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  #1  
Alt 21.11.2013, 10:52
hahn52 hahn52 ist offline
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Beiträge: 389
Standard Gebühren prof. Genealogen

Lieber Forschergemeinde,

wer kann mir bei den Gebühren von professionellen Genealogen helfen?

Ich habe eine Genealogin mit der Ahnensuche beauftragt. Der Auftrag belieft sich auf 2 - 2 1/2 Stunden. Nun erhalte ich eine Rechnung über 6 Stunden.
Auf meine Nachfrage wurde mir mitgeteilt, daß sich dieZeit wie folgt zusammensetzt:

1 Stunde Fahrzeit (Fahrtkosten sind dann nochmals extra mit 15 € aufgeführt),
1 Stunde Vorbereitung,
1 Stunde Nachbereitung,
3 Stunden Archivarbeit.

Nun habe ich schon mehrmals Ahnenforscher beauftragt, eine derart gestaltete Stundenaufzählung hat mir bisher allerdingsnoch keiner gemacht. Ist das rechtens, bzw. normal (und ich hatte bisher nur Glück, daß das bisher keiner aufgeführt hat)?
Oder ist das nicht einfach Abzocke?

Wer kann mir helfen?

Geändert von hahn52 (21.11.2013 um 16:55 Uhr)
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  #2  
Alt 21.11.2013, 12:35
Benutzerbild von scheuck
scheuck scheuck ist offline weiblich
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Registriert seit: 23.10.2011
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Standard prof. Genealogen

Hallo, Hahn52!
Also, als "Abzocke" würde ich die Kostenrechnung nun nicht direkt bezeichnen; Ihr hattet einfach von dem Auftrag bzw. der Durchführung unterschiedliche Vorstellungen .
DU hast ein Limit gesetzt und warst der Ansicht, diese Zeit solle zur Durchführung des gesamten Auftrags ausreichen; die Genealogin hat das zeitliche Limit als "Archiv-Such-Zeit" angesehen.
Ehrlich gesagt, Hahn52, wenn ich als Profi für einen Auftrag insgesamt 2,5 Stunden Zeit hätte, würde ich erst gar nicht anfangen (es sei denn, ich wohne im entsprechenden Archiv).
Die reinen Fahrtkosten sprechen dafür, dass die Dame ca.50km zum Archiv und zurück zu fahren hatte; das passt auch zu einer Stunde Fahrtzeit. Dass sie sich die bezahlen lässt, ist auch verständlich, sie war ja nicht "privat" unterwegs; Fahrzeit = Arbeitszeit. Gegen Vor- und Nachbereitung ist an sich auch nichts zu sagen, sie musste die Akten vorab bestellen, und Du hast sicherlich auch einen schriftlichen Bericht über ihre Ergebnisse erwartet. - 2,5 Stunden reine "Such-Zeit" sind nun wahrlich nicht viel, wenn man nicht gerade nur nach einem Namen zu suchen hat. Manchmal kommt es ja auch vor, dass man auf die gewünschten Unterlagen noch warten muss.
Ich kenne den "Stunden-Satz" der Dame nicht, kann also nicht beurteilen, was Dich die prof. Suche nun letztlich gekostet hat. Ich kann auch nicht beurteilen, ob sich die Sache für Dich letztlich wirklich "gelohnt" hat.

Bei solchen Aufträgen ist es immer wichtig, sich über die Kosten vorab genau zu informieren; was ist enthalten, was kommt noch dazu.
Ich gehe davon aus, dass es Dir selbst nicht möglich gewesen wäre, an jene Daten zu kommen, anderenfalls wärest Du selbst in's Archiv gegangen.
Vielleicht wäre es auch noch sinnvoll gewesen, wenn Du Dich direkt mit dem entsprechenden Archiv in Verbindung gesetzt hättest; nicht alle Archive übernehmen aber Such-Aufgaben, also....
Zum "Trost" laß Dir sagen, dass ein Verwandter von mir aus USA neulich einen Profi in Deutschland engagiert hat. Die angeblich eintägige Suche hat ihn schlappe €600.- "plus Spesen" gekostet; auch er hatte sich offenbar nicht ausreichend informiert. - Diese Summe empfinde ich nun wirklich als Abzocke, denn der Profi hat seinen "Firmensitz" keine 50km vom entsprechenden Archiv entfernt!
Auch in Deinem Fall "ärgerliches Geld", aber nun....
__________________
Herzliche Grüße,
Scheuck
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  #3  
Alt 21.11.2013, 12:56
sven345 sven345 ist offline
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Registriert seit: 22.10.2013
Beiträge: 140
Standard

Hallo.
Ich habe noch keinen Profi engagiert, habe daher keine Idee, was da angemessen ist. Ich habe mich aber mal über die Schweizer Zivilstandsämter informiert. Will man Einblick haben, dann kostet das 75 CHF pro Jahr. Wenn man dort wohnt mag das nicht so teuer sein. Mit 800 km Anfahrt ist das schon anders. Es steht dort anscheinend auch jemand zur Verfügung, der die entsprechenden Unterlagen besorgt. Möchte man aber aktive Mithilfe, dann kostete das, so ich mich korrekt erinnere, ebenfalls 75 CHF pro halbe Stunde!
Gruß
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  #4  
Alt 21.11.2013, 13:19
Benutzerbild von jacq
jacq jacq ist offline männlich
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Moin,

ich weiß nicht was ihr im Vorfeld besprochen habt und was es über den "Berufsgenealogen" zu sagen gibt.

Du könntest den Vertrag zwar wegen Inhaltsirrtums unverzüglich anfechten, müsstest aber Wertersatz leisten, da eine Herausgabe der erbrachten Leistung nicht möglich ist.

Sieh es als Lektion für's nächste mal alles vorher im Detail durchzusprechen. Bin selbst auch schon ins Fettnäpfchen getreten und habe daraus gelernt.


Gruß,
jacq
__________________
Viele Grüße,
jacq


Geändert von jacq (21.11.2013 um 13:40 Uhr)
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  #5  
Alt 21.11.2013, 14:07
hahn52 hahn52 ist offline
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Zitat:
Zitat von jacq Beitrag anzeigen
Du könntest den Vertrag zwar wegen Inhaltsirrtums unverzüglich anfechten, müsstest aber Wertersatz leisten, da eine Herausgabe der erbrachten Leistung nicht möglich ist.
Uih, klingt sehr juristisch!I

ch habe auch beim Berufsverband der Genealogen nachgefragt:Es gibt da durchaus unterschiedlich Entlohungsmodelle.Bei den Genealogen, die ich bisher beauftragt habe, wurde mir lediglichdie vereinbarte Stundenzahl Archivarbeit sowie Fahrtkosten und Gebühren berechnet.
Vor- und Nachhbereitung sowie die Fahrzeit als Stundenlohn klingt ja wie ne Handwerkerrechnung. Fehlt nur noch "Einrichtung einer Baustelle", "Abnutzung eines Bleistiftes", "Anzahl Papierbögen", "Verpflegung", etc.

Mal schauen, wie die Sache weitergeht!!

Geändert von hahn52 (21.11.2013 um 16:56 Uhr)
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  #6  
Alt 21.11.2013, 14:13
Acanthurus Acanthurus ist offline
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Hallo hahn52,

wie schon weiter oben angesprochen wäre eine detailliertere Aufschlüsslung der dir in Rechnung gestellten Posten hilfreich für die Beurteilung.

Grüße, Acanthurus
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  #7  
Alt 21.11.2013, 14:28
Joanna
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Hallo,

auch wäre interessant, was der ganze Spaß nun gekostet hat - nicht an Zeit, sondern in Euro.

Und was hat denn die Genealogin gesagt, das sie 6 Stunden in Rechnung stellt, obwohl nur 2-2 1/2 Stunden vereinbart waren? Gibt es eigentlich einen schriftlichen Vertrag?

Gruß Joanna
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  #8  
Alt 21.11.2013, 15:16
hahn52 hahn52 ist offline
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Hier Auszüge aus dem e-mail Verkehr:Genealogin:

"Mein Honorar beträgt € 35,- pro Stunde, hinzu kommen Archivgebühren und Kosten für Kopien, Fahrtkosten und die Mehrwertsteuer. Normalerweise forsche ich schrittweise, jeweils bis zu einem vorher abgesprochenen Betrag"

Meine Antwort:
"Ich denke, 2 - 2 1/2 Stunden sollten für's Erste für die Suche ausreichen."

Heutige Antwort Genealogin (auf meine Frage, warum 6 Stunden statt 2)
"die Stundenzahl setzt sich folgendermaßen zusammen:
1 Stunde Fahrtzeit insgesamt,
1 Stunde Vorbereitung/Einarbeitung,
3 Stunden insgesamt im Archiv,
1 Stunde Nachbearbeitung.
Archivarbeit ist ja nicht die ganze Arbeit."

Geändert von hahn52 (21.11.2013 um 16:58 Uhr)
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  #9  
Alt 21.11.2013, 15:29
Benutzerbild von scheuck
scheuck scheuck ist offline weiblich
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Beiträge: 2.270
Standard prof. Genealogen

Na, ja, Hahn52...........
bedenke, dass solche Profis von ihrer Arbeit leben (wenn auch nicht ausschliesslich); sie erbringen dennoch eine "Dienstleistung", irgendwie schon vergleichbar mit einem Handwerker.
Der "Spaß" hat Dich also €210.- plus Archivkosten plus Mehrwertsteuer gekostet.... Verglichen mit CHF 75.- für eine halbe Stunde (wie Sven sagt), kann man das noch für angemessen halten, denke ich.
Die Frage ist nur, ob Dir das Ergebnis diese Summe wert war?
Wahrscheinlich tust Du gut daran, es als "Lehrgeld" zu betrachten .
__________________
Herzliche Grüße,
Scheuck
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  #10  
Alt 21.11.2013, 15:32
lizzy
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Hallo hahn52,

wenn ich das nun richtig deute, dann wurde nicht genau geklärt was eine Arbeitsstunde beinhaltet. Also die Extras sind ja klar...Anfahrt und so, nur wie genau setzt sich die Forschungsarbeit zusammen.
Sie kündigt max. 2 1/2 Std. für die Suche an. Das hat sie knapp um 30 Min. überschritten. Die weitere Stunde ist ja Vorbereitung und das kann ich ganz gut nachvollziehen, denn ich brauche vor einem Archivbesuch auch Vorbereitungszeit um gezielt im Archiv auf die Suche zu gehen. Sonst würde ihre Suchzeit erheblich länger und somit noch teurer.
Ich denke, die Rechnung ist korrekt.


LG
Lizzy
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