Wer ein Grab auf einem der 46 städtischen Friedhöfe hat, kann bald eigenes Biogemüse anbauen und ernten. In Zusammenarbeit mit der Firma Ackerhelden ist nun Urban Gardening auf dem Wiener Zentralfriedhof und dem Friedhof Südwest in Meidling möglich.
freundliche grüße
sternap
ich schreibe weder aus missachtung noch aus mutwillen klein, sondern aus triftigem mangel.
wer weitere rechtfertigung fordert, kann mich anschreiben. auf der duellwiese erscheine ich jedoch nicht.
sehr interessant. Verwunderlich, dass es in einer Großstadt wie Wien noch leere Flächen auf Friedhöfen gibt. In Deutschland haben alle städtischen Friedhöfe ein Platzproblem, soweit ich weiß.
Die Wiener Friedhöfe sind anscheinend sowieso speziell. Die in Deutschland vom Aussterben bedrohten Feldhamster haben dort noch ein Refugium.
Hier ein süßer kleiner Doku-Clip dazu: https://www.youtube.com/watch?v=4F5iYBArTGw
Es gibt eine Kurzgeschichte des baskisch-spanischen Schriftsteller Pío Baroja (1872-1956, aus der berühmten "Generación del 98") namens Las coles del Cementerio (der Friedhofskohl), in der ein ausgestoßener Sonderling sich der Waisen des Dorfes annimmt und sie ernährt, indem er auf den Gräbern große saftige Kohlpflanzen anbaut.
Viele Grüße
Bienenkönigin
Meine Forschungsregionen: Bayern (Allgäu, München, Pfaffenwinkel, Franken, Oberpfalz), Baden-Württemberg, Böhmen, Südmähren, Österreich
Die in Deutschland vom Aussterben bedrohten Feldhamster haben dort noch ein Refugium.
Guten Morgen!
Als "vom Aussterben bedroht" würde ich Feldhamster nicht bezeichnen. Wir Landwirte beobachten noch genug von ihnen. Nicht mehr so viele wie in den 1970ern, aber noch genug. Nur wären wir ziemlich schlecht beraten, diese Sichtungen an die große Glocke zu hängen. Die Erfahrung hat uns gelehrt, daß es dann nicht lange dauert, bis bärtige Ideologen unsere Flächen heimsuchen und wir selbige dann nicht mehr ordnungsgemäß bewirtschaften dürfen. Dasselbe gilt für viele andere Tierarten auch, die wir regelmäßig und teils in beachtlichen Mengen beobachten. Den Wiedehopf, den Grünspecht, den Kiebitz, den Rotmilan und manch andere, die angeblich "vom Aussterben bedroht" sind. Die Situation könnte sich allerdings schnell und dramatisch ändern, wenn weiterhin riesige Freiflächen-PV-Anlagen und Windparks entstehen, die den Lebensraum vieler Tierarten beeinträchtigen und zerstören.
Als "vom Aussterben bedroht" würde ich Feldhamster nicht bezeichnen. Wir Landwirte beobachten noch genug von ihnen. Nicht mehr so viele wie in den 1970ern, aber noch genug. Nur wären wir ziemlich schlecht beraten, diese Sichtungen an die große Glocke zu hängen. Die Erfahrung hat uns gelehrt, daß es dann nicht lange dauert, bis bärtige Ideologen unsere Flächen heimsuchen und wir selbige dann nicht mehr ordnungsgemäß bewirtschaften dürfen. Dasselbe gilt für viele andere Tierarten auch, die wir regelmäßig und teils in beachtlichen Mengen beobachten. Den Wiedehopf, den Grünspecht, den Kiebitz, den Rotmilan und manch andere, die angeblich "vom Aussterben bedroht" sind. Die Situation könnte sich allerdings schnell und dramatisch ändern, wenn weiterhin riesige Freiflächen-PV-Anlagen und Windparks entstehen, die den Lebensraum vieler Tierarten beeinträchtigen und zerstören.
Viele Grüße
consanguineus
Freut mich, dass das in einigen Landstrichen anders ist. Im südlichen Oberbayern mit starkem Siedlungsdruck und intensiver Agrarwirtschaft stehen wir sehr wohl bei vielen Arten kurz vor dem Aussterben. Wir sind froh über jeden einzelnen Grasfrosch (der schon auf der Vorwarnliste steht in Bayern), Kiebitz und Milan.
Dass Grünspechte gefährdet sein sollen, habe ich allerdings hier noch nie gehört.
Und ohne ein großes politisches Fass aufzumachen: Die Straßen, Neubausiedlungen (während woanders Dörfer aussterben) und Gewerbeflächen auf der ehemals grünen Wiese stellen eine viel größere Verdrängung von Wildtieren dar. Solange nach neuen Stromquellen geschrien wird, ohne das Potenzial von Stromeinsparungen ernsthaft zu untersuchen, kann man natürlich leicht PV und Windkraft als Sündenböcke bezeichnen.
VG
Bienenkönigin
Meine Forschungsregionen: Bayern (Allgäu, München, Pfaffenwinkel, Franken, Oberpfalz), Baden-Württemberg, Böhmen, Südmähren, Österreich
der zentralfriedhof ist ein gefährlicher ort.
am boden droht der sturz wegen eines hamsterlochs, von oben fliegen glasumrandete öllichter zu boden, da die krähen sie mit sich in die lüfte nehmen und fallen lassen, damit beim auftreffen das glas bricht und so wachs zum fressen freigegeben wird. bisher ist allerdngs noch kein von der grabkerze erschlagener toter bekannt.
wenn gräber ausgehoben werden, schneidet der totengräber dabei häufig die gänge der hamsterbaue an, man geht extra vorsichtig vor, damit kein tier unnötig leidet. die tiere werden mit der schaufel aufgefangen, man lässt sie sanft herunterhüpfen.
dem tod vom schauferl gehüpft, sagt das sprichwort.
freundliche grüße
sternap
ich schreibe weder aus missachtung noch aus mutwillen klein, sondern aus triftigem mangel.
wer weitere rechtfertigung fordert, kann mich anschreiben. auf der duellwiese erscheine ich jedoch nicht.
wie immer in wien, wird es wieder makaber.
einen garten auf dem friedhof mieten darf nur, wer dort ein grab hat, sagt der text unmissverständlich.
garteln für untote.
freundliche grüße
sternap
ich schreibe weder aus missachtung noch aus mutwillen klein, sondern aus triftigem mangel.
wer weitere rechtfertigung fordert, kann mich anschreiben. auf der duellwiese erscheine ich jedoch nicht.
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