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  #11  
Alt 22.05.2019, 22:11
Anna Sara Weingart Anna Sara Weingart ist offline
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Wer sich wundert, warum der Ort Sadagora Bezirkshauptstadt (Kreishauptstadt) war, obwohl es dicht neben der wesentlich größeren Stadt Czernowitz liegt: Czernowitz war quasi eine kreisfreie Stadt. Zitat: "Die Stadt Czernowitz unterstand dem Landeschef direkt"
https://de.wikipedia.org/wiki/Bukowi...che_Herrschaft
__________________
Viele Grüße

Geändert von Anna Sara Weingart (22.05.2019 um 22:13 Uhr)
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  #12  
Alt 23.05.2019, 11:47
assi.d assi.d ist offline weiblich
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Hallo, auch ich habe Vorfahren aus Sadagura und habe mir vor Jahren aufgeschrieben: " heute ein Ortsteil von Cernowitz, damals (1850) eingeständige Gemeinde".

Zitat:
bei FamilySearch gibt's auch KBs
https://www.familysearch.org/search/...pen=1107690-50
Ja, aber nur im Lesesaal der LDS nach Vorbestellung.

Gruss
Astrid

Geändert von assi.d (23.05.2019 um 11:49 Uhr)
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  #13  
Alt 23.05.2019, 11:51
Benutzerbild von scheuck
scheuck scheuck ist offline weiblich
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Nochmals DANK Euch allen! - Bleibt die Frage danach, wie und warum es ihn nach Osnabrück verschlagen hat ...
__________________
Herzliche Grüße,
Scheuck
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  #14  
Alt 25.05.2019, 14:04
Benutzerbild von scheuck
scheuck scheuck ist offline weiblich
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Standard Dr.Josef Meding (Basilius Josef Mehedyniuk)

Zitat:
Zitat von Anna Sara Weingart Beitrag anzeigen

Vielleicht war er jiddischer Abstammung, dann wäre seine Muttersprache auch eine Art deutsch.
Hallo, zusammen!

Ja, auf diese Idee war ich auch gekommen, nachdem ich im Inet gelesen hatte, dass zumindest 1880 von den in Sadhora lebenden 3.888 Personen mehr als 80% Juden waren.

Inzwischen habe ich die Todesanzeige in der Zeitung aus 1989 gefunden, und daraus kann man ersehen, dass "Onkel Ossip" offenbar katholisch war; es hat ein Seelenamt in einer kath. Kirche gegeben.

Ich weiß auch inzwischen, dass "Onkel Ossip" schon ab 1944 an einem Gymnasium in Osnabrück gearbeitet hat.
Demnach kann er nach meinem Dafürhalten kein Soldat gewesen sein, und die Idee mit dem Zwangsarbeiter scheidet auch aus. - Denke ich falsch?

Wir haben alle gewusst, dass er ein schreckliches Schicksal hinter sich hatte, als er (warum und wie auch immer) nach Osnabrück kam. So schrecklich, dass sich niemand "getraut" hat, das anzusprechen oder gar zu hinterfragen ...

"Onkel Ossip" war für uns nur aus Güte und Intelligenz "zusammengesetzt", und wir sehen die Schuhe seiner Kinder noch vor uns, die bis zu seinem Tod in seinem Arbeitszimmer gestanden haben. Das waren Baby-Schühchen ...

Wie komme ich jetzt "dahinter", was sich während des Krieges in Sadhora bzw. Neuzuczka ereignet hat?
Ist seine Familie durch "Kriegseinwirkung" um's Leben gekommen, oder muss man sogar in eine "andere Richtung" denken?
Hier
https://www.deutschlandfunk.de/verbr...ews_id=1009590
habe ich schon nachgesehen, aber nichts gefunden.

Warum ist seine Familie um's Leben gekommen, und er nicht? - War seine Frau vielleicht Jüdin und somit auch die Kinder? - Fragen über Fragen ...

Hat bitte jemand eine Idee für mich? Was kann man noch unternehmen?
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Herzliche Grüße,
Scheuck
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  #15  
Alt 25.05.2019, 21:08
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Silke Schieske Silke Schieske ist offline
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Hallo Scheuck,


Vielleicht hilft dir das hier bei der Frage Zwangsarbeit

Verbündete und befreundete Staaten

In einer vergleichsweise besseren Situation standen auch die Angehörigen der so genannten "befreundeten" Staaten, also der Slowakei, Ungarns, Rumäniens, Bulgariens, Albaniens und Italiens bis zu seiner Kapitulation im Sommer 1943 und für die im Reich arbeitenden Kroaten. Sie hatten als in den meisten Fällen freiwillig gekommene Arbeiter die Möglichkeit, Deutschland nach Ablauf eines Vertragszeitraums zu verlassen. Unter Hinweis auf diese Option war es ihnen möglich, einen gewissen Einfluß auf ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu nehmen, so daß man bei ihrem Einsatz von Zwangsarbeit nur bedingt reden kann.



LG Silke
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  #16  
Alt 26.05.2019, 09:19
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scheuck scheuck ist offline weiblich
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Hallo, Silke-Freundin,

interessant, - In welchem Zusammenhang hast Du das (wo?) gefunden?

Upps, da war ich etwas voreilig mit meiner Frage; ich hab's:
https://www.bundesarchiv.de/zwangsar...ge/index.html; das muss es sein.
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Herzliche Grüße,
Scheuck

Geändert von scheuck (26.05.2019 um 09:22 Uhr)
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  #17  
Alt 26.05.2019, 14:07
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Silke Schieske Silke Schieske ist offline
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Hallo Scheuck,


Dein Link funktioniert leider nicht und ich kann dir nicht sagen wo ich das gefunden habe. Ich finde es im Augenblick auch nicht wieder.

Ich wollte meine Theorie in deinem Fall zu Ehefrau und Kinder eher festigen. Ich gehe davon aus, dass diese mit möglichen Kind/Kinder ggf auch an einer Krankheit verstorben sein hätte können.

LG Silke
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Geändert von Silke Schieske (26.05.2019 um 14:10 Uhr)
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  #18  
Alt 26.05.2019, 14:39
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Silke Schieske Silke Schieske ist offline
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Habs wieder gefunden



http://www.bundesarchiv.de/zwangsarb...ige/index.html


Schau mal unter Schwangerschaften und Kinder, möglich das es sich hier um die Erklärung zur Ehefrau und den Kindern handeln kann


LG Silke
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  #19  
Alt 27.05.2019, 09:24
carinthiangirl carinthiangirl ist offline
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Nur ein Gedanke, keine Ahnung ob es zu dem Fall passen könnte.
In Österreich jedenfalls gibt es auch heute noch einige Leute mit der ukrainischen -iuk-Endung (-juk), die damals (neben dem Zwangsarbeiter-Thema) z.B. der "Tragödie von Lienz" entfliehen konnten und entweder in der Nähe blieben oder sich später in "diverse Richtungen verstreuten" um fern der Heimat eine neues Leben zu beginnen.

https://de.wikipedia.org/wiki/1._Kosaken-Division
https://de.wikipedia.org/wiki/Lienzer_Kosakentragödie
http://lienz-orthodoxie.at/de/история-трагедии/
https://www.kosaken-lienz1945.com/di...136123-de.html
https://www.spiegel.de/wissenschaft/...-a-431055.html


Die Ukrainischen Familiennamen:
1. Gruppe: Diese Suffix-Gruppe ist am häufigsten anzutreffen und wird patronymisch gebildet. Zu ihr gehören
-enko / -jenko → Petrenko, Danylenko (hauptsächlich im Osten der Ukraine verbreitet)
-uk / -juk → Petruk, Danyljuk (hauptsächlich im Westen der Ukraine verbreitet)
-owytsch / -ytsch → Petrytsch, Danylowytsch
-iw → Petriw, Danyliw
-ez / -jez / -s / -k- / -o (= Diminutivsuffixe) → Petrus, Danylkohttps://www.onomastik.com/magazin/ukrainische-namenwelt-das-namensystem-der-ukraine.php
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  #20  
Alt 28.05.2019, 17:49
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scheuck scheuck ist offline weiblich
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Hallo, Silke und carinthiangirl !

Dank Euch! - Ich habe keine Benachrichtigung per mail bekommen, daher meine späte "Reaktion".

Ich muss mir das alles nochmal verschärft durch den Kopf gehen lassen; so ganz komme ich bislang "noch nicht mit" .

Natürlich, Frau und Kinder können auch durch/an eine/r Krankheit gestorben sein, das kam früher vor und passiert auch heute noch (wenn auch seltener).
Schlimm für einen Ehemann und Vater, keine Frage; aber wird das dann auch zu einem absoluten Tabu?
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Herzliche Grüße,
Scheuck
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