#1  
Alt 13.07.2017, 15:26
Scherfer Scherfer ist offline
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Standard Scherffer von Scherffenstein

Hallo alle,

ich suche weiterführende Informationen zur schlesischen Adelsfamilie Scherffer von Scherffenstein sowie deren Nachfahren und bin für jeden Hinweis dankbar!

Mir ist ein Michael Scherffer von Scherffenstein aus Aussig bekannt, der um 1590 nach Michelstadt in Hessen kam:

http://www.inschriften.net/odenwaldk...2.html#content


Auf der folgenden Seite:

http://www.heraldik-wappen.de/viewtopic.php?t=5745

schreibt "Kleinschmid":

"Es lassen sich drei Adelsfamilien auf Gregor Scherffer, Bauschreiber an der Prager Burg, der für sich und seine vier Brüder sowie seine zwei Vettern am 7. 8. 1556 den Adel mit dem Prädikat »Scherffenstein« erhielt, zurückführen. Ein Zweig wurde in Leobschütz, Fürsten*tum Jägerndorf in Oberschlesien, ansässig. Hierzu gehört der bekannte Dichter und Über*setzer Wenzel Scherffer von Scherffenstein. Martin Kinner (auch Kyner, Kinar), * Leobschütz ~ 1534, † 24. 4. 1595, beerdigt in Leobschütz, Stadt*schreiber dort, Liederdichter, Syndicus des Fürstentums Jägerndorf und Vetter der v. Scherf*fenstein erhielt 1572 den Adel übertragen und nannte sich Kinner von Scharffenstein oder Scherffenstein. Als wohlhabender Adliger besaß er auch mehre Güter. Schließlich gab es noch einen Valentin Dressler, * Leobschütz 1. 2. 1550, † dort 10. 10. 1602, u. a. Kanzler des Fürstentums Jägerndorf, der ebenfalls durch Übertragung am 12. 4. 1588 den Adel mit Prädikat »von Scharffenstein« verliehen bekam. Die Genealogien der drei Familien mit Bezug auf Oberschlesien sind ausführlich beschrieben (Pilnáček, Rody starého slezska, S. 275, 559 u. 1073).
Wappen Dressler (andere ähnlich): In Blau goldener Greif, rechts gekehrt und in den Klauen eine goldene Kugel haltend. Kleinod: Schildesfigur wachsend zwischen 2 von Blau und Gold verwechselt geteilten Hörner. Decken: blau-golden"

Liegt zufällig jemand von euch die oben erwähnte Publikation von Pilnáček mit den Genealogien vor? Die würde mich sehr interessieren.

Vielen Dank im voraus!
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  #2  
Alt 13.07.2017, 19:43
Kleinschmid Kleinschmid ist offline
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Zitat:
Zitat von Scherfer Beitrag anzeigen
Ich habe dort die Adressen aufgeschrieben - dann bleibt alles zusammen.
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  #3  
Alt 14.07.2017, 21:02
Scherfer Scherfer ist offline
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Danke Dir, Kleinschmid! Schade, dass es keine echten Stammtafeln sind. Hast Du noch mehr Informationen zu den Familien und wie sie zusammenhängen?
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  #4  
Alt 15.07.2017, 13:08
Kleinschmid Kleinschmid ist offline
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Was wird denn überhaupt gesucht? Weil für oberschlesische Verhältnisse hat Pilnáček ja eigentlich viel zu bieten in seinem Buch über die altschlesischen Geschlechter. Da es sich hier aber vermutlich um Hessen (Michelstadt) bzw. Böhmen (Aussig) dreht, werden die Schlesier kaum helfen können.

Der Michael stammte doch sicher aus der Familie - siehe sein Epitaph. Vom Alter her kann er eigentlich nur der Sohn von einem der geadelten Brüder sein. KB für 1564 kann man schwerlich erwarten. Wie sieht es mit einer Chronik von Aussig aus?
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  #5  
Alt 15.07.2017, 16:00
Scherfer Scherfer ist offline
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Hallo Kleinschmid,

tja, erstmal interessiert mich tatsächlich alles, was über die Nachfahren der Familie bekannt ist!
Meine Vorfahren stammen aus Polen, aber da verliert sich die Spur meiner Linie um 1800. Eine Zuwanderung aus Sachsen oder Schlesien ist möglich oder eben aus Böhmen. Bisher alles Spekulationen.

Daher ist der nach Hessen eingewanderte Michael Scherffer nicht zwangsläufig mein Hauptinteresse. Michaels Vater war ein Valentin / Valten Scherffer, 1573-1574 Stadtpfarrer in Aussig. Valtens Vater könnte der 1556 geadelte Bauschreiber Gregor Scherffer gewesen sein, weiß ich aber nicht sicher. Mich interessieren zunächst auch eher die Nachfahrenlinien. Momentan habe ich da nichts.

Geändert von Scherfer (15.07.2017 um 16:02 Uhr)
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  #6  
Alt 16.07.2017, 09:32
Kleinschmid Kleinschmid ist offline
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Valentin ist der Vater von diesem Michael - das wußte Pilnáček nicht. Er erwähnt diesen Michael u. dessen Epitaph aus Michelstadt ja nur. Der Pfarrer Valentin soll 1594-1604 in Moravičany gewesen sein. Er war einer der beiden Vettern des Gregor/Georg, der den Adel übertragen bekam.
Koebner schrieb 1886 seine Dissertation "Wencel Scherffer von Scherffenstein: Ein Beitrag zur Geschichte der deutschen Literatur im 17. Jahrhundert". Darin sind auch weitere Mitglieder der Familie erwähnt. Das Buch ist online.
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  #7  
Alt 17.07.2017, 18:59
Kleinschmid Kleinschmid ist offline
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Ich hätte die URL natürlich angegeben, aber das Buch läßt sich bei google-books nur mit Ausschnitten darstellen - obwohl es von 1886 ist. Also muß man einen proxy benützen. Ich bin allerdings davon ausgegangen, daß dieses Vorgehen allgemein bekannt ist.
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