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  #1  
Alt 13.03.2021, 00:44
Kat79 Kat79 ist offline
Benutzer
 
Registriert seit: 17.02.2021
Beiträge: 57
Standard Warum immer die -IN-Endung bei Nachnamen der Frau?

Hallo an alle.


Ich bin relativ neu auf dem Gebiet der Ahnenforschung, aber mir ist aufgefallen, dass in den Registern und Kirchenbüchern oft der Nachname der Frau die Endung -IN bekommt, wie z.B. Anna Wagner --- Anna Wagnerin. Ist das überall so? Und welche Bewandnis hatte das?


Liebe Grüße
Katharina
__________________
Herzliche Grüße,
Katharina
  #2  
Alt 13.03.2021, 01:04
HuiBuh HuiBuh ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 15.01.2009
Beiträge: 125
Standard

Also wieso, weshalb, warum weiß ich auch nicht genau, denke aber es dürfte äquivalent zu den Namensendungen wie bspw. im Polnischen und Russischen sein.
Und teilweise scheint es sich auch im Deutschen noch gehalten zu haben, ich erinnere nur an die "Roßhauptnerin" in "Pfarrer Braun"...

EDIT: https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsc...ibliche_Endung

Schöne Grüße,
Thilo

Geändert von HuiBuh (13.03.2021 um 01:12 Uhr)
  #3  
Alt 13.03.2021, 01:38
Anna Sara Weingart Anna Sara Weingart ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 23.10.2012
Ort: Berlin
Beiträge: 10.033
Standard

Hallo

das hat den selben Grund, weswegen man sagte Frau Direktorin, als die Ehefrau des Herrn Direktors.

Früher haben die Menschen halt noch korrektes deutsch gesprochen und geschrieben, im Gegensatz zu heute.

Die Frau Schmidtin ist also die Ehefrau des Herrn Schmidt.
__________________
Viele Grüße

Geändert von Anna Sara Weingart (13.03.2021 um 01:43 Uhr)
  #4  
Alt 13.03.2021, 01:43
Kat79 Kat79 ist offline
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Themenstarter
 
Registriert seit: 17.02.2021
Beiträge: 57
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Ah, das macht Sinn. Vielen Dank, euch beiden.
__________________
Herzliche Grüße,
Katharina
  #5  
Alt 13.03.2021, 01:53
Uwe Uwe ist offline
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Registriert seit: 14.08.2006
Ort: Portland, Oregon, USA
Beiträge: 175
Lächeln

Zitat:
Zitat von Anna Sara Weingart Beitrag anzeigen
das hat den selben Grund...
Früher haben die Menschen halt noch korrektes deutsch gesprochen...
das hat denselben Grund...
Früher haben die Menschen halt noch korrektes Deutsch gesprochen...

Sorry, couldn't resist.

Uwe
  #6  
Alt 13.03.2021, 05:49
Benutzerbild von Gudrid
Gudrid Gudrid ist offline weiblich
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Registriert seit: 22.04.2020
Ort: Südostoberbayerisches Alpenvorland
Beiträge: 436
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Zitat:
Zitat von Anna Sara Weingart Beitrag anzeigen
Früher haben die Menschen halt noch korrektes deutsch gesprochen und geschrieben, im Gegensatz zu heute.
Genau!
Und nicht andauernd Englisch geplappert oder gar den Gender-Wahnsinn.

Meine Schwiegermutter hat immer noch so gesprochen. Da war ihre Bekannte nicht die Frau Meier oder die Anna, sie wurde mit "du Meierin" angesprochen
__________________
Liebe Grüße
Gudrid
  #7  
Alt 13.03.2021, 08:04
Benutzerbild von consanguineus
consanguineus consanguineus ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 15.05.2018
Ort: Harz
Beiträge: 2.944
Standard

Zitat:
Zitat von Gudrid Beitrag anzeigen
Genau!
Und nicht andauernd Englisch geplappert oder gar den Gender-Wahnsinn.

Meine Schwiegermutter hat immer noch so gesprochen. Da war ihre Bekannte nicht die Frau Meier oder die Anna, sie wurde mit "du Meierin" angesprochen
Heute würde besagte Anna Meier, ginge es nach dem Willen einer kleinen, aber lauten Minderheit, mit "Du Meier*in" angesprochen werden.
__________________
Suche:

Joh. Christian KROHNFUSS, Jäger, * um 1790
Anton BLANKE, Halbspänner in Kl. Rhüden, * um 1750

Joh. Andr. MAASBERG, Bürger und Windmüller in Peine, * um 1730
Daniel KRÜGER, Amtmann in Bredenfelde, * err. 1729
Georg Melchior SUDHOFF, Pächter in Calvörde, * um 1680
Dorothea v. NETTELHORST a. d. H. Kapsehden, * um 1600
  #8  
Alt 13.03.2021, 08:25
rpeikert rpeikert ist offline
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Registriert seit: 03.09.2016
Ort: Kt. Aargau, Schweiz
Beiträge: 930
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Zitat:
Zitat von Kat79 Beitrag anzeigen
Ist das überall so?
In der Schweiz jedenfalls auch, also vielleicht im ganzen deutschen Sprachraum. Es gab aber regionale Unterschiede. In Schlesien war die Endung häufig auch "en". Und bei Namen, die auf -er oder -el enden, wurde nur ein "n" angehängt.
  #9  
Alt 13.03.2021, 08:42
Benutzerbild von consanguineus
consanguineus consanguineus ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 15.05.2018
Ort: Harz
Beiträge: 2.944
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In meiner norddeutschen Heimat ist mir die Endung -in bislang äußerst selten vorgekommen. Hier wurde dem Familiennamen einer Frau zuallermeist ein -s angehängt.
__________________
Suche:

Joh. Christian KROHNFUSS, Jäger, * um 1790
Anton BLANKE, Halbspänner in Kl. Rhüden, * um 1750

Joh. Andr. MAASBERG, Bürger und Windmüller in Peine, * um 1730
Daniel KRÜGER, Amtmann in Bredenfelde, * err. 1729
Georg Melchior SUDHOFF, Pächter in Calvörde, * um 1680
Dorothea v. NETTELHORST a. d. H. Kapsehden, * um 1600
  #10  
Alt 13.03.2021, 09:05
Mismid Mismid ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 21.02.2009
Beiträge: 602
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Frauen waren früher nichts wert und galten nicht als eigenständige Individuen, sondern als Anhängsel und Besitz eines Mannes. Sie hatten so gut wie keine Rechte. Sie durften ohne Zustimmung des Mannes weder einen Beruf ausüben noch sonst Geschäfte tätigen. Waren sie nicht verheiratet, mußte der Vater oder ein anderer männlicher Vorstand diese Aufgaben übernehmen. Wahlrecht, Studium, Sport war für Frauen erst im 20. Jahrhundert möglich.

Wenn man sich überlegt dass selbst im späten 20. Jahrhundert Frauenfußball in Deutschland als Organisation verboten war...
Erst Am 31. Oktober 1970 hob der DFB auf seinem Verbandstag in Travemünde das Frauenfußballverbot wieder auf. Es gab jedoch einige Auflagen: So mussten die Frauenteams wegen ihrer „schwächeren Natur“ eine halbjährige Winterpause einhalten, Stollenschuhe waren verboten und die Bälle waren kleiner und leichter. Das Spiel selbst dauerte nur 70 Minuten. Später wurde die Spielzeit auf 80 Minuten erhöht. Und erst eit 1993 gilt auch bei den Frauen die Spielzeit von zweimal 45 Minuten.

Es war dann halt immer die Frau des Schmiedes, des Bäckers, der Müllers usw. und damit wurde ausgedrückt dass es sich um eine weibliche Person handelte. Schmiedin, Bäckerin, Müllerin usw.

Geändert von Mismid (13.03.2021 um 09:11 Uhr)
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