#1  
Alt 26.07.2018, 15:33
Regenbogen02 Regenbogen02 ist offline männlich
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Standard Theodor Pechstein,*18.11.1858, Uhrmachermeister in Kohren-Sahlis

Hallo,

auf der Suche nach den Pflegeeltern meines Opa scheine ich nun am Ziel zu sein.
Ich bitte um weitere Angaben zu
Pechstein, Theodor, *18.11.1858 (in Ossa oder Roda?),
oo (um 1875?) mit Lina, geb. Teichmann, *15.03.1859 (in Kohren?),
Tochter Helene , * 24.12.1891 in Kohren
Das Uhrmachergeschäft sollte in Kohren Markt 90 lt. Adressbuch 1925 gewesen sein. Es gibt aber auch Hinweis auf Markt 71 in einem früheren Adressbuch.

Ich suche nun weitere Hinweise zu Vor- und Nachfahren dieser Familie.
Vielleicht gibt es auch einen Hinweis zu Foto der Familie oder des Geschäftes.
Gern würde ich micht auch mit PN oder E-Mail austauschen.
Die Ahnenlinie meines Opa, Albin Max Pechstein, *16.10.1882 in Geithain,
habe ich bis ins 16. Jh. zurück verfolgt.

Bin für jeden Hinweis dankbar.

Beste Grüße
Gerd
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"Ein Pechstein auf dem Pechstein saß und dachte über Pechstein nach" , Ein Streifzug rund um die Nachnamen Pechstein/Bechstein), Reisebuch "Fuerteventura Insel unserer Träume" und Reiseberichte

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  #2  
Alt 26.07.2018, 18:41
Artsch Artsch ist offline
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Hallo Gerd,


Verbandszeitung der deutschen Uhrmacher in der Ausgabe vom 14. Juli 1933:
"Kohren (Sa.). Uhrmachermeister Theodor Pechstein feierte das Fest der goldenen Hochzeit. Herr Pechstein betreibt das Uhrmacherhandwerk schon über 50 Jahre in Kohren."


Beste Grüße
Artsch
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  #3  
Alt 26.07.2018, 19:05
Artsch Artsch ist offline
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Hallo Gerd,

Leipziger Uhrmacherzeitung 1914
"Auszeichnungen:
Kohren (Amth. Borna). Uhrmachermeister Theodor Pechstein wird zum Stadtverordneten gewählt."

Beste Grüße
Artsch
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  #4  
Alt 26.07.2018, 22:55
Regenbogen02 Regenbogen02 ist offline männlich
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Hallo,
besten Dank.
Hilft mir weiter. meine Eltern sollen Ihre Verlobungsringe 1937 noch vom Pflegevater meines Opa erhalten haben. Würde alles zusammen passen.
Ich muss nun noch Nachweis finden, dass Albin Max Pflegesohn in dieser Familie war.
Aus Deiner Recherche geht hervor, dass er 1883 geheiratet hat.
In Einwohnerliste fand ich ein Kind Marie Martha, das 7.5.1885
geboren wurde, aber wahrscheinlich als Kind starb.
Weiteres Kind war, wie ich schrieb Helene;*24.12.1891 innKohren.
Sie könnte geheiratet haben. Von Ihr und der Familie der Frau Lina, geb. Teichmann, könnten als Nachfahren existieren.

Weiß jemand, ob es in Kohren ein Verzeichnis der Konfirmanten 1896 bzw. 97
und Schulakten aus Zeit zwischen 1892 und 1897 gibt?
Danke nochmals.
Beste Grüße
Gerd
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  #5  
Alt 27.07.2018, 13:36
Artsch Artsch ist offline
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Hallo Gerd,

eine Geschäftsadresse in Kohren aus dem Jahre 1911 wäre auch aufgeführt unter:

Kurz-, Galanterie-, Porzellan-, Glas-, Steingut- und Spielwarenhandlungen:
Pechstein, Theodor, Markt 92
(Gleichlautende Anschrift unter Uhrmacher.)

Beste Grüße
Artsch
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  #6  
Alt 28.07.2018, 21:55
Regenbogen02 Regenbogen02 ist offline männlich
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Hallo, Artsch,
danke sehr.
Man musste damals als Uhrmacher also auch schon in so einem kleinen Ort mit Angebot breit aufgestellt sein, um leben zu können. Sehr interesssant.
Du scheinst in gute Unterlagen einsehen zu können.
Kann man um 1940 im Adressbuch oder ähnlichen Unterlagen, vielleicht an Angabe unter der Hausnummer 90 oder 92 (ich habe als Eintragung nur Markt 71 und Markt 90 gesehen), feststellen, wer danach dort ein oder das Geschäft hatte?
Du schreibst 1911 war es Markt 92. Da gibt es zwei Varianten:
1. Er hatte zwei Geschäfte nebeneinander - in Nr. 90 Uhrmacher und Nr. 92 die anderen Artikel.
2. Oder er hat Geschäftsstandort gewechelt.

Aus meiner Frage zu späteren Inhaber verfolge ich Zweck, ob eventuell seine Tochter, verheiratet, das Geschäft weiter geführt hat. Mit Mädchennamen nicht, denn mir wurde gesagt, dass im Adressbuch 1942 kein Theodor Pechstein mehr enthalten ist.
Beste Grüße und schönen Sonntag
Gerd
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Geändert von Regenbogen02 (28.07.2018 um 23:10 Uhr)
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  #7  
Alt 29.07.2018, 03:36
Artsch Artsch ist offline
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Hallo Gerd,

leider nur Angaben über:
(1948) Hofmann, Karl, Uhrmacher, Peniger Straße 144.
(1949) Hofmann, Karl, Uhrmacher, Markt 69.

Wenn man sich die Einwohnerzahlen ansieht, ist die Angabe von 1910 am niedrigsten. Das erscheint mir der Grund für den Auspflug in einen weiteren Geschäftsbereich. Wahrscheinlich wurde ein Zimmer im Haus geräumt für das zusätzliche Warenangebot, so daß beide Geschäfte im selben Haus betrieben wurden (Markt 92). Was dort dann wirklich verkauft wurde, fällt vielleicht nur in den zusammengefaßten Bereich der verschiedenen Geschäftszweige.
Hinzu kam ja noch die Werkstatt und ein Zimmer für den Lehrling, der meistens Kost und Logie hatte. Im ersten Lehrjahr verdiente ein Lehrling nahezu nichts, weil das Arbeitswerkzeug angeschafft wurde, die Schule kostete auch (Unterbringung usw.), der Vater mußte manchmal noch Geld bringen.
Zu Theodors Lehrlings-Zeiten lernte der Lehrling bis zu 5 Jahren. Danach war man Hilfskraft.

Einwohner in Kohren:
1871: 1146 E.
1890: 944
1910: 820
1925: 981
1934: Vereinigung mit Sahlis (ca. über 200 E.)
1939: 1134 (Kohren-Sahlis) (siehe E. 1871)
1946: 1818 (Zuwachs der Einwohner durch Ausbombung der Städte und Flüchtlinge aus den Ostgebieten.)

Ein Uhrmachermeister stellte wohl nur noch selten oder gar nicht eine Uhr her, (auch wenn er das Wissen dazu selbstverständlich hatte). Seine Arbeit war jetzt der Verkauf und Reparatur einer solchen. Weiterhin gehörte etwa die Lehrlingsausbildung zu seinem Aufgabenbereich. Habe keine Lehrlingssuche oder sonstige Einstellungsangebote für Hilfskräfte noch Werbeanzeigen von ihm entdecken können. Falls er ausbildete, fand er seine Lehrlinge im Umfeld oder im brieflichen Austausch mit Berufskollegen. Auch auf keine der Versammlungen der Innungen ist er namentlich erwähnt. Wäre ja auch mit einer Reise verbunden gewesen.
Schon das Amt des Stadtverordneten (1914) weißt auf übrige Zeit hin. Wahrscheinlich wurde dieses Amt nur durch ein größeres Ansehen der Person honoriert.
Die Uhren dieser Zeit wurden ja noch vererbt, ab und zu zum Reinigen abgegeben, der Wecker brauchte mal eine neue Aufziehfeder, ansonsten suchte man den Uhrmacher bei Beschädigungen z. B. der Taschenuhr auf.
In Kriegszeiten erweiterte man das Sortiment auf billigere Uhren für Soldaten, die von Angehörigen ins Feld geschicht wurden, auch führte man nun Tabackdosen, Orden, Medaillions und ähnliches.
Uhren waren auch der Mode unterworfen. Mancher Uhrmacher führte nur Herrenuhren.
Die Geschäftsumzüge hängen vielleicht mit dem Bedarf an Raum zusammen oder dem Auslaufen des Pachtvertrages.


Beste Grüße
Artsch
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