#11  
Alt 27.05.2018, 11:16
Kleinschmid Kleinschmid ist offline
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Zitat:
Zitat von Mohn Beitrag anzeigen
Nun kann der Johann auch später erst konvertiert sein ...
Hoppla!
Recht schönen Dank für diesen Hinweis, denn auf die Konfession-Spalte habe ich leider nicht geachtet.
In der Tat war der Jan/Johann Rejer (Ehemann der Florentine Rybak) evangelisch!! Dann aber ist hier nicht die kath. Pfarrei in Rosenberg zuständig gewesen, sondern die ev. Pfarrei zu Bischof. Deren Tf-Jg. 1840 blieb erhalten. Siehe hier.

Da braucht man also nur aus dem SA Oppeln eine Kopie zu bestellen.
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  #12  
Alt 27.05.2018, 17:10
Mohn Mohn ist offline weiblich
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Dann müsste ich also diesen Weg gehen, einen Brief in Polnisch mit einem "Nachweis der direkten Abstammung" schicken. Was genau ist das, meine Geburtsurkunde?
Und da der Johann bei der Geburt seines Sohnes Peter katholischer Religion war, müsste dann seine Sterbeurkunde in einer katholischen Pfarrei zu finden sein, sollte es sie geben?
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  #13  
Alt 27.05.2018, 17:33
Mohn Mohn ist offline weiblich
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Das nächste Hindernis ist, dass ich das genaue Geburtsdatum von Johann nicht kenne, nur die Aussage auf dem Trauschein der katholischen Pfarrkirche, dass er am 14.09.1868 28 Jahre alt war. Das würde also die Taufjahre 1839 oder -40 betreffen. Ich hoffe, die Frage ist nicht allzu doof, aber wieviel Material ist denn das ungefähr, was dann aus Polen kommt? Suchen die Beamten dort dann wirklich nach dem Namen Reyer aus 2 möglichen Jahren oder bekomme ich das zum Selbststudium? Und könnte dort auch eine Sterbeurkunde sein? Danke für die Hilfe!
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  #14  
Alt 27.05.2018, 18:51
Kleinschmid Kleinschmid ist offline
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Das mit der Sterbeurkunde des Johann R. wird in der Tat langsam zu einem Problem. In Peters Tf-Eintrag vom 16.10.1869 steht nichts von einem verstorben Vater, aber in seiner He-Urkunde vom 21.11.1891 heißt es, er sei verstorben zu Beuthen. Also starb er zws. 10.1869 u. 11.1891. Nun blieben die Sterbeurkunden von Beuthen/OS vollständig vom 1.10.1874-16.2.1945 in Berlin erhalten. D.h., Ancestry müßte seine Sterbeurkunde erfaßt haben. Ich kann sie aber nicht finden. Falls er vor dem Okt. 1874 verstarb, ist wieder das Kirchenbuch maßgeblich. Von der kath. Pfarrei Beuthen blieb der Bg-Index für die Stadt sowie die Landgemeinden erhalten - darin fehlt der Johann R. Meiner Meinung nach blieb er aber evangelisch. Dann könnte er in Beuthen in einem Hospital/Krankenhaus verstorben sein - somit stimmt der Eintrag in der Heiratusurkunde - wurde aber auf dem ev. Friedhof in Miechowitz beerdigt. Nur fangen die dortigen ev. KB erst 1895 an. Davor gehörte der Ort zur ev. Pfarrei in Beuthen/OS. Deren Duplikate sind online. Aber auch dort fehlt er von 1869 bis 1874.
Vermutung: Er starb nach 1874 in Beuthen, aber Ancestry hat seine Urkunde falsch oder gar nicht erfaßt. Er wurde dann auf dem ev. Friedhof in Miechowitz beerdigt, aber die ev. KB von dort wurden vernichtet. War er kath. geworden, müßte man die Miechowitzer kath. Bg-KB von 1869 bis 1891 durchsehen. Die sind online, kann man also machen, aber sie sind ziemlich umfangreich. Das ist dann viel Arbeit.

Nun zur Familie Reyer. Die waren anscheinend dem Metallgewerbe sehr verbunden. Peter war Maschinenwärter - hatte vielleicht vorher Schlosser gelernt. Sein Vater wird 1869 als Schlosser in Miechowitz erwähnt. Am 29.1.1825 wurde in Bodzanowitz ein Carl Johann Reyer geboren. Er wurde dort vom kath. Pf. zwar getauft, war aber evangelisch und ging 1840 in der ev. Pfarrei Bischdorf zur Konfirmation. Er war der Sohn des 1840 bereits verstorbenen Vorschmiedes Gottfried Reyer u.d. Johanna Koehler. In Bodzanowitz gab es eine kleine Hüttenanlage zu dieser Zeit. Es ist also nicht undenkbar, daß dieser Gottfried auch Johanns Vater war. Anbei Johann Carls Taufzeugnis, das er für seine Konfirmation benötigte.

Zum SA Oppeln. Am besten wäre es natürlich selbst nach Oppeln zu fahren. Alternativen:
1.) die Standesamtsurkunden von Beuthen für 1874-1891 bei Ancestry selbst durcharbeiten.
2.) die kath. Bg-KB aus Miechowitz von 1869-1891 bei den Mormonen durcharbeiten
3.) die Archivare im SA Oppeln beauftragen, zuerst den Tf-Jg 1840, dann 1839 nach Johann Reyer/Rejer/Reier durchzusehen. Das wird zwar etwas kosten, aber vor allem Alternative 1.) ist dagegen ein sehr aufwendiges Unternehmen.

Wenn sie etwas finden, kommte nur die Fotokopie der Seite mit dem KB Eintrag. Nicht der komplette Jgg. 1840. Es gab nicht viele Ev. in der Pfarrei Bischdorf. Für die insgesamt 47 (!) Dörfer, die sich 1847 zu BiIschdorf hielten, wurden gerade mal 980 Gemeindemitglieder gezählt.
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Reier Bischdorf.JPG (144,9 KB, 6x aufgerufen)

Geändert von Kleinschmid (27.05.2018 um 18:53 Uhr)
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  #15  
Alt 27.05.2018, 18:53
DoroJapan DoroJapan ist offline weiblich
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Hallo Mohn,

Es reicht (zumindest war es bei mir so) wenn du deinen Ausweis und das Verwandtschaftsverhältnis zum Gesuchten mit angibst. Schreib rein Wen und in welchen Jahren du den Eintrag vermutest (1839-1840).

Du bekommst nicht die Unterlagen von den 2 Jahren, sondern nur von der gesuchten Person. Wenn dieser öfter vorkommt, dann bekommst du wahrscheinlich "alle möglichen" Johann Reiers die in den 2 Jahren geboren wurden.

Bitte gib unbedingt diese Informationen mit an. Das hilft den Mitarbeiterinnen bei der Suche. (Eine der Mitarbeiterinnen kann übrigens etwas Deutsch)

Zespół: 45/3370/0 - Akta stanu cywilnego Parafii Ewangelickiej w Biskupicach powiat oleski
Sygnatura: 45/3370/0/1/3 - Tauf-Buch 1828 bis 1859

Liebe Grüße
Doro
__________________
Brandenburg
Lehmann: Friedersdorf, Alt Landsberg, Reichenwalde, Werder [OT Rehfelde]
Mädicke: Alt Landsbg. OT Amstfreiheit, Wolfshagen
Kolbatz: Wiese (Busch), Briescht, Groß Köris
Lehniger, Kermas, Matzke: Schuhlen-Wiese
Schlesien
Neugebauer: Tschöplowitz, Neu-Cöln (Brieg)
Gerstenberg: Tschö., Neu-Cöln, Pramsen
Langner, Melzer, Dumpich: Teichelberg (OT Tschö.)
Pfeiffer + sonstige FN aus: Tschö.
Kraft: Tschö., Dreißighuben (Breslau), Lorankwitz
Pommern
Barkow: Polchlep, Neugasthof
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  #16  
Alt 27.05.2018, 20:15
Mohn Mohn ist offline weiblich
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Dass Du Dir so eine Mühe machst finde ich toll, Kleinschmid. Ich werde mir das durch den Kopf gehen lassen mit den Dokumenten - anfordern oder selber Urkunden sichten. Nach einem anstrengenden Arbeitstag macht es schon den Kopf frei, Listen durchzugehen, das habe ich auch in meiner kurzen Zeit hier auf der Suche gemerkt. Ich werde mal sehen.
Die bis jetzt 7 Geschwister meines Opas habe ich schon gefunden, dort werde ich auch weiter graben, wen es wohin verschlagen hat. Offenbar ist eine seiner Nichten in die USA ausgewandert und einige Reiers gibt es auch dort. Ist noch genug zu tun und ich werde bestimmt wieder mit Fragen auftauchen.
Danke Doro für die Info, was beim Anfordern der Dokumente in Polen wichtig ist.
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  #17  
Alt 04.06.2018, 11:38
Mohn Mohn ist offline weiblich
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So, bezüglich des Peter Reyer habe mithilfe einer seiner Enkelinnen, von der ich nicht wusste, dass es sie noch gibt, 13 Kinder ausfindig gemacht, die er mit Felixa hatte. Als seine Felixa 1921 verstorben war, hat er 1922 gleich wieder geheiratet, eine Gertrud Kubitza. Die Kubitzas stammen irgendwie aus der Gegend Godulahütte, vielleicht hat Peter dort oder in der Nähe gearbeitet. Kann man irgendwie herausfinden, welche Mitarbeiter eine solche Hütte hatte?
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  #18  
Alt 06.06.2018, 09:13
Kleinschmid Kleinschmid ist offline
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Danke für die PN.
Sehr gute Idee, auch nach Rayer zu suchen! Bei der fraglichen Sterbeurkunde aus Miechowitz hatte ich zuerst Bayer gelesen- was ja sicher öfters vorkam. Aber ein Vergleich mit anderen Urkunden von diesem Standesbeamten zeigt eindeutig, daß es hier Rayer heißt.
Konfession: evangelisch = paßt
Geburtsjahr: 1840 = paßt
Sterbjahr: 1879 = könnte passen
Geburtsort: Miechowitz = paßt nicht, denn unser Jan/Johann wurde in Groß Borek im Kreis Rosenberg geboren - siehe Tr- Eintrag
Familienstand: ledig = paßt nicht, denn unser Jan/Johann war mit seiner Florentine seit 1868 verheiratet, also Familienstand: verheiratet oder ggf. verwitwet

Es ist also der falsche Jan/Johann Reyer.

Andere Sache:
Die Godulahütte war ein Zinkwerk, gehörte zum Rittergut Orzegow und es waren dort um 1913 vermutlich mehr als 1000 Menschen beschäftigt. Von daher wird man einen einfachen Mitarbeiter aus dieser Zeit kaum noch nachweisen können. Dieser Teil von Schlesien mußte Anfang der 1920er Jahre an die neue Republik Polen abgetreten werden.
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  #19  
Alt 06.06.2018, 20:56
Mohn Mohn ist offline weiblich
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Schade, ich hatte gedacht, dass das Lazarett vielleicht einfach nicht den Zugriff auf alle Daten hatte, wenn es zum Beispiel seine Eltern als "unbekannt" eintrug, die er bestimmt bei Arbeitsantritt angegeben hat? Die Florentine war ja 1870 gestorben und somit hatte er zum Zeitpunkt seines Todes keine Frau. Hier könnte es passen, aber natürlich nicht mit dem Geburtsort Groß Borek. Schade, aber mal sehen, ob es noch irgendeine andere Spur gibt.
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  #20  
Alt 06.06.2018, 21:27
Kleinschmid Kleinschmid ist offline
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Florentine Reyer starb bereits 1870? Das ist aber neu. Gut, dann wäre ein Mann mit Kindern aber damals kaum bis 1879 ohne Ehefrau geblieben. Also wäre sein Familienstand 'verheiratet' gewesen. Falls er aber doch nicht wieder geheiratet hätte, wäre der Familienstand 'verwitwet' gewesen. Das 'ledig' paßt nicht. Wir können leider die Tf. der ev. Pfarrei Beuthen von 1840 nicht kontrollieren, weil diese frühen Jgg. der KB vernichtet wurden.
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kreis beuthen , mechtal , miechowitz , reier , rybak

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