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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : von Schlichting


Michael Sroka
01.01.2005, 18:39
Hallo!

Ich bin ganz neu in der Ahnenforschung und habe leider noch nicht viel herausgefunden.
Ein Vorfahre von mir hieß Christian Sroka von Schlichting (1814 - 1875). Er lebte in Schlesien, möglicherweise in Eggersdorf (bei Namslau - Breslau). Er war Rittmeister aber wie er dazu kam usw. weiß ich nicht. Unsere Familie soll früher auch ein Wappen besessen haben.
Ich hoffe jemand kann mir helfen ein paar Informationen zu geben bzw. Tipps zu geben wie ich weiter vorgehen könnte.

Vielen Dank im Voraus!

Liebe Grüße
Michael

Friedhard Pfeiffer
03.02.2006, 02:45
Hallo,
Eggersorf gab es in Preußen 4 x:
Kreis Lebus (Brandenburg)
Kreis Magdeburg (Sachsen-Anhalt)
Kreis Nieder-Barnim (Brandenburg)
Kreis Ost-Priegnitz (Brandenburg)
aber nicht in Schlesien.
v. Schlichting gab es 2 (verschiedene).
Das alles wäre zu klären.
Mit freundlichen Grüßen
Friedhard Pfeiffer

Srokates
15.11.2006, 12:06
Ich grüße dich Michael Sroka,

ich habe da bestimmt ein paar Infos die dich interessieren könnten.
ich stamme aus der Sroka-Familie und kenne mich mit unserer Ahnengeschichte bestens aus. Also was möchtest du genau wissen?
Also bezüglich des Wappens, ja wir hatten und haben immer noch ein eingetragenes Familien-Wappen. Wir hatten auch unsere speziellen Rüstungen damals, aus schwarzem Stahl, die gar nicht so übel aussah ... Wenn du möchtest, kann ich dir ein paar der wichtigsten Seiten aus unserem Ahnenbuch kopieren. Ich freu mich auf antwort. Aber bitte per E-Mail ...

Mit freundlichem Gruß

Michael Sroka

Bielefelder
28.09.2007, 10:25
Hallo, ich heiße Michael Andreas Schlichting und mein Familie stammt ebenfalls aus Niederschlesien Kreis Glogau.

Das Gut befasste sich unter anderem auch mit der Zucht von Pferden.

Die Flucht der Schlichtings 44 hat alle ein wenig verstreut von Lugano, Bielefeld usw, auch Kreis Herford auf einen Hof Hücker Aschen wo der Heinz Schlichting mit Erika (geborene Schulze)bis vor einigen Jahren lebten. Wenn ich mich nicht irre kommt auch der Name Sroka irgendwo im Stammbaum vor,ich muß ihn mal suchen, der reicht glaube ich bis 1400 zurück, hatte dann aber keine Lust mehr es prof. auszubauen.

Es gab 2 Fam. Schlichting in der Gegend, wohin Du gehörst?
Auch den Ort Schlichting gibt es noch in Polen, wird aber anders geschrieben. Das Gutshaus steht noch der Rest wurde zerbombt, den Anspruch auf Eigentum wurde leider verwehrt.

Der Titel von von wurde leider in der Nachkriegszeit verkauft, ansonsten dürfte ich mich M.A.v.S nenen, schade eigentlich aber auch nicht so wichtig.

Das Fam. Wappen, bis heute haben wir egentlich nicht rausbekommen, wie es tatsachlich sein muß, es liegt zwar ein Org. vor, aber keiner weiß ob das Geweih nach innen oder außen gehört. wenn Dir da was vorliegt bin ich interessiert. Melde Dich, Gruß Michael

Joachim v. Roy
28.09.2007, 13:14
Hallo Herr Michael Andreas Schlichting in Bielefeld,

in Deutschland sind die Träger des Namens SCHLICHTING überaus weit verbreitet. Meines Wissens konnte bisher niemand den urkundlichen Nachweis erbringen, daß die verschiedenen Schlichting-Familien ihre Namen einst von einem der zahlreichen Dörfer und Höfe namens „Schlichting“ herleiteten. Auch konnte die Annahme, daß es sich bei dem Namen SCHLICHTING um einen alt-deutschen Sippennamen handelt, nie bewiesen werden. Die durch den Nationalsozialismus beeinflußte Annahme, daß sich der Name SCHLICHTING von dem germanischen Stamm der SILINGEN herleitet, ist irrig.

Neben den zahlreichen Familien namens SCHLICHTING gibt es das Adelsgeschlecht der Freiherren und Herren v. SCHLICHTING, das urkundlich zuerst am 6. November 1461 im Lande Schwiebus (im Mittelalter zu Niederschlesien, in neuerer Zeit zu Brandenburg gehörend) erscheint. Auch die Herkunft dieser Familie läßt sich nicht nachweisen. Im übrigen dürften die einst in der Grafschaft Hoya sowie in Anhalt ansässig gewesenen Adelsgeschlechter v. SCHLICHTING bereits gegen Ende des 14. Jahrhunderts erloschen sein.

In Schlesien besaßen die verschiedenen Familien SCHLICHTING vor dem Zweiten Weltkrieg folgende Güter:

- Kurt SCHLICHTING, Königl. Oberamtmann, besaß das „Stadtgut Rawitscher Chaussee 256“ in Herrnstadt, Kreis Guhrau (109 Hektar, Dampfziegelei, Pferdezucht, Schweinemast)

- Georg SCHLICHTING, Guts- und Ziegeleibesitzer, besaß die Ziegelei und das Gut Ransen im Kreis Wohlau (Familienbesitz seit 1835) sowie seit 1930 die Ziegelei in Steinau a.d. Oder

- Max SCHLICHTING besaß das kleine „Gut Nr. 172“ in Winzig im Kreis Wohlau (46 Hektar, Verkauf von Zuchtvieh)

- Im Kreis Glogau, aus dem Ihre Familie stammt, besaß die Familie Schlichting kein Gut. Dort war vor dem Zweiten Weltkrieg lediglich ein gewisser Herr SCHLICHTING als Inspektor auf dem – einer Witwe Franziska Schulz gehörenden - „Freigut Brostau“ tätig (238 Hektar, Ziegelei, Rüben- und Flachsbau).

Im übrigen besaßen die auf Schloß Gurschen ansässigen Freiherren v. SCHLICHTING das 1792 gestiftete „Fideikommiß Schlichtingsheim“ mit beträchtlichem Grundbesitz in Schlesien und Posen.

Die Genealogie des Adelsgeschlechts der Freiherren und Herren v. SCHLICHTING ist hervorragend dokumentiert. Von dieser Familie hat niemand „in der Nachkriegszeit seinen Titel „von“ verkauft“. Ihre Angabe, daß Ihre Großmutter einst „von Schlichting“ hieß und daß sie das Adelsprädikat „von“ verkauft hat, ist unwahr!

Im übrigen steht Ihnen das Wappen der Freiherren und Herren v. SCHLICHTING nicht zu!

Freundliche Grüße vom Rhein


P.S. Ich verwalte derzeit das Archiv der Freiherren und Herren v. Schlichting.

Bielefelder
29.09.2007, 09:54
Nun vielleicht wollten unsere Großeltern uns einen Bären aufbinden...

als Kind hat man evtl. das eine oder Andere falsch verstanden, . Wie dem auch sei, das Wappen meines Opas war schon immer da, also seit dem ich denken kann und es muß eine Verbindung geben, da meine Großeltern über Fotos vom Gut und über vieles mehr verfügten. Zudem traf man sich wohl öfters in Polen, bis vor einigen Jahren wo man sich austauschte. Selbst meine buckeliege Verwandtschaft trägt angeblich den Titel noch heute, so scheint es auch noch einen Michael Andreas von Schlichting zu geben, leider ist über die Jahre der Kontakt zu vielen Verwandten verloren gegangen.

Wenn ich das richtig verstanden habe, dann wurde auch bis vor einigen Jahren Anspruch auf die Länderein erhoben, worauf dann aber über eine Einkunft von Polen und Deutschland entschieden wurde, das das nicht möglich ist.

Von einer Ziegelei, Pferden und Erz oder Kupfer war auch mal die Rede.

Ich kann mir kaum vorstellen, das meine Großeltern die Geshichten erfunden haben oder das Wappen gestohlen haben, aber alles ist möglich es war halt Krieg als man sich auf den Flucht begab, meine Oma verlor auf dem Weg auch noch einen Sohn...Name ?.


Hier ein paar der Ahnen der sich im Stammbaum befinden wo auch von einer Ziegelei die Rede ist.

Ich kann leider die Handschriften nicht richtig lesen.

Schlichting, Johann Ernst Gottlieb, Gerichtskretscham in Kaschengen / Ziegeleibesitz, * Kaschengen 09.07.1804, + Winzig / Wohlau 05.03.1887
oo Johanna Rauhost
Schlichting, Andreas, Gerichtskretscham, * G 1718, + G 20.08.1787
oo Barabara Flinkenberg
Schlichting, Samuel, Gerichtskretscham, * G 10.03.1764, + Wiebau Kreis Glogau ????? 2.7.1848
oo Rosina Scholz
Schlichting, Alfred Hugo Dr. Ing., Amtsgerichtsrat, Major d. Reiches, * Ransen 03.05.1873, + Paderborn 12.11.1954
oo Haynau 07.07.1906 Elfriede Elsiabeth Magdalena Thiel
Schlichting, Johann Ernst Gottlieb, Gerichtskretscham in Kaschengen / Ziegeleibesitz, * Kaschengen 09.07.1804, + Winzig / Wohlau 05.03.1887
oo Johanna Rauhost
Schlichting, Heinz Georg Alfred,* Lignitz 23.04.1907, + Hücker Aschen Seebetsattung
oo Brostau 22.02.1937 Erika Scholz in Kroatien verstorben...Seebestattung.

Marlies
29.09.2007, 10:00
Original von Bielefelder
Ich kann leider die Handschriften nicht richtig lesen.


Hallo Michael,

das sollte nicht das Problem sein: stelle es unter Lesehilfe hier ins Forum, gemeinsam werden wir es schon "entziffern" :)

Schönen Gruß
Marlies

Hina
29.09.2007, 12:50
Hallo Herr Schlichting,

im Grunde ist in Ihrem Stammbaum ja bereits gut dokumentiert, dass Ihre Vorfahren nichts mit der adeligen Familie von Schlichting zu tun haben. Keiner der Namen trägt ein Adelsprädikat. Und man kann davon ausgehen, dass das auch korrekt ist, denn niemand konnte seine Adelsprädikate verkaufen, allenfalls seinen Besitz.

Sie wären auch nicht der erste, dem derartige Gesichten erzählt wurden. Im Gegenteil, das ist ein sehr weit verbreitetes Phänomen.

Viele Grüße
Hina

Willy
15.12.2007, 02:32
Hallo Joahim v.Roy

Habe den Eindruck das sie sich mit den Schlichtings bestens auskennen!

Könnten sie mir vieleicht weiterhelfen? Ich suche Infos zu Gottfried Schlichting geb.25.01.1829 in Schlalach ( Kr.Belzig) gest. in Golm bei Potsdam. Würde mich sehr freuen, wenn sie mir weiterhelfen könnten.
Gesucht werden: Die Geschwister, Eltern, Großeltern usw.

Vielen Dank für ihre Mühe!


MfG

Joachim v. Roy
15.12.2007, 12:19
Hallo,

ich überschaue lediglich die Genealogie der schlesischen FREIHERREN v. SCHLICHTING, nicht jedoch die unendlich vielen - nicht-adeligen - Familien namens SCHLICHTING, deren Genealogien teilweise bis weit in das Mittelalter zurückreichen. Hier müßten Sie Ihre eigenen Vorfahren schon selbst erforschen.


MfG

Enkelin1983
26.03.2008, 14:22
Hallo!
hab mir das hier gerade so durchgelesen und ich muss sagen, es ist alles sehr interessant, was man so über die Familie von Schlichting erfährt. Meine Oma ist auch eine von Schlichting, die sich damals in Thüringen angesiedelt haben. Sie hat mir auch mal erzählt, dass die von Schlichting hier in Thüringen ein verarmter Adel war. Mich würde jetzt intessieren, wie man das rausbekommen kann, ob auch diese Familie ein Wappen hatte. Kann mir da vielleicht jemand helfen?

Danke im Voraus.

Die Enkelin einer von Schlichting

Hintiberi
26.03.2008, 14:30
Guten Tag zusammen!

Meine Urgroßmutter war eine geborene "Schlichting". Sie kam aus Störmede, ihr Großvater aus Verne und dessen Vater aus Herbram/Iggenhausen.
In Iggenhausen sind die Kirchenbücher von vor 1716 verbrannt, sodaß ich hier zunächst nicht weiterkomme.

Falls jemand auch nach dem Namen Schlichting in den betr. Orten forscht, würde ich mich über eine Nachricht sehr freuen!

Viele Grüße
-Jens

Joachim v. Roy
27.03.2008, 13:29
Anmerkung

Die Genealogie der Adelsfamilie v. SCHLICHTING ist abgedruckt in dem – mir vorliegenden - „Genealogischen Handbuch des Adels“, herausgegeben vom Deutschen Adelsarchiv, Band 29, Limburg a.d. Lahn 1962, S. 451 – 489.

Aus dem „Genealogischen Handbuch des Adels“ ergibt sich, daß es in THÜRINGEN nie eine „verarmte“ Adelsfamilie v. SCHLICHTING gegeben hat.

Der – nicht-adelige - Familienname SCHLICHTING ist in Deutschland überaus weit verbreitet. Auch die Großmutter der Fragestellerin dürfte nicht
„von SCHLICHTING“, sondern „SCHLICHTING“ geheißen haben.


Freundliche Grüße vom Rhein

Enkelin1983
04.04.2008, 08:14
mein oma hieß zwar nur schlichting, aber ihr vorfahren waren "von schlichting". soweit kommte ich schon nachforschen. meine oma hat immer nur erzählt, das es ein verarmter adel war und sie wird ja wohl nicht lügen. sie hatte es das letzte mal ostern erzählt gehabt, weil wir ja halt auch grad auf der suche nach unserem familienwappen sind. mein oma wird ja wohl nicht lügen

Hina
04.04.2008, 10:30
Hallo Enkelin,

sei erstmal herzlich willkommen im Forum.

Die Frage ist ja nicht, ob die Oma lügt - oft wurden den Nachfahren die Dinge auch erzählt und sie gaben sie im besten Glauben weiter -, sondern wer in der Familie das "von" ablegte. Vor 1918 war es Adelsverzicht, der schriftlich eingereicht werden mußte und nachgewiesen werden kann, danach war es eine ganz normale Namensänderung, die beim Standesamt beurkundet wurde. Somit kann man durch Ahnenforschung mittels Anforderung von Urkunden und Einsicht in Kirchenbücher und Archive die Sache ganz gut nachvollziehen.

Es zählen also einfach nur die Fakten. Anderenfalls können wir die Familie beim besten Willen nicht zuordnen und somit auch nicht ergründen, ob es eine wappentragende Familie war. Wichtig wären zur Beantwortung Deiner Frage also die bisherigen Ergebnisse Deiner Nachforschungen. Ich denke, Du hast, da Du ja schon etwas herausbekommen hast, die "amtlichen" Namen Deiner Vorfahren bis hin zum "von" und ob sie immer in Thüringen ansässig waren oder von wo anders herkamen. Wenn ja, dann wäre es wichtig, woher sie kamen, denn in Thüringen gab es, wie bereits erwähnt, keine adelige Familie von Schlichting. Möglich nur, dass ein Mitglied der oben erwähnten adeligen Familie von Schlichting, sich in Thüringen niederließ. Je mehr Fakten vorhanden sind, desto besser.

Viele Grüße
Hina

vonschlichting
08.10.2008, 20:38
Hallo ihr Lieben,

ich bin neu hier und würde mich dafür interessieren, wie das Wappen der Familie ausgesehen hat, kann mir jemand einen Link schicken? Der "Opa" in unserer Familie hat vor einiger Zeit sogar den Weg in das heutige Polen nicht gescheut, um sich zusammen mit der Urgrossmutter aus Berlin das alte Herrenhaus in Schlichtingova(??) anzusehen, er sagt es stehen nur noch die beiden Säulen des Tores, mehr hat man nicht übrig gelassen.
Für die Urgrossmutter muss das sehr schlimm gewesen sein! Übrigens ist es falsch, dass alle von Schlichtings, das von ablegen mussten nach dem Krieg, es gibt sie noch immer ;)

Grüsse A. von Schlichting

Hina
09.10.2008, 01:50
Halo A. von Schlichting,

herzlich willkommen bei uns im Forum und in der Schlichting-Gemeinde :wink:. Ein sehr beliebtes Thema, zu dem wir auch noch einen zweiten Thread hier (http://forum.ahnenforschung.net/showthread.php?t=4379&page=2) haben. Vielleicht auch für Dich interessant.

Ich denke, es ist kaum zu schaffen, die vielen Schlichtings (es gibt heute über 2000 Telefonanschlüsse von Familien, die Schlichting heißen), tatsächlich davon zu überzeugen, dass es keinen Fall von Adels- oder Titelverlust bei der Familie von Schlichting gab. Besonders bei den Schlichtings sind aber die Gerüchte so unglaublich hartnäckig, warum auch immer, vielleicht aber, weil es so viele Schlichtings gibt.

Das Wappen der adeligen Familie von Schlichting ist bereits hier (http://www.wappenbuch.de/pages/wappen_64_Siebmacher.htm) im alten Siebmacher abgebildet und hat 3 Geweihstangen.

Unbestritten ist, dass dieses Wappen in allen möglichen Schlichting-Familien als "Dokument" vorhanden ist. Leider hatten seit Urzeiten die Wappenfälscher gerade in diesen Familien dankbare Abnehmer für "ihr" Wappen nebst Herkunftsgeschichte und so behaupten viele von sich "wir waren" oder "wir sind" von Schlichting mit Bezug auf diese bunten Blätter, die keinerlei Belege sind. Allerdings hat sich auch kaum jemand der dankbar zahlenden Abnehmer gefragt, wie wohl eine Abkommenschaft geklärt sein kann, wenn keine wirkliche Familienforschung betrieben wurde. Die Wappen sind vorhanden, eine echte und vor allem mit Dokumenten belegbare Ahnentafel mit dem Anschluss der eigenen Schlichting-Familie an die adelige Familie nicht. C'est la vie.

Eine sicher etwas dämliche Frage von mir :wink:. Wieso kennst Du Euer Wappen eigentlich nicht?

Viele Grüße
Hina

vonschlichting
09.10.2008, 13:55
Hallo Hina,

herzlichen Dank für die Ausführungen und die Links, sehr interessant für mich!
Dass es viele Gerüchte gibt mag sein, das liegt ganz einfach daran, dass es sehr viele Schlichtings gibt. "Von" Schlichting ist allerdings recht selten und für diese Familien sind die Gerüchte letztlich auch irrelevant, weil sich die Familienbeziehungen noch relativ leicht nachverfolgen lassen und es in nächster Verwandschaft auch noch Menschen befinden, denen die Flucht und der Aufenthalt in Breslau usw. noch gut erinnerlich ist.

Ich selber habe das Wappen nie gesehen, weil ich angeheiratet bin und für meinen Mann war dieses Thema immer uninteressant, denn es betraf ja "nur" die Urgroßmutter und den Großvater unserer Kinder, alle anderen haben ja mit den Wurzeln keinen direkten Kontakt mehr gehabt. Zudem gibt es mehrere Teile der Familie u.a. einen Teil, der sich immernoch recht aristokratisch gibt, mit denen der Teil der "auf dem Boden gebliebenen" nicht mehr viel zu tun hat.
Ich kenne daher nur die Berichte der "Älteren" und die Fotos der letzten Reise aus Schlichtingsheim. Insbesondere für die Kinder und zur Erhaltung der Familiengeschichte ist es für mich aber schon sehr interessant. Daher herzlichen Dank für die Ausführungen!!

Liebe Grüsse Angela v. Schlichting

Hina
09.10.2008, 16:21
Liebe Angela,

manchmal denke ich wirklich etwas umständlich :wink:. Natürlich, es gibt ja auch die eingeheirateten Familienmitglieder, die manchmal gar nicht die Familiengeschichte kennen, aber oft durchaus interessierter sind, als der eigentliche Familien-Clan. Einer Schwägerin von mir geht es genauso. Wenn sie mich nicht fragen könnte, würde sie wohl gar nichts wissen. Und wenn ich nicht letztendlich durch fremde Leute, die etwas über die Familie wissen wollten, überhaupt auf das Thema Ahnen gestoßen worden wäre, ich hätte selbst auch nicht viel gewusst. Mein Vater hat nur immer lustige Geschichten über die Familie erzählt, wo man nie wusste, woran man wirklich war und alle anderen hatten gar kein Interesse daran. Erst als ich anfing, systematisch an die Sache zu gehen, rückten sie nach und nach mal mit Tatsachen raus. Plötzlich "fanden" sich sogar angeblich verschollene Fotos und Dokumente.

Vielleicht werden es uns unsere Nachkommen einmal danken und wenn nicht, so haben wir zu mindest so manche interessante Stunde damit verbringen können.

Viele Grüße
Hina

Lars Severin
16.10.2008, 08:38
Guten Morgen,

die Familien Schlichting scheinen ja auf a) großes Interesse und anderseits b) besten Erforschungsgrad zu treffen.

Ist es denn möglich nähere Auskunft zur Person und familiärem Umfeld zu Christoph Friedrich v. Schlichting, kgl. pln. Kpt. oo Anna Margaretha v. Kleist, T.d. Joachim Heinrich u.d. Clara Margaretha v. Puttkamer a.d.H. Trebin zu erfahren? Diese lebten um 1600 bzw. in der 1. Hälfte des 18. Jh. eine urkdl. Nennung der Probbanden wäre bspw. 1719.

Wirklich von Vordergründigem Interesse ist der Manteuffel-Schwager des Schlichting Joachim Reimar, der ein Schwester der Kleist heiratet und ebenfalls im damaligen Polen anzutreffen war. möglicher Weise ergeben sich aus Schlichtingquellen, zeitlich Eingrenzungen, gegenzeitige Paten oder Zeugenstellungen.

Ja ich weiß, derart spezielle Fragen haben selten Aussicht auf Erfolg.

Beste Grüße
Lars (Severin)