#1  
Alt 30.06.2011, 12:44
BerlinKolonist BerlinKolonist ist offline männlich
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Hallo,

ich möchte mich jetzt nach einigem Suchen und Sammeln daran machen, eine vorläufige Familienchronik zu erstellen (die selbstredend künftig immer wieder ergänzt wird). Ich würde allerdings bei der Darstellung in einem einzigen Band Probleme bekommen, da meine Forschungsgebiete wirklich sehr vielseitig sind. Da ja auch ortsgeschichtliche Informationen einfließen sollen, habe ich mir deshalb überlegt, zu jedem Großelternteil eine Chronik zu schreiben. Das würde allerdings noch weitaus mehr Arbeit bedeuten, da automatisch auch mehr Einzelheiten zu den einzelnen Familien herausgearbeitet werden müssten.
Wer hat Familienchroniken erstellt, evtl. auch mehrbändige? Ist es ratsam, solch ein Konzept durchzuführen oder ist der Aufwand viel zu groß?

Teilweise sind die Forschungsgebiete wirklich so unterschiedlich gewichtet, dass mir sonst keine andere Möglichkeit einfällt, außer die Informationen in vier verschiedene Bände unterzubringen.

Geändert von BerlinKolonist (30.06.2011 um 18:32 Uhr)
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  #2  
Alt 30.06.2011, 19:08
sternap sternap ist offline
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das problem löste ein bekannter sehr klug. er stellte jeweils auf beiden seiten sein grosselterliches paar in den mittelpunkt, von ihnen ausgehend erzählte er die geschichte ihrer sozialen beziehungen und erlebnisse, und wie sich ihr einfluss auf ihre kinder auswirkte, sowie, wer von ihren ahnen auf sie einfluss ausübte, wer ihr freunde waren, was sie beruflich machten.
der kurzweiligen schilderung war ein stammbaum beigefügt. dort sah man, wer mit wem wie zusammengehörte.
anders wäre es bei seiner ins 12 jahrhundert reichenden familie zu kompliziert und weitschweifig geworden..
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freundliche grüße

sternap
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  #3  
Alt 01.07.2011, 01:40
BerlinKolonist BerlinKolonist ist offline männlich
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Hallo sternap,

leider weiß ich von 3 meiner 4 Großelternteile nur relativ wenig, obwohl mir diese Variante durchaus gefallen hätte. Auch wenn ich einen Hang zur Weitschweifigkeit habe, so glaube ich für mich herausgefunden zu haben, dass ich in jedem Falle auch ein Stück Ortsgeschichte in die Chronik einfließen lassen will. Das unterstreicht die reinen Daten ungemein. Natürlich kann man nicht zu jedem kleinen Dorf etwas finden, aber bedingt durch meine vielen Ortschroniken lässt sich einiges zusammenreimen. Wie gesagt, für einen Band wäre es sehr, sehr umfangreich. Zusätzlich kommt ja doch so einiges an Material mit rein, z.B. Bilder, Fotos, Wappen, Ausschnitte aus den Dokumenten etc.
Es schwer, das alles unter einem Hut zu bringen und in ein Buch zu packen - wenn es denn nicht wie eine Bibel werden soll, gedruckt auf hauchdünnem Bibelpapier.
Das Problem bei einem Band wäre ja das Hin- und Hergespringe in den jeweiligen Regionen, wenn man sich an die Ahnennummerierung hält, da kommt man dann nicht mehr aus dem Blättern hinaus...
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  #4  
Alt 01.07.2011, 08:42
Lauer1974
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Hallo Ninetales,

habe gedacht, ich schreibe Dich mal persönlich an, wegen der Familienchronik. Ich habe auch schon überlegt, eine Familienchronik am PC zu erstellen. Ich überlege nur, welches Programm sich da am besten eignet. Hast Du da schon eine Idee? Ich habe Office 2007 drauf und hab schon überlegt, ein Teil in Word und ein Teil in dem Publisher zu machen. Ich habe im Keller noch eine alte Familienchronik, die mitgenommen habe von meiner Mutter, aber leider ohne jegliche Eintragung, was ich sehr schade finde. Stadtgeschichte reinbringen ist auch keine schlechte Idee. Ich hatte auch vor, das ganze Online zu stellen, aber das ist eine Wahnsinige Arbeit. Angefangen hab ich ja schon irgendwie, aber ich brauche da noch mehr Informationen zu. Auch zu den ganzen Städten usw.

Hast Du evtl. auch eine Ahnung wie ich an altes Kartenmaterial komme? Auch aus den USA brauche ich was und Ukraine kommt ja mittlerweile auch noch dazu. Ob es von meiner Familie überhaupt ein Wappen gibt, weiß ich noch gar nicht. Das wird sich sicher noch herausfinden lassen.

Viele Grüße sagt

Barbara
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  #5  
Alt 01.07.2011, 11:02
Dominik Dominik ist offline
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Familienchroniken an sich sind ja eine spannende Sache und auch wirklich ein großartige Aufgabe...aber...mal eine ganz andere Frage...mal angenommen ihr habt die Chronik geschrieben..wo würdet ihr sie dann drucken lassen?

liebe Grüße

Domi
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  #6  
Alt 01.07.2011, 13:11
BerlinKolonist BerlinKolonist ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von Lauer1974 Beitrag anzeigen
Hallo Ninetales,

habe gedacht, ich schreibe Dich mal persönlich an, wegen der Familienchronik. Ich habe auch schon überlegt, eine Familienchronik am PC zu erstellen. Ich überlege nur, welches Programm sich da am besten eignet. Hast Du da schon eine Idee? Ich habe Office 2007 drauf und hab schon überlegt, ein Teil in Word und ein Teil in dem Publisher zu machen. Ich habe im Keller noch eine alte Familienchronik, die mitgenommen habe von meiner Mutter, aber leider ohne jegliche Eintragung, was ich sehr schade finde. Stadtgeschichte reinbringen ist auch keine schlechte Idee. Ich hatte auch vor, das ganze Online zu stellen, aber das ist eine Wahnsinige Arbeit. Angefangen hab ich ja schon irgendwie, aber ich brauche da noch mehr Informationen zu. Auch zu den ganzen Städten usw.

Hast Du evtl. auch eine Ahnung wie ich an altes Kartenmaterial komme? Auch aus den USA brauche ich was und Ukraine kommt ja mittlerweile auch noch dazu. Ob es von meiner Familie überhaupt ein Wappen gibt, weiß ich noch gar nicht. Das wird sich sicher noch herausfinden lassen.

Viele Grüße sagt

Barbara
Hallo Barbara,

ich sehe, du stehst vor demselben "Problem" wie ich. Deine Forschungsgebiete gehen ja ebenfalls stark geographisch in verschiedene Richtungen. Ich persönlich habe sowieso ein Problem damit, dass manche Forscher nur ihre namensgebenden Familien untersuchen. Eine Familienchronik sollte gerade deswegen in meiner Vorstellung, nicht nur die namensgebende Linie im Vordergrund stellen und die angeheirateten im Hintergrund, sondern gerade wegen ihrer eigentlich umfassenden Form möglichst alle ermittelten Vorfahren und ihre Wohnorte angemessen präsentieren. Gerade weil in meiner Familie väterlicherseits wenig Bildmaterial vorhanden ist, muss ich zwingend die Ortsgeschichte untersuchen. Das kann aber jeder anders machen.

Ich finde es am besten, die Familienchronik per Schreibprogramm, sprich Word oder OpenOffice Writer zu erstellen. Ich halte von diversen Neuerungen, die einige Programme versprechen nichts, die einem die Arbeit abnehmen und mal eben so eine Chronik erstellen. Und auch so einige Firmen, die Familienchroniken anbieten, haben für mich keinen Reiz. Jede Chronik hat schließlich ihren unverwechselbaren Stil. Historische Karten bekommst du meistens zunächst aus Ortschroniken. Im Literaturverzeichnis stehen meist ältere Angaben. Das Stadt- oder Kreisarchiv hilft da meistens aus, obwohl es wie gesagt nicht zu jedem kleinen Dorf detaillierte Karten gibt. Da könnte man durchaus dann ältere Bauwerke wie mittelalterliche Kirchen in Fotoform abbilden, die die Vorfahren in jedem Falle auch schon gesehen haben. So habe ich mir das zumindest gedacht.
Du könntest beispielsweise auch Berufe näher vorstellen, die deine Vorfahren ausgeübt haben. Das möchte ich auch einbinden.

Der Anfang ist nicht schwer, das Einscannen und Digitalisieren von Fotos macht Spaß. Eine gewisse Akribie erfordert das Suchen und Durcharbeiten von ortsgeschichtlicher Literatur. Das ist Arbeiten auf anderem Niveau als das pure Raussuchen von Ereignisdaten. Wie gesagt, ich mag es halt lieber als Mammutprojekt, manch anderer sieht die Familienchronik als pure Aneinanderreihungen von Daten und Namen in einer Ahnenliste an.
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  #7  
Alt 01.07.2011, 13:20
BerlinKolonist BerlinKolonist ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von Dominik Beitrag anzeigen
Familienchroniken an sich sind ja eine spannende Sache und auch wirklich ein großartige Aufgabe...aber...mal eine ganz andere Frage...mal angenommen ihr habt die Chronik geschrieben..wo würdet ihr sie dann drucken lassen?

liebe Grüße

Domi
Hallo Dominik,

es gibt eine Menge Druckereien, die ganz auf Chroniken spezialisiert sind (dementsprechend mit opulenter Ausstattung, sprich Goldverzierungen, Ledereinband, etc.pp.), aber auch welche, die für den Kunden normal ihre Werke binden lassen. Je umfassender, umso teurer wird es natürlich.
Die Frage wird natürlich sein, bringt es was, sein Werk irgendwann mal im Schrank stehen zu haben, ohne das die Nachwelt etwas davon hat? Oder ist es besser, sein Werk auch an genealogische oder kirchliche Archive abzugeben, die einem vielleicht bei der eigenen Forschung tatkräftig unterstützt haben? Zumindest diese Fragen stelle ich mir immer wieder.

Viele Grüße!
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  #8  
Alt 01.07.2011, 13:25
Hannibal Hannibal ist offline männlich
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Hallo,

meines erachtens ist diese Chronik der Familie Görner Band 1 und Band 2 ganz gut gelungen, da wurde einzelne Personen bzw. Familien herausgegriffen und vorgestellt. Die Chronik besteht mittlerweile 2 Bänden. Die Autoren haben dabei auch Archivquellen, Bilder etc. mit eingearbeitet.

MFG
Hannibal
__________________
DAUERSUCHE NACH: MANOHR, MENOHR, MANUHR, MENUHR / WIEDERÄNDERS, WIEDERANDERS / ZWEINIGER
BERLIN:
CORNELIUS
BÖHMEN: MANDLIK, STADTHERR, URBAN, WUCHTERL
HINTERPOMMERN: GRIESE, PIPER, STARK
SACHSEN: Namensliste
SACHSEN-ANHALT: ADERHOLD, SINSEL
SCHLESIEN: HEU, HEY (Militsch)
THÜRINGEN: Namensliste!
VORPOMMERN: Namensliste!
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  #9  
Alt 01.07.2011, 13:36
Hannibal Hannibal ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von Ninetales Beitrag anzeigen
Hallo Dominik,

es gibt eine Menge Druckereien, die ganz auf Chroniken spezialisiert sind (dementsprechend mit opulenter Ausstattung, sprich Goldverzierungen, Ledereinband, etc.pp.), aber auch welche, die für den Kunden normal ihre Werke binden lassen. Je umfassender, umso teurer wird es natürlich.
Die Frage wird natürlich sein, bringt es was, sein Werk irgendwann mal im Schrank stehen zu haben, ohne das die Nachwelt etwas davon hat? Oder ist es besser, sein Werk auch an genealogische oder kirchliche Archive abzugeben, die einem vielleicht bei der eigenen Forschung tatkräftig unterstützt haben? Zumindest diese Fragen stelle ich mir immer wieder.

Viele Grüße!
Hallo,

wenn Du deine Chronik von einem Verlag herausgeben willst, also als Buch müssen sowieso Pflichtexemplare abgegeben werden. Aber auch wenn es keine Chronik im Buchform wird, würde ich persönlich immer Exemplare an die Archive abgeben in der Region und an genealog. Vereine, die in der Region tätig sind.

MFG
Hannibal
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  #10  
Alt 01.07.2011, 13:41
WortSpiel
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Unabhängig vom Inhalt ist die Erstellung des Layouts das Teuerste bei der Herstellung eines Buches. Ich kann Dir daher nur folgende Schritte empfehlen:
a. Schreib auf, was immer du aufschreiben willst. Egal mit welchem Programm. Sammle alle Fotos, mach Dir klar, wie Dein Buch aussehen soll.
b. Such Dir jemand (oder mach es selbst), der sich in Programmen wie QuarkXPress oder Indesign auskennt. Derjenige wird sich freuen, wenn er das Buch zusammensetzen kann, bei dem alle "Teile", sprich Bilder und Texte, bereits in der richtigen Reihenfolge bereitliegen. Textformatierungen etc. braucht er nicht, die sind eher hinderlich.
Das ist der sehr teure Teil.
c. Im Internet gibts preiswerte Druckereien, die je nach Auflage, Papiersorte, Blattzahl und Umschlagsart gute Angebote machen.

Alles nicht einfach und mit mancherlei Hindernissen versehen, wenn man sich nicht auskennt. Such Dir jemanden, der schon mal auf diese (preiswerte) Art ein Buch erstellt hat und der dir hilft.

WS
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