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Umfrageergebnis anzeigen: Wie viele uneheliche Kinder gibt es bei euch in einer Familie?
1 6 16,67%
2 6 16,67%
3 6 16,67%
4 4 11,11%
5 4 11,11%
6-10 8 22,22%
11-15 0 0%
über 15 2 5,56%
Multiple-Choice-Umfrage. Teilnehmer: 36. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen

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  #1  
Alt 06.10.2021, 21:34
Benutzerbild von Gudrid
Gudrid Gudrid ist offline weiblich
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Beiträge: 915
Standard Wieviele uneheliche Kinder habt ihr in einer Familie

Hallo zusammen!

Die Mutter meiner Schwiegermutter war genau zehn mal von dem selben Mann schwanger, bis dieser sie heiratete. Die Gründe dafür konnte ich bisher nicht finden. Es war nicht so, dass sie asozial waren, die Mutter kam aus einem großen Hof.
Bei meinen Ahnen findet sich auch das eine oder andere Kind, das unehelich geboren wurde, aber eine solche Häufigkeit ist mir bisher in keinem Kirchenbuch untergekommen.

Wie sieht es bei euch aus?
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Liebe Grüße
Gudrid
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  #2  
Alt 07.10.2021, 07:28
Katrin78 Katrin78 ist offline
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Registriert seit: 25.07.2021
Beiträge: 141
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Meine Ururoma hatte drei uneheliche Kinder, ist auch ( zumindest bis zum Jahr 1921 laut Volkszählungsbogen) ledig geblieben. Auffällig ist, dass in dieser Linie immer wieder mal ein uneheliches Kind auftaucht ...auf der mütterlichen Seite allerdings (bis jetzt) gar nicht. Ich setze die Tradition dann zunächst mal fort
LG Katrin
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  #3  
Alt 07.10.2021, 08:55
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Xtine Xtine ist offline weiblich
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Ort: z' Minga [Mail: chatty1@gmx.de]
Beiträge: 26.564
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Hallo,

die bisher meisten unehelichen Kinder hatte wohl meine Ururgroßmutter.
Sie hatte 7 (mehr habe ich "noch" nicht gefunden ) Kinder von mindestens 3 Vätern. Bei 3 Kindern steht leider kein Vater dabei, es könnten also noch mehr Väter sein

Kind 1 und 4 hatten den selben Vater, bei
Kind 2 und 3 wurde kein Vater genannt, es könnte also der selbe wie bei 1 u. 4 sein
Kind 5 und 6 haben jeweils einen anderen Vater
Kind 7 hat wieder den Vater wie Kind 1 u. 4

Geheiratet hat meine Ururgroßmutter übrigens nie!

Ja, ja und da hat man meine Generation immer "böse" angeschaut, wenn ein uneheliches Kind kam. Wenn ich mich heute so umsehe in meiner Familie und bei Freunden, ist es gang und gäbe
__________________
Viele Grüße .................................. .
Christine
.. .............
Wer sich das Alte noch einmal vor Augen führt, um das Neue zu erkennen, der kann anderen ein Lehrer sein.
(Konfuzius)

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  #4  
Alt 07.10.2021, 12:38
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Gudrid Gudrid ist offline weiblich
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Ich glaube, dass die Frauen damals schon sehr gelitten haben unter diesen Schwangerschaften. Gerade auf dem Land wird das nicht einfach gewesen sein, es ist bestimmt viel getuschelt und hinter dem Rücken getratscht worden.
Dann auch noch die ganzen Kinder durchzubringen.
Wie heißt es so schön: Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.
Nicht nur bei den Männern
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  #5  
Alt 07.10.2021, 14:25
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Xtine Xtine ist offline weiblich
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Hallo Gudrid,

ich glaube eher, es lag daran, daß viele nicht heiraten durften. Man brauchte ja einen Nachweis, daß man die Familie ernähren konnte. Andernfalls bekam man keine Heiratserlaubnis im 18./19. Jhd.

Gerade bei Paaren, welche erst nach dem 3. / 4. Kind heirateten, kann man oft in den Geburtseinträgen der Kinder den Stand des Vaters nachverfolgen. Vom ....sohn über den ....lehrling zum .....gesellen und oft noch ....meister. Im Traueintrag sind sie meist mindestens Gesellen.
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  #6  
Alt 07.10.2021, 16:48
tvogel17 tvogel17 ist offline männlich
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Hallo Ihr Abgestimmten,

mir ist spontan nur meine Urururoma eingefallen (deren Nachnamen ich trage).
Diese hatte 7 nachgewiesene Schwangerschaften (1835-1860) verursacht durch 2 oder 3 Väter.
Bei zwei gleich verstorbenen Kindern sind keine Väter angegeben.
Mein unehelicher Urururgroßvater hat sich zu drei Kindern bekannt und Alimente bezahlt, dafür hat wiederum sein Vater gebürgt. Die Beziehung hat mindestens 15 Jahre gedauert (ob mit oder ohne Unterbrechung?).
Als Dienstknecht und Taglöhnerin war bei den beiden in Bayern wohl keine Heiratserlaubnis drin.
Sie sind beide ledig verstorben.

Viele Grüße
Thomas
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  #7  
Alt 07.10.2021, 17:33
Uwe Uwe ist offline
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Zitat:
Zitat von Gudrid Beitrag anzeigen
Ich glaube, dass die Frauen damals schon sehr gelitten haben unter diesen Schwangerschaften. Gerade auf dem Land wird das nicht einfach gewesen sein, es ist bestimmt viel getuschelt und hinter dem Rücken getratscht worden.
Hallo Gudrid,

die Taufregister der Kirchenbücher des ehemaligen Kreises Wirsitz, Posen, sind voll von Geburten, bei denen nur die Mutter mit dem Standardeintrag "unverehelichte Dienstmagd" erwähnt wird. Besonders die jungen Frauen im Alter von 17 bis 20 Jahren waren damals Freiwild auf den Bauernhöfen der Region. Vergewaltigungen waren an der Tagesordnung, auch wenn das damals anders genannt wurde. Wurde eines dieser Mädchen schwanger, dann wurde sie ganz einfach entlassen. Aufgrund der herrschenden Armut waren diese Frauen oftmals gezwungen auf anderen Höfen anzuheuern, und wurden natürlich prompt wieder schwanger. Ich habe Fälle, bei denen Dienstmägde bis zu drei uneheliche Kinder hatten bevor sie heirateten. Väter: grundsätzlich unbekannt.

Gruß
Uwe
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  #8  
Alt 07.10.2021, 18:15
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Gudrid Gudrid ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von Xtine Beitrag anzeigen
Hallo Gudrid,

ich glaube eher, es lag daran, daß viele nicht heiraten durften. Man brauchte ja einen Nachweis, daß man die Familie ernähren konnte. Andernfalls bekam man keine Heiratserlaubnis im 18./19. Jhd.

Gerade bei Paaren, welche erst nach dem 3. / 4. Kind heirateten, kann man oft in den Geburtseinträgen der Kinder den Stand des Vaters nachverfolgen. Vom ....sohn über den ....lehrling zum .....gesellen und oft noch ....meister. Im Traueintrag sind sie meist mindestens Gesellen.
Hallo Xtine, der oben von mir genannte Kindsvater hatte sich nicht weiterentwickelt, noch beim 10. Kind war er "Bauernsohn".
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Gudrid
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  #9  
Alt 07.10.2021, 18:26
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Garfield Garfield ist offline weiblich
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Ich habe nur zwei Fälle mit je einem unehelichen Kind im Stammbaum, beides 2. Hälfte 20. Jhd.

Ich habe das mit den Voraussetzungen zur Heirat hier im Forum schon oft gelesen. Offenbar waren da die Gesetze in der Schweiz (Kanton Bern) anders und es war leichter, zu heiraten. Ich kenne die genauen Gesetze nicht, aber so ab Anfang 19. Jhd. (meine ich) war es hier üblich, dass die Sittengerichte die jungen Frauen dazu bekommen wollten, den Vater zu nennen. Damit dann geheiratet werden konnte oder wenigstens der Vater für das Kind bezahlte. War nämlich der Vater nicht bekannt, musste unter Umständen die Gemeinde für das Kind aufkommen.

In Italien in "meinem" Dorf habe ich mal versucht, Statistik zu führen aus den standesamtlichen Daten von 1810-1855: 1810-1822 war es offenbar leider üblich, Neugeborene einfach auszusetzen, dies so 1-5x pro Jahr. Danach muss es irgendeine Veränderung gegeben haben, denn 1823-1855 wurde dann 0-1x pro Jahr ein uneheliches Kind geboren (Mutter bekannt, Vater unbekannt). 1861 hatte das Dorf 5783 Einwohner.
Auffällig fand ich auch, dass oft bereits mit 17 Jahren geheiratet wurde, nicht nur junge Frauen, sondern auch Männer. Als ob so verhindert werden sollte, dass uneheliche Kinder gezeugt werden.
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  #10  
Alt 07.10.2021, 18:35
gki gki ist offline
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Hallo,

ich hab mal "3" angegeben, das ist die höchste Zahl, die mir spontan einfiel, wobei aber noch nicht der ganze Stammbaum erforscht ist. Der Vater war immer derselbe und als sie eine Mühle fanden, die sie bewirtschaften konnten, wurde dann auch geheiratet (1823).

Später sind sie dann nochmal umgezogen und haben den Pfarrer bequatscht, daß er die Taufen aller Kinder bei sich im Taufbuch nachtrug. Dabei fiel natürlich der voreheliche Status der ersten unter den Tisch.

Sie starb leider relativ jung. Er hat trotzdem nicht wieder geheiratet.
__________________
Gruß
gki
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