
Aber kritisch bleibe ich immer.
Vertrauenswürdigkeit von Sekundärquellen (z.B. Ortsfamilienbücher)
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Zitat von Malte55 Beitrag anzeigenEin OFB sollte eine Forschungshilfe sein und ein Nutzer sollte die Daten natürlich überprüfen bevor er sie selbst verwendet, und dann bestenfalls gefundene Fehler den Autoren mitteilen. Gut wäre dabei dann aber auch eine gute Begründung oder ein Beleg, denn ohne diese würde ich meine OFB-Daten sicherlich nicht ändern.
Nun, solche Fehler-Meldungen erhalte ich so gut wie überhaupt nicht, würde gar behaupten das die allermeisten einfach die Daten ohne Prüfung übernehmen und dann meckern wenn sie die Fehler bemerken. Meine OFB werden ständig aktualisiert, also finde ich je mehr Quellen ich sichte selbst immer noch genügend Fehler in den Daten.
LG Malte
Kein Mensch ist vor Fehlern gefeit, sonst wäre er/sie Gott...
OFBs ersetzen nicht das selbst Denken und Recherchieren.
Die OFBs, die ich in der letzten Zeit benutzt habe und benutze(Arnsfeld, Markersbach, Schwarzbach), sind sehr gut recherchiert und auch lektoriert. Sie werten neben den vorhandenen KBs die Archive von Hobby-Genealogen wie Waldus Nestler aus und wurden, soviel ich weiß, im Rahmen von ABM-Maßnahmen von Historikern erstellt.
Aber, wie schon gesagt, irren ist menschlich und Tippfehler auch...
Zitat von holsteinforscher Beitrag anzeigenAllerdings habe ich diese Quellen, wie z.B. auch GEDBAS, stets als Hilfsmittel/Ansatzpunkt betrachtet und, sofern es mir möglich war, mit den Kirchenbüchern abgeglichen..., nur dann habe ich die Daten ins Programm übernommen, alle anderen Daten schlummern in einer Arbeitsdatei.
Lg, ClaudiaZuletzt geändert von Bergkellner; 27.07.2019, 09:44.
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Moinsen zusammen,
bislang hatte ich mit den OFB's großes Glück. Allerdings habe ich diese Quellen, wie z.B. auch GEDBAS, stets als Hilfsmittel/Ansatzpunkt betrachtet und, sofern es mir möglich war, mit den Kirchenbüchern abgeglichen..., nur dann habe ich die Daten ins Programm übernommen, alle anderen Daten schlummern in einer Arbeitsdatei.
Mit den heutigen Mitteln ist es natürlich relativ leicht, fehlerhafte Einträge zu korrigieren, aber bei einer Personenzahl X gerät vieles schnell in Vergessenheit.
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Moin,
auch ein Kirchenbuch ist letztlich nichts anderes wie ein OFB. Der Pastor schrieb die Taufen auf, fertigte davon Taufscheine wenn geheiratet wurde und versuchte mit diesen Belegen und vielleicht auch mündlichen Angaben später den Verstorbenen bei den Getauften wiederzufinden. Das dabei Fehler passieren ist fast unausweichlich, wie ich selbst aktuell bei einem Kirchenbuch erfahren durfte. Viele Streichungen und Ersetzungen von Vornamen, falsche oder auch doppelte Berechnungen die zu zahllosen Verwirrungen führen. Und das alles weil vermutlich keiner mehr(inclusive dem Pastor selbst) bei der Alias-Namen-Vergabe durchgesehen hat. Hat der Pastor den Sekundärquellen(Hinterbliebenen) vertraut und den richtigen Täufling gefunden oder hat er Zeit und Muße gehabt alle Angaben zu überprüfen?
Sind Primärquellen vertrauenswürdig? Nein! Wie können es dann die Sekundärquellen sein?
Die Sichtung und der Vergleich vieler verschiedener Primärquellen im Umfeld einer Person führt mich zur Identifizierung dieser einen Person und dessen Familie. Fehler bei der Umsetzung kann ich aber auch nicht ausschließen.
Ein OFB sollte eine Forschungshilfe sein und ein Nutzer sollte die Daten natürlich überprüfen bevor er sie selbst verwendet, und dann bestenfalls gefundene Fehler den Autoren mitteilen. Gut wäre dabei dann aber auch eine gute Begründung oder ein Beleg, denn ohne diese würde ich meine OFB-Daten sicherlich nicht ändern.
Nun, solche Fehler-Meldungen erhalte ich so gut wie überhaupt nicht, würde gar behaupten das die allermeisten einfach die Daten ohne Prüfung übernehmen und dann meckern wenn sie die Fehler bemerken. Meine OFB werden ständig aktualisiert, also finde ich je mehr Quellen ich sichte selbst immer noch genügend Fehler in den Daten.
LG Malte
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Vertrauenswürdigkeit von Sekundärquellen (z.B. Ortsfamilienbücher)
Hallo
Ich habe auch schon Fehler in OFB gefunden, aber wie sicher manche KB Einträge sind kann man auch nicht immer nachvollziehen.
Wie gewissenhaft ein Pfarrer um 1700 sein Einträge machte sei auch dahingestellt.
anika
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Xtine und Friedrich, ok, euere Einwände sind akzeptiert, weil nachvollziehbar.
Aber welche Quellen würdet ihr denn überhaupt als absolut vertrauens- und glaubwürdig anerkennen? Ich besitze beispielsweise eine standesamtliche Abschrift meiner eigenen Abstammungsurkunde. Beglaubigt, unterschrieben und gestempelt. Und dennoch mit einem Fehler behaftet. Ist mir selbst zuerst gar nicht aufgefallen, weil es nur eine kleine Differenz ausmacht, aber so etwas passiert offenbar selbst im 21. Jahrhundert noch. Sollte nicht vorkommen, ist aber trotzdem so.
LG Claire
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Moin zusammen,
ich sehe die unkritische Aufnahme von Daten und Namen aus OSBs immer skeptisch. Lesefehler (kommen leider bei vielen Bearbeitern vor), fehlende Kenntnisse über gängige Abkürzungen (ich nenne nur das -g für -us) und Daten, die eindeutig aus der Vor-KB-zeit stammen! Keine Angabe dazu, woher der Bearbeiter das hat! Das sind nur einige Gründe...
OSBs und vergleichbare Ortschroniken taugen für mich nur als Arbeitsgrundlage.
Friedrich
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Hallo,
Zitat von Anna Sara Weingart Beitrag anzeigendie meisten Angaben in den OFB sind den Kirchenbüchern entnommen. Ist Dir das nicht gut genug?
Zitat von Claire Beitrag anzeigenMag sein, dass das eine oder andere Geburts-, Tauf-, Sterbe- oder Begräbnisdatum nicht ganz stimmt. So what?
Die Einstellung mag ja noch gehen, wenn es sich nur um einen Zahlendreher handelt. Leider findet man aber auch gravierende Fehler!
In meinem Fall gab es z.b. 2 namensgleiche Frauen, im Abstand von nur wenigen Monaten geboren. Diese wurde mehrfach falsch zugeordnet und mit den gleichen Männern (zeitgleich!) verheiratet, mal mit den einen, mal mit den anderen Eltern. Dieser Fehler ist mir sofort aufgefallen, dem Ersteller des OFBs offensichtlich nicht, obwohl er sie zu Bigamistinnen gemacht hat. Er zieht sich sogar über 3 benachbarte OFBs! Eine der beiden Frauen ist in meiner direkten Linie, die andere nur entfernt mit ihr verwandt? Ich hätte ohne genauere Nachforschung ganz leicht die falsche Anna und ihre Ahnen in den Stammbaum aufnehmen können.
So what! Das denken sich leider viel zu viele AhnenforscherHauptsache viele Namen im Stammbaum. Und das Ergebnis wird dann natürlich ins Netz gestellt und von anderen mit der selben Einstelung übernommen.
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Ja Claire,
es ist heuzutage ein toller Luxus, dass man selber in die Original-Kirchenbücher schauen kann. Wenn man auf die einen Zugriff hat, dann sollte man seine eigene Ahnenlinie überprüfen.
Ich schreibe aber auch viele entfernte Seitenzweige in meine Stammbaum-Datei, da verlass ich mich dann häufig nur auf Sekundärquellen.Zuletzt geändert von Anna Sara Weingart; 26.07.2019, 23:23.
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Zitat von Anna Sara Weingart Beitrag anzeigenHallo,
die meisten Angaben in den OFB sind den Kirchenbüchern entnommen. Ist Dir das nicht gut genug?
Mir ist das selbst mehrmals aufgefallen, aber wie gesagt, ob jemand am 12. oder 21. eines Monats geboren wurde, ist mir persönlich nicht so wichtig.
LG Claire
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Hallo,
ich hatte überhaupt erst über verschiedene gedruckte Ortssippenbücher die Möglichkeit, Generationen über Generationen einer Vorfahrenlinie "aufzudecken" und bin sehr dankbar dafür. Mag sein, dass das eine oder andere Geburts-, Tauf-, Sterbe- oder Begräbnisdatum nicht ganz stimmt. So what? Derlei Fakten interessieren mich weniger, als die Geschichten hinter der Geschichte, will heißen: Wenn in einem OSB Zitate aus Kirchenbüchern genannt sind, weil jemand aufgrund irgendeines Fehlverhaltens eine Kirchenbuße aufgebrummt bekam, dann ist mir das wichtiger, als ein exaktes Datum. Was macht es heute für einen Unterschied, ob jemand am z.B. 31.1.1712 oder am 13.1.1721 getauft wurde?
Kurz und gut, ich bin nicht pingelig, freue mich aber dennoch, wenn ich irgendwo ein Originaldokument finden kann und dann eben vorher notierte Daten korrigieren muss.
Bin gespannt, wie andere Forscherinnen und Forscher das sehen!
Es grüßt
Claire
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Hallo,
die meisten Angaben in den OFB sind den Kirchenbüchern entnommen. Ist Dir das nicht gut genug?
Bei gedbas kann jeder seinen Senf dazutun, ohne Quellen anführen zu müssen. Da sieht die Verlässlichkeit dann nicht mehr so gut aus.Zuletzt geändert von Anna Sara Weingart; 26.07.2019, 23:04.
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Skandinavierin hat ein Thema erstellt Vertrauenswürdigkeit von Sekundärquellen (z.B. Ortsfamilienbücher).Vertrauenswürdigkeit von Sekundärquellen (z.B. Ortsfamilienbücher)
Hallo,
ich würde gerne einmal eure Meinung zur Vertrauenswürdigkeit von Ortsfamilienbüchern hören, wie sie hier (http://www.online-ofb.de/) zu finden sind oder hier (https://www.emslaendische-landschaft...lien-hoogstede) sogar in gedruckter Form publiziert wurden.
Ich weiß, dass es sich um Sekundärquellen handelt und Fehler daher natürlich nie auszuschließen sind, aber handelt es sich dennoch um "seriöse" Quellen, auf Grundlage derer ihr Personen und Informationen in euren Stammbaum übernehmen würdet?
Wie sieht es mit der Seite Gedbas (https://gedbas.genealogy.net/) aus?
Ich freue mich auf eure Einschätzungen!
Viele Grüße
SkandinavierinStichworte: -
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