#1  
Alt 14.10.2009, 11:14
Benutzerbild von Friedrich
Friedrich Friedrich ist offline männlich
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Registriert seit: 02.12.2007
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Standard Die Nadel im Heuhaufen bei der Suche

Moin zusammen,

kennt Ihr das auch?

Da habt Ihr eine Menge Daten und Fakten zusammen, sortiert, schaut, wo es weitergehen könnte, und dann?

Eine bestimmte ganze Generation ist proppenvoll mit Daten, nur bei zwei Personen hapert's! Die haben ihren Hof verkauft, sind weggezogen und keiner weiß wohin. Zwei der drei Kinder sind später bei Verwandten gestorben. Jetzt ist die Suche nach den Sterbedaten der Eltern die sprichwörtliche nach der Nadel im Heuhaufen.

Oder: Da hat man ausgehend von ältesten erfaßten Stammvater sämtliche Namensträger gefunden einschließlich den Familien der Töchter, d.h. die Männer und Kinder (alles weitere soll hier mal nicht zählen). Nur der Verbleib einer Tochter ist ungeklärt. Auch hier wird die Stecknadel im Heuhaufen gesucht. Das gäbe doch sonst so ein schönes abgerundetes Bild!

Bei mir ist es jedenfalls so: Immer wenn ich an einem Ort forsche, wo die Wahrscheinlichkeit gegeben ist, etwas zu den Vorfahren oder Verwandten zu finden, klappere ich erst immer alles nach denen ab. Also oberste Priorität! Alle anderen Familienzweige müssen warten!

Ich weiß, ich weiß, das oberste Gebot des Genealogen ist Geduld und nochmals Geduld! Das berühmte Heu-wä-gel-chen läßt grüßen! Und es gibt ja genug anderes zu erforschen.

Trotzdem möchte ich diese Lücken auf jeden Fall schließen!

Geht Euch das auch so, daß Ihr Lücken habt, die Ihr "ums Verrecken" nicht haben wollt? Die einfach nicht sein dürfen? Oder spinne ich jetzt total?

Schildert mal!

Den Fall mit der Tochter findet Ihr übrigens hier und das Ehepaar ohne Sterbedaten (Georg Friedrich Wolrad Stoecker und Amalie Adolfine Lucretia Gutheim) hier.

Friedrich
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"Bärgaf gait lichte, bärgop gait richte."

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  #2  
Alt 14.10.2009, 11:22
Först Först ist offline weiblich
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Hallo Friedrich,

Das kenne ich auch, ich suche seit 5 Jahren eine Person und finde nichts mehr, habe ihn Jetzt in die Ecke gelegt. Wenn der zufall will dann vieleicht finde ich wieder was.

Liebe Grüße
Ottilie
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  #3  
Alt 14.10.2009, 12:23
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karin-oö karin-oö ist offline weiblich
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Hallo Friedrich!

Ich denke, jeder Ahnenforscher hat nicht nur eine, sondern mehrere Stecknadeln in verschiedenen Heuhaufen liegen.

Dabei ist es ja noch verschmerzbar, wenn sich diese nur in der Nebenlinie befinden, oder nur einzelne Daten fehlen.
Das schlimmste aber sind die unehelichen Geburten, bei denen man keinerlei Hinweise auf den Vater mehr findet. In diesen Fällen bricht ja gleich ein ganzer Ast im Stammbaum weg.

Unter meinen Vorfahren habe ich mehrere solche Fälle, wo man dann einfach nicht mehr weiterkommt.
Der Vater meines Mannes wurde auch unehelich geboren, aber da hat sich zumindest durch mündliche Überlieferung erhalten, wer der Erzeuger war. Doch die Mutter des Kindes war ihrerseits unehelich geboren, und hier ist der Vater wirklich unbekannt. Deren Mutter (also die Urgroßmutter meines Mannes) hatte mindestens acht Kinder von mehreren Männern. Die ersten vier waren unehelich, die nächsten zwei vorehelich, die letzten beiden wurden während der Ehe geboren.
Die beiden vorehelichen wurden bei der Heirat legitimiert, wobei ich jetzt Hinweise gefunden habe, dass eines davon auch einen anderen Vater als den Ehemann hatte - aber das ist wieder eine andere Geschichte, der ich auch noch auf die Spur kommen möchte.

So haben wir in der Ahnenforschung ständig etwas zu tun, denn irgendwo tut sich immer wieder eine Lücke auf. Aber was würden wir auch sonst mit unserer ganzen übrigen Zeit tun???

Schöne Grüße
Karin
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  #4  
Alt 14.10.2009, 12:34
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fxck fxck ist offline männlich
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Standard Die Nadel im Heuhaufen

Hallo Friedrich,

ich glaube, dass die Nadel im Heuhaufen zur Genealogie dazugehört... Wie langweilig wäre es, wenn man alles mühelos auffinden könnte?! Wo wären die "Glücksgefühle" und Freudensprünge im Archiv, wenn man auf eine Akte trifft, mit der man nie gerechnet hätte?!

Ich habe einen Vorfahren, Elias Fröhlich, der 1742 in einem erzgebirgischen Dorf gestorben ist. Wenn man vom Sterbedatum zurückrechnet, wurde er am 9. April 1668 geboren. Die Frage ist: WO? Nirgends im Gebirge gibt es vor dieser Zeit eine Familie Fröhlich. Dieser Elias ist ein Phantom, bei dem ich einfach nicht weiterkomme...
Das ist jetzt nur ein Beispiel von vielen... Ein weiteres Beispiel: Mein Ur-Urgroßvater war unehelich geboren. An seinen leiblichen Vater werde ich wohl nicht mehr rankommen, aber auch seine Vorfahren sind komische Leute. Die kamen irgendwann im 17. Jahrhundert als Exulanten von Böhmen nach Sachsen. Nur woher kamen sie? Ich werde es vielleicht nie erfahren...

Aber es macht doch die Ahnenforschung spannend, wenn so kleine Hoffnungsschimmer bestehen bleiben und man nicht alles sofort über die Vorfahren weiß...

Liebe Grüße
Anton
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  #5  
Alt 14.10.2009, 13:13
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daniel_gr daniel_gr ist offline
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Hallo Leute,

Friedrich schrieb:

"Bei mir ist es jedenfalls so: Immer wenn ich an einem Ort forsche, wo die Wahrscheinlichkeit gegeben ist, etwas zu den Vorfahren oder Verwandten zu finden, klappere ich erst immer alles nach denen ab. Also oberste Priorität! Alle anderen Familienzweige müssen warten!"

So ist auch meine Vorgehensweise, allerdings kommt es meistens ganz anders. Bedingt durch Zeitdruck und andere Umstände geht die vorher durchdachte Marschrichtung verloren, sobald ich in den Namensregistern der KB´s versunken bin.


.
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Schöne Grüße aus Leipzig
Daniel

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  #6  
Alt 14.10.2009, 13:42
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JuHo54 JuHo54 ist offline weiblich
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Wie bei euch allen, habe natürlich auch ich mehrere Nadeln im Heuhaufen, ich gehe zum Teil gezielt vor, sprich ich drehe jeden Strohhalm einzeln um und zum Teil folge ich meinem Bauchgefühl. Warum ich dann gerade dort suche , kann ich nicht sagen, Eingebung?
Jedenfalls habe ich damit schon viel Erfolg gehabt: Ich schau mich z.B. auf einer Karte bei Kartenmeister um, um etwas über die Orte damals zu erfahren, Lage , Wege etc und finde in der Mailingliste einen Namen meiner Familie....bingo, die Nadel lag da einfach, obwohl ich sie gar nicht gesucht habe.Und das tollste daran, diejenige Person war schon seit Jahren auf der Suche nach mir bzw. meinem Vater. Warum habe ich gerade dort geschaut, es gibt soo viele Orte?....
Darum, wenn ich mich so richtig verbissen habe, lege ich die Suche erstmal auf Eis und folge meinem Bauch...auch wenn es angeblich völlig sinnlos sein soll...

JuHo54
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  #7  
Alt 14.10.2009, 13:48
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Zitat:
Zitat von daniel_gr Beitrag anzeigen
So ist auch meine Vorgehensweise, allerdings kommt es meistens ganz anders. Bedingt durch Zeitdruck und andere Umstände geht die vorher durchdachte Marschrichtung verloren, sobald ich in den Namensregistern der KB´s versunken bin.
Daniel, so geht es mir dann meist auch! Das, was man außerhalb dieser "blöden" Lücken findet, ist meist so ergiebig, daß man dranbleibt.

Dann hat man wenigstens nicht so viel Frust, wenn man zurückkommt. Aber trotzdem ärgert man sich, daß die Lücke wieder nicht geschlossen wurde!

Aber es ist tröstlich zu wissen, daß man wohl doch nicht total spinnt... Sind wir doch sowieso in den Augen unserer nicht forschenden Angehörigen nicht ganz normal...

Friedrich
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  #8  
Alt 14.10.2009, 13:55
cavalier cavalier ist offline weiblich
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Hallo Leute,
viel schlimmer ist doch wenn man weiß diese Nuß ist nicht zu knacken.
Mein Urgroßvater Albert Krause *13.12.1850 in Stettin/Pommern oo am 07.03.1898 in Manhatten,New York Alwina Maria Orasch *04.02.1878 in KlagenfurtKärnten.
Ein Sohn soll in New York geboren sein.Mein Großvater ist am 09.11.1901 in Asch/Böhmen geboren,wurde dort auf der Durchreise nicht getauft und wuchs bei Pflegeeltern auf.
Da mein Urgroßvater von Beruf Suggesteur war kann er überall seine Augen für immer geschlossen haben was natürlich auch für meine Urgroßmutter gilt.

Gruß
Dorit
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  #9  
Alt 14.10.2009, 14:08
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Ja, Dorit, das ist echt doof in diesem Fall. Aber immerhin weißt Du, wo Deine Urgoßeltern getauft wurden, sodass Du wenigstens die Vorfahren herausfinden kannst...

Liebe Grüße
Anton
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  #10  
Alt 14.10.2009, 14:12
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Friedrich Friedrich ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von cavalier Beitrag anzeigen
viel schlimmer ist doch wenn man weiß diese Nuß ist nicht zu knacken.
Mein Urgroßvater Albert Krause *13.12.1850 in Stettin/Pommern oo am 07.03.1898 in Manhatten,New York Alwina Maria Orasch *04.02.1878 in KlagenfurtKärnten.
Ein Sohn soll in New York geboren sein.Mein Großvater ist am 09.11.1901 in Asch/Böhmen geboren,wurde dort auf der Durchreise nicht getauft und wuchs bei Pflegeeltern auf.
Da mein Urgroßvater von Beruf Suggesteur war kann er überall seine Augen für immer geschlossen haben was natürlich auch für meine Urgroßmutter gilt.
Moin Dorit,

genau das ist ja das Problem bei solchen Lücken, die man nicht geschlossen kriegt... Irgendwo kann der Eintrag lauern, nur man weiß nicht, wo. Aber man soll ja nichts unversucht lassen... Deshalb habe ich meine "Vermißten" ja auch eingestellt hier im Forum. Vier oder mehr Augen sehen eben mehr als zwei.

Friedrich
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