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  #1  
Alt 12.10.2021, 15:16
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Saure Saure ist offline männlich
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Die Suche betrifft das Jahr oder den Zeitraum: 1946
Genaue Orts-/Gebietseingrenzung: Kreis Schweidnitz
Konfession der gesuchten Person(en): kath. und evang.
Bisher selbst durchgeführte Internet-Recherche (Datenbanken): -
Zur Antwortfindung bereits genutzte Anlaufstellen (Ämter, Archive): -


Lt. dem Buch:
'Das Flüchtlingslager Mariental (1945 - 1947) und die Vertriebenentransporte aus Schlesien (1946 - 1947)'
kamen 9 Transporte aus Schweidnitz (Bahnhof: Croischwitz) in Mariental an:

Am 27.07.1946 nach Dransfeld (Niedersachsen), 1.830 Personen,
am 29.07.1946 nach Syke (Niedersachsen), 1.799 Personen,
am 31.07.1946 nach Stadthagen (Niedersachsen) 1.823 Personen.

Am 05.08.1946 nach Immendorf (Stadtteil von Köln), 1.791 Personen,
am 06.08.1946 nach Bielefeld (Nordrhein- Westfalen), 1.747 Personen,
am 07.08.1946 nach Siegen (Nordrhein-Westfalen), 1.784 Personen,
am 12.08.1946 nach Siegen (Nordrhein-Westfalen), 1.758 Personen,
am 13.08.1946 nach Bielefeld (Nordrhein-Westfalen), 1.792 Personen,
am 13.08.1946 nach Immendorf (Stadtteil von Köln) 1.775 Personen.

Mit diesen 9 Transporten kamen also ca. 16.100 Personen in die Britische Zone.
1939 lebten im Stadt- und Landkreis ca. 134.000 Personen.


Weiß vielleicht jemand, ob es ein Buch über die Vertreibungen in Schweidnitz gibt, ähnlich dem Buch.
'Die Vertreibung aus Stadt und Kreis Frankenstein in Schlesien' ?

Ich möchte gerne wissen, wann die Menschen aus Arnsdorf und Umgebung aus ihrer Heimat vertrieben wurden.
Wie die Vertreibung durchgeführt wurde, wird ausführlich in dem oben angegebenen Buch geschildert.

Für entsprechende Hinweise bin ich dankbar.
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Buch 1.jpg (245,8 KB, 12x aufgerufen)
Dateityp: jpg Buch 2.jpg (252,8 KB, 11x aufgerufen)
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Viele Grüße
Dieter Saure

Jeder Mensch hat etwas, was ihn antreibt.
Manchmal findet man, was man sucht. Nicht immer sucht man das, was man findet.
Ab und zu findet man etwas, was man überhaupt nicht gesucht hat, und stellt dann fest, dass es genau das war, was einem gefehlt hat.
Alle sagten immer, das geht nicht, dann kam jemand, der das nicht wusste, und hat es einfach gemacht.

Geändert von Saure (13.10.2021 um 23:02 Uhr)
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  #2  
Alt 13.10.2021, 00:25
GR-2814 GR-2814 ist offline männlich
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"Auf Anweisung der polnischen Administratur und der sowjetischen Besatzungsmacht wurden fast alle Einwohner von Ober Bögendorf ausgewiesen. Im September 1947 mußten wir uns im Auffanglager Kroischwitz einfinden. Von dort ging es nach Liegnitz. Der Transport in die damalige SBZ ging über Forst und endete nach 8 Tagen im Flüchlingslager Löbau."

Ob alle Vertriebenen aus Ober Bögendorf in Löbau landeten oder nur die Familie meines Vaters kann ich allerdings nicht sagen. Der Bruder meines Uropas gehörte zu denen die bleiben durften/mussten. Seine Familie reiste nach seinem Tod Ende der 1950er nach Deutschland aus.

Viele Grüße

Thomas
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  #3  
Alt 13.10.2021, 00:38
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Hallo Thomas,

vielen Dank für deinen Beitrag. Vielleicht sagst du mir auch noch, welche Bücher du dazu gelesen hast.

Ich suche etwas über die Vertreibung aus Arnsdorf, vielleicht hast du da auch etwas für mich.
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Viele Grüße
Dieter Saure

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Geändert von Saure (13.10.2021 um 00:42 Uhr)
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  #4  
Alt 13.10.2021, 17:00
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Ich habe jetzt erstmal einen Teil der Namenslisten von dem Transport von Schweidnitz nach Bielefeld, beim Niedersächsischen Landesarchiv in Wolfenbüttel bestellt.

Ich bin gespannt, ob ich die von mir gesuchten Namen, aus Arnsdorf und Umgebung, auf diesen Listen finde.
Angehängte Grafiken
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Geändert von Saure (13.10.2021 um 20:59 Uhr)
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  #5  
Alt 13.10.2021, 18:35
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Kann mir bitte jemand erklären, warum in dem Buch:
'Die Tragödie Schlesiens 1945-1946 in Dokumenten: unter besonderer Berücksichtigung des Erzbistums Breslau'

http://swbplus.bsz-bw.de/bsz061781983inh.pdf

der Kreis Schweidnitz nicht vorkommt ?
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  #6  
Alt 13.10.2021, 21:04
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Leider konnte ich keinen Bericht von einem Ort im Kreis Schweidnitz finden.

Daher hier mal ein Bericht über Riegersdorf, Kreis Frankenstein, aus dem oben angegebenen Buch. Ich glaube, dass dieser kleine Bericht stellvertretend für die Zustände in den anderen Dörfern und Städten steht:
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Riegersdorf 1.jpg (270,1 KB, 12x aufgerufen)
Dateityp: jpg Riegersdorf 2.jpg (269,7 KB, 8x aufgerufen)
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  #7  
Alt 13.10.2021, 22:02
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Nun bin ich doch noch fündig geworden.

In diesem Bericht schildert eine Frau die letzten Monate bis zur Vertreibung in Wickendorf:
https://www.nwzonline.de/alles-war-v...88483178.html#
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Geändert von Saure (13.10.2021 um 22:04 Uhr)
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  #8  
Alt 14.10.2021, 20:47
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Wenn ich das alles so lese, kommen mir wirklich die Tränen, vielleicht bin ich auch zu alt dafür, deshalb denke ich schon öfter darüber nach, mit dem Recherchieren Schluß zu machen:
http://www.horst-adler.de/Schweidnitz1945-47.pdf
https://www.jetzt.de/politik/meine-o...-vor-70-jahren
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  #9  
Alt 15.10.2021, 19:24
Jettchen 56 Jettchen 56 ist offline weiblich
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Lieber Dieter
Nein Sie sind nicht zu alt, Sie haben nur viel Mitgefühl für die Menschen die das alles erlebt haben und das ist eine Anerkennung wert,danke für soviel Mitgefühl.
Mein Vater kam aus Neusalz an der Oder und blieb sein Leben lang Neusalzer. Ich war 10 Jahre alt als ich das 1.Mal in Neusalz war und habe dort meinen Papa das erste Mal weinen gesehen.Das ging mir, trotz meines jungen Alters,derart zu Herzen,daß ich das nie vergessen habe.Und von da an sind wir jedes Jahr nach Neusalz gefahren. Papa hatte immer Heimweh bis zu seinem Tod.
Heute tut es mir in der Seele weh,wenn ich am Computer sitze und mir alles Über Neusalz allein ansehen muß. Was hätte er doch für eine Freude daran.
Also mir geht es genauso,auch bei mir rollen Tränen und wir brauchen uns ihrer nicht zu schämen. Behalten Sie Ihre Empathie für die Menschen und bleiben Sie der Ahnenforschung treu und sehen und finden Sie mehr die schönen Seiten.
Mit lieben Grüßen Eva -Maria

Geändert von Jettchen 56 (16.10.2021 um 17:43 Uhr) Grund: Schreibfehler
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  #10  
Alt 15.10.2021, 21:38
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Liebe Eva-Maria,

vielen Dank für die mitfühlenden Worte. Ich kann mich eigentlich nicht beklagen, wenn ich die Schicksale der Heimatvertriebenen lese. Ich habe es ja relativ gut gehabt. Mein Vater ist in russ. Kriegsgefangenschaft gestorben, und ich bin als Halbwaise groß geworden. Meine Mutter und ich konnten bei meiner Oma und meinem Opa wohnen, die beiden haben mich auch groß gezogen. Meine Mutter hat auch aus alten Sachen neue Sachen gezaubert, trotzdem hatte ich immer ein Dach über meinem Kopf gehabt. Ich habe auch als Halbwaise beim Sozialamt um ein Paar Handschuhe betteln müssen, das ist aber nicht vergleichbar, was die Heimatvertrieben durchgemacht haben.

Aber das will heute keiner mehr wissen ...

Die heutige Generation weiß gar nicht, wie gut es ihnen geht.
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Geändert von Saure (15.10.2021 um 21:56 Uhr)
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