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  #1  
Alt 30.08.2021, 18:35
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DerFalke DerFalke ist offline
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Standard FN Debeckquerius

Familienname: Debeckquerius
Zeit/Jahr der Nennung: 18.Jh.
Ort/Region der Nennung: Dresden



Hallo Namensforscher

1. Vorgeschichte

Beim Durcharbeiten des Stammbaums meiner Familie bin ich auf diesen ungewöhnlichen Nachnamen gestoßen.
Dann hab ich angefangen mir das mal genauer anzuschauen, wo kommt der her, ist das fremdländisch, was bedeutet er etc.
Dabei hab ich schnell festgestellt, dass der Name wahrscheinlich ausgestorben ist, man findet gar nix über ihn (Google, Telefonbuch, Nachnamensseiten, Stammbäume etc.)
Er taucht im 18.Jh für 3 Generationen in Dresden auf und verschwindet schnell wieder, also bin ich hergegangen und hab versucht das Schicksal aller Namensträger zu erforschen, die Anzahl ist überschaubar.
Und tatsächlich, man sieht gut warum trotz zahlreicher Kinder es Keiner geschafft hat den Namen weiterzugeben.

2. Schreibweise und Bedeutung

Beachtlich finde ich, dass es bereits über 20 verschiedene Schreibweise gibt, trotz des kurzen Zeitraums:

Debeckquerius
Debeckqverius
Debecks
Debeckwerius
Debecque
Debecquerius
Debecqverig
Debecqverius
Debekquerius
Debequ
Debequerius
Debeqverig
Debeqverius
Depecqverig
Depeqverig
Tebeckqverius
Tebecqverig
Tebecqverius
Tepecqverius
Tepeqverius
Thebeckqverig
Thebeck Wehrig

Der Name scheint eine Zusammensetzung aus den beiden Namen Thebeck und Wehrig zu sein. Den Hinweis dafür liefert der Taufeintrag im Anhang, dort steht
als Vorname des Vater "Gottlieb" und als Nachname "Thebeck Wehrig von Tepeqverius".
Was genau das bedeutet und warum das so angegeben ist, darüber kann man jetzt spekulieren, ich weiß es nicht.
Ich habe mich für "Debeckquerius" als Hauptschreibweise entschieden, weil das die modernste und häufigste Form ist.

3. Namensträger

Elterngeneration:

Johann Gottlieb Debeckquerius ca.1694-1750
oo
Johanna Elisabeth Müller ca.1695-1779
- Christian Carl
-1721-1792 Johann Gottlieb
-1725-1736 Christian Benjamin
-1726- Maria Sophia
-1728-1771 Johanna Rosina (verheiratet Seidel)
-1732-1804 Johann Gottlob
-1734-1788 Gottfried August
-1737-1740 Johann Gottfried

Die männliche Nachfahren:

Christian Carl Debeckquerius
oo 1752
Johanne Maria Frauenlob ca.1718-1758 (1. Ehefrau)
-1752- Christian Carl (Schicksal unbekannt)

oo
Anna Rosina (2. Ehefrau)
-1760- Christiana Rosina
-1765-1765 Johann Christian Gottlob
-1766- Johanna Charlotta Friederika
-1768-1772 Johanna Juliana Henriette
-1773-1780 Johanna Eva Rosina


Johann Gottlieb Debeckquerius 1721-1792
oo 1747
Johanna Elisabeth Dietrich
-1748-1748 Johann Friedrich Gottlieb
-1749-1751 Christian Friedrich Gotthold (Geburt ungenau, sein Taufeintrag fehlt)
-1751-1792 Carl Gottlob (unverheiratet, hat evtl. ein uneheliches Kind, das aber den Nachnamen der Mutter trägt)
-1753-1755 Maria Erdmutha
-1765-1767 Christiana Charlotta


Johann Gottlob Debeckquerius 1732-1804
oo 1754
Rosina Elisabeth Fischer ca.1731-1783 (1. Ehefrau)
-1755-1755 (totgeborenes Töchterlein)
-1756-1758 Johann Gottfried Siegmund
-1759-1760 Johanna Sophia
-1760-1760 Christiana Eleonora
-1762- Carolina Charlotta
-1763-1765 Johann Gottlob

oo 1784
Maria Elisabeth Porisch? ca.1746-1808 (2. Ehefrau)
-1784-1784 (totgeborenes Töchterlein)
-1786-1786 (totgeborenes Töchterlein)
-1787-1787 (totgeborenes Söhnlein)
-1788-1788 (totgeborenes Töchterlein)
-1790-1790 (totgeborenes Söhnlein)


Gottfried August Debeckquerius 1734-1788
oo 1754
Johanna Eleonora Kaden ca.1727-1779
-1755-1756 Johanna Eleonora
-1757-1757 Johann Gottlob August


Das wars, durch leichten Mädchenüberschuss, hoher Kindersterblichkeit und einer Reihe von Totgeburten ist dieser Name im 19.Jh nicht mehr zu finden.
Bis auf Christian Carl konnte ich für alle männlichen Nachfahren das Ende der Linie aufzeigen.
Natürlich kann es sein, dass noch mehr Kinder existierten, die ich aber nicht gefunden habe.
Falls der Name widererwarten doch überlebt hat, dann wahrscheinlich in einer verkürzter Form wie z.B. "Debecks" oder "Debequ", in zwei-drei Einträgen wurde dieser bereits so angegeben.

4. Urkunden und Forschung

Die Kirchenbucheinträge finden man fast alle auf Archion in Dresden in der Annenkirche oder Friedrichstadt. Über Ancestry sind auch einige dieser Einträge über die kirchlichen Wochenzettel zu finden.
Bei einigen Personen sind die Namen in den Urkunden falsch wiedergegeben, so wurde aus Gottfried August am Ende Carl August. Und Johanna Maria zu Johanna Sophia etc.
Ich würde gerne weiter forschen aber weiß gerade nicht wie und wo man noch etwas finden könnte, die mit vertretbarem Aufwand durchsuchbaren Kirchenbücher in dieser Zeit hab ich weitgehend durch.

Den Stammbaum der Debeckqueriuses werde ich wahrscheinlich in einem der freien Online-Portale reinstellen.


Gruß
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Dateityp: pdf Taufbuch_1720-1731_Bild46.pdf (281,2 KB, 6x aufgerufen)
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  #2  
Alt 30.08.2021, 21:14
Xylander Xylander ist offline männlich
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Beiträge: 5.535
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Hallo,
verrückt, und ja, ich denke auch, es handelt sich um eine Zusammensetzung aus Thebeck und Wehrig, zusätzlich mit dem -us latinisiert, wie es Angehörige gebildeter Schichten, z.B. Pastoren, Lehrer, Mediziner, Juristen, damals gern taten. Der Name ist also eine künstliche Bildung, vielleicht würde sich das Rätsel lösen, wenn man mehr über denjenigen wüsste, der ihn sich zugelegt hat. Hast Du die Chance, die Eltern von Gottlieb Thebeck Wehrig herauszubekommen?
Viele Grüße
Xylander
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  #3  
Alt 30.08.2021, 22:06
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DerFalke DerFalke ist offline
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Zitat:
Hast Du die Chance, die Eltern von Gottlieb Thebeck Wehrig herauszubekommen?
In dem Kirchenbuch hab ich nichts weiter gefunden, das ist bisher der älteste Eintrag zu dem Namen.
Auch nicht in den anderen Kirchenbüchern aus Dresden, die gehen auch meist gar nicht so weit zurück.
Ich schau aber nochmal durch, ich hab bisher nicht komplett Alles durchsucht aber die wichtigsten Teile schon.

Das waren alles einfache Handwerker, Zimmermann, Maurer, Schneider, Wirt, Friseur und sowas, nichts Gehobeneres

Den Stammbaum, wo die genauen Datums, Kirchen und auch Berufe etc. teilweise mit drin stehen findet man jetzt auf de.geneanet.org wenn man über Nachnamen Debeckquerius sucht.
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