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  #11  
Alt 29.12.2010, 18:27
Benutzerbild von gabyde
gabyde gabyde ist offline weiblich
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Registriert seit: 24.12.2010
Ort: München
Beiträge: 471
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Ich versuche eigentlich, wenn überhaupt möglich, auch die Nebenlinien zu erfassen, denn die gehören ja genauso zur Familie - selbst die angeheirateten Familienmitglieder, auch wenn bei ihnen keine Blutsverwandtschaft besteht. Allerdings verfolge ich dann deren Vorfahren nicht weiter, denn das würde ausufern und meine doch recht begrenzte Zeit zu sehr in Anspruch zu nehmen.
Es ist aber auf jeden Fall interessant zu sehen, welche Lebenswege auch in der entfernteren Verwandtschaft eingeschlagen wurden.
Auch verfolge ich manchmal falsche Fährten weiter, denn selbst wenn sich doch herausstellt, daß sie nicht meine Vorfahren sind oder sein sollten, so ist es doch von historischem Interesse, zumindest das Lebensumfeld zu erforschen, was sie dann doch irgendwie mit meinen Ahnen geteilt haben. Dabei lernt man sogar manches, was man im Geschichtsunterricht nie erfahren hat

LG
Gaby
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  #12  
Alt 29.12.2010, 20:20
lindemann lindemann ist offline weiblich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 18.03.2007
Beiträge: 167
Standard Forschungsgrenze

Hallo Erik,

zunächst einmal gehe ich davon aus, daß Du "Stammbaum" in einem weiteren Sinne meinst; denn sonst wären das ja ohnenhin ausschließlich (namensgleiche) Abkömmlinge eines Stammvaters.

Am Anfang meiner Recherchen habe ich fast nur meine direkten Vorfahren erfaßt, also eine Ahnentafel ausgehend von meiner Person als Probandin erstellt.

Allerdings ist es ein bißchen riskant. Man kann schnell einen Namensvetter etc. verkehrt zuordnen, vor allem sofern viele Namensträger am selben Ort ansässig waren. (Außerdem ist der nackte Stamm ohne Geschwister nicht sehr dekorativ.)

Daher bin ich bald dazu übergegangen, möglichst sämtliche Namensträger zu erfassen, die zumeist auch zusammenhängen mit der Hauptlinie.

Vermutlich beziehst Du Dich jedoch auf Angeheiratete? Da beschreite ich einen Mittelweg: Diejenigen Schwiegereltern etc., die ich ohne größeren Aufwand bekommen kann, nehme ich mit. Oft sind das weiter zurück sogar auch Kusinen etc. Im übrigen kann das sehr hilfreich sein im Kontakt zu anderen Forschern, die ihrerseits gerade diese Schwiegerfamilien als Hauptlinie untersuchen und dann zufällig etwas über meine Hauptleute haben. Dann kann man sich wunderbar ergänzen...

Viele Grüße

Roswitha
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  #13  
Alt 29.12.2010, 20:44
cgraaf cgraaf ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 06.12.2009
Ort: Rheinland
Beiträge: 190
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Erst mit dem Tod meines Vaters vor 3 Jahren habe ich mich mit dem Thema "Familienforschung" beschäftigt.
Ausgangspunkt war der vorhandene Ahnenpaß (Ariernachweis) von 1938.
Und ich wollte zunächst schauen, wie weit komme ich in direkter Linie zurück.
Heute, 3 Jahre später, sind (bis 1706) über 300 Jahre direkter Linie festgestellt (= 11 Generationen) und dokumentiert.
Die Recherchen in SH haben die Kirchenämter in Neumünster und Rendsburg vorgenommen. Eigenen Recherchen kamen durch Reisen nach Norddeutschland hinzu.
Dabei gab es natürlich auch "Zufallsfunde", sprich: Geschwister und Kindeskinder, die ich bereitwillig mit aufgenommen habe.
Und so sind bis heute eine Menge direkter und indirekter Vorfahren zusammen gekommen, wobei ich den Vorteil habe, daß alle!!! Vorfahren bis 1706 aus einem Umkreis von 50 km in und um 2 Kirchspiele in Norddeutschland kommen.
Wenn man sich einmal mit Familienforschung beschäftigt hat, kommt man nicht mehr so schnell los. Auch wenn bis heute reine Recherchekosten von über 1.000 Euro angefallen sind, habe ich es nicht einen Tag bereut.

Bis zu meiner beruflich bedingten Pensionierung werde ich weiter extern recherchieren lassen, danach forsche ich selbst weiter.

Carsten
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  #14  
Alt 30.12.2010, 20:59
Benutzerbild von XJS
XJS XJS ist offline weiblich
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Registriert seit: 03.01.2009
Ort: Lübbecke
Beiträge: 3.240
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Kurz gesagt: ich nehme alles, was ich finde.

Priorität hat meine direkte Linie. Wenns da mal stockt, dann such ich in Nebenlinien weiter. Für mich gehören auch die angeheirateten zur Familie und genau so auch deren Eltern und Großeltern.

Ich habe eine ziemlich umfangreiche (ca 2000 Personen) Familientafel meiner Mutter aus einer Sekundärquelle bekommen. Da gibt es noch reichlich Daten zu prüfen. Wenn ich schon im Archiv sitze und mit der direkten Linie gerad nicht weiter komme, beschäftige ich mich mit irgendeinem Zweig aus dieser Familientafel.
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Vom Standpunkt der Jugend aus gesehen
ist das Leben eine unendlich lange Zukunft.
Vom Standpunkt des Alters aus
eine sehr kurze Vergangenheit.
Arthur Schopenhauer, 1788 - 1860, dt. Philosoph
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  #15  
Alt 30.12.2010, 21:21
Benutzerbild von Friedrich
Friedrich Friedrich ist offline männlich
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Registriert seit: 02.12.2007
Beiträge: 10.019
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Moin Ahnenjäger und -sammler,

auch ich nehme alles erstmal mit, getreu der Devise des schwarzen Piraten aus "Asterix auf Korsika": "Ih' hättet Euch mit dem Ampho'chen zuf'ieden geben sollen. Was man hat, hat man!"

Friedrich
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"Bärgaf gait lichte, bärgop gait richte."

(Friedrich Wilhelm Grimme, Sauerländer Mundartdichter)
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  #16  
Alt 01.01.2011, 12:42
Horst3 Horst3 ist offline
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Registriert seit: 05.02.2009
Beiträge: 294
Standard Stammbaum oder mehr

Hallo Mitforscher,
ein Stammbaum ist doch nur ein Teil der Ahnen- oder Familienforschung. Zumindest verstehe ich das so. Ich will doch auch wissen, wo meine Ahnen gelebt haben, mit wem hatten sie Umgang (Paten u.ä.), welche gesellschaftliche/berufliche Struktur gab es in der Gegend und wie waren meine Ahnen darin eingebunden.
Wenn ich also eine Quelle (Kirchenbuch o.ä.) vor mir habe, dann schreibe (oder kopiere) ich alles im genannten Zusammenhang. Mag sein, dass ich damit länger brauche als reine Stammbaumforscher (ist nicht abwertend gemeint), aber meine Interessen sind nun einmal so.

Alles Gute für 2011.
MfG
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  #17  
Alt 01.01.2011, 12:57
Tobias1988 Tobias1988 ist offline
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Registriert seit: 27.08.2010
Ort: Düsseldorf
Beiträge: 71
Standard

Ich hatte anfangs auch nur geplant meine direkten Vorfahren zu verfolgen. Als ich aber immer mehr Spaß daran fand zu recherchieren, habe ich begonnen auch in die Nebenlinien zu schauen. So nehme ich mittlerweile alles, was sich auf die Nebenlinien bezieht. Der Vorteil liegt darin, dass unser Hobby quasi nie ein Ende finden wird, allerdings wird es ziemlich schwierig sein, Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben.

Viele Grüße
Tobias
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  #18  
Alt 01.01.2011, 14:54
roi roi ist offline
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Beiträge: 376
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"ich begrenze das ein wenig mit der "Blutlinie" "
Ich denke, wenn man die Familien und deren Leben erfassen will, ist das kaum möglich. Vor 100 und mehr Jahren gab es sehr viel mehr "Patchworkfamilien" als heutzutage, weil man sich zwar selten scheiden ließ, aber in vielen Fällen den Ehepartner durch Tod verlor. Vor allem im bäuerlichen Bereich, aber auch bei den Handwerkern, musste schnell wieder geheiratet werden und natürlich wurden dann weitere Kinder geboren. Sogenannte "Kettenehen", bei denen das Elternpaar auf einem Hof bis zu 5 mal wechselte und es Kinder aus lauter verschiedenen Verbindungen gab, waren keine Seltenheit. Sowas kann man doch nicht einfach unberücksichtigt lassen, zumindest die Geschwister und deren Eltern müssen meiner Ansicht nach unbedingt aufgenommen werden. Zum besseren Verständnis des komplizierten Sozialgeflechts empfiehlt sich eine noch eingehendere Forschung. Und bei uns im Münsterland muss dann noch berücksichtigt werden, dass sich die Namenslinie und die Blutlinie auch noch oft unterscheiden.
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  #19  
Alt 02.01.2011, 13:33
Benutzerbild von Garfield
Garfield Garfield ist offline weiblich
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Ich nehme auch alles, was ich kriegen kann. Dadurch habe ich auch schon Dinge über meine direkten Vorfahren rausgefunden. Aber auch Nebenlinien finde ich interessant.

In meinem Programm bekommen eingeheiratete Personen aus entfernten Nebenlinien nur dann einen eigenen Eintrag, wenn sie Kinder haben. Deren Eltern kommen dann ins Notizfeld, da diese für mich etwas weniger wichtig sind.
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  #20  
Alt 04.01.2011, 22:33
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XJS XJS ist offline weiblich
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Ort: Lübbecke
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Wenn ich die Vorfahren der angeheirateten Ehepartner nicht mit aufnehme, kann ich kaum etwas über sich mehrfach kreuzende Ahnenlinien erfahren.

Gerade solche spannenden Dinge wie Heirat der Schwägerin, Heirat der Witwe eines Cousins, 2 Geschwisterpaare die heiraten und ähnliches findet man sonst nicht.
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