#1  
Alt 02.03.2018, 10:20
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scheuck scheuck ist offline weiblich
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Standard Tod in Spanien 1919

Ihr Lieben,

denke ich mal wieder falsch?????

Wenn jemand exakt am 22.11.1919 in Spanien gestorben ist, dessen vorheriger Wohnsitz (nebst Familie) Celle war, sollte es da nicht eine standesamtliche Nachricht von Spanien nach Celle gegeben haben?
Es muss doch auch eine spanische Sterbe-Urkunde geben, und das Vorhandensein einer Familie in Celle muss doch auch bekannt gewesen sein. Woher sonst die Information, die in der Meldekarte eingetragen ist???

Trägt man das genaue Sterbe-Datum und "Spanien" dann einfach so in der Meldekarte Celle ein ohne Hinweis auf eine entsprechende Quelle und schreibt dann auch noch "soll" gestorben sein?
Die Heirats-Urkunde habe ich, da gibt es keine Randbemerkung zum Tod.

Macht es "Sinn", da in Celle noch näher nachzufragen? - DANK vorab!
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Herzliche Grüße,
Scheuck
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  #2  
Alt 02.03.2018, 19:27
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Svenja Svenja ist offline weiblich
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Hallo

Ich meine mal gelesen zu haben, dass Sterbemeldungen oder -urkunden aus dem Ausland an ein zentrales Standesamt (evtl. Standesamt I) in Berlin gehen. Also müsste doch am ehesten dort eine Sterbeurkunde gefunden werden können. Allerdings weiss ich nicht, ob das damals auch schon so geregelt war. Auch weiss ich nicht, wann in Spanien Standesämter eingeführt worden sind und ob spanische Sterbeeinträge von 1919 online einsehbar sind. Wie du in Spanien weiterforschen kannst, hängt auch davon ab, wo in Spanen die gesuchte Person wohnte. Wie lange hielt sich diese Person in Spanien auf und aus welchem Grund war sie dort, evtl aus beruflichen Gründen?

Gruss
Svenja
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  #3  
Alt 02.03.2018, 19:55
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Hallo, Svenja!

Sei bedankt! - Ja, Du stellst dieselben Fragen, die ich mir auch stelle

Ich habe von Familie Eggeling bislang nur gewusst, dass sie in Celle gelebt haben; dort war die Korkenfabrik, und da habe ich auch im Adressbuch 1900 zwei Einträge gefunden.

Weil ich ansonsten so gut wie nichts wusste, habe ich es für "schlau" gehalten, in Celle nach Meldekarten zu fragen; hat auch geklappt.
Man hat mir unter anderem mitgeteilt, dass eben jener Eberhard am 19.11.1919 in Spanien gestorben sein soll; keine weiteren Infos.

Seit wann er dort war, wie lange er dort war, was er da wirklich "gewollt"/getan hat, keine Ahnung
Er war verheiratet, hatte aus erster Ehe zwei Kinder (*1905 und 1910), seine erste Frau ist 1910 gestorben, und er hat wiedergeheiratet. Von Beruf ist er "Musiker", was immer man sich darunter vorstellen will/muss. - Bei seiner Heirat 1905 ist einer der Trauzeugen Instrumentenbauer, daraus könnte man schließen, dass der Eberhard nicht Blockflöte gespielt hat.
Ob sie in Spanien allerdings auf ihn als Musiker "gewartet" haben??? Dass er dort irgendwo einfach so aufgespielt hat, kann ich mir allerdings auch nicht vorstellen. - Vielleicht war er gar nicht als Musiker dort? Politisch?

Von seiner Familie hatte er sich offenbar schon abgesetzt, denn Frau und Kinder ziehen im April 1919 von Celle in einen Ort bei Celle.

Ich werde mich mal zunächst über das StAmt I näher informieren, dann werde ich das Archiv Celle nochmal anschreiben, vielleicht haben sie noch weitere Informationen, ich hatte nach einer Sterbe-Urkunde nicht explizit gefragt.
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Herzliche Grüße,
Scheuck
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  #4  
Alt 03.03.2018, 17:20
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Zitat:
Zitat von scheuck Beitrag anzeigen
Ich habe von Familie Eggeling bislang nur gewusst, dass sie in Celle gelebt haben; dort war die Korkenfabrik, und da habe ich auch im Adressbuch 1900 zwei Einträge gefunden.


Seit wann er dort war, wie lange er dort war, was er da wirklich "gewollt"/getan hat, keine Ahnung
Hallo Scheuck,
vielleicht war er im Auftrag der Familie dort, denn Spanien ist eines der wichtigsten Länder im Mittelmeerraum, in dem die Korkeichen wachsen.
__________________
LG Forschi
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  #5  
Alt 03.03.2018, 18:20
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Hallo, Forschi!

DAS ist ja ein ganz genialer Ansatz , danke!

Ich gebe zu, bislang habe ich den Eberhard eher so als "schwarzes Schaf" der Familie angesehen; eher unkonventionell, Künstler ...

Ich denke mal eben "um":

Vater Wilhelm ist definitiv Korkenschneider, es gibt fünf Kinder (3 Söhne), das jüngste Kind (Sohn) ist 1889 in Celle geboren.
Im Adressbuch Celle 1900 ist nur Mutter Elisabeth angegeben, Korkenschneiderei, Neue Straße 30. Ob Vater Wilhelm 1900 noch gelebt hat, weiß ich nicht, offenbar gehört die Korkenschneiderei 1900 der Elisabeth.
Im Adressbuch 1927/1928 wird sie definitiv als Witwe angegeben und scheint auch einen "gesellschaftlichen Abstieg" erlebt zu haben, denn sie ist als Aufwärterin angegeben und wohnt Am Heligen Kreuz 27.
Sie stirbt am 07.04.1931 im Krankenhaus Celle, ihr Tod wird vom Krankenhaus gemeldet.

Um beurteilen zu können, ob Eberhard um 1919 in Spanien in Sachen Korkeichen unterwegs war, müsste ich herausfinden, wie lange die Fabrik noch existiert hat.
Dass die Fabrik nach Elisabeth's Tod noch weiter existiert hat, glaube ich bislang nicht, denn der 1889 in Celle geborene Sohn wird bei seiner Heirat schon als Zigarrenhändler bezeichnet. Im Adressbuch 1927/1928 steht, "Zigarren, Zigaretten, Korken, Kellereiartikel". - Er wird am 14.04.1929 in Celle tot aufgefunden.

Das vierte Kind (der zweite Sohn) ist 1881 in Duisburg geboren, da habe ich bislang noch keine weiteren Infos; theoretisch durchaus möglich, dass er auch "in Korken gemacht hat". - Es bleibt spannend ...
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Herzliche Grüße,
Scheuck
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  #6  
Alt 15.03.2018, 14:25
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Ihr Lieben,

ein Stückchen weiter, aber nicht schlauer ....

Der Herr Archivar hat sich inzwischen hinsichtlich des Eintrags in der Meldekarte berichtigt; da steht, "soll nach Angaben der Mutter am 22.11.1919 in Spanien gestorben sein".
Welcher Voraussetzungen es für einen derartigen Eintrag bedurfte (ein "Beweis" für die Richtigkeit der Angaben, die die Mutter gemacht hat), kann der Archivar auch nicht sagen.
Fakt ist, dass es in Celle keine wie auch immer geartete "Sterbe-Urkunde" gibt

Also, auf zum Standesamt I in Berlin, obwohl ich da keine großen Hoffnungen habe, aber fragen kostet vielleicht nichts.
__________________
Herzliche Grüße,
Scheuck
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  #7  
Alt 15.03.2018, 19:43
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Liebe Scheuck,

vielleicht ist ja "JEMAND" bei der Mutter vorbeigekommen um ihr diese
Todesnachricht zu übermitteln. Aber wer????
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Renate aus Berlin
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  #8  
Alt 15.03.2018, 19:55
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Tja, liebe renatehelene !

Was hat der Kerl da getan als Musiker? War er vielleicht gar nicht in dieser Eigenschaft unterwegs? Hat ihn die Familie hingeschickt, um Korkeichen zu begucken/zu kaufen ? - Glaub ich nicht; dass er dort am Ballermann aufgespielt hat, glaub ich auch nicht. Urlaub? Hm, offenbar ist er nicht alleine dort gewesen, ansonsten hätte man seine Mutter nicht informieren können. Ich denke, es war jemand dabei, der die familiären Verhältnisse kannte.

Ordnungsgemäß abgemeldet zum längeren Verbleib hat er sich nicht, das würde in der Meldekarte stehen, tut es nicht. - Also, letzter Wohnsitz Celle!

Da kann ich noch nicht mal "JEMANDEN" in Berlin zum StAmt I schicken, denn ich habe inzwischen herausgefunden bzw. mich daran erinnert, dass sie dort nur für Personen zuständig sind, die keinen Wohnsitz im Inland hatten.

Man kann's drehen wie man will, dieser Tod wird in die Schublade für ungeklärte Fälle gesteckt werden müssen, und das ärgert mich maßlos
__________________
Herzliche Grüße,
Scheuck
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  #9  
Alt 15.03.2018, 20:42
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Silke Schieske Silke Schieske ist offline
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Liebe Freundin,

In Geburts-und Sterbeurkunden heißt es immer am Ende".....geboren/gestorben sei." So lautete bisher immer die Formulierung früher.
Dafür unterschreibt ja auch der anzeigende Ehemann/Frau/Nachbar oder sonst wer.

Wer hat denn das ganze unterzeichnet außer der Standesbeamte? Den Tod muss ja jemand beim spanischen Standesamt angezeigt haben, denn ohne den stellt ja keine Behörde eine solche Urkunde aus

Möglicherweise gab es ja einen Kollegen/Angestellten oder Freund, egal ob aus Deutschland mitgereist oder auf ihn in Spanien wartender, der den Tod angezeigt hat. Zumindest wenn es nicht ein Krankenhaus war das den Sterbefall anzeigte und da wäre nur die Mutter unterrichtet worden, wenn diese davon wussten.

LG Silke
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Wir haben alle was gemeinsam.
Wir sind hier alle auf der Suche, können nicht hellsehen und müssen zwischendurch auch mal Essen und Schlafen.

Geändert von Silke Schieske (15.03.2018 um 20:45 Uhr)
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  #10  
Alt 15.03.2018, 21:08
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Ja, liebe Silke-Freundin,

das Dumme ist nur, dass es abgesehen von diesem Satz auf der Meldekarte nichts "Greifbares" gibt

Ich habe den Archivar gefragt, ob es "ausreichend" war, dass die Mutter herging, um jene Aussage zu machen, die man dann auf der Meldekarte verewigt hat. Leider konnte er diese Frage nicht beantworten!

Ja, ich gehe auch davon aus, dass es "in Spanien" irgendwo eine Sterbe-Urkunde geben wird, aber ...
Alles etwas sehr merkwürdig; die Mutter war eine Geschäftsfrau, da würde ich erwarten, dass sie gesagt hat, ihr Sohn sei am Ort x in Spanien gestorben. Derjenige, der sie darüber informiert hat, wird ja wohl einen Ortsnamen und sicherlich auch die genaueren Umstände genannt haben.
Ja, zwischen der Mutter und demjenigen, der sie informiert hat, muss es auch einen Zusammenhang gegeben haben.

Bleibt die vage Hoffnung, auf der Heirats-Urkunde einen Vermerk zu finden, ich glaube nicht wirklich dran. - Auf der Sterbe-Urkunde der Witwe wird man sicherlich nichts finden, denn sie ist wohl 1981 gestorben, da hat es niemanden mehr gejuckt, dass der Gatte 1919 unter vielleicht mysteriösen Umständen in Spanien gestorben ist.

Ich hasse so viele Fragezeichen, sehe aber allmählich ein, dass ich in diesem Fall nicht weiterkommen werde !!!
__________________
Herzliche Grüße,
Scheuck
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