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  #31  
Alt 03.05.2015, 22:47
Wolfi1412 Wolfi1412 ist offline männlich
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Wenn ich das ganze richtig verstehe, dann wäre meine Forschungsarbeit, die ich selber per Online-Matrikeln durchführte und über 6 Generationen in die Vergangenheit zurückgehen, einige 1000 Euro wert. Also wenn es ein Fachmann gemacht hätte?
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  #32  
Alt 23.05.2015, 07:30
Grapelli Grapelli ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von Wolfi1412 Beitrag anzeigen
Wenn ich das ganze richtig verstehe, dann wäre meine Forschungsarbeit, die ich selber per Online-Matrikeln durchführte und über 6 Generationen in die Vergangenheit zurückgehen, einige 1000 Euro wert. Also wenn es ein Fachmann gemacht hätte?
Das kommt hin. Nach allem, was ich im Internet so finde, braucht ein Freiberufler ca. 40 Euro pro Stunde, um einigermaßen davon zu leben. Natürlich ist so ein Preis schwer durchzusetzen und man findet sicher auch gute Genealogen, die es für 10 bis 30 Euro pro Stunde machen. Nur kann man davon leider keine Familie ernähren.
__________________
Herzliche Grße
Grapelli
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  #33  
Alt 04.06.2015, 15:11
Benutzerbild von Johannes v.W.
Johannes v.W. Johannes v.W. ist offline männlich
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Hallo

Der Faden ist schon etwas älter, aber eure Erfahrungen und Einschätzungen sind sehr interessant.
Nicht immer kann man leider alles selber machen und ich hatte mich auch 3mal zu Auftragsarbeiten entschlossen: das 1. Mal in Nordengland (für das frühe 17. Jahrhundert, also eine ziemlich aussichtslose Angelegenheit), hier kam zwar wenig, aber immerhin etwas heraus. Kostenpunkt 25 Pfund. Das fand ich geschenkt.
Ein weiteres Mal beauftragte ich einen Berufsgenealogen im westdeutschen Raum, die Vereinbarungen waren klar: 3 Stunden exklusive Nebenkosten und dann nochmal 3 Stunden nach Absprache. Der Endpreis war also höher als der der Themenstellerin. Das Ergebnis allerdings fantastisch. Beim Gebiet handelte sich um eine kleine ehem. Grafschaft und der Genealoge hat wirklich alle betreffenden KB der Gegend abgeklopft- sogar darüber hinaus- und die herausgesuchten Personen auch noch in einen cleveren und sinnvollen Zusammenhang (z.B. auch über die Patenschaften etc.) gebracht. Da habe ich gerne gezahlt, v.a. die umfangreiche Nachbearbeitung und der grundehrliche Arbeitseinsatz haben mich begeistert.
Das 3. Mal kam jedoch der große Reinfall: Berufsgenealogen in einer deutschen Großstadt. Ich hatte aus anderer Quelle Taufort und -datum mit Vater, aber keine Mutter. Zeitrahmen der Suche bis zu 3 Stunden exkl. Nebenkosten, der Preis war geschmalzen: ca. 400 E! Das Ergebnis war negativ, wofür die Genealogen nichts können (im Eintrag keine Mutter vermerkt). Aber ich hätte mir erwartet, daß man in 3 Stunden zumindest im gleichen KB auch nach anderen Kindstaufen des Ehepaars suchen könnte, was natürlich nicht erfolgte. Das war dann ein weiterer Auftrag gleichen Preises. Da kam dann eine zweite Taufe heraus (auch ohne Mutter) sowie eine Patenschaft der Mutter, aber nur unter dem Namen des Ehemanns. Da war ich also schon bei über 800 E und ich fragte mich, ob es für eine so bedeutende Stadt keine Findbücher gäbe? Darauf kam der Vorschlag der Berufsgenealogen (diesmal aber einer anderen Person), die 4 Hauptkirchen der Stadt nach eine evt. Hochzeit abzusuchen. Der Kostenvoranschlag dafür ließ mir die Augen tränen und hier habe ich dann einen Schlußstrich gezogen und nur das bisherige bezahlt. Denn obwohl der Preis vorher festgelegt war, empfand ich das Arbeitsethos, d.h. immer die vollen 3 Stunden Suchzeit (exkl. Anfahrt etc.) abgerechnet für 1-2 Einträge, aber nie einen Blick nebenbei geworfen, als totale Abzocke. Insgesamt hätte ich mir für das Geld einen Flug und super Hotel leisten können und besser alles selber gemacht.
Das werde ich auch einmal tun, habe nur aus Ärger die Sache erstmal nach hinten gestellt.

Fazit: Man kann also Glück haben, aber auch das Gegenteil. Und dabei geht es weniger ums vertraglich Festgelegte, sondern um Arbeitsethos und -einsatz im Detail.

VG Johannes
__________________
Dergleichen [genealogische] Nachrichten gereichen nicht nur denen Interessenten selbst, sondern auch anderen kuriosen Personen zu einem an sich unschuldigen Vergnügen; ja, sie haben gar oft in dem gemeinen Leben und bei besonderen Gelegenheiten ihren vielfältigen Nutzen. Johann Jakob Moser, 1752
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  #34  
Alt 14.07.2015, 17:39
franz ferdinand franz ferdinand ist offline männlich
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Registriert seit: 15.01.2013
Ort: Oberösterreich
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Zitat:
Zitat von Johannes v.W. Beitrag anzeigen
Das 3. Mal kam jedoch der große Reinfall: Berufsgenealogen in einer deutschen Großstadt. Ich hatte aus anderer Quelle Taufort und -datum mit Vater, aber keine Mutter. Zeitrahmen der Suche bis zu 3 Stunden exkl. Nebenkosten, der Preis war geschmalzen: ca. 400 E! Das Ergebnis war negativ, wofür die Genealogen nichts können (im Eintrag keine Mutter vermerkt). Aber ich hätte mir erwartet, daß man in 3 Stunden zumindest im gleichen KB auch nach anderen Kindstaufen des Ehepaars suchen könnte, was natürlich nicht erfolgte. Das war dann ein weiterer Auftrag gleichen Preises. Da kam dann eine zweite Taufe heraus (auch ohne Mutter) sowie eine Patenschaft der Mutter, aber nur unter dem Namen des Ehemanns. Da war ich also schon bei über 800 E und ich fragte mich, ob es für eine so bedeutende Stadt keine Findbücher gäbe? Darauf kam der Vorschlag der Berufsgenealogen (diesmal aber einer anderen Person), die 4 Hauptkirchen der Stadt nach eine evt. Hochzeit abzusuchen. Der Kostenvoranschlag dafür ließ mir die Augen tränen und hier habe ich dann einen Schlußstrich gezogen und nur das bisherige bezahlt. Denn obwohl der Preis vorher festgelegt war, empfand ich das Arbeitsethos, d.h. immer die vollen 3 Stunden Suchzeit (exkl. Anfahrt etc.) abgerechnet für 1-2 Einträge, aber nie einen Blick nebenbei geworfen, als totale Abzocke. Insgesamt hätte ich mir für das Geld einen Flug und super Hotel leisten können und besser alles selber gemacht.
Lieber Johannes!

Diesen Ärger verstehe ich, da ist die Grenze zur Frechheit wirklich schon überschritten.

Aber gab es denn keinen Hobby-Ahnenforscher aus dem Forum, der Dir hätte nachsehen können? Ich habe hier nur die allergrößte Hilfsbereitschaft erlebt und mir wurde selbst schon von einer Userin zweimal in einer Pfarre in Oberschwaben nachgesehen, wobei jeweils sogar eine Anreise von 15 km notwendig war. Im Gegenzug habe ich einmal für eine andere Userin aus Schleswig-Holstein ein paar Stunden in einem Archiv in meinem Bundesland Oberösterreich geforscht.

LG Martin
__________________
Niederösterreich, Oberösterreich, Wien, Südmähren, Steiermark, Ungarn, Niederbayern, Burgenland, Oberschwaben, Schlesien, Böhmen, Franken, Sachsen, Oberpfalz
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  #35  
Alt 27.08.2015, 12:20
Holy Holy ist offline
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Zitat:
Zitat von Acanthurus Beitrag anzeigen
Den Stundensatz eines Freiberuflers mit dem Stundenlohn eines Angestellten zu vergleichen ist nicht angemessen.

Der Angestellte profitiert vom Arbeitgeberanteil diverser Versicherungen. Der Freiberufler muss selber dafür aufkommen. Er muss auch für seine Ausstattung und laufende Kosten aufkommen, seine Geschäftstätigkeit verwalten und Altersvorsorge betreiben. Nicht jede mögliche Arbeitsstunde ist mit Aufträgen gefüllt, er muss mal Urlaub machen und wird gelegentlich krank (und kann nicht arbeiten). Das muss vom Stundensatz alles abgedeckt werden. Und der notwendige Gewinn auch.

Kurz: Nicht im Ansatz vergleichbar.

Acanthurus
So ist es. Weiß nicht, mit welchen Vorstellungen hier manche durchs Leben gehen. Unser Tennislehrer im Club kostet 40 € (ohne Platzmiete wohlgemerkt), nur mal als Beispiel.
Muss aber auch so sein, denn die ganzen Abzüge fressen mehr als die Hälfte weg.

Und ein Genealoge mit entsprechendem Studium, Erfahrung etc. ist im Normalfall auch sein Geld wert. Ich würde dennoch, wenn irgendwie möglich, selbst nachforschen oder einen Hobbyforscher ausfindig machen, der sich ein paar Euro dazuverdienen will.
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