Älteste Geesthachter Familiennamen

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  • AndreeP
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    • 16.02.2013
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    Älteste Geesthachter Familiennamen

    Geesthacht 16. Jhdt.

    Erste Namen

    Die ältesten überlieferten Familiennamen in Geesthacht sind Reimers und Lütken. Im Dankbuch des Bergedorfer Magistrats werden die beiden Juraten Reimer Reimers und Henneke Lütken zusammen mit dem Geistlichen von Geesthacht, Jochim Lubow, erwähnt, als sie gemeinsam im Jahre 1536 den Empfang einer Summe von 14 Mark Courant quittierten, die im Jahre 1491 der Kirchherr zu Geesthacht, Hermann Oldenburg, einem Bergedorfer Bürger, Jacob Backofen, gegen dessen Haus als Pfand geliehen hatte.

    Quelle: Prüß, M. (1929): Geesthachter Heimatbuch. Unter Mitarbeit von Lehrern des Ortes nach alten Quellen und neuzeitlichen Darstellungen, Geesthacht-Hamburg 1929.


    Die Namen der Geesthachter Hufner im Jahre 1570

    Im ältesten Register des Amtes Bergedorf über die schosspflichtigen (abgabenpflichtigen) Einwohner Geesthachts aus dem Jahre 1570 werden acht in Geesthacht ansässige Hufner genannt:

    Gotke Reimers, Carsten Burmester, Albert Reimers [der beiderstädtische Vogt], Heine Vicken [= Ricken], Benedict Elvers, Berend Schomaker, Claus Heilmann, Henneke Reimers.

    Quelle: Mittheilungen aus der Culturgeschichte des Amts Bergedorf, in: Mittheilungen des Vereins für Hamburgische Geschichte (1885), Bd. 3, 8. Jg., Heft 11/12, Hamburg 1885, S. 27.


    Namen der Hufner 1598

    Einnahmen der Kirchenkasse zu Geesthacht im Jahre 1598:
    Im Jahre 1598 verzeichnete der Pastor Hinrich Holthoff zu Geesthacht folgende Geesthachter Hufner, die jährlich Wiesenmiete in die Kirchenkasse zahlen mussten:

    Jochim Brüggemann, Balzer Elvers, Heine Reimers, Albert Reimers [damals amtierender Vogt], Henneke Burmester, Lütke Rike [Ricke], Detleff Heilmann, Carsten Urbrook [Urbrock, Uhrbrock].

    Quelle: Mittheilungen aus der Culturgeschichte des Amts Bergedorf, in: Mittheilungen des Vereins für Hamburgische Geschichte (1885), Bd. 3, 8. Jg., Heft 11/12, Hamburg 1885, S. 26 u. 27.


    Namen in der Zeugenvernehmung 1602

    Im Jahre 1602 wurden 7 Zeugen aus Geesthacht vernommen:

    Albert Reimers [Vogt], Benedict Elvers, Franz Schröder, Hermann [Henneke ?] Burmester, Jochim Moelling, Claus Stoof, Detlef Heidelmann.

    Quelle: Prüß, M. (1929): Geesthachter Heimatbuch. Unter Mitarbeit von Lehrern des Ortes nach alten Quellen und neuzeitlichen Darstellungen, Geesthacht-Hamburg 1929, S. 116.

    Namen in der Zeugenvernehmung 1605

    Die Angaben im Protokoll der Zeugenvernehmung aus dem Jahre 1605 ergänzen das Bild über die im 16. Jhdt. ansässigen Familien in Geesthacht.

    Siehe meinen Beitrag: Sächsischer Bauermeister zu Geesthacht.



    Besenhorst 16. Jhdt.

    Älteste Besenhorster Familiennamen im Landbederegister aus dem Jahre 1525

    In Besenhorst waren im Jahre 1525 vier Hufner und ein Kätner ansässig:
    Berteldt Smidt (1 H.), Albert Hake (1 H.), Heine Reimers (1 H.), Heine Ricke (1 H.), Hans Uppershußen (K.).

    Quelle: Scheele, H. (1935): Die Lauenburgische Bauernschaft in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts nach den Geldheberegistern im Kieler Staatsarchiv, Ratzeburg 1935.

    Die Namen der Besenhorster Hufner im Türkenschatzregister aus dem Jahre 1544

    Ties Haken. Henneke Haken. Heine Reimers. Henneke Rieken.

    Quelle: Scheele, H. (1935): Die Lauenburgische Bauernschaft in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts nach den Geldheberegistern im Kieler Staatsarchiv, Ratzeburg 1935.


    Namen der Hufner 1598

    Einnahmen der Kirchenkasse zu Geesthacht im Jahre 1598 aus dem Dorf Besenhorst:

    Im Jahre 1598 verzeichnete der Pastor Hinrich Holthoff zu Geesthacht folgende Besenhorster Hufner, die jährlich Wiesenmiete in die Kirchenkasse zahlen mussten:

    Lütke Zie [Zyen], This Rike, Jochim Slatow, Carsten Rike

    Anmerkung: Es war im Jahre 1598 aus dem Dorf Besenhorst die letzte Einnahme der Kirche zu Geesthacht. Besenhorst wurde 1598 in das neue Kirchspiel Hohenhorn eingegliedert.

    Quelle: Mittheilungen aus der Culturgeschichte des Amts Bergedorf, in: Mittheilungen des Vereins für Hamburgische Geschichte (1885), Bd. 3, 8. Jg., Heft 11/12, Hamburg 1885, S. 27.
    Zuletzt geändert von AndreeP; 07.04.2016, 18:19.
  • AndreeP
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    • 16.02.2013
    • 38

    #2
    Älteste Geesthachter Familiennamen

    Ergebnisse aus eigener Forschung. Autor: Andree Peterburs.

    Die Namen in der Zeugenvernehmung 1605
    Die Angaben im Protokoll der Zeugenvernehmung aus dem Jahre 1605 ergänzen das Bild über die im 16. Jhdt. ansässigen Familien in Geesthacht. Im Protokoll der Zeugenvernehmung in Bergedorf am 25.6.1605 werden als Zeugen aus Geesthacht und als Anwesende in der Vernehmung die folgenden Personen genannt:
    Agneta Khinen (Kien), 30 Jahre alt, Ehefrau des Landvogts Carloff Kien zu Geesthacht. Laut Protokoll war Agnetas voriger Ehemann der ehemalige und vor 1605 verstorbene Landvogt Albert Reimers der Jüngere zu Geesthacht, Sohn des ehemaligen Landvogts Albert Reimers des Älteren zu Geesthacht; Henneke Burmeister, 40 J. alt; Peter Hardes (Harders), 33 Jahre alt; Lutke Ricken (Ricke), angeblich (laut Aussage der Zeugen) sächsischer Bauermeister, keine Altersangabe; Christoff Mollinck (Molling), 40 J. alt; Henneke Khine (Kien), in Geesthacht geboren, ungefähr 40 Jahre alt; Eggert Richtehorn, ungefähr 70 J. alt, wohnhaft zu Geesthacht seit 40 Jahren; Hans Khine (Kien), ungefähr 38 J. alt, wohnhaft seit 10 Jahren in Geesthacht; Clawes Ricken (Ricke), ca. 30. Jahre alt, wohnhaft erst seit einem Jahr in Geesthacht (ob er mit Lütke Ricke verwandt war und aus welchem Ort er stammte, wird in dem Protokoll nicht erwähnt); Frantz Holthoff, ca. 40 Jahre alt, wohnhaft seit 30 Jahren zu Geesthacht; Detleff Heidelman, ungefähr 48 J. alt; Jochim Bruggeman, 40 J. alt; Carsten Goedtken, 40 J. alt, wohnhaft erst seit 12 Jahren in Geesthacht („hebbe 12 Jahr tho Geisthacht gewesen“); Clawes Burmeister, ungefähr 40 J. alt, in Geesthacht geboren; Hans Eluers (Elvers), seines Alters 36 Jahr, in Geesthacht geboren; Carsten Urbrock, ca. 55 Jahre alt, geboren in „Wordt“ [Worth] im „Landt tho Sassen“ [Land zu Sachsen, gemeint ist hier das Herzogtum Sachsen-Lauenburg], wohnhaft seit 28 Jahren zu Geesthacht; Jochim Mollingk (Molling), 50 J. alt, in Geesthacht geboren; Frantz Schroder, 60 J. alt, wohnhaft seit 30 Jahren in Geesthacht; Baltzer Eluers (Elvers), 45 Jahre alt, zu Geesthacht; Hein Reimers, ungefähr 40 J. alt, in Geesthacht geboren; Carloff Khin (Kien), Landvogt zu Geesthacht, keine Angaben über Alter und Herkunft; Siuert (Sivert) Koeps.


    Quellen

    Peterburs, A.: Das Ablager-Recht des Herzogs in der Dorfschaft Geesthacht und die Abgaben Ablager- und Verbittelgeld, Hamburg 2013.

    Ortsfamilienbuch (OFB) Geesthacht (1570–1800), Autor: Andree Peterburs. Siehe GEDBAS
    Zuletzt geändert von AndreeP; 25.04.2017, 18:00.

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