#1  
Alt 30.09.2018, 11:08
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Standard Erfahrungen mit Recherchediensten

Hallo,

ich trage mich mit dem Gedanken, einen Recherchedienst zu beauftragen, der mir über die Militärzeit meines Vaters ab Herbst 1944 Klarheit verschaffen kann.

Leider haben meine eigenen, jahrelangen Recherchen keinen Aufschluß darüber gegeben.

Es wäre sehr schön, wenn mir jemand seine Erfahrungen mit Recherchediensten mitteilen könnte.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
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Viele Grüße
Dieter Saure

Manchmal findet man, was man sucht.
Nicht immer sucht man das, was man findet.
Ab und zu findet man etwas, was man überhaupt nicht gesucht hat, und stellt dann fest, dass es genau das war, was einem gefehlt hat.
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  #2  
Alt 30.09.2018, 11:18
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Hallo Dieter,
was verstehst Du unter einem Recherchedienst, würde mich auch interessieren.
Ich denke WaSt, Suchdienst d. Dt. Roten Kreuz, usw. sind Dir ebenfalls bekannt.
Gruß Kaktus
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  #3  
Alt 30.09.2018, 11:43
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Hallo Kaktus,

vielen Dank für Deine Frage.

Natürlich habe ich in all den Jahren meiner Suche schon alle möglichen und unmöglichen Stellen angeschrieben, und auch immer eine Antwort erhalten.

Die Erfahrungen, die ich dabei gesammelt habe, bringe ich hier in diesem Forum ja auch immer ein.

Die Militärzeit meines Vaters ab Herbst 1944 liegt jedoch weiterhin im Dunkeln.

Ich habe an folgende Recherchedienste gedacht:
http://www.bundesarchiv.de/DE/Naviga...auftragen.html
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Dieter Saure

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Geändert von Saure (30.09.2018 um 11:47 Uhr)
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  #4  
Alt 30.09.2018, 13:06
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Hallo,

ich habe mal daran gedacht, einen privaten Recherchedienst für zwei (unabhängige) Suchen im Militärarchiv Freiburg zu beauftragen. Habe bei zwei Unternehmen angefragt. Kostenvoranschlag über 300 Euro jeweils (nicht ausgeschlossen, dass es noch teuerer wird).

Ich glaube, dass ich da leichter mal eine Woche Urlaub nehme und selbst nach Freiburg ins Archiv fahre (der Aufwand der Vorarbeit ist halt recht groß, um zu die in Frage kommenden Akten zu identifizieren). Das kann man dann auch mit anderen Freizeitgestaltungen verbinden und ich kann dort Familie besuchen.

So habe ich es auch mit Archiven in Łódż und Warschau auch gehalten. Familie besuchen, Urlaub in der Stadt machen und zusätzlich eben ins Archiv.

Gruß

Florian
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  #5  
Alt 30.09.2018, 13:40
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Hallo Florian,

danke auch Dir für Deine Antwort.

Wenn ich das lese:
http://archivrecherchehaas.neuerplan.org/preisliste-2/

Pro Stunde 70 Euro plus MWSt, plus Material, plus Fotokopien, plus Fotos, usw.
dann komme ich schon ins grübeln.

Aber vielleicht hat der ein oder andere Forumsteilnehmer eine preisgünstigere Möglichkeit parat.
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Dieter Saure

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  #6  
Alt 30.09.2018, 17:06
muno11 muno11 ist offline
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Ich habe viel in Freiburg gearbeitet und wüsste nicht, welche der Akten dort Aufschluss über Verbleib oder Militärdienst eines einfachen Soldaten ab Herbst 44 geben sollten.

Um welche Einheit und Diengrad handelt es sich denn? Wurde er wehrgerichtlich belangt?

Die 300 Euro wären für solch eine personenbezogene Recherche wohl verschenkt.

Geändert von muno11 (30.09.2018 um 17:18 Uhr)
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  #7  
Alt 30.09.2018, 17:32
Florek Florek ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von muno11 Beitrag anzeigen
Ich habe viel in Freiburg gearbeitet und wüsste nicht, welche der Akten dort Aufschluss über Verbleib oder Militärdienst eines einfachen Soldaten ab Herbst 44 geben sollten.

Um welche Einheit und Diengrad handelt es sich denn? Wurde er wehrgerichtlich belangt?

Die 300 Euro wären für solch eine personenbezogene Recherche wohl verschenkt.
Hallo,

stimmt, man muss auch die Chancen abwägen.

Denn soweit mir bekannt, sind Personenbezogene Daten aus dem Militärarchiv eigentlich im allgemeinen nur von Offizieren zu erwarten. Bei einfachen Soldaten nur in extremen Ausnahmefällen.

In meinem Fall geht es u.a. um einen polnischen Kriegsgefangenen der laut Familienerzählung einen oder zwei Fluchtversuche unternommen hat. Ich spekuliere darauf, dass ggf. die Fluchtmeldung des zuständigen Wehrkreises noch vorliegt. Aber für so einen Schuss ins Blaue bin ich nicht bereit 300 Euro auszugeben. Da setzt ich mich lieber selber hin.

Wenn es nichts wird, hatte ich wenigstens noch einen schönen Urlaub in Freiburg.

Gruß

Florian
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  #8  
Alt 30.09.2018, 17:44
muno11 muno11 ist offline
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Zitat:
Zitat von Florek Beitrag anzeigen
Hallo,

stimmt, man muss auch die Chancen abwägen.

Denn soweit mir bekannt, sind Personenbezogene Daten aus dem Militärarchiv eigentlich im allgemeinen nur von Offizieren zu erwarten. Bei einfachen Soldaten nur in extremen Ausnahmefällen.

In meinem Fall geht es u.a. um einen polnischen Kriegsgefangenen der laut Familienerzählung einen oder zwei Fluchtversuche unternommen hat. Ich spekuliere darauf, dass ggf. die Fluchtmeldung des zuständigen Wehrkreises noch vorliegt. Aber für so einen Schuss ins Blaue bin ich nicht bereit 300 Euro auszugeben. Da setzt ich mich lieber selber hin.

Wenn es nichts wird, hatte ich wenigstens noch einen schönen Urlaub in Freiburg.

Gruß

Florian
Richtig, Florian. Und auch die Offiziersakten enden meist im Sommer 44. 44 wurde auch eine Revision durchgeführt. Bis dato gefallene oder entlassene Offiziere wurden dabei leider aussortiert und diese Akten fehlen entsprechend.

Hast du via Invenio geprüft, welche Wehrkreis-Akten noch da sind? Versuchen könnte man es. Ich bin demnächst selbst wieder in F.
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  #9  
Alt 01.10.2018, 08:09
Gerrit Gerrit ist offline männlich
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Hallo,


ich verfolge Deine Posts immer interessiert.



Ich glaube auch nicht, dass ein Recherchedienst mehr herausfindet als Du es bereits hast. Das Militärarchiv in Freiburg hat sehr viele Unterlagen - aber zu einzelnen Mannschaften/Unteroffiziere doch leider erstaunlich wenig. Statistisch würde ich die die Wahrscheinlichkeit als sehr gering einstufen, dass Du Erfolg hast.



Da es sich um Deinen Vater handelt, könnte man mit dem Recherchedienst ein konkretes Suchfeld und Ziel absprechen und eventuell eine individuelle Vereinbarung treffen. Wenn der Recherchedienst dann zum Schluss gelangt, dass die üblichen Treffer abgearbeitet sind (und die Erfolgsaussichten weiter gesunken), kann man dann ja ggf. entscheiden aufzuhören oder weiterzumachen.



Hast Du Dich in Moskau bereits nach den Kriegsgefangenenakten erkundigt? Die Aufnahme der Gefangenen erfolgte je nach Zeitpunkt und Situation sehr unterschiedlich, sofern aber eine Erfassung erfolgte, ist diese nach meiner Erfahrung eher gut dokumentiert.



Viel Erfolg


Gerrit
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  #10  
Alt 01.10.2018, 09:16
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Saure Saure ist gerade online männlich
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Hallo Gerrit,

vielen Dank für Dein Interesse an meinen Posts.

Wie ich schon schrieb, habe ich, ich glaube ab 1985, mit der Suche nach dem Grab meines Vaters angefangen.
Damals gab es noch keinen Datenschutz.

Mein Vater war bis Sommer 1944 bei der Wehrmachtskommandantur Dortmund, weil er verwundet war. Siehe Kopie.

Danach muss er wohl wieder eingezogen worden sein.
Leider liegen bei der WASt keine weiteren Angaben vor.

Auf einer Meldekarte 'Kriegsgefangenen- und Vermisstenregistrierung 1950' hat meine Mutter damals als letzte Einheit angegeben:
Aufstellungs-Stab A Gren. E. u. A.B. I /134
Siehe Kopie.

Nach meiner Anfrage bei MGFA in Potsdam erhielt ich folgende Antwort.
Siehe Kopie.

Später habe ich dann auf abenteuerliche Art und Weise erfahren, dass mein Vater am 24.09.1945 in russ. Kriegsgefangenschaft in Ramnicu Sarat (Rumänien) gestorben ist.

Mir fehlen also Belege von der Zeit Ende Sommer 1944 bis zur Kriegsgefangenschaft Ende des Krieges in Österreich.
Angehängte Grafiken
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Nicht immer sucht man das, was man findet.
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Geändert von Saure (01.10.2018 um 09:31 Uhr)
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