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  #1  
Alt 30.01.2011, 20:14
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Standard 3.1 Linktipps Jahresbericht über das Kgl. Gym. zu Göttingen für das Schuljahr Ostern 1914/1915

Anmerkung von Rudi: Über die Schüler der Jahrgänge 1911-15, die in diesem Zeitraum geprüft wurden, liegen mir noch folgende Daten vor: Geb.-Dat., Konfession, Beruf und Wohnort des Vater - Daten werden später eingestellt

Jahresbericht über das Kgl. Gym. zu Göttingen für das Schuljahr Ostern 1914 bis Ostern 1915

Ergänzung zum Jahresbericht

Abkürzungen (soweit sie besonderer Erläuterung bedürfen)

AB = Abiturient
Abg = Abgegangen; steht dahinter kein datum, hat der Betreffende bald nach Kriegsausbruch die Schule verlassen; steht ein Fragezeichen dahinter, so bedeutet das, dass sich der Zeitpunkt des Abgangs nicht ermitteln ließ; die Klassenbezeichnung ist, soweit bekannt, zugesetzt
U II/O UU bedeutet aus der U II mit Reife für O II, U II/U I aus O II mit Reife für U I
AK = Armee-Korps
B= Bataillon
Brig = Brigade
C = Companie
D = Division
EK = Eisernes Kreuz 2. Klasse, steht ein Datum dahinter, so bedeutet das den Tag der Verleihung
EK I = Eisernes Kreuz 1. Klasse
Gf = Gefreiter
H = Hauptmann
I = Infanterie(regiment), also I 62 = Infanterierigement Nr. 62
K = Kriegsfreiwilliger
L = Landwehr
Lt = Leutnant
M = Michaelis
O = Ostern
OL = Oberleutnant
OSV = Offizierstellvertreter
R = Reserve
Rgt = Regiment
S = (im) Sanitätsdienst
Uo = Unteroffizier
Vf = Vizefeldwebel der Reserve

I. Herren des Lehrerkollegiums

  • Prof. Dr. Willrich, OldL, am 12.8. zum Landsturmbataillion Göttingen als Kompanieoffizier, avom 3.9. ab als Adjutant des 3. B. RI 215 kammandiert, wurde am 21. und 22. 10. vor dem Yser-Kanal verwundet, Seit dem 23.11. tut er Garnisionsdienst bei dem 1. und seit dem 14.2. beim 2. Erastz-B I 82 als Kompanieführer. EK 5.11.
  • Prof. Henkel, HdR im RI 19, nahm teil an der Schlacht bei Longwy, am Gefecht bei Remonencourt, am Bois d’Ormont, bei Consenvoye und an der Einschließung von Verdun, verwundet am 31.10. bei Haumont, als Genesender z. Zt. In der Heimat, hofft, in einem Monat wieder felddientsttauglich zu sein. EK und EK I
  #2  
Alt 30.01.2011, 20:40
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Standard I. Herren des Lehrerkollegiums

  • Oberlehrer Dr. Backhaus zog als OSV mit dem I 91 ins Feld und fiel am 23.8. auf dem westlichen Kriegsschauplatze vor dem Feind
  • Oberlehrer Sievers berichtet über sich: „ Im Jahre 1903 als „dauernd feld- und garnisondienstuntauglich“ aus allen Militärverhältnissen ausgeschieden, bin ich bei Ausbruch des Krieges als Freiwilliger wieder eingetreten und- nach Erlangung der Felddiensttauglichkeit- am 1.10. mit Ersatzmannschaften für das I 95 na dem östl. Kriegssauchplatze abgerückt. – Die 38. Division, zu der mein Reginemt gehörte, war zu Beginn unseres Feldzuges in Russ. Polen der österr. Armee Dankl, seit dem 18.10. aber wieder der 9. deutschen Armeezugeteilt. Ich selber war beteiligt 1. am Stellungskampf an der oberen Weichsel in der Zeit vom 11.-17.10,. 2. nach starken Eilmärschen an den Kömpfen um Lodz vom 26.-29.10., 3. an den Rückzugsgefechten an der Warthe und der Widawaka am 1. und 2.11., 4. an den Schlachten bei Chelmino am 14. und bei Däbie (Dombie) am 15.11. und 5. an mehreren Gefechten am Nachmittage und Abend des 18.11. in der gegend nördl. von Lask. Am 19.11. bin ich in der Schlacht bei Janovice im Nahkampf dur 3 Gewehrschüsse in den Oberkörper verwundet und am Abend des Tages nach dem Rückzuge meiner Division in Gefangenschaft geraten. Teils wegen der Schwere der Verwundung, teils infolge von mancherlei Zufälligkeiten konnte ich von Petrikau aus, wo ich seit dem 25.11. in verschiedenen Lazaretten und zeitweise auch im Gefängnisse lag, nicht weiter ins Innere von Russland transportiert werden und wurde so bei der Einnahme der Stadt am 16.12. von österr. Und deutschen Truppen befreit. Ich hoffe, in einigen Wochen wieder felddienstfähig zu sein.
  #3  
Alt 31.01.2011, 14:18
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Standard I. Herren des Lehrerkollegiums

  • Oberlehrer Dr. Hautsch, LtdR. Zog mit dem RI 55 ins Feld, wurde bei Reims verwundet, kam in das dortige deutsche Lazarett, mit dem er in Gefangenschaft geriet, War lange in Limoges und hat zuletzt aus Marseille geschrieben. EK
  • Wissenschaftlicher Hilfslehrer Zimmermann, OSV im RI 77, geriet am 12./13.9. in Kriegsgefangenschaft in Reims, befand sich zuerst in Cholet, dann in Issoudun, südl. Orleans.
  • Dr. Grosse-Brauckmann, OSV im RI 77, hat die Kämpfe in Belgien mitgemacht, sehr lange vor Reims gelegen, Steht seit Anfang Febr. Ind en Argonnen. EK
  • Wissenschaftlicher Hilfslehrer Hartung, seit dem 18.1. beim Heere, Kanonier in einem Fußatillerieregiment, steht auf dem westl. Kriegsschauplatz
  • Dr. Bahr, LtdR, stand erst bei dem 1. bayr. Feldartillerie-Rgt., kämpft jetzt bei dem bayr. RFeldartillerie-Rgt 8 im Elsaß. EK
  • Magnus Dühr, LtdR im I 92, nahm an den schweren Kämpfen vor Reims teil. EK
  • Fredershausen, UodR im I 70, hat auf dem westl. Kriegsschauplatze gekämpft, wurde im Febr. Ziemlich schwer am Oberschenkel verwundet, tut jetzt Garnisondienst in Saarbrücken.
  • Dr. Espe steht mit dem I 236 im Felde
  • Dr. Wyneken, Vf im RI 77, wurde auf dem Westl. Kriegsschauplatze schwer verwundet und gefangen genommen.
  • Benze, LtdR beim 40. Brigade-Ersatzbataillon, steht auf dem westl. Kriegsschauplatz. EK
  • Bertheau, K., ging mit dem RI 234 nach Flandern, wo er am 10.11. vor dem Feinde fiel.
  • Stenzel, LtdR steht auf dem westl. Kriegsschauplatze, EK 20.9.
  • Weissker, LtdR in einem sächsischen Rgt. Wurde verwundet
  • Dr. Westermann, LtdR im Marine-I I, kämpfte mit vor Antwerpen und in Flandern, Erkrankt liegt er zur Zeit im Lazarett zu Hildesheim EK.
  #4  
Alt 31.01.2011, 14:48
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Standard II. Ehemalige Schüler

II. Ehemalige Schüler

Ambronn, Richard, Ab O 1906, Dr., Physikalischer Mitarbeiter der Gesellschaft zur Erforschung des Erdinneren in Göttingen.- LtdR I 82, nahm an allen Schlachten seines Regiments teil und wurde als Kompanieführer am 5.3. bei Rawa verwundet.

Bachmann, Ernst, Abg. U II/ O II, K I 82, wieder entlassen

Becken, Hans, Ab 9.8.14, S, seit dem 13.10. in Flandern tätig.

Benfey, Eduard, Ab O 92, Landrichter in Elberfeld, HdR in der beyr. Armee. EK

Benfey, Arnold, Ab O 98, Dr. med., Arzt in Berlin, S in Frankreich.

Benseler, Erich, A O 14, stud. theol., k im RI 234, kämpft seit 12.10. in Flandern.

Berkenbusch, Theodor, Abg. M 89, LtdR im 1. mobilen Landsturm-Bataillon Heidelberg, nimmt an den Kämpfen im Westen (z. Zt. Auf dem Donon) teil.

Berthold, Rudolf, Ab O 13, stud. Ing., S, im Oktober in Brüssel tätig, mußte wegen Gelenkrheumatismus zurückkehren.

Besser, Ernst-Otto, Ab O 1914, stud. Archit., K im Feldartillerie-Rgt 45,am 4.12. in das 11. Dragoner-Rgt versetzt

Best, Fritz, Abg. O 1909, wurde Seemann, aus Indien zurückgekehrt, trat er als K ein, zog mit dem I 233 ins Feld und erntete durch seine Pflichttreue und Tapferkeit großes Lob. Zum Stabe kommandiert und zum Gefreiten vorgeschlagen, wurde er am 1.11. im Schützengraben bei Poelcapelle von einer feindlichen Granate tödlich getroffen.

Beyer, Herbert, Ab O 13, stud. Jur., K RI 234, am 22.10. in Flandern verwundet.

Beuerman, Alex, Abg U I / O I, K beim Ersatz-B I 82, rückte am 3.12. zum I 72 ab, das er am 12.12. erreichte. Er wurde am 30./31.12. bei Rawa durch mehrere Schüsse und einen versprengten Granatsplitter mehrfach schwer verwundet. In den Lazaretten zu Gluchow und Lodz besuchten ihn General von Plüskow und General-Oberst von Mackensen, er liegt z. Zt.in dem Reservelazarett B in Zeithain bei Riesa
  #5  
Alt 31.01.2011, 16:34
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Bock, Walter, Ab O 12, stud. Math. Et rer. Nat., diente sein Jahr beim I 82 ab, wurde Uo und bestand das Offiziersexamen, rückte mit dem RI 92 mitte August in Belgienein, kam nach Lüttich, wo er 8 Tage blieb, gelangte am 11.9. in die Nähe von Reims, lag vom 11.-17.9. im Schützengraben, nam am 17.9. an einem Sturmangriff auf Reims teil und wurde danach als vermißt gemeldet, Erst am 12.10. erhielten seine Eltern folgende Meldung von ihm aus Orleans: „ Gegen mittag (am 17.9.) gingen wir zum Sturm auf die Stadt vor unter einem Hagel von Geschossen. Als wir über eine kleine Anhöhe vorgingen, bekam ich einen Schuß durch die Schulter und den Rücken, durch den ich hinsank. Nach etwa 10 Minuten kam noch ein Schuß durch das Bein. Die ganze Nacht hindurch lag ich im Regen auf einem Kleefeld. Da keine Hilfe kam, versuchte ich in der Nacht, auf allen Vieren fortzukriechen. Vor Ermattung sank ich immer nach einigen Schritten um und schlief ein. Da ich Fieber hatte, träumte ich und dachte immer, ich wäre schon gerettet. Am 5.Tage kam ich endlich aus dem Kleefeld heraus. Getrunken habe ich etwas Wein, den ich noch in der Feldflasche hatte, sonst den Tau und Regen. Essen konnte ich nichts. Ich lag nicht weit von einer Chaussee, auf der sich zuweilen Zivilisten zeigten. Auf mein Winken kamen eine Frau und zwei Männer her und trugen mich auf mein Bitten in ein Haus an der Straße, wo schon 6 Verwundete lagen. Da das Haus immer beschossen wurde, mußten die Leute fort. Ich schenkte ihnen aus Dankbarkeit meine Uhr. Wir lebten von Wasser, etwas Brot, einigem Apfeln und dem Zwieback, den uns französische Patrouillen gaben, die am zweiten Tage schon in das Haus kamen. Aber erst am 7.Tage wurde wir auf Anordnung mehrerer höherer franz. Offiziere geholt und auf Tragbahren fortgeschafft. Da endlich waren wir gerettet. Diese beiden Wochen waren schrecklich; ich werde sie nie vergessen.- Die Behandlung von Seiten der Franzosen ist wirklich äußerst liebenswürdig. Wir haben zwei nette Wärter. Die Schwestern, die uns verbinden, sind sehr freudlich zu uns, vor allem eine Russin, die sehr gut deutsch spricht. Auch der Kommandant des Hospitals ist sehr Liebenswürdig.“ – Am 19.11. erhielt er das EK; bei Mitteilung dieser Verleihung schreib sein Hauptmann an den Vater: „Es steht fest, dass ihr Sohn in vorderster Linie gekämpft und die Leute in mutiger Weise mit sich vorgerissen hat.“ – Am 3.1. ist er im Lazarett zu Orleans operiert worden. Das bereits verkehrt zusammengeheilte Bein ist wieder gebrochen und in die richtige Lage gebracht worden. Die Operation ist gut verlaufen. Er erfreut sich nach seinen Mitteilungen an die Eltern der sorgsamsten Pflege und guter ärztlicher Behandlung.

Bock Theodor. Ab 4.8.14, K beim Ersatz-B I 82, ging mit dem RI 234 nach Flandern. Er hat am 23.3. den Heldentod gefunden.

Böcker, Erich, Ab O 93, Mitinhaber der Firma Sachse & Sohn in Leipzig, HdL im LI 66, EK.

Börner, Ferdinand, gefallen, Näheres nicht bekannt

Bosse, Johannes, Abg. U I/O I, K beim Ersatz-B I 82, ging mit dem R I 234 am 12.10. nach Belgien, wurde Mitte Nov. Ff, erkrankte Ende Dezember an Venenentzündung am Bein und mußte die Front verlassen. Er tat zunächst in Gent Garnisondienst, mußte aber, da sich das Leiden nicht besserte, in ein hiesiges Reservelazarett gebracht werden, von wo er ins Feld zurückzukehren hofft.

Bräuner, Wilhelm, Ab O 97, Oberlehrer in Stralsund, LtdR im I 82, nam an den Kämpfen seines Regiments in Belgien, Ostpreußen und Russ. Polen teil. EK
  #6  
Alt 31.01.2011, 17:26
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Bräuner, Max, Ab O 02, Dr. med., Abteilungsarzt an der Provinzial-Heil- und Pflegeanstalt in Lüneburg., war Oberarzt beim 8. Feldlazarett des X. AK, später bei der 3. Feld-C des 10. Pionier-B. EK

Braun, Theodor Ab O 02, studierte Jura und war zuletzt am Amtsgericht in Hannover-Münden tätig und dort mit der Abhaltung juristischer Vorlesungen vertretungsweise betraut, auch zeitweisean der Klosterkammer in Hannover beschäftigt, war bei Kriegsausbruch durch eine bei einer dienstlichen Autofahrt erhaltene Verwundung außerstande, seine Stella als Ordonnanzoffizier beim Stabe der 25. Feldartillerie-Brig. Einzunehmen. Nach seiner Wiederherstellung kam er als LtdR zum RFeldartillerie-Rgt. 25 und fand am 20.10. bei Lomme (einer Vorstadt von Lille) den Tod fürs Vaterland

Brouwer, Hans, Ab O 11, cand. Med., Feldunterarzt der 10. Ersatz-D bei der 1. Sanitäts-C.

Brouwer, Walter, Ab 9.8.14, K beim Feldartillerie-Rgt. 45, seit Ende Sept. bei Noyon im Felde, Gf seit 1.6., wurde er als Uo zum Rgtsstabe kommandiert. Am 1.4.tritt er als Seekadett zur Marine über.
  #7  
Alt 31.01.2011, 18:32
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Bräuner, Max, Ab O 02, Dr. med., Abteilungsarzt an der Provinzial-Heil- und Pflegeanstalt in Lüneburg., war Oberarzt beim 8. Feldlazarett des X. AK, später bei der 3. Feld-C des 10. Pionier-B. EK

Braun, Theodor Ab O 02, studierte Jura und war zuletzt am Amtsgericht in Hannover-Münden tätig und dort mit der Abhaltung juristischer Vorlesungen vertretungsweise betraut, auch zeitweise an der Klosterkammer in Hannover beschäftigt, war bei Kriegsausbruch durch eine bei einer dienstlichen Autofahrt erhaltene Verwundung außerstande, seine Stella als Ordonnanzoffizier beim Stabe der 25. Feldartillerie-Brig. einzunehmen. Nach seiner Wiederherstellung kam er als LtdR zum RFeldartillerie-Rgt. 25 und fand am 20.10. bei Lomme (einer Vorstadt von Lille) den Tod fürs Vaterland

Brouwer, Hans, Ab O 11, cand. Med., Feldunterarzt der 10. Ersatz-D bei der 1. Sanitäts-C.

Brouwer, Walter, Ab 9.8.14, K beim Feldartillerie-Rgt. 45, seit Ende Sept. bei Noyon im Felde, Gf seit 1.6., wurde er als Uo zum Rgtsstabe kommandiert. Am 1.4.tritt er als Seekadett zur Marine über.


Bühling, Karl, Ab O 09, Bankbeamter bei Klettwig und Reibstein, hier, studierte nebenbei Jura. K, ging mit dem RI 234 nach Belgien, wo er 4 Wochen mutig kämpfte und am 10.11. bei einem Sturmangriff gegen die Engländer westl. von Paschendaele den Heldentod fand. (Bemerkung von rudi: beigefügter Feldpostbrief vom 21.10. auf Anfrage)

Bünsow. Johannes, Ab 4.8.14, K im RI 234, fand am 21.10. bei Mangelaere in der Schlacht bei Koekuit den Heldentod fürs Vaterland.

Bunnemann, Arnold, Ab 9.8.14, k beim Feldartillerei-Rgt. 80, stand seit dem 15.10. in Flandern, nahm dort an einer Reihe heißer Kämpfe teil, wurde verwundet und liegt zur Zeit im Lazerrett in Gent. EK

Calsow, Karl. Ab 9.8.13, K beim Königs-Ulanen-Rgt. 13, steht seit dem 25.2. mit seinem Rgt. in Polen im Felde

Campe, Alfred, Abg. U II/ OII, K im RI 71

Cario, Günther, Abg O II / U I, K, mußte wegen Krankheit entlassen werden

Classen, Ernst, Abg 15.2.13 O III, hat die Prüfung zur Erlangung des Berechtigungsscheines zum einj.-freiw. Militärdienst bestanden, K im RI 234, hat er an allen Kämpfen des Rgts in Flandern teilgenommen

Colmann, Herbert, Ab o 08, Dr. med., Unterarzt in einem Feldlazarett in Frankreich, dann erkrankt, jetzt im RLazarett in Braunschweig

Creydt, Rudolf, Ab 9.8.14, K im Feldartillerie-Rgt. 46

Daniel, Paul, Abg O 13 O II/ U I, Landwirtschaftseleve, K im RI 234, kam am 10.10. an die Front nach Flandernund wurde am 22.10. verwundet.

Debray, Arthur, Ab O 94, Dr. jur. Amtsrichter, gefallen in Frankreich

Deichert, Heinrich, Ab O 89, Dr. med. prakt. Arzt in Hannover, steht seit 8.8. im Felde. EK .- Er sendet unter dem 21.1.1915: „dem lieben Göttinger Gymnasium, dem er seine ganze Vorbildung verdankt, in dankbarer Erinnerung an die alten Lehrer, welche die heute All-Deutschland erfüllenden Ideale in unsere Herzen pflanzten, einen freudlichen Gruß aus Frankreich“

Deicke, Ludwig, Ab O 96, Dr. phil. Oberlehrer an der Gelehrtenschule in Ratzeburg i. Lbg. Er ist als LtdR im RI 61 am 7.11. im siegreichen Gefechte bei Stallupönen durch Lungenschuß verwundet worden und am 13.11. im Hilfslazarett II gestorben. Beerdigt ist er in Ratzeburg St. Georgsberg.

Droysen, Otto, Ab o 09, Dr. phil., K beim Telegraphen-B 1, Funkerabteilung, jetzt kommandiert zur V.P.K. Berlin-Schöneberg, Gf.

Ebeling, Wilhelm, LtdR im RI 234, fand am 18.2. den Heldentod, EK.

Eichenberg, Walter, Ab 4.8.14, S beim Vereinslazarettzug D, anfangs bei der 1., nachher bei der 6. Armee in Flandern, seit Anfang diesen Jahres bei der 9. Armee in Polen

Eisfelder Hans. Ab 9.8.14, K im Feldartillerie-Rgt. 80, steht in Flandern im Felde.

Ellbracht, Peter, Abg U I O14, K, ging mit dem RI 234 am 11.10. nach Flandern, nahm dort an 11 Gefechten und 3 Sturmangriffen auf Langemark teil, wurde am 26.10. durch Streifschuß am linken Auge leicht, am 7.11. durch Brustschuss bei Paschendaele schwer verwundet. In Göttingen ausgeheilt, steht er jetzt in Polen.

Endemann, Karl, Ab 9.8.14, K im Fußartillerie-Rgt. 11, rückte am 19.1. ins Feld nach Polen.
  #8  
Alt 02.02.2011, 20:13
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Standard II. Ehemalige Schüler

Fessler, Johannes, Abg. O95 U II / O II, Kaufmann, Leirer der Filiale der Mitteldeutschen Privatbank in Quedlinburg, LtdR im I 27, steht seit 2.11. bei Arras

Fessler, Ferdinand, Ab O99, Dr. med. prakt. Arzt in Geilenkrichen bei Aachen, ging als Oberartz beim 16. AK ins Feld, EK

Fleischhauer, Herbert, Ab 9.8.14, S in Ostpreußen und Russ. Polen, trat mitte Februar bei dem Feldartillerie-Rgt. 11 ein.

Focken, Hans, Ab O 13, stud. Philol., vermißt

Frank, Otto, Abg. O 03 U II / O II, Gerichtsassessor, zuletzt am Amtsgericht in Melle, LtdR im Badischen I 113, war zuerst als Verpflegungsoffizier im Felde tätig. Anfang November wurde ihm die Führung der 6. C seines Rgts übertragen, an deren Spitze er schon am 7.11. durch einen tödlichen Schuß vor Auchy bei La Bassée in Flandern den Heldentod fürs Vaterland erlitten hat. Die Genugtuung und Freude, seine Leistungen durch Überreichung des EK anerkannt zu sehen, das ihm nach Mitteilung seines Kommandeurs zugedacht war, hat er nicht mehr erleben sollen. Auf dem Friedhofe zu Heisnes bei La Bassée hat er neben Kameraden seine letzte Ruhestätte gefunden.

Fredershausen, Arnold, Ab O 06, Kandidat des höheren Lehramts, gehört zum Kollegium der Anstalt und ist unter I erwähnt.
  #9  
Alt 05.02.2011, 19:55
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Standard II. Ehemalige Schüler

Freiberg, Hans, Abg. O 91 O II / U I, Zahnarzt in Lauban (Schlesien), Ol im Fußartillerie-Rgt. 11, im Osten verwundet und zum zweiten Male an der Front. EK.
- aus einem Feldpostbriefe, den er an seine Eltern unter dem 6.2. aus einer „Erdhöhle bei Bolinow“ gerichtet hat, sei folgendes wiedergegeben: „ Jetzt ist unsere Erdhöhle so weit fertig, dass wir darin wohnen können; ein Kamin aus Ziegelsteinen wird mit Buchenholz gefeuert und gibt Wärme; eine Stall-Laterne beleuchtet unseren selbstgezimmerten Tisch, und so leben wir so gut und schlecht es eben geht. Leider mußte Lt. 8 von uns fort, weil ihm eine Grantate den großen Zehen zerschlagen hat; merkwürdig, dass er so gut davongekommen ist. Bei einer anderen Batterie fiel heute leider wieder ein Offizier durch Gewehrschuß (Kopfschuß); so entsteht alle Tage neue Trauer. Morgen aber soll der Kaiser kommen und zwar zu unserem Korps nach Nieberow, ganz nahe bei uns; selbstverständlich kann er nicht so weit vor zu unseren Stellungen, aber das Gefühl dass er auch mal zu uns nach Russland kommt, ist doch schön, da er sonst immer auf dem westl. Kriegsschauplatz weilt. – K. ist noch immer sehr erkältet und muss in der Höhle bleiben, so dass ich von meinen früheren 5 Offizieren jetzt nur noch einen habe. Gestern und heute war es wieder scheußlich kalt., und ich trage immer 2 Pelze, meinen eigenen und den Kommispelz darüber.“

Freiberg, Otto, Ab O94, Dr. med. Arzt in Pollnow (Pommern), Stabsarzt im I 66. EK und Bad. Zähringer-Löwen-Orden 2. Kl.

Frenkel, Reinhardt, Abg. M 09 U II / O II, Kaufmann (Bankfach), diente 1911 als Einjährig-Freiwilliger im I 82, wurde nach fünfmonatiger Dienstzeit wegen einer unglücklich verleufenen Blinddarmoperation zum Landsturm übergeschrieben, trat aber am 2.8. als K wieder in das Rgt. ein und erlitt am 1.12. vor Lodz in Polen den Tod fürs Vaterland, den er sich schon manchmal als den schönsten Tod gewünscht hatte. Der Feldwebel schrieb unter dem 5.12. seinem Vater, dass der Tod durch einen Kopfschuss erfolgt sei, und fügt hinzu: „Die C verliert in ihm einen jungen tapferen Mitkämpfer, der sich in der C allgemeiner Beliebtheit erfreute.“

Gericke, Otto, Ab 9.8.14, K im Ri 234,; vermißt; wahrscheinlich leider gefallen

Göring, Alfred, Ab O 07, Postreferendar, LtdR, zom mit dem LI 83 ins Feld, wurde am 25.8. bei Langhéres (östl. Etain) durch Armschuß verwundet, nach Wiedererlangung der Garnisondienstfähigkeit beim Ersatz-B LI 83 tätig. EK

Götting, Ernst, Ab O 09, cand. rer. Ing., S bei der 9. Armee

Götting, Walter, AB 4.8.14, K, im RI 234, fand am 21.10. bei Mangelaere in der Schlacht bei Koekuit den Heldentod fürs Vaterland.

Götting, Helmut, Ab 9.8.14, K, dann Portepee-Fähnrich im IR 82, fand am 5.3. auf dem östl. Kriegsschauplatze den Heldentod fürs Vaterland.

Götze Hans,Ab 9.8.14, Fahnenjunker im I 82, fandam 5.3. bei Rawa den Hledentod fürs Vaterland.

Gräfe, Hans, AB O 12, stud. Philol.; K. im RI 234, rückte am 12.10. ins Feld nach Flandern. EK. (Anm. von rudi, Feldpostbrief auf Anfrage )

Grasshoff, Martin, Ab O 13, Lt. Im Pionier-B 19, EK und EK I .

Groneweg, Hans, Ab O 95, H, gefallen, Näheres nicht bekannt.
  #10  
Alt 05.02.2011, 21:24
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Standard II. Ehemalige Schüler

Grube, Fritz, Ab O 99, Augenarzt in Cöln a. Rh., Oberarzt d. R. beim Stabe der Rtrain-Abteilung 15, EK.

Grube Georg, Ab O 01, Professor an der technischen Hochschule in Stuttgart, LfdL und Kompanieführer im I 79, wurde am 8.11. bei Aquilecort in Frankreich verwundet. EK

Gudenberg, Viktor, Ab O 14, stud. rer. nat., K im RI 234, kam am 10.10. an die Front. Er wurde am 21.10. bei Rouler verwundet und liegt in einer hiesigen Klinik.

Hachmeister, Willi, Abg. O 05 U II / O II, Kaufmann, erst S, dann K, ist mit dem I 92 nach dem westl. Kriegsschauplatz ins Feld gerückt.

Hachmeister, Ernst, Abg. O 06 U II / O II, Buchhändler, UodR, nahm u. a. an den Kämpfen bei Noyon im RI 31 teil. EK.

Häder, Berthold, Ab. 9.8.14, K ; Nachrichten fehlen.

Häder, Otto, Abg. U II ?, K, fand am 21.10. den Heldentod in Flandern

Hampe, Heinrich, Abg. U II / O II, K ; nachrichten fehlen

Hanker, Wilhelm, Ab O 09, LtdR seit 3.11. und Cführer seit 14.11. im LI 74, EK.

Hannig, Walter, Abg U II ?, K im Feldartillerie-Rgt 65 auf dem östl. Kriegsschauplatze.

Heilmann, Gerhard, Ab. 9.8.14, S am Kriegslazarett 4 in Brüssel.
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