#1  
Alt 31.10.2012, 11:57
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Standard Andreas Mayer

Hallo,

von diesen 5000 Überlebenden, hat einer meine Großeltern verständigt, daß Andreas im Febr. 1943 verhungert ist. Leider hat meine Großmutter vor ihrem Tod ALLES vernichtet.
Die Sterbeurkunde von Andreas wurde 1950 ausgestellt, hab ich mir inzwischen besorgt.
Andreas ist im Gedenkbuch des Friedhofs Rossoschka verzeichnet.

Viele Grüße
Gudrun
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  #2  
Alt 31.10.2012, 12:22
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Hallo Gudrun,

vielen Dank für Ihren Beitrag.

Wenn Sie die Sterbeurkunde haben, haben Sie dann auch das Aktenzeichen, von dem 'Antrag auf Todeseerklärung' ?

Bei diesen Unterlagen sollten Sie den Bericht (Eidesstattliche Erklärung) des Heimkehrers wiederfinden.
__________________
Viele Grüße
Dieter Saure

Manchmal findet man, was man sucht.
Nicht immer sucht man das, was man findet.
Ab und zu findet man etwas, was man überhaupt nicht gesucht hat, und stellt dann fest, dass es genau das war, was einem gefehlt hat.
Alle sagten immer das geht nicht, dann kam jemand, der das nicht wusste, und hat es einfach gemacht.
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  #3  
Alt 31.10.2012, 14:51
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Hallo Saure,

also, der Tod meines Onkels wurde auf
"Anzeige der Deutschen Dienststelle für die
Benachrichtigung der nächsten Angehörigen
von gefallenen der ehemaligen deutschen Wehrmacht" gemeldet.
Meine Tante ist bei der privaten Benachrichtigung am 7.Juni 1950 gestorben.
Sie hatte einen Gehirnschlag. Der Brief lag auf dem Tisch und meine Tante darunter.
Die Sterbeurkunde meines Onkels ist vom 3. Nov. 1950.

Viele Grüße
Gudrun
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  #4  
Alt 31.10.2012, 15:26
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Hallo Gudrun,

vielen Dank für Ihre Offenheit.
Können Sie sich erklären, warum das WASt-Schreiben erst nach 7 Jahren kam ?

Ich komme gerade von der Beerdigung eines guten Freundes.
Ich muß mich erstmal wieder sammeln.
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Viele Grüße
Dieter Saure

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  #5  
Alt 31.10.2012, 16:28
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Hallo Saure,

mein herzliches Beileid.

Mein Onkel war bis zur Heimkehr des Gefangenen vermißt.
Erst durch die Nachricht des Heimkehrers wurde das Todesdatum
meines Onkels bekannt und daß er anscheinend schon in
Kriegsgefangenschaft war.


Viele Grüße
Gudrun
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  #6  
Alt 01.11.2012, 10:09
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Guten Morgen Gudrun,

danke.

seien Sie mir bitte nicht böse, wenn ich Ihre Angaben noch nicht so richtig auf die Reihe kriege:

'von diesen 5000 Überlebenden, hat einer meine Großeltern verständigt, daß Andreas im Febr. 1943 verhungert ist. Leider hat meine Großmutter vor ihrem Tod ALLES vernichtet.
Die Sterbeurkunde von Andreas wurde 1950 ausgestellt, hab ich mir inzwischen besorgt.'

'also, der Tod meines Onkels wurde auf
"Anzeige der Deutschen Dienststelle für die
Benachrichtigung der nächsten Angehörigen
von gefallenen der ehemaligen deutschen Wehrmacht" gemeldet.
Meine Tante ist bei der privaten Benachrichtigung am 7.Juni 1950 gestorben.
Sie hatte einen Gehirnschlag. Der Brief lag auf dem Tisch und meine Tante darunter.
Die Sterbeurkunde meines Onkels ist vom 3. Nov. 1950.'

'Mein Onkel war bis zur Heimkehr des Gefangenen vermißt.
Erst durch die Nachricht des Heimkehrers wurde das Todesdatum
meines Onkels bekannt und daß er anscheinend schon in
Kriegsgefangenschaft war.'

Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie Ihre Angaben in ene chronologische Reihenfolge bringen könten. Die entsprechenden Dokumente wären natürlich auch sehr hilfreich für unsere Hilfe.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.
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Dieter Saure

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  #7  
Alt 01.11.2012, 11:09
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Hallo Dieter,

zuerst war mein Onkel seit 1943 in Stalingrad vermißt.
Dann kam ein Heimkehrer, der den Tod meines Onkels
bestätigen konnte.
Der Heimkehrer verständigte privat meine Tante,
die gleich danach an einer Gehirnblutung verstarb.
Dann wurde der Tod meines Onkels von der Dienststelle
an das Standesamt gemeldet,
daher kommt zuerst die Sterbeurkunde meiner Tante am 7.6.1950,
dann erst die Sterbeurkunde meines Onkels am 3.11.1950.
Der Name meines Onkels:
Andreas Mayer, geb 1914 in Neumarkt a. d. Rott, letzter Wohnort Schnaitsee
Meine Tante:
Kathi Mayer, letzter Wohnort Schnaitsee, gestorben im Krankenhaus in Wasserburg.

Bei der Wast usw habe ich nicht angefragt.

Viele Grüße
Gudrun
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  #8  
Alt 01.11.2012, 12:35
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Hallo Gudrun,

vielen Dank für Ihre Geduld.

Diese Angaben liegen beim Volksbund vor.
'Andreas Mayer

Andreas Mayer konnte im Rahmen unserer Umbettungsarbeiten nicht geborgen werden. Die vorgesehene Überführung zum Sammelfriedhof in Rossoschka war somit leider nicht möglich. Sein Name ist auf dem o.g. Friedhof an besonderer Stelle verzeichnet.

Nähere Informationen zu diesem Friedhof erhalten Sie hier.

Name und die persönlichen Daten des Obengenannten sind auch im Gedenkbuch der Kriegsgräberstätte verzeichnet. Sie können gern einen Auszug bei uns bestellen.

Bitte beachten Sie, dass auf einigen Friedhöfen nicht die aktuelle Version ausliegt, somit kann der Name Ihres Angehörigen darin evtl. noch nicht verzeichnet sein.


Nachname:
Mayer

Vorname:
Andreas

Dienstgrad:
Kraftfahrer

Geburtsdatum:
09.11.1914

Geburtsort:
Neumarkt

Todes-/Vermisstendatum:
02.1943

Todes-/Vermisstenort:
russ.Kgf.Lg. bei Stalingrad'.

Ich rufe morgen mal beim Volksbund an.
Dann sehen wir weiter.
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Dieter Saure

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  #9  
Alt 01.11.2012, 13:50
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Hallo Gudrun,

Ihr Onkel war zuletzt bei diesem Truppenteil:
Kommando der 376 ID http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/...onen/376ID.htm

Ich gehe mal davon aus, dass Ihr Onkel aufgrund einer Heimkehrer-Erklärung für Tod erklärt wurde.

Ich würde gerne einmal die Sterbeurkunde sehen, bei welchem Standeesamt und unter welchem Aktenzeichen ein 'Antrag auf Todeserklärung' abgegeben wurde.
Bei diesem Antrag werden wir dann u.a. die Heimkehrer-Erklärung finden.

Sieht das Ihnen vorliegende Scheiben von der WASt auch so aus, wie das zu meinemVater ?
http://www3.volksbund.de/virt_kgs_ad...ds/346_106.pdf
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Viele Grüße
Dieter Saure

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Geändert von Saure (01.11.2012 um 13:55 Uhr)
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  #10  
Alt 01.11.2012, 14:31
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Zitat:
Zitat von Saure Beitrag anzeigen
Ich gehe mal davon aus, dass Ihr Onkel aufgrund einer Heimkehrer-Erklärung für Tod erklärt wurde.

Ich würde gerne einmal die Sterbeurkunde sehen, bei welchem Standeesamt und unter welchem Aktenzeichen ein 'Antrag auf Todeserklärung' abgegeben wurde.
Bei diesem Antrag werden wir dann u.a. die Heimkehrer-Erklärung finden.
Lieber Herr Saure,

nach der derzeitigen Informationslage ist nicht davon auszugehen, dass bei Andreas Mayer ein Todeserklärungsverfahren durchgeführt wurde. Entsprechend gibt es auch keinen "Antrag auf Todeserklärung".

Die Aussage des Heimkehrers (vermutl. hat er den Toten selbst gesehen) reichte der WASt in diesem wohl Falle aus, um den Sterbefall offiziel dem zuständigen Standesamt zur Beurkundung anzuzeigen. Dementsprechend wurde eine "normale" Sterbefallbeurkundung beim Standesamt des letzten Wohnortes durchgeführt.

Bitte nehmen Sie nicht den Fall Ihres Vaters als Beispiel. Dass war ein Ausnahmefall! Denn dort wurde erst eine Todeserklärung durchgeführt und dann (kurze Zeit später) der Sterbefall beim zuständigen Standesamt beurkundet, ohne den Beschluss des Amtsgerichtes zur Todeserklärung aufzuheben. Bitte nicht schon wieder Todeserklärung und Sterbefallbeurkundung in einen Topf werfen.

Möglicherweise befindet sich im zuständigen Standesamt noch eine Sammel-/Beiakte mit der Sterbefallanzeige der WASt und der Heimkehrererklärung.

( @Mod - Admin

Ist es möglich die Themen zu trennen? Es geht hier nicht mehr um die Personen aus dem Eingangsbeitrag.

erledigt - GunterN )

Gruß Alex
__________________
Mitglied im Verein zur Klärung von Schicksalen Vermisster & Gefallener (VKSVG e.V.)
www.vermisst-gefallen.net (Homepage)
www.vksvg.de (Forum)

Geändert von Henry Jones (01.11.2012 um 14:38 Uhr)
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